Zum Inhalt springen
Home » Anschaffung & Welpen » Dobermann oder Cane Corso | Vergleich der beiden Hunderassen

Dobermann oder Cane Corso | Vergleich der beiden Hunderassen

    Dobermann und Cane Corso auf Wiese

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumDobermannCane Corso
    UrsprungDeutschlandItalien
    Größe (Hündinnen/Rüden)63-68 cm / 68-72 cm58-66 cm / 62-70 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)27-41 kg / 34-45 kg40-45 kg / 45-50 kg
    FellfarbenSchwarz, Braun, oft mit Rost-AbzeichenSchwarz, Grau, Fawn, Brindle
    FellbeschaffenheitKurzhaar, glatt, hart, dichtKurz, dicht, mit Unterwolle
    Lebenserwartung10-13 Jahre10-12 Jahre
    TemperamentLoyal, Energiegeladen, IntelligentLoyal, Wachsam, Mutig
    TrainierbarkeitHochMittel
    AktivitätslevelHochHoch
    Verträglichkeit mit KindernGutMittel
    Eignung für FamilienMittelMittel
    AnfängerfreundlichkeitMittelNiedrig
    Dobermann vs. Cane Corso

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Dobermann

    • Intelligent und Trainierbar: Dobermänner sind richtig schlaue Hunde. Sie lernen schnell und lieben es, Aufgaben zu meistern. Das macht sie zu super Kandidaten für Training und Gehorsamkeitsspiele.
    • Loyal und Beschützend: Diese Hunde hängen sehr an ihrer Familie. Sie passen gut auf sind manchmal aber etwas zu vorsichtig gegenüber Fremden. Sie müssen daher lernen, wann sie beschützen sollen und wann nicht.
    • Misstrauisch gegenüber Fremden: Dobermänner sind gegenüber neuen Leuten vorsichtig oder misstrauisch. Sie brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen. Haben sie dich aber einmal ins Herz geschlossen, dann tun sie alles für dich.
    • Neigt zur Dominanz: Ein Dobermann braucht eine klare Führung. Fehlt diese, dann neigt dieser Hund dazu, selbst die Kontrolle übernehmen zu wollen.
    • Energiegeladen: Dobermänner haben viel Energie. Sie brauchen viel Bewegung und Beschäftigung. Ohne werden sie unruhig und zerstörerisch.

    Cane Corso

    • Mutig und Selbstbewusst: Cane Corsos sind von Natur aus sehr mutig und haben eine starke Persönlichkeit. Sie sind nicht so leicht einzuschüchtern und stellen sich jedem entgegen.
    • Anhänglich an die Familie: Sie sind ihrer Familie gegenüber extrem loyal und beschützend. Sie lieben es, in der Nähe ihrer Menschen zu sein.
    • Kraftvoll und Robust: Diese Rasse hat viel Kraft und Ausdauer. Sie brauchen daher ebenfalls viel Bewegung, aber sind im Allgemeinen etwas ruhiger als Dobermänner.
    • Eigenwillig: Cane Corsos sind recht stur. Häufig hinterfragen sie deine Befehle und tun nur etwas, wenn sie das selbst auch für sinnvoll halten.
    • Schutzinstinkt: Ihr Schutzinstinkt ist sehr stark ausgeprägt. Es ist extrem wichtig, dass sie gut sozialisiert werden, um sich in verschiedenen Situationen korrekt zu verhalten. Andernfalls versuchen sie dich gegen alles und jeden zu verteidigen. Das macht den Hund dann nicht sehr sozial verträglich.

    Hauptunterschiede

    Dobermänner sind energiegeladener und brauchen mehr geistige und körperliche Beschäftigung. Cane Corsos dagegen sind in der Regel ruhiger und ein bisschen unabhängiger und können sich auch gut selbst beschäftigen.

    Dobermänner sind schlank und muskulös gebaut, mit einer eleganten Statur. Sie wirken sportlich und sind sehr beweglich. Cane Corsos dagegen sind massiver und haben einen robusteren Körperbau. Sie sehen eher aus wie die Bodybuilder unter den Hunden.

    Generell gilt der Dobermann bereits als misstrauischer Hund und ist Fremden gegenüber sehr vorsichtig. Im direkten Vergleich sind sie aber aufgeschlossener als der Cane Corso. Diese Rasse ist von Natur aus noch zurückhaltender und vorsichtiger im Umgang mit Fremden.

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Dobermann, ein echter Gentleman unter den Hunden, ist bekannt für seine Intelligenz und Lernbereitschaft.

    Diese Hunde haben Spaß daran, Neues zu lernen und Anweisungen zu folgen. Das bedeutet, dass das Training mit einem Dobermann meistens ziemlich reibungslos abläuft.

    Sie sind wie die fleißigen Schüler in der Klasse, die immer ihre Hand heben – sie wollen einfach lernen und gefallen.

    Außerdem sind Dobermänner ziemlich sensibel. Sie reagieren auf deine Stimmung und wollen dich nicht enttäuschen, was beim Training super hilfreich ist.

    Wichtig ist aber, dass der Dobermann merkt, dass du eine klare Führung vorgibst. Fehlt diese klare Richtung in seiner Erziehung, dann versucht er gerne selbst die Führung zu übernehmen und neigt zur Dominanz.

    Der Cane Corso ist von Natur aus Beschützer und ein wenig eigenwilliger. Das heißt nicht, dass sie nicht trainierbar sind, aber sie sind bei weitem nicht so einfach wie ein Dobermann.

    Der Cane Corso ist wie der starke, stille Typ in der Ecke, der seinen eigenen Kopf hat. Sie sind intelligent, keine Frage. Aber sie hinterfragen gerne mal, warum sie etwas tun sollen. Das Training erfordert hier also mehr Überzeugungskraft und Konsequenz.

    Im direkten Vergleich ist es daher einfacher, einen Dobermann zu trainieren.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!

    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Dobermann wurde früher als Wachhund gezüchtet. Sie sind Athleten, schlank und muskulös. Dobermänner sind voller Energie und brauchen viel Bewegung.

    Eine schnelle Runde um den Block? Das ist für einen Dobermann nur das Aufwärmprogramm! Sie lieben lange Spaziergänge, Joggen, und wenn du mal nicht so viel Zeit hast, tut’s auch eine Runde Ballspielen im Garten.

    Aber bloß nicht zu wenig, sonst finden sie andere Wege, um ihre Energie loszuwerden, und die sind meist nicht so spaßig für dich.

    Der Cane Corso: Dieser muskulöse Riese war früher ein Bauernhund, half beim Hüten von Vieh und schützte das Haus.

    Sein Energielevel? Überraschenderweise nicht ganz so hoch wie beim Dobermann, aber unterschätze ihn nicht! Cane Corsos brauchen auch ihre tägliche Dosis Bewegung.

    Lange Spaziergänge oder eine Runde Zerrspiel sind super, um sie auszulasten. Sie sind etwas ruhiger als Dobermänner, aber ohne genug Bewegung entwickeln sie ebenfalls zerstörerisches Verhalten.

    Beide Rassen sind also sehr aktive Hunde. Im direkten Vergleich braucht der Dobermann etwas mehr Beschäftigung. Er ist wie ein Marathonläufer, der nicht genug kriegen kann, während der Cane Corso eher ein Kraftsportler ist, der gerne kleiner Erholungspausen einlegt.

    Besitzer mit Cane Corso im Training

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Der Dobermann ist von Natur aus recht ernst aber auch anhänglich. Er liebt es, Zeit mit seiner Familie zu verbringen und ist für seine Loyalität bekannt. Das macht ihn zu einem tollen Begleiter für Kinder, vorausgesetzt er wurde von klein auf an den Umgang mit ihnen gewöhnt.

    Der Cane Corso hingegen ist eigenständiger und braucht mehr Zeit, um warm mit neuen Menschen zu werden. Wenn Kinder im Spiel zu wild werden, dann ist das dem Cane Corso schnell zu viel. Daher verträgt er sich besser mit älteren Kindern.

    Insgesamt lässt sich sagen, dass der Dobermann von seinem Wesen her etwas besser zu Familien mit Kindern passt.

    Aber manchmal müssen die Hunde auch mal alleine bleiben können. Hier hat der Cane Corso die Nase vorn. Da er so unabhängig ist kommt er besser damit klar, auch mal ein paar Stunden alleine zu sein.

    Der Dobermann hingegen braucht mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er will lieber in der Nähe seiner Menschen sein.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Dobermann oder Cane Corso?

    Der Dobermann kann sich überraschend gut an das Leben in einer Wohnung anpassen. Trotz seiner Größe und Energie, hat er eine ziemlich ruhige Seite, wenn er zuhause ist.

    Das Problem sind eher die vielen Geräusche einer Stadt. Diese Hunderasse reagiert empfindlich auf unvertraute Lautstärke oder hektisches Treiben, was zu Misstrauen und Stress führen kann. In Wohnungen neigen Dobermänner daher dazu, öfter zu bellen, vor allem bei Außengeräuschen.

    Das macht ihn ingesamt zu nicht dem besten Stadtbewohner.

    Der Cane Corso ist noch einmal größer und kräftiger als der Dobermann. In einer kleinen Wohnung kommt es hier schnell zu Platzproblemen. Außerdem mag auch diese Rasse die ganzen Geräuschen und Hektik der Stadt nicht.

    Sie führen schnell zur Überforderung, vor allem, wenn er nicht daran gewöhnt ist. Da der Cane Corso so einen ausgeprägten Schutztrieb hat, denkt er dann schnell, er muss dich vor dem ganzen Trubel beschützen und ist schnell gestresst.

    Daher ist auch er kein wirklich guter Bewohner für die Stadt.

    Somit sind beide Rassen nicht wirklich gut für das Leben in einer Stadt geeignet. Im direkten Vergleich ist der Dobermann zwar noch etwas anpassungsfähiger, aber auch er bevorzugt lieber die Vorstadt oder ein ländliches Wohngebiet.

    Dobermann bewacht deutschen Bauernhof

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Dobermänner zeichnen sich durch ihre Intelligenz und Treue aus. Sie lernen schnell und zeigen eine hohe Gehorsamkeit, wenn man sie effektiv trainiert. Das hört sich erst einmal klasse an, nicht wahr?

    Doch es gibt ein Problem: Ein Dobermann erfordert eine konsequente Erziehung und eine starke Führungspersönlichkeit. Ohne klare Regeln neigen sie dazu, die Oberhand zu gewinnen und selbst die Führung zu übernehmen.

    Außerdem sind Dobermänner sowohl groß als auch kräftig. Als Halter solltest du daher sicherstellen, dass du deinen Hund unter Kontrolle hast, da er sonst schwierig an der Leine zu führen ist.

    Besonders für Anfänger kann diese Rasse daher überfordern. Denke außerdem daran, dass Dobermänner oft als „Kampfhunde“ wahrgenommen werden. Das führt zu negativen Vorurteilen, vor allem wenn der Hund nicht richtig gehorcht.

    Deshalb ist es besser, wenn du schon einige Erfahrungen im Umgang mit Hunden gesammelt hast, bevor du dir einen Dobermann anschaffst.

    Cane Corsos sind unabhängig und haben ihren eigenen Kopf. Auch das sind Eigenschaften die nicht anfängerfreundlich sind.

    Sie brauchen jemanden, der konsequent ist und klare Regeln setzt. Das bedeutet, du musst von Anfang an zeigen, wer der Boss ist. Wenn du das schaffst, ist ein Cane Corso ein treuer und beschützender Freund.

    Aber gerade weil die Erziehung und Sozialisierung bei dieser Rasse so wichtig ist, solltest du dir wenig bis keine Fehler erlauben. Als Anfänger ist das quasi nicht machbar. Daher ist der Cane Corso kein Hund für Anfänger.

    Somit eignet sich keiner der beiden Rassen für jemanden ohne Erfahrung im Umgang mit Hunden. Im direkten Vergleich ist der Dobermann zwar leichter zu halten und „anfängerfreundlicher“. Aber auch hier solltest du bereits Erfahrungen im Umgang mit Hunden gesammelt haben!

    Wer ist der bessere Wachhund? Dobermann oder Cane Corso?

    Der Dobermann ist super in Sachen Wachsamkeit. Immerhin wurde er ja auch genau für diese Aufgabe gezüchtet. Diese Hunde lernen schnell, was normal ist und was nicht. Sie bellen nicht einfach drauflos – wenn ein Dobermann bellt, ist meist auch ein guter Grund dafür da.

    Außerdem sind sie schnell und wendig. Ein Dobermann ist wie dein persönlicher Bodyguard, immer aufmerksam und bereit, dich zu beschützen.

    Cane Corsos sind von Natur aus Beschützer und haben eine beeindruckende Erscheinung. Sie sind nicht nur wachsam, sondern auch ziemlich einschüchternd für ungebetene Gäste. Sie sind kraftvoll und mutig, also perfekt, wenn du jemanden suchst, der Haus und Hof verteidigt.

    Aber sie sind nicht ganz so schlau wie ein Dobermann und erkennen manche Abläufe oder Trigger nicht ganz so gut.

    Generell sind beide Rassen gute Wachhunde. Der Dobermann hat im direkten Vergleich aber die Nase vorne, da er das perfekte Gesamtpaket für einen Wachhund ist. Der Cane Corso kann aber vor allem dadurch punkten, dass er noch etwas abschreckender als ein Dobermann wirkt.