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Berner Sennenhund oder Neufundländer: Hunderassen Vergleich

    Berner Sennenhund oder Neufundländer Vergleich

    Vergleich auf einen Blick

    EigenschaftBerner SennenhundNeufundländer
    UrsprungSchweizNeufundland, Kanada
    GrößeGroßGroß
    Gewicht35–55 kg50–70 kg
    FellfarbenDreibarbig (schwarz, weiß,
    rostrot)
    Schwarz, Braun, Grau, Landseer
    (schwarz-weiß)
    FellbeschaffenheitLang, dichtLang, wasserabweisend
    Lebenserwartung6–10 Jahre8–10 Jahre
    TemperamentFreundlich, ruhig, loyalFreundlich, geduldig, sanftmütig
    TrainierbarkeitHochMittel
    AktivitätslevelMittelMittel
    Verträglichkeit mit KindernSehr gutSehr gut
    Eignung für FamilienHochHoch
    AnfängerfreundlichkeitHochHoch

    Berner Sennenhund vs. Neufundländer: Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Berner Sennenhund:

    • Treuer Gefährte: Der Berner Sennenhund ist bekannt für seine starke Bindung zu seiner Familie. Er zeigt eine tiefe Loyalität und will seine Menschen stets um sich herum haben.
    • Arbeitsfreudig: Ursprünglich als Bauernhund in der Schweiz gezüchtet, liebt dieser Hund es, Aufgaben zu erfüllen und beschäftigt zu sein.
    • Sanftmütig mit Kindern: Dieser Riese zeigt eine erstaunliche Sanftheit, besonders wenn es um Kinder geht. Er ist geduldig und lässt viel mit sich machen.
    • Wachsam: Obwohl er nicht aggressiv ist, kann er durchaus misstrauisch gegenüber Fremden sein. Er bellt, wenn er eine Bedrohung spürt, und kann ein effektiver Wachhund sein.
    • Pflegeintensiv: Ihr wunderschönes, langes Fell benötigt regelmäßige Pflege, um Verfilzungen und Hautproblemen vorzubeugen.

    Neufundländer:

    • Sanfter Riese: Trotz seiner beeindruckenden Größe ist der Neufundländer ein sanftes Wesen, das oft nicht weiß, wie groß und schwer er wirklich ist.
    • Ausgezeichneter Schwimmer: Diese Hunde lieben Wasser! Historisch wurden sie als Rettungshunde eingesetzt, um Schiffbrüchige zu retten.
    • Unglaublich geduldig: Sie sind bekannt für ihre Geduld und Gelassenheit, auch in hektischen Situationen.
    • Freundlich zu Fremden: Im Gegensatz zum Berner Sennenhund sind Neufundländer in der Regel weniger wachsam und eher freundlich gegenüber Unbekannten.
    • Haaren viel: Ein Punkt, der oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass Neufundländer ziemlich haaren. Wer einen Neufundländer hält, wird sehr viel saugen und putzen müssen.

    Die Hauptunterschiede zwischen dem Berner Sennenhund und dem Neufundländer liegen im Wesentlichen in ihrem Temperament und ihrer Historie.

    Der Berner Sennenhund, ursprünglich als Arbeitshund gezüchtet, hat eine tiefere Bindung und Loyalität zu seiner Familie und zeigt sich oft wachsamer gegenüber Fremden.

    Der Neufundländer hingegen, mit seiner Geschichte als Rettungshund, ist ein unglaublich geduldiger und sanfter Riese, der meist freundlich zu Fremden ist.

    Sketch: Berner Sennenhund und Neufundländer im Feld

    Berner Sennenhund oder Neufundländer: Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Berner Sennenhund ist in erster Linie ein Arbeitshund. Ursprünglich gezüchtet, um auf Bauernhöfen zu helfen, verfügt er über eine hohe Arbeitsmoral.

    Das bedeutet, dass er nicht nur körperlich beschäftigt sein möchte, sondern auch geistig gefordert werden muss. Er zeigt eine natürliche Gelehrigkeit, die das Training erleichtert.

    Trotz seiner Größe und Stärke reagiert der Berner Sennenhund in der Regel gut auf Anweisungen und ist bestrebt, seinen Besitzern zu gefallen. Manchmal kann der Berner Sennenhund auch etwas stur sein, also nicht direkt ein Kommando in die Tat umsetzt.

    Es ist jedoch weniger eine Frage des Nichtverstehens als vielmehr des eigenen Tempos, in dem er reagieren möchte. Einer Bernersenne lässt es eben manchmal auch gerne etwas entspannter angehen.

    Der Neufundländer hingegen ist ein naturgegebener Retter. Seine historische Rolle als Wasserrettungshund gibt ihm einen instinktiven Drang, zu helfen.

    Er ist bekannt dafür, schnell zu lernen, besonders wenn es um Wassertraining geht. Im Allgemeinen zeigen Neufundländer eine ausgeprägte Motivation, neue Dinge zu erlernen und Aufgaben zu erfüllen.

    Sie reagieren oft gut auf Anweisungen und sind bekannt dafür, dass sie diese konsequent umsetzen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Neufundländer, obwohl er aufmerksam ist, auch seine entspannte Natur hat. Das bedeutet, dass auch er manchmal etwas mehr Zeit braucht, um auf Anweisungen zu reagieren.

    Beide Rassen lassen sich also gut trainieren, sind gleichzeitig aber auch eher entspannter und gemütlich unterwegs, weswegen Befehle zwar verstanden, aber nicht immer im selben Moment auch umgesetzt werden.

    Berner Sennenhund im Vergleich zum Neufundländer: Wer braucht mehr Beschäftigung?

    Durch seine Geschichte als Arbeitshund hat der Bernersenne eine sehr gute Ausdauer. Körperliche Aktivitäten wie lange Spaziergänge, Trekking oder Agility-Training sind ideal für ihn.

    Um den Berner Sennenhund geistig auszulasten, bieten sich Intelligenzspielzeuge, Suchspiele oder das Training von Kommandos an.

    Er benötigt täglich mindestens 60 bis 90 Minuten körperliche Aktivität, ergänzt durch mentale Beschäftigung, um wirklich zufrieden zu sein.

    Der Neufundländer, einst ein Rettungshund im kalten Atlantik, hat ein angeborenes Bedürfnis nach Wasseraktivitäten. Schwimmen ist eine hervorragende Möglichkeit, ihm körperliche Auslastung zu bieten, da es seine Gelenke schont und ihm gleichzeitig eine intensive Übung bietet.

    Während er körperliche Aktivität genießt, ist er generell ruhiger und gelassener als der Berner Sennenhund.

    Etwa 45 bis 60 Minuten körperliche Aktivität pro Tag, vorzugsweise mit Wasserbezug, sind ideal für den Neufundländer. Zudem schätzt er mentale Herausforderungen wie Nasenarbeit oder Apportierspiele.

    Was spezifische Aufgaben betrifft, so eignet sich der Berner Sennenhund hervorragend für Zugarbeiten oder Aktivitäten, bei denen er seine Stärke zeigen kann. Der Neufundländer hingegen ist im Wasser unschlagbar und beim Anblick des kühlen Nass oft gar nicht mehr zu halten.

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Der Berner Sennenhund zeichnet sich durch eine starke Bindung an seine Familie aus. Er entwickelt oft eine enge Beziehung zu jedem Familienmitglied und zeigt sich dabei besonders anhänglich.

    Die Verträglichkeit mit Kindern ist bei dieser Rasse generell sehr gut. Er zeigt sich sanftmütig und geduldig, unabhängig vom Alter des Kindes. Selbst bei kleineren Kindern bleibt der Berner Sennenhund ruhig und ausgeglichen.

    Er hat das Bedürfnis, seine Familie zu beschützen, was ihn zu einem wunderbaren Begleiter für Familien macht. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Kinder lernen, den Raum und die Grenzen des Hundes zu respektieren.

    Und wenn man mal ohne den Hund weg muss? Der Berner Sennenhund kommt kurzzeitig damit zurecht, allein zu sein. Zu lange Isolation oder mangelnde Interaktion kann jedoch zu Trennungsangst oder Langeweile führen, was sich dann oft in unerwünschtem destruktiven Verhalten ausdrückt.

    Der Neufundländer, oft als „sanfter Riese“ bezeichnet, zeigt ebenfalls eine hohe Verträglichkeit mit Kindern. Er ist nicht nur geduldig, sondern oft auch liebevoll im Umgang mit jüngeren Familienmitgliedern.

    Der Neufundländer sieht sich selbst nicht unbedingt als Wachhund, sondern vielmehr als Familienmitglied. Sein ruhiges Temperament und sein Bedürfnis nach Zuneigung machen ihn ideal für Familien.

    Er kann jedoch aufgrund seiner Größe und Kraft kleine Kinder unbeabsichtigt umstoßen, daher sollte eine Aufsicht vorhanden sein.

    Der Neufundländer hat kein Problem damit, für kurze Zeit allein zu bleiben, schätzt aber die Gesellschaft und sollte nicht übermäßig lange allein gelassen werden.

    Im Vergleich zu vielen anderen Rassen zählen sowohl der Berner Sennenhund als auch der Neufundländer zu den familienfreundlichsten Hunden. Beide sind für ihre Liebe und Loyalität gegenüber ihrer Familie bekannt.

    Bei beiden Rassen ist es jedoch wichtig, dass die Familie in der Lage ist, die Bedürfnisse des Hundes in Bezug auf Bewegung, Pflege und soziale Interaktion zu erfüllen.

    Insbesondere wenn der Hund nicht mit ins Büro genommen werden kann und täglich für 8-9 Stunden allein Zuhause bleiben soll, während man selbst auf Arbeit ist, ist keine der beiden Rassen besonders gut geeignet. Dafür sind diese Hunde zu sozial und verbringen zu gerne Zeit mit Herrchen und Frauchen.

    Sketch: Berner Sennenhund & Neufundländer sitzen nebeneinander

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Berner Sennenhund oder Neufundländer?

    Trotz seiner Größe ist der Bernersenne im Haus eher ruhig. Solange er genug Bewegung und geistige Anregung bekommt, kann er sich an das Leben in einer Wohnung anpassen.

    Was den Lärm und die Ablenkungen der Stadt betrifft, kann der Berner Sennenhund, wenn er richtig sozialisiert ist, lernen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Er kann jedoch aufgrund seines Schutztriebs gegenüber seiner Familie in belebten Umgebungen wachsam sein, wodurch er zum Beispiel beim Klingeln an der Tür gerne bellt.

    Der Neufundländer, ein großer und kräftiger Hund, ist trotz seiner Größe im Haus überraschend ruhig und gelassen. Seine entspannte Natur hilft ihm, den Lärm und die Ablenkungen der Stadt besser zu bewältigen als andere Rassen.

    Er benötigt zwar regelmäßige Bewegung, ist aber weniger aktiv als der Berner Sennenhund. Da er weniger Raum zum Herumtollen benötigt und gut mit den typischen Geräuschen und Ablenkungen der Stadt umgehen kann, eignet er sich möglicherweise besser für das Stadtleben.

    Insgesamt, wenn beide Rassen ausreichend Bewegung und geistige Anregung erhalten, können sie in einer Wohnung in der Stadt leben.

    Der Neufundländer hat jedoch aufgrund seiner entspannten Natur einen leichten Vorteil in Bezug auf das Anpassen an die typischen Herausforderungen des städtischen Lebens.

    Es ist dennoch wichtig zu betonen, dass beide Hunde, trotz ihrer Fähigkeit, sich an das Stadtleben anzupassen, genügend Platz in der Wohnung und regelmäßige Spaziergänge benötigen und keine der beiden Rassen hervorragende Stadthunde sind.

    Wer in einer kleinen Wohnung lebt, ist mit einer kleineren Hunderasse wahrscheinlich besserer beraten.

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    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Der Berner Sennenhund ist bekannt für seine Freundlichkeit und sein ausgewogenes Temperament. Diese Rasse ist loyaler Familienhund und möchte gefallen. Daher ist er oft bereit, mit seinem Besitzer zu arbeiten und ihm zu gefallen.

    Er hat einen moderaten Energielevel und ist relativ leicht zu trainieren, was ihn für Erstbesitzer geeignet macht.

    Aber seine Größe und sein gelegentliche Sturheit können eine Herausforderung darstellen. Anfänger müssen bereit sein, sich kontinuierlich mit Training und Sozialisierung zu beschäftigen, um das Beste aus diesem sanften Riesen herauszuholen.

    Der Neufundländer hingegen ist für sein sanftmütiges Temperament bekannt. Er ist sehr geduldig und tolerant, was ihn zu einer guten Wahl für Erstbesitzer macht.

    Obwohl er ein großes Tier ist, neigt er nicht dazu, seine Größe zu nutzen, um seinen Willen durchzusetzen. Vielmehr neigt er zu einer gewissen Tapsigkeit und scheint sich seinen Ausmaßen oft gar nicht so richtig bewusst zu sein.

    Sein ruhiges Wesen und seine Bereitschaft, zu lernen und zu gefallen, machen ihn zu einem guten Kandidaten für Anfänger.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen können sowohl der Berner Sennenhund als auch der Neufundländer als anfängerfreundlich angesehen werden, wobei der Neufundländer einen leichten Vorteil hat, da er generell ruhiger und leichter zu handhaben ist.

    Unterm Strich wird man jedoch mit keiner der beiden Rassen als Anfänger etwas falsch machen, solange man bereit ist, die Größe und Gewicht des Hundes unter Kontrolle zu halten.