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Dobermann oder Manchester Terrier | Hunderassen Vergleich

    Dobermann und Manchester Terrier

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumDobermannManchester Terrier
    UrsprungDeutschlandEngland
    Größe (Hündinnen/Rüden)63-68 cm / 68-72 cm38-41 cm / 41-43 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)27-41 kg / 34-45 kg5,5-7 kg / 5,5-7 kg
    FellfarbenSchwarz, Braun, oft mit Rost-AbzeichenSchwarz mit rehbraunen Abzeichen
    FellbeschaffenheitKurzhaar, glatt, hart, dichtKurz, glatt, dicht
    Lebenserwartung10-13 Jahre15-17 Jahre
    TemperamentLoyal, Energiegeladen, IntelligentLebhaft, Aufmerksam, Mutig
    TrainierbarkeitHochHoch
    AktivitätslevelHochMittel
    Verträglichkeit mit KindernGut, besser mit älteren KindernGut
    Eignung für FamilienMittelHoch
    AnfängerfreundlichkeitMittelHoch
    Dobermann vs. Manchester Terrier

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Dobermann

    • Schutzinstinkt: Dobermänner sind bekannt für ihren starken Schutzinstinkt. Sie passen gut auf ihr Zuhause und ihre Familie auf.
    • Intelligent: Sie sind sehr schlau und lernen schnell. Das macht sie angenehm zu trainieren. Sie haben jedoch auch eine sture Seite an sich, mit der du im Training umgehen musst.
    • Energiegeladen: Dobermänner haben viel Energie. Nur eine schnelle Runde um den Block reicht dieser Rasse nicht. Dein Tagesablauf sollte also sehr aktiv sein, damit der Hund richtig ausgelastet ist.
    • Treue Gefährten: Sie hängen sehr an ihrer Familie und wollen immer dabei sein. Haben sie einmal Vertrauen gefasst, tun sie alles für dich.
    • Misstrauisch: Sie sind anfangs misstrauisch gegenüber fremden Menschen. Das macht sie aber auch zu hervorragenden Wachhunden.
    • Starker Wille: Dobermänner sind stur und brauchen eine konsequente Erziehung. Merken sie, dass du keine klare Linie vorgibst, dann versuchen sie selbst die Kontrolle zu übernehmen.

    Manchester Terrier

    • Energievoll und verspielt: Diese kleinen Kerle sind voller Energie und lieben es zu spielen.
    • Intelligent und lernfreudig: Sie lernen schnell. Auch mit dieser Rasse macht das Training daher viel Spaß und du hast einen sehr aufmerksamen Schüler.
    • Liebevoll: Sie sind sehr anhänglich und lieben ihre Menschen. Außerdem fassen sie schneller Vertrauen zu neuen Menschen als der Dobermann.
    • Wachsam: Sie halten ein wachsames Auge auf ihr Zuhause und melden Besucher. Das führt manchmal aber auch zu übermäßigem Bellen.
    • Jagdtrieb: Ihr Jagdtrieb ist ziemlich stark. Sieht dieser Hund etwas, dass er jagen will, kann es durchaus sein, dass er dich erst einmal ignoriert und seinem Instinkt folgt.

    Hauptunterschiede

    Der Dobermann ist ein großer, kräftiger Hund, der für Schutz und Wachsamkeit bekannt ist. Der Manchester Terrier hingegen ist kleiner und agiler.

    Der Dobermann hat ein ruhigeres, distanziertes Temperament, braucht aber eine stärkere Hand in der Erziehung. Der Manchester Terrier hingegen ist verspielter und zugänglicher.

    Beide Rassen sind intelligent und lernfreudig. Der Dobermann braucht aber viel Platz und Bewegung, der Manchester Terrier ist wegen seiner Größe flexibler und kann auch gut in einer Wohnung gehalten werden.

    Dafür ist aber auch der Jagdinstinkt des Manchester Terriers stärker ausgeprägt. Der Dobermann sieht sich als reinen Wachhund, der aufpasst, dass niemand dir oder deinem Zuhause zu nahe kommt.

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    Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Dobermann ist bekannt für seine Intelligenz und Lernfähigkeit. Dobermänner sind Schüler, die im Unterricht immer aufpassen und schnell lernen.

    Sie verstehen neue Befehle meist schon nach wenigen Wiederholungen. Diese Eigenschaft macht das Training mit einem Dobermann in der Regel ziemlich unkompliziert.

    Aber Vorsicht: Ihre Intelligenz bedeutet auch, dass ihnen schnell langweilig wird. Deshalb ist es wichtig, ihnen regelmäßig neue Aufgaben und Herausforderungen zu bieten. Andernfalls stellt dieser Hund auch gerne Dummheiten an.

    Der Manchester Terrier hingegen ist spezieller im Training. Diese Hunde sind schlau, ja, aber sie haben auch einen starken eigenen Willen.

    Stell dir einen cleveren Schüler vor, der manchmal lieber sein eigenes Ding macht, statt dem Lehrer zuzuhören.

    Sie lernen Kommandos ziemlich schnell, oft schneller als viele andere Rassen. Aber sie langweilen sich auch schnell. Wiederholungen? Langweilig! Diese Hunde brauchen Abwechslung und neue Herausforderungen. Sie lieben es, wenn das Training wie ein Spiel aufgebaut ist.

    Außerdem hat der Manchester Terrier manchmal auch eine Art von „Nö, heute nicht“ an sich. Dann macht er lieber was er selbst für richtig hält. Auch bei ihm musst du also sehr konsequent in der Erziehung sein.

    Generell sind beide Rassen also sehr schlau und gute Lernen. Der Dobermann ist jedoch im direkten Vergleich etwas aufmerksamer. Konsequenz brauchst du für beide Rassen, aber wenn der Dobermann eine klare Linie erkennt, dann folgt er etwas einfacher deinen Anweisungen. Der Manchester Terrier ist da noch etwas eigensinniger.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!

    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Dobermann wurde ursprünglich als Wachhund gezüchtet. Er ist kraftvoll, energiegeladen und hat einen starken Schutzinstinkt.

    Ein Dobermann braucht daher täglich eine gute Portion Bewegung und mentale Beschäftigung. Eine Stunde intensive Bewegung pro Tag ist das Minimum, aber mehr ist definitiv besser.

    Zu den Aktivitäten, die einem Dobermann gefallen gehören lange Spaziergänge, Joggen, Hundesportarten wie Agility oder Schutzhundtraining und natürlich Spiele, die seinen Verstand fordern. Dobermänner lieben es, Aufgaben zu übernehmen die ihnen das Gefühl geben gebraucht zu werden.

    Der Manchester Terrier wurde ursprünglich für die Rattenjagd in England gezüchtet. Daher sind diese Hunde recht klein aber weiterhin flink und wendig. Sie haben außerdem viel Energie und sind sehr intelligent.

    Rund 30 bis 45 Minuten aktive Beschäftigung pro Tag sollten es daher schon sein. Der Manchester Terrier ist dabei für alles möglichen Aktivitäten zu begeistern, egal ob Spaziergänge, Ballspiele, Agility auf kleinerem Niveau und Intelligenzspiele, die sie zum Denken anregen.

    Im direkten Vergleich benötigt der Dobermann also etwas mehr Bewegung und Beschäftigung als der Manchester Terrier. Beide Rassen haben jedoch aufgrund ihrer Geschichte einen starken Drang nach Bewegung und mentaler Beschäftigung.

    Manchester Terrier im Feld

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Dobermänner sind nicht nur für ihre Intelligenz und Loyalität bekannt, sondern auch für ihre Liebe zu den Menschen, mit denen sie leben. Sie sind zwar recht zurückhaltende Hunde, aber haben sie dich einmal in ihr Herz geschlossen, dann tun sie alles für dich.

    Am besten verträgt sich ein Dobermann aber mit älteren Kindern. Von Kleinkindern ist er schnell überfordert und genervt, da diese zu unberechenbar für ihn sind. Solang der Dobermann aber von klein auf an den Umgang mit Kindern gewöhnt wird, gibt es keine Probleme mit ihm.

    Der Manchester Terrier kann sich sehr gut in das Familienleben einfügen. Sie sind in der Regel gut verträglich mit Kindern aller Altersgruppen, besonders wenn sie von klein auf daran gewöhnt werden.

    Nicht immer ist die Familie aber zuhause. Ein Manchester Terrier hat eine unabhängigere Art an sich als der Dobermann. Daher verträgt er es besser, auch mal alleine zu bleiben. Der Dobermann begleitet dich viel lieber überall hin.

    Insgesamt sind beide Rassen familientaugliche Hunde. Der Manchester Terrier bringt aber mehr Eigenschaften eines „klassischen“ Familienhundes mit. Außerdem ist er anpassungsfähiger und kommt mit den meisten Familiensituationen gut klar.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Dobermann oder Manchester Terrier?

    Der Dobermann passt sich überraschend gut an das Leben in einer Wohnung an. Trotz seiner Größe und seines Energielevels zeigt er zu Hause oft eine ruhige Seite. Seinem Bewegungsdrang muss man aber trotzdem dann außerhalb der Wohnung gerecht werden.

    Das eigentliche Problem sind jedoch die städtischen Geräuschpegel. Diese Hunderasse ist besonders empfindlich auf laute oder hektische Geräusche. Diese führen schnell zu Stress und Misstrauen. In Wohnungen tendieren Dobermänner deshalb dazu, insbesondere auf Geräusche von außen, häufiger zu bellen.

    Daher ist der Dobermann insgesamt nicht die beste Wahl für die Stadt. Er fühlt sich in ruhigeren Wohngebieten der Vorstadt oder auf dem Land etwas wohler.

    Aufgrund seiner kleineren Größe ist der Manchester Terrier besser für das Leben in der Stadt und in Wohnungen geeignet. Sie kommen mit begrenztem Raum besser zurecht und können sich leichter an das städtische Leben anpassen.

    Auch der Lärm und die Ablenkungen der Stadt sind für sie meist weniger problematisch als für einen Dobermann.

    Außerdem kann man diesen Hund aufgrund seiner Größe auch gut mit Ballspielen innerhalb der eigenen Wohnung beschäftigen. Hier hat er zwar nicht so viel Platz zum rennen als draußen, kann sich aber trotzdem ein bisschen austoben. Die täglichen Spaziergänge sollten deshalb aber selbstverständlich nicht zu kurz kommen.

    Im direkten Vergleich ist der Manchester Terrier daher besser für das Leben in der Stadt geeignet.

    Dobermann bewacht deutschen Bauernhof

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Dobermänner sind bekannt für ihre Intelligenz und Loyalität. Sie lernen rasch und zeigen eine ausgeprägte Gehorsamkeit, wenn sie effizient trainiert werden. Das klingt zunächst sehr positiv, oder?

    Allerdings gibt es eine Schwierigkeit: Ein Dobermann benötigt eine konsequente Erziehung und jemanden mit einer guten Führungsqualität. Ohne klare Regeln tendieren sie dazu, selbst die Kontrolle zu übernehmen.

    Zudem sind Dobermänner sowohl groß als auch kräftig. Als Besitzer musst du daher sicher sein, dass du deinen Hund kontrollieren kannst. Andernfalls ist er schwer an der Leine zu handhaben.

    Für Neulinge in der Hundehaltung führt diese Rasse daher schnell zu Überforderung. Denk auch daran, dass Dobermänner oft als „Kampfhunde“ angesehen werden. Das führt zu negativen Stereotypen, besonders wenn der Hund nicht richtig gehorcht.

    Deswegen ist es empfehlenswert, bereits Erfahrung im Umgang mit Hunden zu haben, bevor man sich einen Dobermann zulegt.

    Manchester Terrier sind auch energiegeladen und intelligent, aber in der Regel etwas leichter zu handhaben als Dobermänner.

    Ihre Größe macht es einfacher, sie zu kontrollieren, und sie passen sich oft schneller an neue Umgebungen an.

    Manchester Terrier sind aber auch nicht die leichtesten Hunde in der Erziehung. Sie lernen schnell, aber brauchen Abwechslung und jemanden, der mit der sturen Grundtendenz klar kommt.

    Daher ist es empfehlenswert, von Anfang an mit diesem Hund in einer Hundeschule zu sein, damit man den richtigen Umgang mit ihm lernt. Ansonsten kann der Manchester Terrier aber durchaus von einem Anfänger gehalten werden.

    Im direkten Vergleich ist daher der Manchester Terrier die anfängerfreundliche Rasse. Der Dobermann ist nur etwas für Leute, die bereits Erfahrung mit Hunden haben.