Zum Inhalt springen
Home » Anschaffung & Welpen » Mops oder Chihuahua – Vergleich der beiden Hunderassen

Mops oder Chihuahua – Vergleich der beiden Hunderassen

    Mops und Chihuahua sitzen zusammen

    Vergleich auf einen Blick

    EigenschaftMopsChihuahua
    UrsprungChinaMexiko
    Größe (Schulterhöhe Männchen)25–30 cm15–23 cm
    Größe (Schulterhöhe Weibchen)25–30 cm15–23 cm
    Gewicht (Männchen)6–9 kg1.5–3 kg
    Gewicht (Weibchen)6–8 kg1.5–3 kg
    FellfarbenSchwarz, Silber, Weiß, FawnVielfältig (einfarbig, gefleckt oder mehrfarbig)
    FellbeschaffenheitGlatt, kurzKurz oder lang, glatt oder gewellt
    Lebenserwartung12–15 Jahre14–18 Jahre
    TemperamentVerspielt, anhänglich, ruhigLebhaft, loyal, aufgeweckt
    TrainierbarkeitMittelMittel bis Hoch
    AktivitätslevelNiedrigMittel
    Verträglichkeit mit KindernSehr gutGut (besser mit älteren Kindern)
    Eignung für FamilienHochHoch
    AnfängerfreundlichkeitSehr hochMittel
    Tabelle mit einem Vergleich zwischen Mops und Chihuahua

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Mops

    1. Geselligkeit: Der Mops ist bekannt für seine freundliche und gesellige Natur. Er liebt es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und ist oft der perfekte Begleiter für Familien und Senioren.
    2. Spieltrieb: Trotz ihrer kleinen Größe sind Möpse verspielt und lieben leichtes spielen und kurze Spaziergänge.
    3. Anpassungsfähigkeit: Sie passen sich gut an verschiedene Lebensumstände an, ob in einer Wohnung oder in einem Haus mit Garten.
    4. Sturheit: Möpse können manchmal stur sein, besonders beim Training. Du brauchst also manchmal mehrere Versuche ehe sie tun, was sie sollen.
    5. Gesundheitsprobleme: Aufgrund ihrer kurzen Schnauze leiden sie oft an Atemproblemen, und ihre großen Augen sind anfällig für Verletzungen.

    Chihuahua

    1. Loyalität: Chihuahuas sind extrem loyal gegenüber einer Person oder Familie und können manchmal übermäßig beschützend sein.
    2. Energie: Sie haben eine überraschende Menge an Energie und benötigen regelmäßige Bewegung, um glücklich und gesund zu bleiben.
    3. Selbstständigkeit: Im Gegensatz zum Mops sind Chihuahuas eher unabhängig und können manchmal distanziert sein.
    4. Launenhaftigkeit: Sie neigen dazu, stimmungsschwankend zu sein und können bei schlechter Sozialisierung zu Bellen neigen.
    5. Empfindlichkeit gegenüber Kälte: Ihre geringe Größe macht sie anfällig für Kälte, und sie benötigen oft Kleidung bei kühlerem Wetter.

    Hauptunterschiede

    Während der Mops und der Chihuahua beide kleine Hunde sind, unterscheiden sich ihre Temperamente deutlich.

    Der Mops, bekannt für seine freundliche und umgängliche Art, ist der ideale Begleiter für fast jeden Haushalt. Er ist anpassungsfähig und genießt die Gesellschaft seiner Menschen.

    Andererseits steht der Chihuahua für Energie und Loyalität, gepaart mit einer Prise Unabhängigkeit.

    Während der Mops sich leicht in das Familienleben integriert und geduldig mit Kindern ist, zeigt der Chihuahua oft eine stärkere Bindung zu einer einzelnen Person und ist Fremden gegenüber etwas misstrauischer.

    Die größte Herausforderung bei einem Mops liegt in seinen gesundheitlichen Problemen aufgrund seiner physischen Eigenschaften, während der Chihuahua eher durch sein temperamentvolles und manchmal launisches Verhalten herausfordert.

    Mops sitzt neben Chihuahua

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Mops zeigt oft eine charmante Mischung aus Verspieltheit und einem Hauch von Eigensinnigkeit.

    Möpse bringen eine gesunde Dosis Geduld in den Trainingsprozess mit, was für Besitzer, die sich in der Hundetraining-Welt noch nicht ganz zu Hause fühlen, ein echter Segen sein kann.

    Ihre Anpassungsfähigkeit und Wunsch, ihre Menschen zu erfreuen, machen sie zu ziemlich kooperativen Trainingspartnern, solange das Training kurz, interessant und positiv gestaltet wird.

    Sie sind vielleicht nicht die schnellsten Lerner, aber ihre Beständigkeit und Gelassenheit gleichen das aus.

    Auf der anderen Seite steht der Chihuahua. Dieser kleine Hund ist ein Bündel an Energie und Intelligenz, was ihn theoretisch zu einem guten Kandidaten fürs Training macht.

    Allerdings kann ihre eigensinnige und manchmal stürmische Art Herausforderungen mit sich bringen.

    Chihuahuas haben eine starke Persönlichkeit und benötigen einen klaren, konsequenten Trainingsansatz.

    Die Grüße des Hundes sollte nicht irreführend sein – Auch wenn der Chihuahua klein und unscheinbar erscheint, er benötigt eine Person die Erfahrung mit dem Hundetraining hat, um nicht zu einem kleinen Kläffer zu werden, der ständig seinen eigenen Kopf durchsetzen will!

    Ihre Loyalität zu einer bestimmten Person kann zusätzlich dazu führen, dass sie Befehle von anderen Familienmitgliedern ignorieren oder weniger schnell ausführen.

    Im Gesamtkontext aller Hunderassen fallen sowohl Mops als auch Chihuahua eher in die Kategorie der „moderat trainierbaren“ Hunde.

    Sie sind keine Border Collies oder Pudel, die als Wunderkinder der Hundewelt gelten, aber sie stehen auch nicht am unteren Ende der Trainierbarkeitsskala.

    Die Herausforderungen beim Training eines Mops liegen in seiner gelegentlichen Sturheit und seiner langsameren Lerngeschwindigkeit.

    Beim Chihuahua sind es eher seine Launenhaftigkeit und sein unabhängiges Wesen, die den Trainingsprozess komplizieren können.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Mops, mit seinem gemütlichen und anhänglichen Charakter, benötigt zwar regelmäßige Bewegung, aber in einem kleineren Umfang als viele andere Rassen.

    Eine halbe Stunde bis zu einer Stunde täglicher Spaziergänge, gepaart mit ein bisschen Spielzeug zu Hause, reicht in der Regel aus, um einen Mops körperlich und geistig zufrieden zu stellen.

    Sie genießen interaktive Spiele wie das Apportieren von Spielzeugen oder Versteckspiele, die sowohl ihren Körper als auch ihren Geist stimulieren.

    Der Chihuahua hingegen, obwohl klein in der Statur, verfügt über eine beträchtliche Menge an Energie und Neugier.

    Sie benötigen etwa eine Stunde bis anderthalb Stunden täglicher Aktivität, um wirklich ausgeglichen zu sein.

    Chihuahuas lieben Spiele, die ihre Intelligenz und Schnelligkeit herausfordern, wie zum Beispiel Agility-Training oder Suchspiele.

    Im direkten Vergleich benötigt der Chihuahua tendenziell etwas mehr mentale und körperliche Stimulation als der Mops.

    Während der Mops seine Zufriedenheit in ruhigeren Aktivitäten und der Nähe zu seinen Menschen findet, braucht der Chihuahua regelmäßige Herausforderungen und Abwechslung, um sein aktives Gemüt zu befriedigen.

    Zeichnung: Mops sitzt im Garten

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Der Mops, mit seinem ruhigen und freundlichen Wesen, eignet sich in der Regel sehr gut für das Zusammenleben mit Kindern aller Altersstufen.

    Seine Geduld und sein Bedürfnis nach menschlicher Nähe machen ihn zu einem idealen Begleiter für jüngere Kinder, die oft nach einem sanften und verspielten Freund suchen.

    Es ist jedoch wichtig, dass Kinder lernen, sanft mit ihm umzugehen, insbesondere wegen seiner empfindlichen Augen und seines kurzen Nasenbereichs.

    Der Chihuahua, obwohl er eine starke Bindung zu seiner Familie entwickeln kann, ist manchmal vorsichtiger im Umgang mit jüngeren Kindern.

    Seine kleinere Größe und manchmal temperamentvolle Natur erfordern ein behutsameres Herangehen, besonders bei sehr jungen Kindern, die noch lernen müssen, wie sie mit Haustieren umgehen sollten.

    Hier führt die Grobmotorik von Kleinkindern zusammen mit der kleinen und zerbrechlichen Statur des Hundes schnell zu Problemen.

    Ältere Kinder, die verstehen, wie man respektvoll und vorsichtig mit kleinen Hunden umgeht, können jedoch eine wunderbare Beziehung zu einem Chihuahua aufbauen.

    Aber natürlich ist in einer Familie auch nicht dauerhaft jeder Zuhause, weshalb die Hunde ab und an mal alleine sein müssen.

    Der Mops neigt dazu, eng an seine Menschen gebunden zu sein und kann unter Trennungsangst leiden, wenn er zu lange allein gelassen wird.

    Seine Liebe zur Gesellschaft macht ihn zu einem Hund, der am besten in einem Umfeld gedeiht, in dem regelmäßig jemand zu Hause ist.

    Der Chihuahua zeigt sich da gelassener, da er aufgrund seiner eigensinnigen Art auch gut alleine zurecht kommt und nicht ganz so anhänglich wie ein Mops ist.

    Er kann etwas besser damit umgehen, für kürzere Zeiträume allein zu sein, vorausgesetzt, er hat genügend Spielzeug und Beschäftigungsmöglichkeiten.

    Es ist jedoch logischerweise auch für Chihuahuas nicht ideal, über längere Zeiträume regelmäßig allein gelassen zu werden.

    Im Gesamtkontext aller Rassen betrachtet, zeigt der Mops eine hohe Familientauglichkeit, besonders in Haushalten mit Kindern und in Umgebungen, wo stets jemand zu Hause ist.

    Der Chihuahua passt gut in Familien mit älteren Kindern und ist etwas flexibler, wenn es um das Alleinsein geht, solange es sich nicht um lange Zeiträume handelt.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Mops oder Chihuahua?

    Der Mops ist bekannt für Anpassungsfähigkeit und Ruhe, was ihn zu einer guten Wahl für das Wohnen in einer Wohnung macht.

    Ihre relativ geringen Bewegungsbedürfnisse bedeuten, dass sie auch in einem kleineren Raum zufrieden sind, und ihr Bewegungsdrang mit den täglichen Spaziergängen abgedeckt ist.

    Außerdem neigt der Mops dazu, ein ziemlich ruhiger Begleiter zu sein der nicht viel bellt, was in dicht besiedelten Wohnungen mit dünnen Wänden von Vorteil ist.

    Allerdings reagieren Möpse empfindlich auf Hitze und neigen zum Hitzschlag, weshalb warme Dachgeschosswohnungen im Hochsommer nicht der ideale Aufenthaltsort für sie sind.

    Der Chihuahua, mit seiner kleinen Größe und seinem aktiven Temperament, passt ebenfalls gut in das Stadtleben.

    Seine Fähigkeit, sich in einer kleineren Wohnung zu bewegen, und seine Neigung zu aktiven Spielen machen ihn zu einem geeigneten Begleiter für Stadtbewohner.

    Chihuahuas können jedoch auf städtische Geräusche und Aktivitäten mit Bellen oder Nervosität reagieren. Daher ist es wichtig, sie frühzeitig an die Geräuschkulisse und die Vielfalt der Stadt zu gewöhnen, damit er nicht zu einem kleinen Kläffer wird.

    Beide Rassen kommen also grundsätzlich gut mit dem Leben in einer Wohnung und in der Stadt zurecht.

    Chihuahua Zeichnung

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Der Mops gilt oft als eine der anfängerfreundlichsten Rassen überhaupt.

    Sein ruhiges und umgängliches Wesen macht ihn zu einem idealen Begleiter für Menschen, die sich zum ersten Mal auf das Abenteuer Hundehaltung einlassen.

    Seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensumstände und seine allgemeine Gelassenheit helfen dabei, viele der üblichen Anfangsschwierigkeiten zu mildern, die bei anderen Rassen auftreten können.

    Darüber hinaus ist der Mops aufgrund seiner liebevollen und verspielten Natur relativ einfach zu motivieren und zu trainieren, was für Erstbesitzer oft eine große Erleichterung ist.

    Allerdings sollte man sich darüber bewusst sein, dass der Mops aufgrund seiner kurzen Nase und großen Ohren zu Gesundheitsproblemen neigt und man tendenziell öfter als mit anderen Hunden zum Tierarzt gehen muss – wer frühzeitig eine Hundekrankenversicherung abschließt, kann hier jedoch die Kosten eingrenzen.

    Der Chihuahua, obwohl klein und handlich, ist für Anfänger eine größere Herausforderung und wird leider oft unterschätzt.

    Seine lebhafte und manchmal sture Natur erfordert einen konsequent Trainingsansatz von einem erfahrenen Hundehalter, da der Chihuahua andernfalls dazu neigt, selbst die Kontrolle übernehmen zu wollen.

    Viele Menschen neigen dazu, aufgrund der geringen Größe des Hundes zu denken, dass er besonders einfach als Anfängerhund zu halten sei.

    Da er jedoch aufgrund seines Körpers sehr empfindlich auf seine Umwelt oder auf Kälte reagiert, sollte man devintiv wissen was man tut und der Chihuahua ist nicht die beste Wahl für einen Erstbesitzer.

    Im Vergleich zu anderen Hunderassen gelten sowohl Mops als auch Chihuahua als relativ anfängerfreundlich, wobei der Mops aufgrund seiner ausgeglichenen Natur und geringeren Trainingsherausforderungen als die deutlich bessere Wahl für Erstbesitzer angesehen wird.