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Wie du dein Haus hundesicher machst | Guide für Erstbesitzer

    Berner Sennenhund Welpe in Wohnung

    Bei dir zieht bald ein Welpe ein? Gratulation! Aber wie genau machst du dein Haus jetzt welpensicher? Hie ist mein Guide für Erstbesitzer, damit ihr ein ungefährliches Zuhause für euren Vierbeiner habt.

    Checklisten – Ist dein Zuhause hundesicher?

    Am einfachsten kannst du die Sicherheit deines Zuhauses mit diesen übersichtlichen Checklisten für drinnen und draußen prüfen.

    Checkliste für deine Wohnung / Haus

    Am wichtigsten ist es natürlich, deine Innenräume für deinen Welpen so vorzubereiten, dass er sich nirgends verletzen oder weh tun kann. Achte dafür auf folgendes:

    1. Elektrische Gefahren: Starte mit den elektrischen Kabeln. Verstecke sie, so dass dein neuer Mitbewohner nicht auf die Idee kommt, sie als Kauspielzeug zu benutzen. Stell dir vor, wie er spielerisch ein Kabel ergattert und – zack! – ein unerwünschter Schock!
    2. Putzmittel: Wo bewahrst du deine Reinigungsmittel auf? Stell sicher, dass sie außer Reichweite sind, vielleicht sogar hinter kindersicheren Verschlüssen. Mnache Hunde sind schlauer als du denkst und kriegen sogar Schränke auf!
    3. Medikamente: Apropos Reichweite – das gilt auch für Medikamente. Selbst in ihren Flaschen können sie für einen neugierigen Welpen verlockend sein. Wenn er aus Neugier darüber leckt ist die Gefahr groß, dass er ein paar Restbestände aufnimmt und dadurch krank wird.
    4. Toilette immer schließen: Halte die Toilettendeckel geschlossen. Es klingt vielleicht lustig, einen Welpen daraus trinken zu sehen, aber es ist nicht das Beste für seine Gesundheit.
    5. Fenster und Türen: Diese sollten immer geschlossen sein, um Flucht- oder Sturzgefahr zu vermeiden.
    6. Verschluckbare Gegenstände: Kleinteile wie Münzen oder Schmuck? Weg damit! Du möchtest nicht, dass dein kleiner Abenteurer daran erstickt. Glaub mir, Welpen sind wie Kleinkinder und nehmen mehr in den Mund als du vielleicht jetzt noch glaubst.
    7. Scharfe Objekte: Messer, Scheren und Werkzeuge – alles, was schneiden kann, sollte weit weg von deinem vierbeinigen Freund aufbewahrt werden, da hier offensichtlich eine große Verletzungsgefahr besteht.
    8. Essensregeln: So verlockend es auch sein mag, deinem Welpen etwas zuzustecken – nicht vom Tisch füttern! Besonders Schokolade, Rosinen, Zwiebeln und xylithaltige Lebensmittel sind ein großes No-Go da sie tödlich giftig für Hunde sind.
    9. Mülleimer: Welpen haben eine Nase für Müll. Sorge dafür, dass dein Mülleimer fest verschlossen ist. Wir haben unseren Müll direkt unter dem Spülbecken in einem Schrank, damit der Hund sich nicht an „lecker riechenden Resten“ frei bedienen kann.
    10. Giftige Pflanzen: Einige Zimmerpflanzen sind für Hunde giftig sein. Besser, sie sind außer Reichweite oder gar nicht erst im Haus. Hier findest du eine Liste der 10 giftigen Zimmerpflanzen, die du besser von deinem Hund fern hälst.
    11. Steckdosensicherung: Denk auch an die Steckdosen – eine Kleinkindersicherung hilft auch beim Welpen, damit dieser sich keine unbeabsichtigen Stromschocks zuzieht.
    12. Möbel & Deko: Schweres Mobiliar oder Dekogegenstände sollten so befestigt sein, dass sie nicht umfallen und deinen Welpen verletzten können, wenn er die Welt, beziehungsweise deine Wohnung erkundet.
    13. Begrenze den Raum für deinen Welpen: Ein Hundegitter hilft, deinen Welpen von gefährlichen Bereichen wie Treppen fernzuhalten. Außerdem reduziert es den Bereich, in dem der kleine Rabauke Unfug anstellen kann und erleichtert es dir, eine welpensichere Zone aufzubauen.
    14. Katzenklo: Falls du auch Katzen hast, halte das Katzenklo außerhalb der Welpenzone, damit dein neuer Vierbeiner nicht im Dreck deiner Katzen wühlt.
    15. Lebensmittel: Vergiss nicht deine Lebensmittel, besonders gefährliche wie Schokolade oder Rosinen, so zu lagern, dass dein Hund nicht an diese heran kommt. Auch jeder Schrank oder Kommode sollte hoch genug sein, dass dein Welpe nicht einfach hochspringen kann und sich an diesen frei bedient.

    Checkliste für deinen Garten

    Auch draußen lauern Gefahren. Wenn du also einen Garten oder großes Grundstück hast, solltest du dir auch über die Außenbereiche Gedanken machen!

    1. Zaun um den Garten: Wenn du einen Garten hast, ist ein hoher Zaun super. Er sollte so hoch sein, dass dein Welpe nicht drüberspringen kann. Denk dran, dass dein Hund am Anfang noch viel wächst und der Zaun in ein paar Monaten auch weiterhin hoch genug sein sollte! Achte außerdem darauf, dass der Zaun keine Löcher hat, durch die dein Vierbeiner schlüpfen könnte.
    2. Giftige Pflanzen entfernen: Schau mal, ob im Garten Pflanzen sind, die für Hunde giftig sein könnten. Die solltest du entfernen, damit dein Hund sie nicht aus Versehen frisst und sich eine Magenverstimmung oder Vergiftung zuzieht.
    3. Pool absichern: Hast du einen Pool? Dann wäre es klasse, wenn du einen Zaun drumherum machen könntest, damit dein Hund nicht hineinfällt. Hunde können zwar schwimmen, aber gerade ein Pool oder Teich hat meist einen rutschigen Rand und es ist für deinen Hund nicht immer super einfach, wieder aus diesem heraus zu kommen.
    4. Einen Bereich für den Hund festlegen: Am besten ist es, einen Teil des Gartens als Toilette für deinen Hund zu bestimmen und ihm beizubringen, wo er hin machen darf und wo nicht. Das verhindert, dass dein Außenbereich zum Minenfeld wird.
    5. Rasen kurz halten: Halte den Rasen kurz und entferne Gestrüpp, damit sich dort keine Zecken verstecken, die deinen Hund beißen.
    6. Vorsicht mit Gartenchemikalien: Wenn du Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel im Garten verwendest, lass deinen Hund danach nicht sofort raus. Diese Chemikalien sind in vielen Fällen schädlich und gefährlich.
    7. Auf Hitze achten: Wenn es draußen sehr heiß ist, solltest du deinem Hund immer Schatten und frisches Wasser anbieten, wenn er draußen ist. Gib ihm außerdem die Möglichkeit, wieder zurück ins Haus zu gehen, wenn es ihm draußen zu warm werden sollte.
    8. Deinen Hund beaufsichtigen: Lass deinen jungen Hund nicht alleine draußen spielen. So ein kleiner Vierbeiner hat mehr Dummheiten im Kopf als du dir vorstellen kannst und es ist wichtig, dass du im Zweifel schnell einschreiten kannst.
    Havaneser liegt auf einer Wiese

    So machst du dein Zuhause welpensicher

    Es geht nicht nur darum, das Haus hundesicher zu machen, sondern auch darum, eine feste Routine und klare Grenzen zu setzen, damit sich dein neuer Freund gut einleben kann.

    Behalte ihn immer gut im Auge, denn für ihn ist alles neu und aufregend.

    Als frischer Hundebesitzer musst du vielleicht deinen Lebensstil ein wenig anpassen. Welpen brauchen viel Pflege und Aufmerksamkeit. Das bedeutet, dass du vielleicht öfter zu Hause bleibst, weniger ausgehst und sogar deinen Arbeitsplan änderst, um dich um deinen neuen Mitbewohner zu kümmern.

    Wenn wir einen neuen Welpen haben, dann hat die ersten 4 Wochen eigentlich immer jemand Urlaub. Das hilft allen Parteien. Dein Welpe hat eine Bezugsperson und du kannst aufpassen, dass er sich an die Regeln hält. Denk aber daran, das dein Welpe mit der Zeit aber auch lernen muss mal alleine sein zu können.

    Deine Zeit mit deinem Welpen wirst du mit Aktivitäten verbringen, die ihm guttun. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, Trainingseinheiten und Ausflüge, die speziell für Welpen geeignet sind.

    Übrigens keine Angst, wenn eure ersten Gassi Runden extrem lange für sehr wenig strecke dauern. Dein Welpe wird extrem viel schnüffeln und von allem abgelenkt sein und ein paar Meter können manchmal Minuten dauern.

    Deine Anwesenheit macht dein Zuhause zu einem einladenden Ort für deinen Welpen. Die Zeit und Mühe, die du in diesen frühen Phasen investierst, sind für ihn sehr wichtig und unglaublich am Ende auch unglaublich lohnend für dich.

    Auch wenn du Glück hast und einen entspannten Hund bekommen hast, ist es wichtig, ihm sichere Plätze in deinem Zuhause zu bieten. Das sind Orte, an denen er sich wohl und geborgen fühlt, fern von Lärm und super gemütlich!

    Um solche sicheren Orte für Welpen zu schaffen, such dir erst mal gemütliche Ecken im Haus aus. Diese sollten im Sommer kühl und im Winter warm sein. Außerdem sollten sie ruhig und groß genug für deinen Welpen sein.

    Nachdem du diese Zonen identifiziert hast, richte sie mit Futter und Wasser sowie tröstenden Gegenständen für deinen Hund ein, wie einem Hundebett und einer Decke.

    Vielleicht möchtest du auch ein Spielzeug hinzufügen, damit sich dein Welpe nach herzenslust austoben und beschäftigen kann.

    Schau dir deine Wohnung aus der Perspektive deines Hundes an

    Stell dir vor, du siehst die Welt aus der Sicht deines Welpen. Das ist ein echtes Abenteuer! Um dein Zuhause hundesicher zu machen, gibt es eine witzige, aber effektive Methode: Geh mal auf allen vieren durch deine Wohnung. Ja, genau, auf Händen und Knien! So siehst du alles aus der Perspektive deines neuen, wedelnden Freundes.

    Von dort unten sieht die Welt ganz anders aus. Was siehst du? Schuhe, Handtaschen, Schmuck? All das ist super interessant für deinen Welpen. Er denkt sich vielleicht: „Wow, was für tolle Kauspielzeuge!“

    Aber natürlich sind das keine Spielzeuge. Daher ist es wichtig, dass du solche Sachen aufräumst und sicher verstaust, damit dein Welpe sie nicht erwischen kann.

    Und was ist mit zerbrechlichen Dingen? Auch die solltest du in Sicherheit bringen. Stell dir vor, dein Welpe entdeckt eine funkelnde Halskette oder eine herumliegende Brille. Bevor du dich versiehst, könnte er damit spielen und sie kaputt machen oder sich sogar verletzen.

    Kleine Gegenstände wie Haarnadeln sind auch eine Gefahr. Dein Welpe könnte sie nämlich verschlucken. Also, immer schön den Boden aufräumen! Das gilt auch für Medikamente und Batterien – die sind nämlich richtig gefährlich für kleine Hunde.

    Jetzt zum Thema Teppiche: Waschbare Teppiche sind eine großartige Alternative zu deiner normalen Einrichtung, vor allem, wenn du noch dabei bist, deinen Welpen stubenrein zu machen.

    Unfälle passieren! Ein Teppich, den du einfach in die Waschmaschine werfen kannst, macht das Leben viel einfacher.

    Und wenn du Räume hast, die komplett mit Teppich ausgelegt sind, könntest du überlegen, diese mit einem Türgitter für deinen Welpen zu sperren. Das verhindert, dass er auf den Teppich macht, während er noch lernt, wo er sein Geschäft erledigen soll.

    Du kannst auch robuste Teppiche wie Sisal-Teppiche verwenden. Sie sind strapazierfähig und können leicht gereinigt werden.

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    Außerdem ist es für deinen Welpen gefährlich, wenn er auf oder vom Sofa springt. Auch hier solltest du dich entscheiden, ob dein Hund erst gar nicht auf die Couch darf, oder ihm einen ungefährlichen Weg nach oben bauen. Hier erfährst du mehr zu diesem Thema!

    FAQ

    Wie kann ich mein Haus für meinen Hund sicher machen?

    Du kannst dein Haus hundesicher machen, indem du gefährliche Gegenstände aufräumst, wie kleine Spielzeuge oder giftige Pflanzen. Verstecke elektrische Kabel außer Reichweite und sorge dafür, dass Fenster und Türen gesichert sind, um Ausbrüche zu verhindern. Stelle sicher, dass Reinigungsmittel und andere Chemikalien außerhalb der Reichweite deines Hundes aufbewahrt werden.

    Wie kann sich mein Hund vergiften?

    Dein Hund kann sich an Chemikalien, Medikamenten und Essen vergiften. Bewahre Reinigungsmittel, Pestizide und andere Chemikalien in geschlossenen Schränken auf, die dein Hund nicht öffnen kann. Halte auch Medikamente außerhalb seiner Reichweite.

    Wie verhindere ich, dass mein Hund Elektrogeräte beschädigt?

    Verwende Kabelkanäle oder verlege diese hinter deinen Möbeln, um elektrische Kabel außerhalb der Reichweite deines Hundes zu halten. Bewahre elektronische Geräte sicher auf und achte darauf, dass keine losen Kabel herumliegen.

    Sollte ich scharfe Gegenstände sicher verstauen?

    Ja, scharfe Gegenstände wie Messer oder Scheren sollten außerhalb der Reichweite deines Hundes aufbewahrt werden. Verwende Schubladen oder Schränke, die dein Hund nicht öffnen kann. Achte darauf, dass keine spitzen Gegenstände herumliegen, um Verletzungen zu vermeiden.

    Ist es wichtig, Fenster und Türen zu sichern?

    Ja, Fenster und Türen sollten gesichert sein, um zu verhindern, dass dein Hund entkommt oder sich verletzt. Verwende Fensterschlösser und Türriegel, um sicherzustellen, dass sie nicht von innen geöffnet werden können.

    Wie kann ich meinen Garten sicher machen?

    Falls du einen Garten hast, überprüfe ihn auf giftige Pflanzen oder andere Gefahrenquellen wie scharfe Gegenstände. Errichte einen stabilen Zaun, der hoch genug ist, damit dein Hund nicht entkommen kann. Sorge dafür, dass keine giftigen Chemikalien wie Düngemittel oder Ameisengift herumliegen.

    Sollte ich Möbel polstern, um Verletzungen zu vermeiden?

    Ja, es ist eine gute Idee, scharfe Kanten an Möbeln mit Polstern oder Eckenschutz zu bedecken, um Verletzungen zu verhindern, besonders wenn dein Hund verspielt ist. Achte darauf, dass keine Möbel umkippen können, wenn dein Hund darauf springt oder sich daran lehnt.

    Wie kann ich meinen Hund vor Gefahren in der Küche schützen?

    Halte deinen Hund aus der Küche fern, wenn du kochst oder backst, um Verbrennungen oder Verletzungen durch heißes Essen oder scharfe Gegenstände zu vermeiden. Bewahre Lebensmittel außerhalb seiner Reichweite auf und halte den Boden sauber, um das Risiko von Verschlucken von Essensresten zu minimieren.