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Ein Hund als Paar – Ist das gut oder schlecht für die Beziehung?

    Junges Paar mit Hund in deutscher Stadt

    Du bist in einer Beziehung und überlegst, ob du und dein Partner sich einen Hund zulegen sollten? Tut das der Beziehung gut, oder ist das auf lange Sicht eher schädlich. Hier teile ich meine Erfahrungen mit dir.

    Ihr solltet bereits eine gesunde Beziehung führen

    Wenn du darüber nachdenkst, einen Hund in dein Leben zu bringen, ist es wichtig, dass du und dein Partner eine solide Beziehung habt.

    Oft denken Paare, dass ein Hund ihre Beziehung stärken oder Probleme lösen könnte. Hier ist das Konzept aber genau gleich wie mit Kindern: Ein Hund ist kein Pflaster für Beziehungsprobleme, genauso wenig wie ein Baby eine ungesunde Beziehung besser macht.

    Stell dir vor, du und dein Partner seid seit drei Monaten zusammen. Alles ist noch frisch und aufregend, aber ehrlich gesagt, kennt ihr euch noch nicht wirklich tiefgründig.

    In so einer Phase einen Hund anzuschaffen, könnte mehr Stress als Freude bedeuten. Ihr müsst euch erst selbst als Paar verstehen und stabilisieren, bevor ihr euch der Verantwortung eines Hundes stellen könnt.

    Ein Hund benötigt eine konstante, liebevolle und stabile Umgebung. In einer jungen oder unsicheren Beziehung, wo grundlegende Fragen wie Zukunftsvorstellungen oder Lebensstile noch nicht geklärt sind, kann ein Hund leicht zum Zankapfel werden.

    Wer geht Gassi, wer übernimmt die Fütterung, und was passiert, wenn einer von euch verreisen muss?

    Dann gibt es die finanzielle Seite. Ein Hund kann teuer sein. Tierarztrechnungen, Futter, Zubehör, Versicherung – all das summiert sich. In einer neuen Beziehung, wo finanzielle Arrangements vielleicht noch nicht geklärt sind, kann das zusätzlichen Druck erzeugen.

    Auch der Zeitaspekt ist nicht zu unterschätzen. Ein Hund braucht viel Aufmerksamkeit, Auslauf und Training. In einer Phase, in der ihr euch als Paar noch finden müsst, kann der Hund euch entweder näher zusammenbringen oder zusätzlichen Stress verursachen, je nachdem, wie gut ihr als Team arbeitet.

    Hund wird an Halsband geführt

    Wollt ihr beide einen Hund haben?

    Wenn es um die Anschaffung eines Hundes geht, ist es absolut entscheidend, dass beide Partner in der Beziehung voll und ganz dahinterstehen.

    Es ist eine Sache, wenn einer von euch Hundefan ist und der andere zumindest offen für die Idee. Aber ganz was anderes ist es, wenn einer von euch wirklich keinen Hund will und der andere sich trotzdem durchsetzt.

    Das kann zu einer echten Zerreißprobe für eure Beziehung werden – und das ist noch das kleinste Problem in dieser Situation.

    Stellt euch vor, einer von euch bringt plötzlich einen Hund nach Hause, ohne dass der andere vollends überzeugt ist. Diese Dynamik kann zu Spannungen und Streitigkeiten führen.

    Der Partner, der den Hund nicht wollte, fühlt sich übergangen und nicht respektiert. Auf der anderen Seite steht der hundefreundliche Partner, der sich womöglich nicht unterstützt fühlt.

    Das kann schnell zu einer emotional aufgeladenen und ungesunden Atmosphäre in eurem Zuhause führen.

    Aber denkt auch an den Hund! Ein Hund ist ein fühlendes Wesen, das Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge braucht. Er sollte in eine Umgebung kommen, wo er von allen willkommen geheißen wird.

    Wenn ein Partner dem Hund gegenüber gleichgültig oder gar ablehnend ist, spürt der Hund das. Das kann zu Verhaltensproblemen führen und ist einfach nicht fair dem Tier gegenüber.

    Die Lösung? Setzt euch zusammen und redet offen und ehrlich über eure Wünsche und Bedenken. Es ist wichtig, dass beide Partner ihre Gefühle und Gedanken zum Thema Hundebesitz äußern.

    Fragt euch: Sind wir bereit für die Verantwortung? Haben wir genug Zeit und Ressourcen? Wie sieht unser Lebensstil in ein paar Jahren aus? Ist ein Hund da wirklich realistisch?

    Erst wenn ihr beide zu 100% hinter der Entscheidung steht, einen Hund in euer Leben zu holen, solltet ihr diesen Schritt gehen.

    Mann Hund Frau sitzen mit Hund auf der Couch, Zeichnung

    Zu Zweit kann man den Aufwand mit dem Hund besser teilen

    Das Zusammenleben mit einem Hund als Paar hat definitiv seine Vorteile, vor allem wenn es um die Aufteilung der Verantwortung und der anfallenden Kosten geht.

    Wenn beide Partner den Hund gleichermaßen wollen und lieben, kann das nicht nur die Bindung zum Vierbeiner stärken, sondern auch die Beziehung untereinander.

    Nehmen wir das Beispiel der Gassirunden. Vielleicht bist du ein Morgenmensch, während dein Partner abends aufblüht. Perfekt! Du übernimmst die morgendlichen Spaziergänge, während dein Partner abends die Leine in die Hand nimmt.

    Diese Aufteilung sorgt dafür, dass der Hund regelmäßig rauskommt und keiner von euch sich überfordert fühlt.

    Gleichzeitig wird der Tagesablauf weniger gestört, da jeder seine „Hunde-Zeit“ in seinen eigenen Rhythmus integrieren kann.

    Die Vorteile hören hier nicht auf. Vielleicht arbeitest du außer Haus, während dein Partner im Homeoffice ist.

    Das bedeutet, dass dein Hund tagsüber Gesellschaft hat und nicht alleine zu Hause warten muss. Auch das ist ein großer Pluspunkt, denn Hunde sind soziale Wesen und mögen es nicht, lange alleine zu sein.

    Und dann sind da natürlich die Kosten. Ein Hund kann ziemlich ins Geld gehen – Futter, Spielzeug, Ausrüstung, Tierarztkosten, Versicherung und Steuern. Wie teuer ein Hund im Monat und über sein gesamtes Leben ist, kannst du hier erfahren!

    Diese Ausgaben zu teilen, kann eine enorme Erleichterung sein. Es ist viel angenehmer, wenn ihr gemeinsam für euren Vierbeiner sorgt und die finanzielle Last nicht an einer Person allein hängt.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Man hat regelmäßig gemeinsame Aktivitäten und Momente zum Lachen

    Ein Hund in eurer Beziehung kann tatsächlich wie ein Funken Freude wirken, der gemeinsame, unvergessliche Momente schafft.

    Jeder Hundebesitzer wird dir bestätigen, dass diese vierbeinigen Freunde ihre eigenen, liebenswerten Eigenarten haben, die für viel Gelächter und Geschichten sorgen.

    Denk nur an die kleinen Marotten und Schabernack, die Hunde so anstellen. Vielleicht hat euer Hund eine Vorliebe dafür, bestimmte Spielzeuge zu zerlegen, oder er ist ein Meister im Essen stehlen – wie unser Hund, der einmal eine Wurst direkt aus meiner Hand geschnappt hat, während ich in ein Gespräch vertieft war.

    Solche Anekdoten sorgen nicht nur im Moment selbst für Lachen, sondern werden zu Geschichten, über die ihr noch Jahre später gemeinsam schmunzeln könnt.

    Dann gibt es die gemeinsamen Ausflüge und Abenteuer, die ihr dank eures Hundes erlebt. Vielleicht plant ihr Wanderungen, bei denen der Hund euch begleitet, oder ihr nehmt ihn mit in den Urlaub.

    Diese gemeinsamen Erlebnisse stärken eure Bindung – nicht nur zueinander, sondern auch zu eurem Hund.

    Am Wochenende könntet ihr längere Spaziergänge machen, wobei ihr die Gelegenheit habt, Zeit miteinander zu verbringen, aktiv zu sein und über alles Mögliche zu plaudern.

    Ein Hund in der Beziehung kann also durchaus eine bereichernde Rolle spielen. Er bringt euch zum Lachen, schafft einzigartige Erinnerungen und fördert die gemeinsame Zeit.

    Diese geteilten Erlebnisse und die gemeinsame Fürsorge für euer Haustier können eure Beziehung auf eine neue, tiefere Ebene bringen.

    Hund kann jedoch auch zu Streit führen und die Beziehung belasten

    Ein Hund hat aber nicht nur positive Auswirkungen auf deine Beziehung und kann schnell zu Problemen führen.

    Besonders in der Hundeerziehung und Pflege, können schnell Meinungsverschiedenheiten auftreten, die zu Streit und Belastungen in der Beziehung führen können.

    Ein klassisches Beispiel ist die Uneinigkeit über die Erziehung. Vielleicht bist du der Meinung, der Hund sollte nicht im Bett schlafen, während dein Partner es liebt, den Hund nachts bei sich zu haben.

    Oder einer von euch findet, der Hund sollte ab und zu Leckerlis vom Tisch bekommen, während der andere strikt dagegen ist.

    Solche Diskrepanzen in der Erziehungsphilosophie können zu Spannungen führen, vor allem, wenn sich einer an die Regeln hält und der andere sie ignoriert. Das verwirrt nicht nur den Hund und macht eine sinnvolle Erziehung nahezu unmöglich, sondern führt auch zu Streit zwischen euch.

    Ein weiterer potenzieller Konfliktherd ist die Aufgabenverteilung. Wenn sich einer von euch überfordert fühlt, weil er oder sie den Großteil der Pflege und Verantwortung übernimmt, während der andere sich scheinbar drückt, ist Ärger vorprogrammiert.

    Dieses Gefühl der Ungleichheit kann zu Grollen führen und die Beziehung stark belasten.

    Weitere Themen wie Futterwahl, medizinische Behandlungen und Impfungen sind ebenfalls typische Gebiete in denen Meinungsverschiedenheiten auftreten. Jeder hat seine eigenen Ansichten und Überzeugungen, und wenn diese nicht übereinstimmen, kann das zu hitzigen Diskussionen führen.

    Interessanterweise zeigen Umfragen, dass etwa 75% der Hundebesitzer angeben, dass ihr Hund die Beziehung eher belastet als bereichert. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich der Herausforderungen bewusst zu sein, die ein Hund mit sich bringen kann.

    Natürlich gibt es auch positive Seiten, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Hund in der Beziehung eher eine neue Belastung und Probe ist, die ihr gemeinsam meistern müsst.

    Schafft ihr dass kann euch ein wedelnder Vierbeiner dann aber auch noch näher zusammen bringen!