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Golden Retriever oder Border Collie | Hunderasse im Vergleich

    Golden Retriever und Border Collie

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumGolden RetrieverBorder Collie
    UrsprungSchottlandGroßbritannien/Schottland
    Größe (Hündinnen/Rüden)51-56 cm / 56-61 cm46-53 cm / 48-56 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)25-32 kg / 30-34 kg12-20 kg / 14-20 kg
    FellfarbenCremefarben, Gold, HellrotSchwarz-Weiß, Rot-Weiß, Tri-Color, Merle, usw.
    FellbeschaffenheitDicht, wasserabweisendMittellang, oft dicht, manchmal wellig oder glatt
    Lebenserwartung10-12 Jahre12-15 Jahre
    TemperamentFreundlich, Zuverlässig, GehorsamIntelligent, Energiegeladen, Aufmerksam
    TrainierbarkeitSehr hochAußerordentlich hoch
    AktivitätslevelHochSehr hoch
    Verträglichkeit mit KindernAusgezeichnetGut
    Eignung für FamilienSehr gut, perfekter FamilienhundGut, erfordert aber aktive Familien
    AnfängerfreundlichkeitSehr hochNiedrig
    Golden Retriever vs. Border Collie

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Golden Retriever

    • Freundlich und zugänglich: Diese Hunde sind bekannt für ihre freundliche und offene Art. Sie begrüßen Fremde oft mit einem wedelnden Schwanz und einer neugierig schnuppernden Nase.
    • Familienorientiert: Golden Retriever sind ausgezeichnete Familienhunde. Sie sind geduldig und liebevoll, besonders mit Kindern.
    • Intelligent und trainierbar: Sie lernen schnell und haben einen angeborenen Wunsch ihren Besitzern zu gefallen, was das Training zu einer angenehmen Erfahrung macht.
    • Energie und Ausdauer: Sie benötigen relativ viel Bewegung. Wird ein Goldie zu wenig ausgelastet kann das zu Unruhe und destruktivem Verhalten führen.
    • Fellpflege: Das lange Fell braucht recht viel Pflege. Außerdem haart der Golden Retriever ziemlich stark.

    Border Collie

    • Unglaublich intelligent: Border Collies gelten als eine der intelligentesten Hunderassen. Sie sind schnell im Lernen und meistern komplexe Aufgaben mit Bravour.
    • Arbeitsfreudig: Ursprünglich als Hütehunde gezüchtet, haben sie einen starken Arbeitsdrang und benötigen sehr viel geistige sowie körperliche Auslastung.
    • Hohe Energie: Sie sind für ihre nahezu unerschöpfliche Energie bekannt. Ohne ausreichende Beschäftigung sind sie schnell frustriert.
    • Sensibel: Border Collies reagieren stark auf die Stimmung ihrer Besitzer und spüren direkt, wenn du einen schlechten Tag hast.
    • Hütehund: Ihr Hütetrieb kann manchmal ein Problem darstellen, insbesondere wenn sie versuchen, Kinder oder andere Tiere zu hüten.

    Hauptunterschied

    Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Rassen liegt in ihrer Energie und ihrem Arbeitsbedürfnis.

    Während der Golden Retriever sich mit regelmäßigen Spaziergängen und Spielzeiten zufriedengibt, benötigt der Border Collie nahezu ständige geistige und körperliche Aufgaben.

    Der Golden Retriever ist der perfekte Familienhund, sanftmütig und geduldig, während der Border Collie eine anspruchsvolle, aber unglaublich lohnende Wahl für aktive und erfahrene Hundebesitzer ist.

    Der Golden Retriever ist bekannt für seine freundliche Natur gegenüber Fremden, während der Border Collie etwas reservierter ist und eine engere Bindung zu seinem Besitzer hat.

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    Wer lässt sich besser trainieren?

    Golden Retriever wird trainiert

    Der Golden Retriever gilt als eine der am einfachsten zu trainierenden Rassen. Ihre Intelligenz, gepaart mit einem starken Wunsch, ihren Besitzern zu gefallen, macht sie zu idealen Kandidaten für die Grundausbildung.

    Sie lernen Kommandos relativ schnell und sind in der Regel sehr motiviert, diese auch umzusetzen. Ihre sanfte Natur und ihre Geduld machen sie besonders geeignet für Familien, die nicht so viel Erfahrung in der Hundeausbildung haben.

    Golden Retriever sind jedoch manchmal etwas ablenkbar und benötigen eine konsequente Führung, um ihre Aufmerksamkeit zu behalten.

    Auf der anderen Seite steht der Border Collie, der als eine der intelligentesten Hunderassen der Welt gilt. Diese Hunde haben ein unglaubliches Potential, komplizierte Befehle und Tricks zu lernen.

    Ihre Arbeitsbereitschaft und Energie können jedoch für unerfahrene Besitzer eine Herausforderung darstellen. Border Collies benötigen viel geistige Anregung und sind nicht zufrieden mit einfachen Aufgaben wie Sitzen und Bleiben. Dieser Hund braucht komplexe Aufgaben, die sein schlaues Köpfchen herausfordern.

    Aus diesem Grund können sie leicht unterfordert werden und zeigen dann unerwünschtes Verhalten. Ihre Sensibilität erfordert zusätzlich eine feinfühlige, aber bestimmte Hand in der Ausbildung.

    Im Vergleich beider Rassen ist der Golden Retriever im Allgemeinen leichter zu trainieren, besonders für Familien oder Besitzer ohne umfassende Trainingserfahrung.

    Ihre Bereitschaft zu gefallen und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu hervorragenden Familienhunden. Border Collies, obwohl sie außergewöhnlich lernfähig sind, benötigen einen Besitzer, der ihr Bedürfnis nach ständiger geistiger und körperlicher Herausforderung versteht und erfüllen kann.

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    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Golden Retriever benötigt eine ausgewogene Mischung aus körperlicher Bewegung und mentaler Stimulation.

    Täglich sollten mindestens eine Stunde für Aktivitäten wie Spaziergänge, Apportierspiele oder Schwimmen eingeplant werden. Diese Aktivitäten helfen, ihre Energie in positive Bahnen zu lenken und halten sie gleichzeitig geistig stimuliert.

    Golden Retriever sind auch bekannt dafür, gut in Gehorsamkeit und leichten Agilitätsübungen zu sein, was zusätzlich zur geistigen Auslastung beiträgt.

    Insgesamt sind Golden Retriever anpassungsfähig und können sich mit einem mäßigen bis hohen Aktivitätsniveau zufriedengeben.

    Der Border Collie hingegen ist eine Rasse, die eine erheblich höhere Menge an geistiger und körperlicher Beschäftigung benötigt.

    Diese Hunde wurden ursprünglich für anspruchsvolle Hüteaufgaben gezüchtet, was bedeutet, dass sie nicht nur viel Bewegung, sondern auch Aufgaben brauchen, die ihre Intelligenz herausfordern.

    Mindestens zwei Stunden intensiver körperlicher Aktivität pro Tag, kombiniert mit geistigen Herausforderungen wie fortschrittlichem Gehorsamkeitstraining, Agilität oder Hirtenübungen sind ideal.

    Border Collies sind außergewöhnlich gut in Aktivitäten, die strategisches Denken und schnelle Reaktionen erfordern. Das bedeutet aber auch, dass sie sich leicht langweilen, wenn sie nicht ausreichend gefordert werden.

    Im Vergleich benötigt der Border Collie also deutlich mehr Beschäftigung als der Golden Retriever. Während Golden Retriever mit einer Vielzahl von Aktivitäten zufrieden sind, verlangen Border Collies nach Aufgaben, die sowohl ihren Körper als auch ihren Geist fordern.

    Der Golden Retriever eignet sich gut für Familien oder Besitzer, die einen aktiven, aber dennoch anpassungsfähigen Begleiter suchen. Der Border Collie hingegen ist ideal für diejenigen, die bereit sind, viel Zeit und Energie in die Ausbildung und Beschäftigung ihres Hundes zu investieren.

    Border Collie läuft neben Fahrrad

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Zunächst zur Verträglichkeit mit Kindern: Der Golden Retriever ist allgemein bekannt für seine hervorragende Verträglichkeit mit Kindern aller Altersgruppen. Diese Rasse ist geduldig, sanftmütig und zeigt oft ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Kindern. Ihre Anpassungsfähigkeit und Ruhe machen sie zu idealen Begleitern für Familien mit Kindern.

    Im Gegensatz dazu kann der Border Collie, obwohl er ebenfalls kinderlieb sein kann, aufgrund seines hohen Energielevels und seines starken Arbeitsdrangs etwas zu intensiv für sehr kleine oder ruhigere Kinder sein.

    Außerdem hat er als Hütehund manchmal die Angewohnheit auch kleine Kinder wie eine kleine Herde hüten zu wollen.

    Border Collies sind oft besser geeignet für Familien mit älteren Kindern, die aktiv an der Beschäftigung und Ausbildung des Hundes teilnehmen können.

    Zusätzlich muss man bedenken, dass die tägliche Auslastung eines Border Collies sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Das ist in einem hektischen Familienalltag oft nicht so gut darstellbar und führt zusätzlich zu Problemen.

    Auch beim Alleinebleiben gibt es Unterschiede zwischen den beiden Rassen. Golden Retriever sind in der Regel anpassungsfähiger und können für moderate Zeiträume alleine bleiben, vorausgesetzt, sie erhalten genügend Aufmerksamkeit und Bewegung, wenn die Familie wieder zu Hause ist.

    Border Collies hingegen sind weniger geeignet, lange Zeit allein zu sein. Ihre hohe Intelligenz und der Bedarf an geistiger sowie körperlicher Stimulation führen dazu, dass sie sich langweilen. Dies kann schnell zu destruktivem Verhalten führen.

    Im großen Ganzen aller Hunderassen ist der Golden Retriever eine der familienfreundlichsten Rassen, die sich gut an das Leben in einer Familie anpasst und in der Regel gut mit Kindern auskommt. Der Border Collie ist auch ein sehr freundlicher Hund und kann problemlos mit einer Familie leben, ist aber bei Weitem nicht so flexibel wie ein Golden Retreiver.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Golden Retriever oder Border Collie?

    Der Golden Retriever gilt als anpassungsfähig und ruhig, solange er regelmäßig Bewegung und geistige Beschäftigung erhält. Seine entspannte Natur macht ihn zu einer überraschend guten Wahl für das Leben in einer Wohnung. Natürlich sollte man darauf achten, dass der Wohnraum nicht viel zu klein für die Größe des Hundes ist.

    Golden Retriever können im Allgemeinen gut mit dem Lärm und den Ablenkungen einer Stadt umgehen. Ihre freundliche und ausgeglichene Art macht sie zu angenehmen Begleitern, auch in einem urbanen Umfeld.

    Der Border Collie hingegen ist eine sehr aktive und intelligente Rasse, die ständige geistige und körperliche Aufgaben braucht.

    Diese Rasse passt sich nur sehr schwer an die begrenzten Raumverhältnisse und den Mangel an Freilauf in einer Stadt an. Ihre hohe Energie und der Bedarf an intensiver Beschäftigung sind in einer städtischen Wohnungsumgebung daher sehr problematisch.

    Border Collies reagieren zudem empfindlicher auf die Reize und Ablenkungen einer Stadt und fühlen sich daher eher in der Vorstadt oder auf dem Land wohl.

    Im Vergleich ist der Golden Retriever also deutlich besser für das Stadtleben geeignet als der Border Collie. Ein Goldie ist deutlich anpassungsfähiger und stellt weniger Ansprüche an seine Bewegung und Auslastung als der hyperaktive Collie.

    Border Collie mit Familie in der Vorstadt

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Der Golden Retriever ist wie der Kumpel, den jeder gerne hätte: freundlich, zuverlässig und immer bereit, mitzumachen. Golden Retriever sind bekannt für ihre Geduld und ihre Fähigkeit, sich anzupassen.

    Sie verzeihen außerdem kleine Fehler im Training und sind nicht so schnell frustriert, wenn etwas nicht sofort klappt. Ihre liebevolle und sanfte Art macht sie zu großartigen Begleitern für Erstbesitzer. Außerdem sind sie relativ einfach zu trainieren, was für Anfänger ein echter Segen ist.

    Der Border Collie ist eher wie der hochintelligente, stets aktive Mitschüler – immer bereit für eine neue Herausforderung.

    Border Collies sind unglaublich schlau und brauchen ständige geistige und körperliche Stimulation. Für Anfänger ist das schlichtweg überwältigend und führt sehr schnell zu Überforderung.

    Sie benötigen konsequente, kreative Trainingsmethoden und viel Beschäftigung, um glücklich zu sein. Wenn ihr Energielevel und Intellekt nicht richtig gemanagt werden, langweilen sie sich schnell und zeigen unerwünschtes Verhalten. Daher braucht der Border Collie erfahrene Besitzer, die wissen was sie tun!

    Im direkten Vergleich ist der Golden Retriever also deutlich anfängerfreundlicher. Seine Ausgeglichenheit und Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem großartigen ersten Hund. Der Border Collie hingegen ist für einen Neuling in der Hundewelt eine extreme Herausforderung, da er ständig beschäftigt werden will.