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Dackel oder Französische Bulldogge | Hunderassen im Vergleich

    Dackel und Französische Bulldogge

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumDackelFranzösische Bulldogge
    UrsprungDeutschlandFrankreich
    Größe (Hündinnen/Rüden)20-22 cm / 20-22 cm29-31 cm / 27-31 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)7-14,5 kg / 7-14,5 kg8-13 kg / 9-14 kg
    FellfarbenRot, Schwarz, Schokolade, Creme; oft mit Tan-AbzeichenBrindle, Weiß, Fawn, Schwarz, etc.
    FellbeschaffenheitKurzhaar, Rauhaar oder Langhaar; dichtKurzhaar, glatt, feine Struktur
    Lebenserwartung12-16 Jahre10-12 Jahre
    TemperamentMutig, Neugierig, EigenständigAnhänglich, Verspielt, Ruhig
    TrainierbarkeitMittelMittel
    AktivitätslevelMittelNiedrig bis Mittel
    Verträglichkeit mit KindernGutSehr gut
    Eignung für FamilienGut, besser mit älteren KindernSehr gut
    AnfängerfreundlichkeitMittelHoch
    Dackel vs. Französische Bulldogge

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Dackel

    • Freundlich und Aufgeschlossen: Dackel sind sehr freundliche Hunde. Sie mögen Menschen und sind ziemlich aufgeschlossen. Zwar ist ein Dackel kein freudestrahlender Sonnenschein wie ein Golden Retriever, aber dennoch ein sehr netter Vierbeiner.
    • Mutig: Diese kleinen Hunde haben ein großes Herz! Sie sind mutig und lassen sich nicht leicht einschüchtern. Das führt aber auch dazu, dass sich Dackel gerne mit Größeren anlegen.
    • Stur: Ein Dackel ist ziemlich stur. Wenn er etwas nicht will, dann ist es nicht leicht ihn umzustimmen. Außerdem hinterfragt er auch gerne mal deine Befehle.
    • Verspielt: Dackel lieben es zu spielen. Sie können manchmal richtig albern sein.
    • Jagdtrieb: Sie wurden ursprünglich für die Jagd gezüchtet. Daher haben sie einen starken Jagdtrieb und folgen manchmal mehr ihrer Nase und ihrem Instinkt, ohne dabei auf dich zu achten.

    Französische Bulldogge

    • Anhänglich: Französische Bulldoggen sind bekannt dafür, dass sie ihre Menschen lieben. Sie wollen immer in deiner Nähe sein und lieben deine Aufmerksamkeit.
    • Ruhig: Sie sind normalerweise ziemlich ruhige Hunde. Sie sind nicht übermäßig aktiv und freuen sich, wenn du gelegentlich mit ihnen spielst und tobst.
    • Stur: Wie Dackel können auch Französische Bulldoggen etwas stur sein. Sie machen einfach gerne was sie wollen.
    • Gesellig: Französische Bulldoggen kommen gut mit anderen Hunden und Menschen aus. Sie lieben Gesellschaft und verstehen sich eigentlich immer gut mit allen.
    • Gesundheitsprobleme: Leider haben Französische Bulldoggen oft gesundheitliche Probleme, vor allem mit ihrer Atmung, weil sie so kurze Nasen haben. Gerade im Sommer muss man daher besonders auf diesen Hund achten, da er schnell zum Hitzschlag neigt.

    Hauptunterschiede

    Dackel sind aktiver und haben deutlich mehr Jagdtrieb als Französische Bulldoggen. Sie lieben es, draußen zu sein und zu schnüffeln.

    Französische Bulldoggen hingegen sind auch damit zu frieden, gemütlich zu Hause zu bleiben und mit dir zu kuscheln und zu spielen. Französische Bulldoggen sind zudem sehr anhänglich und wollen immer in deiner Nähe sein, während Dackel unabhängiger sind und ihren eigenen Kopf haben.

    Insgesamt ist der Dackel außerdem der aktivere der beiden Hunde und will vor allem auch mental gefordert werden. Ein Dackel liebt Intelligenzspielzeug und leichte Aufgaben, während eine Französische Bulldogge für diese Dinge eher wenig Begeisterung zeigt.

    Ein großer Unterschied ist auch, dass Dackel meist weniger gesundheitliche Probleme haben als Französische Bulldoggen, die wegen ihrer Atmung, großen Augen oder faltigem Gesicht öfter zum Tierarzt müssen.

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    Wer lässt sich besser trainieren?

    Dackel sind ziemlich schlau, aber sie haben auch ihren eigenen Kopf. Das heißt, sie verstehen schnell, was du von ihnen willst, aber sie entscheiden auch gerne, ob sie das denn jetzt wirklich machen wollen.

    Außerdem ist ihr Jagdtrieb eine gewisse Ablenkung im Training, denn der Dackel findet das raschelnde Gebüsch meist viel spannender als ein Herrchen oder Frauchen das etwas von ihm will. Aber wenn du es schaffst, seine Aufmerksamkeit zu bekommen, lernen Dackel neue Befehle ziemlich schnell.

    Französischen Bulldoggen sind bekannt für ihre Liebe zu Menschen. Sie wollen ihrem Menschen gefallen und das ist auch im Training hilfreich.

    Sie sind allerdings nicht die schlauste Rasse und lernen etwas langsamer, aber sie sind immerhin ein stets bemühter Schüler. Sie brauchen aber ein bisschen mehr Wiederholung, um etwas Neues zu lernen.

    Gelegentlich ist auch diese Rasse ein wenig stur, jedoch nicht ganz so stark ausgeprägt wie der Dackel.

    Im Vergleich mit anderen Hunden sind sowohl Dackel als auch Französische Bulldoggen irgendwo in der Mitte, was die Leichtigkeit des Trainings angeht. Sie sind nicht so herausfordernd wie einige extrem unabhängige Rassen, aber auch nicht so einfach zu trainieren wie zum Beispiel ein Labrador Retriever.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!

    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Dackel haben eine spannende Geschichte. Sie wurden ursprünglich gezüchtet, um zu jagen, insbesondere Dachse. Daher auch der Name „Dackel“.

    Diese Jagdtradition bedeutet auch, dass Dackel ziemlich aktiv und clever sind. Sie brauchen sowohl körperliche als auch geistige Herausforderungen. Ein täglicher Spaziergang ist wichtig, aber sie brauchen auch Spiele und Training, um ihren Kopf zu beschäftigen.

    Schnüffelspiele, bei denen sie etwas suchen müssen, sind super für Dackel, weil das ihrem Jagdinstinkt entspricht. Insgesamt brauchen Dackel täglich eine gute Mischung aus Bewegung und Denksport.

    Französischen Bulldoggen wurden gezielt als Begleiter für Menschen gezüchtet. Sie sind daher nicht so aktiv wie Dackel, damit sie sich leichter an den Alltag ihrer Menschen anpassen.

    Aber das heißt nicht, dass sie nur herumliegen möchten. Sie brauchen auch tägliche Spaziergänge, aber nicht so lange oder intensive wie Dackel. Französische Bulldoggen mögen es besonders zu spielen und Zeit mit ihrem Menschen zu verbringen.

    Wegen ihrer flachen Nase sollten sie aber nicht zu intensiv spielen, besonders wenn es warm ist. Sie bekommen nämlich schnell Atemprobleme und neigen im Sommer zum Hitzschlag.

    Im direkten Vergleich braucht der Dackel daher mehr Beschäftigung als die Französische Bulldogge.

    Dackel im Wald

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Dackel sind ziemlich anpassungsfähig und können gut in eine Familie passen. Ihre verspielte und manchmal alberne Art macht sie zu unterhaltsamen Familienmitgliedern.

    Dackel vertragen sich zwar gut mit Kindern, sind von dem unvorhersehbaren Verhalten von Kleinkindern jedoch schnell überfordert. Am liebsten sind sie daher in Familien, wo die Kinder bereits etwas älter sind.

    Insgesamt sind Dackel ziemlich familienfreundlich, aber sie brauchen auch eine klare Führung und Konsequenz, für die man die Zeit und Nerven im restlichen Alltag haben sollte.

    Französischen Bulldogge sind sehr geduldig, was sie zu guten Begleitern für Familien macht. Zudem vertragen sie sich hervorragend mit Kindern aller Art.

    Sie genießen die Gesellschaft und sind weniger aktiv als Dackel, was in einem hektischen Familienalltag manchmal einfacher ist. Denn dieser Hund ist zufrieden, wenn er einfach bei dir sein kann und braucht wenig gezielte Auslastung. Daher verzeiht er dir auch etwas weniger Aufmerksamkeit an einem hektischen Tag.

    Natürlich ist die Familie aber nicht immer Zuhause und der Hund muss eventuell auch mal alleine bleiben. Dackel sind etwas unabhängiger und vertragen es besser, wenn sie für einige Stunden alleine sind. Französische Bulldoggen hingegen sind sehr auf ihre Menschen fixiert und mögen es nicht, lange alleine zu sein.

    Insgesamt ist die Französische Bulldogge anpassungsfähiger und passt in mehr Familien. Wer jedoch ausreichend Zeit hat mit den Eigenarten eines Dackels zurecht zu kommen, kann auch diese Rasse zu einem tollen Familienhund heranziehen.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Dackel oder Französische Bulldogge?

    Dackel sind ziemlich anpassungsfähig und gewöhnen sich gut an das Leben in einer Wohnung. Sie sind klein, was in einer Wohnung mit begrenztem Platz von Vorteil ist.

    Allerdings haben Dackel einen starken Jagdinstinkt und sind ziemlich neugierig. Gerade in einer Stadt, wo es viele Gerüche, Geräusche und Ablenkungen gibt, ist er daher etwas überfordert von den vielen Eindrücken.

    Wenn der Dackel aber von klein auf an das Leben in einer Stadt gewöhnt wird, hat er im Normalfall wenig Probleme damit.

    Französischen Bulldogge sind für das Leben in einer Wohnung ebenfalls sehr gut geeignet. Sie sind vergleichsweise ruhig und brauchen nicht so viel Platz zum Herumtollen wie viele andere Hunde.

    Ihre ruhige Art hilft ihnen auch, mit dem Lärm und den Ablenkungen in der Stadt umzugehen. Sie lassen sich vom täglichen Trubel nicht so leicht stressen.

    Besonders wenn du aber in einer Dachgeschosswohnung ohne Klimaanlage lebst, kann es der Bulldogge im Sommer zu heiß in deiner Wohnung werden. Das solltest du im Vorfeld bedenken, damit es später keine Probleme gibt.

    Insgesamt sind beide Hunde gute Stadtbewohner. Der Dackel ist etwas leichter abzulenken und von den Reizen überfordert, hat aber besonders in ruhigeren Wohngebieten kein Problem. Bei der Französischen Bulldogge musst du darauf achten, dass ihr im Sommer nicht zu heiß wird und sie einen kühlen Rückzugsort hat. Einen klaren Gewinner zwischen den beiden Rassen gibt es hier nicht.

    Französische Bulldogge Zeichnung

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Dackel sind echt süße und lustige Hunde. Sie sind klein und damit leicht zu kontrollieren wenn du sie an de Leine hast.

    Aber sie sind auch eine sehr sture und eigensinnige Rasse. Sie machen einfach gerne was sie wollen und nicht das was du gerade sagst.

    Außerdem haben sie einen starken Jagdtrieb und folgen dann gerne mal ihrem Instinkt während sie in die Büsche rennen, egal was du gerade davon hälst.

    Für einen Hundebesitzer ohne Erfahrung ist es recht schwer, mit diesem Verhalten richtig umzugehen und zu wissen, wie man am besten darauf reagiert. Das führt dazu, dass dir ein Dackel schnell auf der Nase herumtanzt.

    Es ist zwar nicht unmöglich einen Dackel als Anfänger zu halten, aber Erfahrung ist sehr hilfreich. Hast du diese nicht, solltest du unbedingt eine Hundeschule besuchen, um den richtigen Umgang mit deinem Hund zu lernen.

    Französischen Bulldoggen hingegen sind bekannt dafür, dass sie sehr freundlich und ruhig sind. Sie lieben Menschen und sind sehr entspannt. Das liegt daran, dass sie ja wie beschrieben gezielt für die Haltung bei Menschen gezüchtet wurden.

    Für einen Anfänger ist das super, weil sie nicht so viel Energie haben wie andere Hunde und daher nicht so viel Auslauf und Beschäftigung brauchen.

    Außerdem haben sie einen Wunsch dir zu gefallen und tun viel dafür, Lob und Streicheleinheiten von dir zu bekommen. Das erleichtert die Erziehung dieser Vierbeiner zusätzlich.

    Im direkten Vergleich ist die Französische Bulldogge daher der anfängerfreundlichere Hund. Sie hat den angenehmeren Charakter für Halter ohne Erfahrung. Einen Dackel kannst du dir als Anfänger zwar auch anschaffen, solltest dir aber bewusst sein, dass du deutlich mehr Zeit und Aufwand darin investieren musst, den Hund richtig zu erziehen.