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Border Collie oder Australian Shepherd: Vergleich der Hunderassen

    Border Collie vs Australian Shepherd Vergleich

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumBorder CollieAustralian Shepherd
    UrsprungGroßbritannien, SchottlandUSA (Ja, nicht Australien)
    Größe46-53 cm (Hündinnen)
    48-56 cm (Rüden)
    46-54 cm (Hündinnen)
    51-58 cm (Rüden)
    Gewicht14-22 kg (Hündinnen)
    14-24 kg (Rüden)
    18-25 kg (Hündinnen)
    25-32 kg (Rüden)
    FellfarbenSchwarz & Weiß, Blue Merle, Red Merle, Tricolor etc.Blue Merle, Red Merle, Schwarz, Rot
    FellbeschaffenheitMittellang, dicht, manchmal welligMittellang, dicht, manchmal wellig
    Lebenserwartung10-17 Jahre12-15 Jahre
    TemperamentIntelligent, Energiegeladen, FokussiertIntelligent, Energiegeladen, Loyal
    TrainierbarkeitSehr hochSehr hoch
    AktivitätslevelSehr hochSehr hoch
    Verträglichkeit mit KindernGut, aber neigt zu HüteverhaltenGut, aber neigt zu Hüteverhalten
    Eignung für FamilienJa, besonders für aktive FamilienJa, besonders für aktive Familien
    AnfängerfreundlichkeitMittelMittel

    Border Collie vs. Australian Shepherd: Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Border Collie:

    • Arbeitswillig: Der Border Collie zeigt einen unglaublichen Arbeitseifer. Ursprünglich als Hütehund gezüchtet, sucht er ständig nach Aufgaben und Herausforderungen.
    • Intelligent: Als eine der intelligentesten Hunderassen weltweit, lernt der Border Collie sehr schnell und kann eine Vielzahl von Befehlen und Tricks verstehen.
    • Energiegeladen: Dieser Hund benötigt viel Bewegung und mentale Stimulation. Ein gelangweilter Border Collie neigt dazu, unerwünschtes Verhalten zu zeigen.
    • Loyal: Er ist seinem Besitzer gegenüber sehr loyal und möchte immer in dessen Nähe sein.
    • Sensibel: Der Border Collie kann empfindlich auf Veränderungen in seiner Umgebung oder auf Kritik reagieren.

    Australian Shepherd:

    • Vielseitig: Der Australian Shepherd ist bekannt für seine Vielseitigkeit als Arbeitshund, sei es beim Hüten, beim Rettungseinsatz oder in Agility-Wettbewerben.
    • Anhänglich: Er baut eine tiefe Bindung zu seiner Familie auf und möchte oft als „Schatten“ seines Besitzers agieren.
    • Schutzinstinkt: Dieser Hund hat einen starken Schutztrieb, was bedeutet, dass er sein Territorium und seine Familie bewachen will.
    • Aktiv: Wie der Border Collie benötigt auch der Australian Shepherd viel Bewegung und mentale Stimulation.
    • Intuitiv: Er kann oft die Emotionen seines Besitzers wahrnehmen und entsprechend reagieren.

    Hauptunterschiede zwischen Border Collie und Australian Shepherd

    Beide Rassen sind für ihre Intelligenz und ihr Bedürfnis nach Bewegung bekannt. Doch es gibt feine Unterschiede in ihrem Charakter.

    Während der Border Collie für seinen unglaublichen Arbeitseifer und seine Sensibilität bekannt ist, sticht der Australian Shepherd durch seine Vielseitigkeit und seinen Schutzinstinkt hervor.

    Der Border Collie ist oft stärker auf eine Aufgabe fokussiert und etwas sensibler in Bezug auf Emotionen, während der Australian Shepherd neben seiner Arbeitsfähigkeit auch einen stärkeren Wachinstinkt besitzt.

    Der Australian Shepherd wird, wenn er nicht gut sozialisiert ist, gegenüber Fremden misstrauischer sein als der Border Collie.

    Beide Rassen eignen sich am besten für aktive Familien, die viel Zeit für den Hund mitbringen, da beide Rassen eigentlich am liebsten dauerhaft aktiv sind und gefordert werden.

    Zeichnung von Border Collie und Australian Shepherd

    Border Collie oder Australian Shepherd: Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Border Collie glänzt besonders in seiner Fähigkeit, komplexe Aufgaben und Befehle in kürzester Zeit zu erlernen.

    Er verfügt über einen scharfen Verstand und eine schnelle Auffassungsgabe. Dies macht ihn zu einem Favoriten in Hundesportarten wie Agility, Obedience und Hütehundewettbewerben.

    Allerdings neigt er dazu, sensibel auf Kritik und harte Trainingsmethoden zu reagieren. Dies bedeutet, dass Besitzer einen feinfühligen Ansatz wählen müssen, um den besten Erfolg mit einem Border Collie zu erzielen.

    Ohne konstante geistige Anregung kann er sich jedoch schnell langweilen, was oft zu unerwünschtem Verhalten und Zerstörungswut führt.

    Der Australian Shepherd, oft als „Aussie“ bezeichnet, besitzt ebenfalls eine beeindruckende Lernfähigkeit. Er zeichnet sich durch seine intuitive Natur aus, die es ihm ermöglicht, die Absichten seines Trainers oft vorwegzunehmen.

    Dies kann manchmal ein zweischneidiges Schwert sein, da ein Aussie versucht, die nächste Anforderung zu antizipieren, bevor sie gestellt wird.

    Während dies seine schnelle Reaktionsfähigkeit demonstriert, musst du als Hundehalter ebenfalls immer einen Schritt voraus denken und sehr aufmerksam sein.

    Außerdem ist der Australian Shepherd recht wachsam und benötigt ausreichend Sozialisierung in frühen Jahren, um gut mit Alltagssituationen zurecht zu kommen.

    Border Collie im Vergleich zum Australian Shepherd: Wer braucht mehr Beschäftigung?

    Der Border Collie, ursprünglich zum Hüten von Schafen gezüchtet, hat einen fast unersättlichen Arbeitstrieb. Er benötigt täglich mehrere Stunden intensiver körperlicher Betätigung.

    Dies kann durch Laufen, Spielen und spezifisches Training erreicht werden. Besonders geeignet sind für ihn Hundesportarten wie Agility, Flyball oder Frisbee.

    Darüber hinaus profitiert er von geistigen Herausforderungen wie Tricks, Puzzle-Spielzeugen oder Suchspielen.

    Da der Border Collie einen starken Hütetrieb hat, eignet er sich besonders gut für Aufgaben, die mit der Kontrolle und Bewegung anderer Tiere zu tun haben oder diese zumindest simulieren.

    Der Australian Shepherd, ebenfalls zum Hüten von Vieh eingesetzt, benötigt ebenfalls viel Bewegung und geistige Anregung. Täglich sollten es mindestens zwei Stunden intensiver Aktivität sein.

    Er liebt es, Bälle zu holen, zu schwimmen und zu rennen. Durch seine intuitive Natur ist er auch gut in Hundesportarten wie Obedience und Agility.

    Er kann auch als Therapie- oder Rettungshund ausgebildet werden, da er ein gutes Gespür für menschliche Emotionen hat.

    Obwohl beide Rassen ein sehr hohes Maß an Beschäftigung benötigen, könnte man argumentieren, dass der Border Collie einen Hauch mehr an körperlicher und geistiger Aktivität verlangt.

    Dies liegt an seinem intensiven Hütetrieb und seinem Bedürfnis nach ständiger Herausforderung. Der Australian Shepherd hingegen hat einen etwas vielseitigeren Charakter, der es ihm ermöglicht, eine breitere Palette von Aufgaben zu übernehmen.

    Es ist jedoch sehr wichtig, dass beide Rassen nicht unterbeschäftigt sind, um Verhaltensproblemen vorzubeugen.

    Zeichnung Australian Shepherd und Border Collie

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Der Border Collie zeigt eine hohe Loyalität gegenüber seiner Familie und bindet sich eng an diese. Er verträgt sich zwar super mit Kinder, der Hütetrieb des Border Collies führt jedoch manchmal dazu, dass er versucht, Kinder zu „hüten“, besonders wenn sie rennen oder laut spielen.

    Das bedeutet nicht, dass er nicht mit Kindern auskommt, aber es ist ratsam, dass Kinder ein gewisses Verständnis und Bewusstsein für das Verhalten des Hundes haben. Gleichzeitig solltest du besonders bei kleinen Kindern immer ein Auge auf die Interaktion haben.

    Ein Border Collie kann einige Stunden alleine zu Hause bleiben, aber er braucht nach der Rückkehr der Familie unbedingt körperliche und geistige Beschäftigung.

    Auch der Australian Shepherd, mit seiner anhänglichen und schützenden Natur, kann sich gut in Familien integrieren.

    Er ist in der Regel verträglich mit Kindern aller Altersgruppen, aber ähnlich wie beim Border Collie versucht auch der Australian Shepherd manchmal, die Kinder zu hüten.

    Während er die Gesellschaft seiner Familie liebt, kann er, wenn er richtig trainiert wurde, auch einige Stunden alleine verbringen. Es ist jedoch auch bei ihm wichtig, dass er danach ausreichend Zeit zum Spielen und Interagieren bekommt.

    Zwar eignen sich beide Rassen tendenziell für das Familienleben, es gibt für die meisten Familien jedoch bessere Hunde, die weniger Aufmerksamkeit und Auslastung erfordern, was es dir erleichtert, deinen sonstigen Verpflichtungen nachzukommen.

    Beide Rassen sollten außerdem nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden, da sie Gesellschaft und Beschäftigung brauchen.

    Wer also einen reinen Familienhund sucht, sollte sich bei anderen Rassen umsehen, im direkten Vergleich sind beide Hunde aber recht ähnlich geeignet für das Familienleben.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Border Collie oder Australian Shepherd?

    Der Border Collie hat Schwierigkeiten sich an die begrenzten Platzverhältnisse einer Wohnung anzupassen.

    Selbst wenn er regelmäßig Gassi geht, wird der begrenzte Raum, den eine Wohnung bietet, für diesen aktiven Hund auf Dauer nicht ausreichen.

    Zudem macht sein sensibler Charakter ihn anfällig für die vielen Geräusche und Ablenkungen einer Stadt.

    Der Australian Shepherd, obwohl auch energiegeladen, hat tendenziell einen etwas ausgeglicheneren Charakter im Vergleich zum Border Collie. Daher kann er sich im direkten Vergleich ein wenig besser in die Stadt einfügen.

    Aber auch ein Australian Shepherd benötigt sehr viel Bewegung und ist auf Dauer in einer Wohnung nicht zufrieden, da ihm hier der Platz fehlt um sich richtig auszupowern.

    Beide Rassen profitieren daher extrem von einem Garten oder Außenbereich, indem sie sich frei bewegen und beschäftigen können. Dies ersetzt jedoch nicht die sehr großen täglichen Gassi Runden, die beide Rassen zusätzlich brauchen.

    Aus diesem Grund ist keine der beiden Rassen wirklich gut für die Stadt geeignet und man sollte sich stark überlegen, ob man die Hunde artgerecht halten kann, wenn man in einer Stadt wohnt. Im Zweifel hat der Australian Shepherd gegenüber dem Border Collie aber die Nase vorne wenn es um die Stadttauglichkeit geht.

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    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Der Border Collie ist ein extrem intelligenter und arbeitsfreudiger Hund. Diese Kombination ist für Anfänger eine Herausforderung, da der Border Collie ständig beschäftigt und gefordert werden muss.

    Ohne die richtige Führung, Training und Beschäftigung kann er sich leicht langweilen und unerwünschtes Verhalten entwickeln.

    Darüber hinaus macht es sein starker Hütetrieb in Alltagssituationen schwer ihn richtig zu handhaben, wenn man nicht genaue und klare Führung vorgeben kann. Und genau dieser Punkt fällt vielen Anfängern oft am schwersten.

    Der Australian Shepherd tendiert dazu, etwas anpassungsfähiger zu sein. Er hat immer noch hohe Energie- und Trainingsbedürfnisse, aber sein Wesen ist oft ein wenig gelassener und weniger intensiv als das des Border Collies.

    Dies macht den Aussie ein klein wenig zugänglicher für Anfänger, die gerade erst lernen, wie man die Bedürfnisse eines aktiven und intelligenten Hundes erfüllt.

    Aber auch einen Australian Shepherd sollte man sich eigentlich erst mit bestehender Hundeerfahrung anschaffen, da auch dieser eine klare, führende Hand und Erziehung braucht.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen gibt es viele andere Rassen, die als anfängerfreundlicher gelten und beide, der Border Collie und der Australian Shepherd, für Anfänger eher nicht geeignet sind.

    Wenn man unbedingt zwischen diesen beiden Rassen wählen muss, neigt der Australian Shepherd aber dazu, für Anfänger besser geeignet zu sein.

    Wer ist der bessere Wachhund: Border Collie oder Australian Shepherd?

    Der Australian Shepherd besitzt einen natürlichen Wachinstinkt, der ihn aufmerksam und wachsam gegenüber seiner Umgebung und möglichen Bedrohungen macht.

    Sein anhänglicher und manchmal schützender Charakter führt dazu, dass er sein Territorium und seine Familie bewacht. Er ist oft misstrauisch gegenüber Fremden, bis er lernt, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht.

    Dieser Instinkt, gepaart mit seinem Bellverhalten, macht den Aussie zu einem effektiven Abschreckungsmittel für unerwünschte Gäste.

    Allerdings sollte man darauf achten, dass dieses wachsame Verhalten nicht in übermäßiges Bellen oder Aggression umschlägt.

    Der Border Collie kann auch wachsam sein. Er ist jedoch in erster Linie darauf ausgerichtet, eine Herde zu hüten und nicht unbedingt ein Territorium zu bewachen.

    Dennoch ist er ein aufmerksamer Hund, der schnell auf Veränderungen in seiner Umgebung reagiert. Sein Fokus liegt eher auf Bewegung und Aktivität als auf dem Schutz eines Bereichs.

    Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass keiner dieser Hunde speziell als Schutzhund gezüchtet wurde, und ihr Hauptantrieb liegt in Arbeit und Beschäftigung, nicht unbedingt im Schutz. Wer einen dedizierten Wachhund benötigt, der ist mit diesen Wachhund-Rassen besser beraten!