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Jack Russel oder Boston Terrier | Vergleich der Hunderassen

    Jack Russel und Boston Terrier nebeneinander

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumJack Russell TerrierBoston Terrier
    UrsprungEnglandUSA
    Größe (Hündinnen/Rüden)25-30 cm / 25-30 cm38-43 cm / 38-43 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)5-8 kg / 5-8 kg4,5-11 kg / 4,5-11 kg
    FellfarbenWeiß mit schwarz oder braun, TricolorSchwarz-Weiß,
    FellbeschaffenheitKurz, dicht, glatt oder rauKurz, glatt, glänzend
    Lebenserwartung13-16 Jahre11-13 Jahre
    TemperamentEnergiegeladen, mutig, intelligentFreundlich, lebhaft, intelligent
    TrainierbarkeitMittelHoch
    AktivitätslevelSehr hochMittel
    Verträglichkeit mit KindernGutSehr gut
    Eignung für FamilienMittelHoch
    AnfängerfreundlichkeitNiedrigHoch
    Jack Russel vs. Boston Terrier

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Jack Russell Terrier

    • Energiebündel: Jack Russells sind kleine Energiepakete. Sie haben eine gute Ausdauer und brauchen viel Bewegung. Du hast hier einen Hund, der fast nie zur Ruhe kommt und immer etwas zu tun haben will.
    • Intelligent: Diese Hunde sind richtig schlau. Sie lernen schnell und lieben Herausforderungen.
    • Mutig: Obwohl sie klein sind, haben sie ein großes Herz. Jack Russell fürchten sich selten und stellen sich auch großen Hunden oder neuen Situationen.
    • Eigenständig: Sie haben ihren eigenen Kopf. Sie machen nicht immer das was du willst, sondern das was sie selbst gerade am spannendsten finden. Du brauchst daher eine sehr konsequente Hand in ihrer Erziehung.
    • Starker Jagdtrieb: Ursprünglich wurden sie für die Jagd gezüchtet. Deshalb jagen sie gerne alles, was sich bewegt – Vögel, Katzen, manchmal sogar Autos.
    • Lautstark: Jack Russel Terrier bellen gern und viel, besonders wenn sie aufgeregt sind. Das stellt dich natürlich besonders in dicht besiedelten Regionen vor Probleme.

    Boston Terrier

    • Freundlich: Boston Terrier sind sehr liebevolle Hunde. Sie kommen gut mit Menschen und anderen Tieren aus.
    • Ruhig: Im Vergleich zum Jack Russell sind sie deutlich entspannter und ruhiger. Dieser Hund ist auch zufrieden, in der Ecke zu liegen und dich zu beobachten und braucht keine ständige Action.
    • Anhänglich: Sie lieben ihre Menschen und wollen immer in ihrer Nähe sein. Daher verhalten sie sich oft wie ein kleiner Schatten der dir überall hin folgt.
    • Intelligent: Auch Boston Terrier sind schlau und lernen zügig, besonders wenn es um Tricks geht.
    • Empfindlich: Sie reagieren recht empfindlich auf das Wetter. Besonders Hitze und Kälte machen ihnen schnell zu schaffen und du musst daher etwas besser auf diesen Hund aufpassen.

    Hauptunterschiede

    Jack Russells sind kleine Energiebündel, die fast immer in Bewegung sind und einen starken Jagdtrieb haben. Sie sind unabhängig und manchmal ein bisschen stur. Boston Terrier hingegen sind deutlich ruhiger und anhänglicher. Sie lieben es, in der Nähe ihrer Menschen zu sein und sind bei weitem nicht so wild wie die Jack Russells.

    Besonders aber optisch kann man deutliche Unterschiede sehen: Jack Russell haben ein relativ kurzes Fell mit weißen, braunen und schwarzen Flecken. Boston Terrier hingegen haben ein glattes, kurzes Fell und ein ganz charakteristisches Gesicht mit kurzen Schnauze.

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    Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Jack Russell Terrier ist bekannt für seinen starken Willen und seine Intelligenz. Jack Russells lernen unglaublich schnell – aber Achtung! Ihr eigensinniger Charakter macht genauso viele Probleme. Denn nicht immer macht dieser Hund was er soll

    Sie lieben es, Aufgaben zu lösen, was beim Training super ist. Aber sie brauchen auch viel Abwechslung und neue Herausforderungen, sonst langweilen sie sich sehr schnell. Und ein gelangweilter Jack Russel ignoriert dich auch gerne mal und folgt seiner eigenen Nase.

    Daher solltest du unbedingt konsequent sein und ihnen klar zeigen, wer das Sagen hat.

    Der Boston Terrier ist ein richtiger Familienhund und bekannt für seine freundliche und verspielte Art. Sie sind sehr darauf bedacht, ihren Menschen zu gefallen. Daher lassen sie sich auch gut trainieren.

    Sie sind außerdem ziemlich clever und lernen gerne neue Dinge, besonders wenn sie merken, dass es dir Freude macht. Im Vergleich zum Jack Russell sind sie meistens etwas ruhiger und weniger stur. Somit hören sie eher auf deine Kommandos und sind nicht ganz so wild darauf, ständig Neues zu lernen und zu entdecken.

    Der Jack Russell ist insgesamt unabhängiger und generell sturer, während der Boston Terrier einfacher zu handhaben ist, weil er so sehr darauf aus ist dir zu gefallen.

    Insgesamt ist der Bosten Terrier der umgänglichere Hund, den man insgesamt leichter trainieren kann. Der Jack Russel ist jedoch ein wenig intelligenter und lernt schneller – wenn er denn will.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!

    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Ursprünglich als Jagdhund gezüchtet, steckt in einem Jack Russel jede Menge Energie und ein starker Jagdinstinkt. Dieser kleine Wirbelwind braucht täglich viel Bewegung und mentale Auslastung.

    Mit bloßen Spaziergängen ist es nicht getan. Er liebt es zu rennen, zu graben, zu springen und zu spielen. Versteckspiele oder Agility-Training, sind perfekt, um seinen Kopf und Körper gleichzeitig zu fordern.

    Ein bis zwei Stunden intensives Spielen und Trainieren sollte es täglich mindestens sein, besser noch mehr. Jack Russells sind kleine Abenteurer und wollen immer beschäftigt sein!

    Boston Terrier hat seine Wurzeln eigentlich als Kapfhund. Inzwischen ist er seit Jahrzehnten jedoch ein reiner Begleithunde und sehr friedlich. Außerdem sind sie von Natur aus eher ruhige und gelassene Hunde.

    Sie haben zwar Spaß an Spaziergängen und Spielen, aber müssen nicht Ewigkeiten beschäftigt werden. Eine halbe Stunde bis zu einer Stunde am Tag mit Spielen, Laufen oder einem kleinen Training reichen bereits aus.

    Sie lieben es dabei besonders, neue Tricks zu lernen und mit ihren Menschen zu interagieren.

    Insgesamt benötigt der hyperaktive Jack Russell Terrier also deutlich mehr Beschäftigung als der ruhigere Boston Terrier.

    Bosten Terrier liegt in Wiese

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Jack Russell Terrier sind voller Energie und lieben es, Teil von allem zu sein, was in der Familie passiert. Ihre hohe Energie und ihr Spieltrieb machen sie zu tollen Begleitern für aktive Familien.

    Sie sind allerdings auch sehr eigenständige Hunde. Jack Russells brauchen viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Sie kommen gerne zum Kuscheln und Spielen, aber sind auch gerne einmal mit sich selbst beschäftigt. Das bedeutet aber nicht, dass er gerne in der Ecke liegt und schläft. Ein Jack Russel hat aber auch Spaß daran, einfach für eine ganze Weile auf einem Stück Kaffeeholz herumzukauen.

    Boston Terrier hingegen fügen sich sehr einfach in das Familienleben ein. Sie sind freundlich, ruhig und besonders gut im Umgang mit Kindern.

    Boston Terrier lieben es, Teil der Familie zu sein, und sind auch glücklich, einfach nur in deiner Nähe zu sein. Sie sind nicht ganz so unabhängig wie Jack Russell und suchen eher die Gesellschaft ihrer Menschen als das sie etwas alleine machen.

    Sowohl Jack Russells als auch Boston Terrier haben jedoch gerne Gesellschaft und sind nicht gern lange alleine.

    Allerdings ist der Boston Terrier etwas besser darin, alleine zu bleiben, wenn die Familie arbeitet oder in der Schule ist. Sein ruhigeres Temperament hilft ihm dabei, die Zeit ohne seine Menschen besser zu überstehen. Jack Russell Terrier hingegen werden schnell destruktiv, besonders wenn sie sich langweilen.

    Insgesamt sind Boston Terrier im Vergleich zum Jack Russell Terrier besser für das Familienleben geeignet, besonders wenn die Familie tagsüber nicht zu Hause ist. Sie bringen außerdem mehr Eigenschaften eines verschmusten Familienhundes mit und passen sich flexibler an ihre Umgebung an.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Jack Russel Terrier oder Boston Terrier?

    Jack Russell Terrier können zwar in einer Wohnung leben aber ihre extreme Energie macht die Wohnungshaltung schwieriger, als man bei ihrer Größe vermuten würde.

    Außerdem schwierig: Jack Russells sind sehr lebhaft und ziemlich bellfreudig. In einer lauten und hektischen Stadtumgebung überdrehen sie daher schnell und melden sich dann lautstark zu Wort. Besonders wenn du empfindliche Nachbarn hast, machst du dir damit keine Freunde.

    Der Boston Terrier ist generell ruhiger und passt sich leichter an das Leben in einer Wohnung an. Sie sind fast nie am bellen und kommen besser mit den begrenzten Platzverhältnissen und dem Lärm einer Stadt zurecht.

    Boston Terrier sind außerdem auch wegen ihrer freundlichen und ruhigen Natur beliebt. Sie sehen jeden als Freund an und begrüßen Menschen auf der Straße voller Freude. Das macht sie schnell zu den Lieblingen in der Nachbarschaft.

    Insgesamt ist der Boston Terrier daher der bessere Stadtbewohner, da er anpassungsfähiger und ruhiger ist. Der Jack Russel ist trotz seiner geringen Größe zu aufgedreht und aktiv, um wirklich gut in die Stadt zu passen.

    Jack Russel Terrier sitzt in einem Stadtpark

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Jack Russells sind sehr intelligent und lernen schnell. An sich sind das Eigenschaften die ja eigentlich gut klingen. Aber es bedeutet auch, dass sie sich schnell langweilen und immer von dir gefordert werden wollen.

    Gepaart mit ihrer extrem hohen Energie und dem ausgeprägten Jagdtrieb hast du hierdurch schnell das Gegenteil von einem anfängerfreundlichen Hund.

    Jack Russel Terrier brauchen konsequente Erziehung und viel Beschäftigung. Für einen Anfänger ist es schnell überwältigen, einem Jack Russell die nötige Führung und Auslastung zu bieten. Dann hast du aber schnell einen Problemhund an deiner Seite, der dir auf der Nase herum tanzt. Daher ist diese Rasse eher den fortgeschrittenen Hundehaltern zu empfehlen.

    Boston Terrier sind generell ruhiger und leichter zu handhaben. Außerdem wollen sie dir unbedingt gefallen und tun alles für ein Lob und Leckerli. So hast du einen Hund, der deutlich einfacher in der Erziehung ist.

    Sie sind außerdem freundlich und anpassungsfähig. Außerdem haben sie kaum Jagdtrieb und sind eher ruhigere Hunde die einfach glücklich sind, bei dir zu sei. Diese Kombination an Eigenschaften macht sie zu einer guten Wahl für Anfänger.

    Im direkten Vergleich ist daher der Bosten Terrier die deutlich anfängerfreundliche Wahl. Er kann einem Anfänger problemlos empfohlen werden, während der Jack Russel einen erfahreneren Halter braucht.