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Golden Retriever oder Berner Sennenhund | Vergleich der Hunde

    Golden Retriever und Berner Sennenhund Nahaufnahme

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumGolden RetrieverBerner Sennenhund
    UrsprungSchottlandSchweiz
    Größe (Hündinnen/Rüden)51-56 cm / 56-61 cm58-66 cm / 64-70 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)25-32 kg / 30-34 kg36-48 kg / 40-54 kg
    FellfarbenCremefarben, Gold, HellrotSchwarz mit rostbraunen und weißen Abzeichen
    FellbeschaffenheitDicht, wasserabweisendLang, seidig, leicht gewellt
    Lebenserwartung10-12 Jahre7-10 Jahre
    TemperamentFreundlich, Zuverlässig, GehorsamFreundlich, Ruhig, Selbstbewusst
    TrainierbarkeitSehr hochHoch
    AktivitätslevelHochMittel
    Verträglichkeit mit KindernAusgezeichnetSehr gut
    Eignung für FamilienJa, perfekter FamilienhundJa, gut für aktive Familien
    AnfängerfreundlichkeitSehr hochHoch
    Golden Retriever vs. Berner Sennenhund

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Golden Retriever

    • Freundlich und liebevoll: Goldies sind bekannt für ihre freundliche und liebevolle Art. Sie lieben Menschen und sind ausgezeichnete Familienhunde die sich über alles und jeden freuen.
    • Intelligent und trainierbar: Diese Rasse ist berühmt für ihre Intelligenz. Sie lernen schnell und lieben das Training, weshalb sie oft auch als Assistenzhunde eingesetzt werden.
    • Energiegeladen: Golden Retriever haben viel Energie und benötigen regelmäßige Bewegung. Den ganzen Tag nur Zuhause sitzen finden diese Hunde doof und finden dann anderweitige (oft destruktive) Beschäftigungen.
    • Sanft und geduldig: Sie sind sanftmütig und geduldig, auch mit Kindern, was sie zu idealen Familienhunden macht.
    • Neigen zu Gesundheitsproblemen: Leider sind sie anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme, wie Hüftdysplasie und Herzkrankheiten.

    Berner Sennenhund

    • Ruhig und gelassen: Berner Sennenhunde sind bekannt für ihre ruhige und gelassene Natur. Sie sind weniger aktiv als Golden Retriever und liegen auch gerne einfach nur in der Sonne und entspannen.
    • Freundlich und loyal: Sie sind extrem loyal ihren Menschen gegenüber und bauen eine tiefe Bindung auf. Außerdem freut sich auch ein Berner Sennenhund immer über neue Menschen die er begrüßen kann.
    • Langsamer in der Ausbildung: Sie sind intelligent, aber manchmal etwas sturer und langsamer in der Ausbildung als Golden Retriever. Dennoch sind auch Berner Sennenhunde sehr gelehrig und werden ebenfalls als Assistenzhunde eingesetzt.
    • Kurzlebig und gesundheitsanfällig: Berner Sennenhunde haben leider eine der kürzesten Lebenserwartungen aller Hunderassen.

    Hauptunterschiede

    Die Hauptunterschiede zwischen Golden Retrievern und Berner Sennenhunden liegen in ihrem Temperament und ihrem Energielevel.

    Golden Retriever sind generell energiegeladener und benötigen viel Bewegung und geistige Stimulation. Sie sind auch schneller und einfacher in der Ausbildung.

    Berner Sennenhunde hingegen sind ruhiger und gelassener, was sie zu entspannten Begleitern macht. Sie brauchen natürlich auch Bewegung, aber sind nicht so hyperaktiv wie Golden Retriever.

    Beide Rassen sind extrem loyal und liebevoll, aber der Golden Retriever neigt dazu, ein wenig „freundlicher“ zu Fremden zu sein, während der Berner Sennenhund oft eine stärkere Bindung zu seiner Familie aufbaut und etwas zurückhaltender gegenüber Fremden ist.

    Golden Retriever und Berner Sennenhund vor Wohnung

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Golden Retriever sind die Musterschüler unter den Hunden. Warum? Sie haben einen fast unstillbaren Eifer zu gefallen.

    Diese Hunde wollen nichts lieber, als dich glücklich zu machen, was das Training zu einer ziemlich angenehmen Angelegenheit macht.

    Sie schnappen Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ wirklich schnell auf. Aber sie sind nicht nur schnell im Lernen, sondern auch im Vergessen, wenn das Training nicht regelmäßig wiederholt wird. Also, trotz ihrer Intelligenz braucht man eine gewisse Konsequenz.

    Berner Sennenhunde sind ein bisschen wie die ruhigen Denker unter den Hunden. Sie sind intelligent, keine Frage, aber sie nehmen sich ihre Zeit, um Befehle zu verstehen und auszuführen.

    Das bedeutet nicht, dass sie schwer zu trainieren sind, sondern eher, dass sie nicht so überschwänglich reagieren wie Golden Retriever. Man könnte sagen, sie sind etwas eigenständiger.

    Wo der Golden Retriever sofort springt, überlegt der Berner Sennenhund erstmal, ob es sich wirklich lohnt.

    Im direkten Vergleich sind Golden Retriever also generell leichter zu trainieren. Sie sind wie der Musterschüler, der immer vorne sitzt und sich meldet. Berner Sennenhunde hingegen ist eher der Schüler, der hinten sitzt, aber trotzdem aufpasst, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

    Im Gesamtkontext aller Rassen fallen beide in die Kategorie der „trainierbaren“ Hunde. Sie sind sicherlich einfacher zu trainieren als manche eigenwilligere Rassen, wie beispielsweise ein Husky oder ein Terrier, die oft einen stärkeren eigenen Willen haben.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Golden Retriever sind wie Energiebündel auf vier Pfoten. Sie haben einen hohen Bewegungsdrang und brauchen täglich eine gute Portion Auslauf und Spiel.

    Stell dir vor, du hast einen sportlichen Kumpel an deiner Seite, der immer bereit ist für eine Runde Joggen, Wandern oder Schwimmen.

    Golden Retriever lieben Wasser – also wenn du gerne schwimmst, hast du den perfekten Partner gefunden. Aber aufgepasst: Die Liebe zum kühlen Nass ist so groß, dass ein Goldie auch im Winter und bei Minustemperaturen ins Wasser springt.

    Aber es geht nicht nur ums Rennen und Toben. Diese klugen Köpfe brauchen auch geistige Herausforderungen. Denkspiele, Tricks lernen oder Suchspiele halten ihren Kopf fit.

    Berner Sennenhunde sind zwar nicht so hyperaktiv wie Golden Retriever, aber unterschätze nicht ihren Bewegungsbedarf.

    Sie mögen es etwas gemütlicher, aber ein ausgiebiger Spaziergang oder eine sanfte Wanderung sind genau ihr Ding. Wegen ihrer Größe und Kraft sind sie auch tolle Begleiter für Zug- und Tragespiele.

    Mental sind sie zwar nicht so anspruchsvoll wie Goldies, aber ein wenig Kopfarbeit wie einfache Suchspiele oder leichte Trainingseinheiten sind auch für sie wichtig. Etwa eine halbe bis eine Stunde Bewegung am Tag plus etwas geistige Beschäftigung sollten es schon sein.

    Golden Retriever brauchen insgesamt mehr Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig. Sie sind die Sportler, die ständig in Bewegung sein wollen und auch geistig gefordert werden müssen.

    Berner Sennenhunde sind die gemütlichen Wanderer, die zwar auch ihren Spaß an Bewegung haben, aber es gerne etwas ruhiger angehen lassen.

    Berner Sennenhund Zeichnung

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Golden Retriever sind quasi die geborenen Familienhunde. Sie haben eine unglaubliche Geduld und sind für ihre Verträglichkeit mit Kindern aller Altersgruppen bekannt.

    Sie sind wie die geduldigen, verspielten älteren Geschwister, die immer für ein Spielchen zu haben sind. Ihre freundliche und ausgeglichene Natur macht sie zu idealen Begleitern für Familien.

    Sie können auch mal ein paar Stunden alleine bleiben, solange sie genügend Auslauf und Beschäftigung bekommen.

    Aber Vorsicht: Golden Retriever sind sehr soziale Tiere. Sie lieben die Gesellschaft und können unter zu langer Trennung leiden. Also, wenn die ganze Familie den Tag über weg ist, solltet ihr vielleicht über eine Hundebetreuung oder einen Hundesitter nachdenken.

    Berner Sennenhunde sind ebenfalls toll in Familien, besonders wegen ihrer ruhigen und gelassenen Art. Sie sind liebevolle und beschützende Familienmitglieder.

    Allerdings, wegen ihrer Größe, ist es gut, wenn Kinder schon ein bisschen älter und standfester sind. Ein übermütiger Berner Sennenhund kann aus Versehen kleinere Kinder umstoßen.

    Was das Alleinsein betrifft, sind Berner Sennenhunde ähnlich wie Golden Retriever. Sie kommen zwar mit einigen Stunden allein zu Hause klar, aber sie lieben die Nähe ihrer Familie und sollten nicht regelmäßig lange Zeit alleine gelassen werden.

    Im großen Ganzen der Rassen sind beide extrem familientauglich. Der Golden Retriever ist der unkomplizierte, verspielte Familienhund, der gut mit Kindern und dem Trubel des Familienlebens klarkommt.

    Der Berner Sennenhund ist der ruhige, liebevolle Riese, der eine stabilere, ruhigere Umgebung bevorzugt, aber genauso ein treuer Familienbegleiter ist. Beide brauchen ihre Menschen um sich und sollten nicht übermäßig lange alleine gelassen werden.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Golden Retriever oder Berner Sennenhund?

    Der Golden Retriever ist bekannt für seine Anpassungsfähigkeit. Er ist wie der Allrounder unter den Hunden, der sich in verschiedenen Umgebungen wohl fühlt.

    Obwohl Golden Retriever mittelgroß bis groß sind, können sie sich überraschend gut an das Leben in einer Wohnung anpassen.

    Sie sind ziemlich geduldig und können auch in einem begrenzten Raum leben, solange sie regelmäßige Spaziergänge und genügend geistige Anregung bekommen.

    Außerdem sind sie im Allgemeinen recht umgänglich mit den typischen Geräuschen und Ablenkungen einer Stadt.

    Berner Sennenhund sind für ihre ruhige Art bekannt, aber ihre Größe kann in einer kleineren Wohnung schon ein Problem werden.

    Sie können zwar mit den begrenzten Platzverhältnissen einer Wohnung zurechtkommen, sind aber nicht ganz so flexibel wie ein Golden Retriever. Das größte Problem ist oft, dass sie aufgrund ihrer Größe in einer kleinen Wohnung etwas unbeholfen wirken und gerne einmal Dinge umstoßen oder Menschen umrempeln.

    Für das Stadtleben sind Golden Retriever also ein wenig flexibler und passen sich leichter an kleinere Wohnverhältnisse an, während Berner Sennenhunde zwar ruhiger sind, aber aufgrund ihrer Größe mehr Platz brauchen.

    Wenn es also um die Eignung für das Leben in einer Wohnung geht, hat der Golden Retriever die Nase vorn. Beide Rassen kommen aber grundsätzlich gut mit dem Stadtleben zurecht, solange man nicht in einer winzigen Ein-Zimmer-Wohnung lebt.

    zwei Hunde spielen im Park, Zeichnung

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Golden Retriever gehören zu den besten und einfachsten Rassen für Hunde-Anfänger. Warum? Weil sie extrem anpassungsfähig und leicht zu trainieren sind.

    Sie sind wie die Musterschüler unter den Hunden: intelligent, geduldig und immer bemüht, ihrem Menschen zu gefallen.

    Golden Retriever sind auch für ihre Freundlichkeit und Geduld bekannt, was sie zu tollen Begleitern für Erstbesitzer macht.

    Sie sind einfach zu handhaben, auch wenn du noch nicht viel Erfahrung mit Hunden hast. Natürlich brauchen sie regelmäßige Bewegung und geistige Anregung, aber gehört bei jedem Hund einfach dazu!

    Gerade wenn du keine Couch-Kartoffel bist, ist ein Golden Retriever ein super Hund, auch wenn du noch keine oder wenig Erfahrung hast.

    Berner Sennenhunde hingegen sind ebenfalls liebevoll und loyal, aber auch etwas größer und kräftiger als ein Goldie.

    Sie können außerdem in manchen Situationen etwas stur sein, was das Training anspruchsvoller macht.

    Ihre Größe erfordert auch ein gewisses Maß an Platz und Stärke, um sie zu handhaben, besonders wenn sie noch jung und übermütig sind.

    Dennoch kann man auch den Berner Sennenhund gut als Anfänger halten. Er ist nur eben nicht ganz so einfach und dankbar wie ein Golden Retriever, der die Messlatte eben sehr sehr hoch ansetzt.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen sind sowohl Golden Retriever als auch Berner Sennenhunde anfängerfreundlich.

    Aber wenn es darum geht, welche Rasse für einen absoluten Anfänger besser geeignet ist, würde ich sagen, der Golden Retriever hat die Nase vorn.

    Sie sind einfach zu trainieren, anpassungsfähig und verzeihend, was sie zu idealen Begleitern für Erstbesitzer macht.