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Malteser oder Bichon Frise: Vergleich der beiden Hunderassen

    Bichon Frise und Malteser sitzen nebeneinander

    Vergleich auf einen Blick

    EigenschaftMalteserBichon Frise
    UrsprungMittelmeerraumSpanien/Frankreich
    Größe (Schulterhöhe Männchen)21–25 cm23–30 cm
    Größe (Schulterhöhe Weibchen)20–23 cm23–28 cm
    Gewicht (Männchen)3–4 kg5–7 kg
    Gewicht (Weibchen)2–3 kg4–6 kg
    FellfarbenWeißWeiß, manchmal mit Creme- oder Aprikosenflecken
    FellbeschaffenheitLang, seidig, geradeKurz, lockig, flauschig
    Lebenserwartung12–15 Jahre12–15 Jahre
    TemperamentFreundlich, ruhig, anhänglichVerspielt, lebhaft, anhänglich
    TrainierbarkeitHochMittel bis hoch
    AktivitätslevelNiedrig bis mittelMittel
    Verträglichkeit mit KindernGut, aber besser mit älteren KindernSehr gut
    Eignung für FamilienHochSehr hoch
    AnfängerfreundlichkeitMittel bis hochMittel
    Tabelle mit einem Vergleich zwischen Malteser und Bichon Frise

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Malteser

    Die Malteser sind charmante kleine Wesen, deren Charakter sich durch eine Reihe von liebenswerten und manchmal herausfordernden Eigenschaften auszeichnet. Hier ein paar Einblicke:

    • Freundlichkeit: Malteser sind für ihre herzliche und freundliche Art bekannt. Sie schließen schnell Freundschaften und sind gegenüber Menschen aller Altersgruppen sehr aufgeschlossen.
    • Verspieltheit: Diese kleinen Hunde sind verspielt und bringen gerne Leben in die Wohnung. Sie lieben es, mit ihrem Spielzeug zu toben und sich zu beschäftigen.
    • Anhänglichkeit: Sie entwickeln eine tiefe Bindung zu ihren Menschen. Diese Anhänglichkeit kann manchmal in Trennungsangst umschlagen, was für den Hund – und dich – zum Problem werden kann.
    • Intelligenz: Malteser sind kluge Hunde, die schnell lernen. Ihr Intellekt macht sie zu tollen Kandidaten für verschiedene Hundetricks und -training.
    • Sturheit: Aufgrund ihrer Intelligenz können sie jedoch manchmal ziemlich stur sein. Das Training ist daher nicht immer einfach.
    • Lärmempfindlichkeit: Sie sind etwas geräuschempfindlich und sensibel, was bei lauten Umgebungen oder viel Trubel zu Stress führen kann.

    Bichon Frise

    Der Bichon Frise ist ebenfalls eine kleine, aber äußerst charismatische Rasse. Ihre Persönlichkeit ist geprägt von:

    • Lebhaftigkeit: Der Bichon Frise ist bekannt für seine lebhafte und energiegeladene Natur. Diese Hunde sind stets in Bewegung und bringen Freude in ihr Zuhause.
    • Geselligkeit: Ähnlich wie der Malteser, ist auch der Bichon Frise sehr gesellig und genießt die Gesellschaft von Menschen und anderen Tieren.
    • Bedarf an menschlicher Interaktion: Bichon Frises brauchen viel Aufmerksamkeit und Zeit mit ihren Menschen. Sie neigen dazu, unglücklich zu sein, wenn sie zu lange allein gelassen werden.
    • Sturheit: Auch sie können eigensinnig sein, was das Training ebenfalls herausfordernd macht.
    • Pflegebedarf: Ihr Fell benötigt regelmäßige Pflege und muss oft gebürstet werden, um Verfilzungen und Knoten zu vermeiden.
    • Lautstärke: Sie neigen dazu, lauter und häufiger zu bellen als Malteser.

    Hauptunterschiede

    Obwohl Malteser und Bichon Frise viele Ähnlichkeiten aufweisen, wie ihre Geselligkeit und Anhänglichkeit, gibt es doch einige Unterschiede.

    Der Malteser ist oft etwas ruhiger und sensibler, besonders in Bezug auf Geräusche und Trubel, während der Bichon Frise durch seine lebhafte und energiegeladene Art auffällt.

    Bichons neigen außerdem dazu, lauter und häufiger zu bellen, was gerade in dicht besiedelten Gebieten nicht immer ein positiver Aspekt ist.

    Beide Rassen benötigen viel menschliche Interaktion und leiden unter Trennungsangst, aber der Bichon Frise zeigt oft eine noch stärkere Bindung und Abhängigkeit von seiner Bezugsperson.

    In Sachen Fellpflege erfordert ebenfalls der Bichon Frise aufgrund seines dichteren Fells ein wenig mehr Aufwand als der Malteser.

    Bichon Frise Zeichnung

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Malteser

    Malteser gelten im Allgemeinen als intelligent und lernwillig. Sie verstehen schnell, was von ihnen erwartet wird, und sind meistens begeistert dabei, neue Dinge zu lernen.

    Diese Eigenschaft macht sie zu idealen Kandidaten für Grundgehorsamstraining und einfache Tricks. Ihre Sensibilität und ihr Wunsch, zu gefallen, führen oft dazu, dass sie auf Anweisungen gut reagieren.

    Allerdings kann ihre Sensibilität auch eine negative Seite haben. Malteser können bei zu strengem Training oder negativen Reaktionen leicht verunsichert werden, was das Lernen erschweren kann.

    Daher ist es wichtig, mit Geduld und Verständnis an das Training heranzugehen und den Hund nicht zu überfordern.

    Gleichzeitig neigen Malteser manchmal dazu, etwas stur zu sein und Befehle nur dann auszuführen, wenn sie das selbst als sinnvoll erachten.

    Bichon Frise

    Der Bichon Frise ist ebenfalls intelligent, aber seine Energie und Lebhaftigkeit können das Training sowohl erleichtern als auch erschweren.

    Ihre lebhafte Art macht sie aufgeschlossen für spielerisches Training, und sie lernen gerne Tricks, die ihnen körperliche und geistige Stimulation bieten.

    Allerdings kann ihre Energie manchmal in Ablenkung umschlagen, was bedeutet, dass das Training kürzer und fokussierter gestaltet werden muss.

    Außerdem neigen sie dazu, öfter zu bellen als Malteser, was ebenfalls frühzeitig mit dem richtigen Training korrigiert werden sollte. Hier findest du einen praktischen Leitfaden, wie du deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst.

    Im Vergleich zu anderen Rassen stehen Malteser und Bichon Frises im mittleren Bereich, was die Trainierbarkeit betrifft.

    Sie sind nicht so herausfordernd wie einige eigenwilligere Rassen, aber sie benötigen mehr Geduld und Feingefühl als Rassen, die speziell für Gehorsamkeit und Arbeitstraining gezüchtet wurden.

    Im direkten Vergleich neigt der Malteser dazu, ein wenig leichter zu trainieren zu sein, besonders für Anfänger in der Hundeerziehung.

    Dies liegt an seiner geringeren Energie und höheren Sensibilität, die ihn empfänglicher für Training macht.

    Der Bichon Frise, obwohl ebenso intelligent, erfordert aufgrund seiner Energie und Verspieltheit eine etwas andere Herangehensweise und mehr Geduld, besonders wenn er in hektischen Umgebungen mit viel Ablenkung ist.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Wer braucht mehr Beschäftigung?

    Malteser sind von Natur aus etwas ruhiger und benötigen im Vergleich zu anderen Hunderassen ein moderates Maß an täglicher Bewegung und geistiger Stimulation.

    Im Durchschnitt genügen ihnen etwa 30 Minuten Spaziergang pro Tag, ergänzt durch kurze Spiel- und Trainingseinheiten.

    Sie lieben auch Zuhause zu spielen und apportieren gerne, mögen leichte Suchspiele und einfache Gehorsamkeitsübungen.

    Diese Aktivitäten tragen dazu bei, ihren Geist zu fordern und ihre Bindung zu ihrem Menschen zu stärken.

    Der Bichon Frise hingegen hat oft ein höheres Energielevel und benötigt dementsprechend mehr tägliche Aktivität, um sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet zu sein.

    Für einen Bichon Frise sind in der Regel 45 bis 60 Minuten Bewegung pro Tag angemessen, aufgeteilt in Spaziergänge und aktives Spielen.

    Sie lieben interaktive Spiele wie Verstecken und Suchen, sowie anspruchsvollere Trainingseinheiten, die ihre Intelligenz und Beweglichkeit fordern.

    In Bezug auf spezielle Aufgaben oder Aktivitäten gibt es keine wesentlichen Unterschiede in der Eignung der beiden Rassen.

    Allerdings neigt der Bichon Frise aufgrund seiner höheren Energie und Spielfreude dazu, bei anspruchsvolleren geistigen Aufgaben und Spielen besser abzuschneiden.

    Malteser hingegen bevorzugen ruhigere Aktivitäten und eignen sich gut für Menschen, die einen eher ruhigen Begleiter suchen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bichon Frises im Allgemeinen mehr körperliche und geistige Auslastung benötigen als Malteser.

    Während Malteser mit kürzeren Spaziergängen und weniger anspruchsvollen Spielen zufrieden sind, blühen Bichon Frises bei längeren und vielseitigeren Aktivitäten auf.

    Malteser Zeichnung

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Malteser sind generell ruhige und liebevolle Hunde die gut in Familien passen. Ihre Verträglichkeit mit Kindern ist oft hoch, da sie geduldig und nicht übermäßig energiegeladen sind.

    Malteser sind jedoch sensibel und bevorzugen eine friedliche Umgebung. Kinder, die verstehen, wie man sanft und respektvoll mit Tieren umgeht, sind ideal für diese Rasse.

    Kleinkinder könnten jedoch manchmal zu stürmisch für einen Malteser sein, da sie mit der Grobmotorik oder den emotionalen Ausbrüchen nicht so gut umgehen können.

    Bichon Frises sind ebenfalls sehr familienfreundlich und kommen generell gut mit Kindern aller Altersgruppen aus.

    Ihre lebhafte und verspielte Natur macht sie zu unterhaltsamen Begleitern für ältere Kinder. Sie sind robust genug, um das manchmal unberechenbare Verhalten von Kindern zu tolerieren.

    Außerdem ist diese Rasse gerne im Mittelpunkt und blüht im Familientrubel auf, ohne davon übermäßig überfordert zu sein.

    Im Gesamtkontext aller Hunderassen gelten sowohl Malteser als auch Bichon Frises als familientauglich, wobei der Bichon Frise aufgrund seiner Robustheit und Energie möglicherweise leichter in eine lebhafte Familie integrierbar ist.

    Was das Alleinsein betrifft, sollten beide Rassen nicht über längere Zeit alleine gelassen werden. Sie sind anhänglich und benötigen menschliche Gesellschaft, um glücklich zu sein.

    Ein Haus, in dem alle Familienmitglieder arbeiten und der Hund lange Zeit alleine ist, wäre weder für den Malteser noch für den Bichon Frise gut.

    Diese Hunde können Trennungsangst entwickeln, wenn sie zu lange alleine gelassen werden.

    Eine Familie, die regelmäßig zu Hause ist oder in der Lage ist, den Hund zu betreuen oder mit zur Arbeit zu nehmen, wäre für beide Rassen besser geeignet.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Malteser oder Bichon Frise?

    Malteser eignen sich generell gut für das Leben in einer Wohnung. Ihre geringe Größe und ihr relativ moderater Energiebedarf passen gut zu den räumlichen Einschränkungen einer kleineren Wohnung.

    Malteser sind auch für ihr anpassungsfähiges Wesen bekannt; sie kommen in der Regel gut mit dem Lärm und den Ablenkungen der Stadt zurecht, solange sie regelmäßige Ruhephasen haben.

    Ihre Sensibilität bedeutet allerdings, dass sie zu Stress neigen könnten, wenn sie ständig lauten Geräuschen oder hektischer Aktivität ausgesetzt sind.

    Daher ist es wichtig, dass sie einen ruhigen Rückzugsort in der Wohnung haben.

    Bichon Frises sind ebenfalls für das Wohnungsleben geeignet. Ihre lebhafte und anpassungsfähige Natur macht sie zu guten Begleitern in einer städtischen Umgebung.

    Sie können gut mit den täglichen Aktivitäten und Geräuschen einer Stadt umgehen, solange sie ausreichend Bewegung und geistige Stimulation erhalten.

    Aufgrund ihrer höheren Energie brauchst du aber etwas mehr Platz in deiner Wohnung, damit der Hund dort ausgelassen toben und spielen kann, oder du solltest häufigere und größere Gassirunden in deinen Alltag einplanen.

    Im Vergleich sind aber beide Rassen gute für das Leben in der Stadt geeignet.

    Der Malteser ist aufgrund seines ansruchsloseren Charakters jedoch besser für sehr kleine Wohnungen geeignet, da er nur einen sehr überschaubaren Bewegungsdrang hat.

    Der Bichon Frise, mit seiner anpassungsfähigen und lebensfrohen Persönlichkeit, kommt jedoch ebenfalls gut im städtischen Umfeld zurecht, benötigt aber mehr aktive Beschäftigung um dir keine Probleme zu machen.

    Bichon Friese und Malteser im Stadtpark

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Malteser sind eine gute Wahl für Anfänger. Ihre geringe Größe macht sie handhabbar und weniger einschüchternd für neue Hundebesitzer.

    Sie sind bekannt für ihre liebevolle und sanfte Natur, was den Umgang mit ihnen erleichtert. Ihre Intelligenz und Lernfähigkeit sind weitere Pluspunkte, da sie relativ schnell auf Training reagieren.

    Malteser benötigen jedoch eine sanfte Herangehensweise, da sie sensibel auf harte Trainingsmethoden oder laute Stimmen reagieren können.

    Außerdem musst du dich auf regelmäßige Fellpflege mit bürsten und trimmen einstellen, da ihr Fell andernfalls dazu neigt zu verfilzen.

    Bichon Frises sind ebenfalls anfängerfreundlich, stellen aber aufgrund ihrer höheren Energie und ihres stärkeren Bedürfnisses nach geistiger Stimulation eine etwas größere Herausforderung dar.

    Sie sind verspielt und lebensfroh, was sie zu unterhaltsamen Begleitern macht, aber sie benötigen auch konsequente Erziehung und genügend Beschäftigung.

    Ihre Fellpflege ist ähnlich anspruchsvoll wie die der Malteser und sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden.

    Im Gesamtkontext aller Hunderassen gelten sowohl Malteser als auch Bichon Frises jedoch als relativ anfängerfreundlich. Sie sind weder zu groß noch zu temperamentvoll, was sie zu guten Kandidaten für Erstbesitzer macht.

    Daher ist keine der beiden Hunderassen signifikant besser oder schlechter für einen Anfänger. Die Hauptunterschiede liegen eher im Charakter des Hundes und der damit verbundenen Eignung für seine Familie.

    Ein Malteser ist aufgrund seiner ruhigen und zurückhaltenden Art ein perfekter Begleiter für Personen wie Senioren, die es selbst auch gerne etwas ruhiger angehen lassen. Der Bichon Frise hingegen ist besser für eine aktivere Familie geeignet, die ihren Hund auch öfter auf Wanderungen oder andere Aktivitäten mitnehmen möchte.