Zum Inhalt springen
Home » Anschaffung & Welpen » Rottweiler oder Bullmastiff | Hunderassen Vergleich

Rottweiler oder Bullmastiff | Hunderassen Vergleich

    Rottweiler neben Bullmastiff

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumRottweilerBullmastiff
    UrsprungDeutschlandGroßbritannien
    Größe (Hündinnen/Rüden)56-68 cm / 61-69 cm61-66 cm / 64-68 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)35-48 kg / 50-60 kg45-54 kg / 50-59 kg
    FellfarbenSchwarz mit rostroten AbzeichenRehbraun, Rot, Gestromt, manchmal mit schwarzer Maske
    FellbeschaffenheitKurz, hart und dichtKurz, glatt und dicht
    Lebenserwartung8-10 Jahre8-10 Jahre
    TemperamentSelbstbewusst, Treu, AufmerksamSanftmütig, Loyal, Schutzorientiert
    TrainierbarkeitHochMittel
    AktivitätslevelHochMittel
    Verträglichkeit mit KindernGut, besser mit älteren KindernSehr gut, sanft mit Kindern
    Eignung für FamilienBedingt, braucht erfahrene HundebesitzerJa, aber braucht klare Führung und Sozialisierung
    AnfängerfreundlichkeitNiedrigMittel
    Vergleich Rottweiler vs. Bullmastiff

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Rottweiler

    • Loyalität und Schutzinstinkt: Rottweiler sind extrem loyal und schützen ihre Familie mit Leib und Seele. Manchmal denken sie zwar, sie wären kleine Schoßhündchen, aber es sind echte Kraftpakete!
    • Intelligenz: Diese Hunde sind richtig schlau. Sie lieben es, Aufgaben zu erledigen und neue Dinge zu lernen. Langeweile? Nicht mit einem Rottweiler!
    • Energie und Spieltrieb: Rottweiler haben eine Menge Energie und lieben es zu spielen. Sie brauchen viel Bewegung und geistige Beschäftigung.
    • Sturheit: Manchmal können sie ziemlich stur sein. Ein Rottweiler weiß genau, was er will – und manchmal ist das nicht das, was du willst!
    • Potenzielle Aggressivität: Wenn sie nicht richtig sozialisiert und erzogen werden, können sie aggressiv werden, besonders in Situationen die sie nicht kennen. Eine starke und konsequente Führung ist also superwichtig.

    Bullmastiff

    • Sanftmut und Gelassenheit: Bullmastiffs sind bekannt für ihre ruhige und gelassene Art. Sie sind die sanften Riesen unter den Hunden.
    • Schutzinstinkt: Sie sind ausgezeichnete Wachhunde und sehr beschützend gegenüber ihrer Familie. Ihre beeindruckende Statur reicht meist schon alleine aus, um Eindringlinge abzuschrecken.
    • Ruhig und Anpassungsfähig: Sie sind bekannt dafür, im Haus besonders ruhig und umgänglich zu sein. Ein Bullmastiff macht es sich gerne auf dem Sofa bequem!
    • Unabhängig: Diese Hunde sind ziemlich unabhängig und machen gerne mal ihr eigenes Ding. Sie brauchen zwar Liebe und Aufmerksamkeit, sind aber auch gut in der Lage, für ein paar Stunden alleine zu sein.
    • Gesundheitsprobleme: Leider neigen Bullmastiffs zu einigen Gesundheitsproblemen, besonders was ihre Gelenke und Atmung angeht.

    Hauptunterschiede

    Während beide Rassen einen starken Schutzinstinkt haben, ist der Rottweiler aktiver und hat mehr Energie. Der Bullmastiff hingegen ist in der Regel ruhiger und gelassener.

    Ein Rottweiler fordert dich geistig und körperlich heraus, während der Bullmastiff eher der ruhigere Begleiter ist.

    Der Rottweiler braucht jemand mit Erfahrung, der eine klare und konsequente Führung vorgeben kann, da er andernfalls zu Dominanz neigt.

    Ein Bullmastiff hingegen folgt dir gerne, macht aber auch sein eigenes Ding und ist nicht so menschenbezogen, wie du es beim Rottweiler hast.

    Rottweiler und Bullmastiff im Feld

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Der Rottweiler ist wie ein Schwamm, wenn es ums Lernen geht. Seine Intelligenz und sein Wunsch, zu gefallen, machen ihn zu einem Traum für erfahrene Hundebesitzer.

    Allerdings ist der Rottweiler auch bekannt für seinen starken Willen. Er testet gerne mal die Grenzen und schaut, wie weit er gehen kann.

    Also, wenn du nicht konsequent bist, dann wird er die Führung übernehmen – und das willst du sicherlich nicht! Daher stelle ich auch so heraus, dass du Erfahrung mit Hunden haben solltest.

    Wer nicht weiß, wie er einen Hund richtig erzieht, bekommt mit dem Rottweiler schnell ein Problemkind. Wer jedoch weiß was er tut, hat einen sehr gelehrigen Hund an der Hand.

    Bullmastiffs sind etwas entspannter als ihre Rottweiler-Kumpels. Sie sind zwar intelligent, aber haben jetzt auch nicht immer Lust genau das zu machen was du gerade verlangst.

    Sie sind so ein bisschen die Philosophen unter den Hunden – sie nehmen sich Zeit, über deine Anweisungen nachzudenken, bevor sie handeln. Geduld ist also gefragt!

    Bullmastiffs sind auch ziemlich sensibel. Zu harte Erziehungsmethoden? Die könnten sie verstimmen.

    Im Vergleich zu anderen Hunderassen liegen sowohl Rottweiler als auch Bullmastiffs irgendwo im Mittelfeld, was die Trainierbarkeit angeht. Nicht so anspruchsvoll wie ein Border Collie, aber auch nicht so selbstständig wie ein Afghanischer Windhund.

    Also, wer lässt sich besser trainieren? Generell ist der Rottweiler gelehriger, erfordert aber wie angesprochen auch mehr Erfahrung im Umgang mit Hunden. Für jemanden mit wenig oder gar keiner Erfahrung wird der Bullmastiff einfacher zu trainieren sein.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Rottweiler ist der Aktive von beiden. Dieser Hund ist wie ein Athlet – stark, ausdauernd und immer bereit für Action.

    Eine kurze Gassirunde um den Block? Das reicht ihm nicht. Rottweiler brauchen täglich eine gute Portion Bewegung und geistige Auslastung.

    Das bedeutet lange Spaziergänge, Joggen, Wandern, und natürlich Trainingseinheiten, die nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf fordern. Agility-Training? Suchspiele? Alles, was ihn fordert macht ihn glücklich und sollte regelmäßig auf dem Tagesprogramm stehen.

    Ein Bullmastiff hingegen ist eher der gemütliche Typ. Klar, Bewegung ist wichtig, aber er ist definitiv kein Marathonläufer. Ein Bullmastiff ist mit gemäßigten Spaziergängen und ein bisschen Spielen im Garten zufrieden.

    Er liebt es, Zeit mit seiner Familie zu verbringen und ist auch glücklich, wenn er einfach nur in deiner Nähe sein darf. Das heißt aber nicht, dass er den ganzen Tag nur faulenzen möchte – aber nach einer Runde Gassi legt er sich auch gerne mal in die Ecke und schläft.

    Ein Rottweiler schaut dich in der selben Situation wahrscheinlich eher nach dem Motto an „Und was machen wir jetzt?“

    Daher lässt sich sagen, dass der Rottweiler definitiv der Hund ist, der im Vergleich zum Bullmastiff mehr Beschäftigung braucht.

    Bullmastiff im Feld

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Man sieht es dem Rottweiler vielleicht nicht am Äußeren an, aber er ist ein echter Familienmensch, äh, Familienhund! Rottweiler bauen eine tiefe Bindung zu ihrer Familie auf und sind bekannt für ihre Loyalität.

    Aber Achtung: Ihre Kraft und Energie sollten nicht unterschätzt werden. Daher ist es wichtig, dass Kinder im Umgang mit Hunden geschult sind und die Eltern immer ein Auge darauf haben, wie Hund und Kinder miteinander interagieren.

    Rottweiler vertragen sich daher großartig mit älteren Kindern, können mit der Grobmotorik von Kleinkindern aber nicht viel anfangen.

    Ein Bullmastiff hingegen ist auch im Familienleben bekannt für seine Ruhe und Geduld, was ihn zu einem tollen Familienmitglied macht.

    Bullmastiffs sind in der Regel sehr verträglich mit Kindern aller Altersgruppen. Aber wie bei jedem großen Hund gilt auch hier: Manchmal vergessen sie ihre Größe und rempeln zu kleine Kinder auch mal um

    Was die Familientauglichkeit im Vergleich zu anderen Rassen betrifft, so stehen beide Rassen ziemlich gut da. Allerdings brauchen sie eine Familie, die versteht, wie man mit großen, starken Hunden umgeht.

    Und wie sieht es mit dem Alleinsein aus? Rottweiler sind ziemlich anhänglich und mögen es nicht, lange Zeit alleine zu sein. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

    Bullmastiffs sind in dieser Hinsicht etwas unkomplizierter. Sie kommen besser damit zurecht, für einige Stunden alleine zu sein, solange sie danach genügend Zeit mit ihrer Familie verbringen dürfen.

    Beide Hunde sind daher generell familientauglich, aber der Bullmastiff ist insgesamt ein bisschen anpassungsfähiger. Daher passt er besser in die meisten Familien. Wer jedoch aktiv ist und bereits ausreichend Hundeerfahrung hat, kann auch den Rottweiler zu einem guten Familienhund machen.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Rottweiler oder Bullmastiff?

    Rottweiler können in einer Wohnung leben, haben aber weiterhin ihren ausgeprägten Bewegungsdrang. Abseits deiner Arbeitszeiten wirst du also viel Zeit damit verbingen müssen, den Rottweiler auszulasten und unterwegs zu sein.

    Und denk dran, ein Rottweiler in der Stadt? Das bedeutet viel Training, damit er lernt, all die städtischen Reize – Menschen, Autos, andere Hunde – zu ignorieren oder sich zumindest nicht davon verunsichern zu lassen.

    Rottweiler müssen gut sozialisiert sein, um in der hektischen Stadtumgebung entspannt zu bleiben. Andernfalls kann er aggressives Verhalten entwickeln und wird dann schnell als der Klischee „Kampfhund“ abgestempelt.

    Obwohl Bullmastiffs größer als Rottweiler sind, passen sie überraschenderweise besser für das Leben in einer Wohnung. Trotz ihrer Größe sind sie in der Regel ziemlich entspannt und benötigt nicht ganz so viel Bewegung wie der Rottweiler.

    Die ruhige Art hilft ihnen, die Geräusche und das Chaos der Stadt zu tolerieren und sich nicht so leicht von den verschiedenen Situationen verunsichern zu lassen.

    Insgesamt ist der Bullmastiff aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit also der bessere Stadtbewohner. Ein Rottweiler braucht viel Training und Gewöhnung um in der Innenstadt zurecht zu kommen und lebt lieber in einer ländlichen Region oder der Vorstadt.

    Rottweiler sitzt in der Stadt

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Rottweiler sind vor allem bekannt für ihren starken Willen und ihre Energie. Sie benötigen konsequente Erziehung und eine klare Führung. Erstbesitzern fehlt hier schlichtweg die Erfahrung, um den Hund angemessen zu erziehen.

    Rottweiler sind für erfahrene Halter tolle Hunde, aber für Anfänger nicht zu empfehlen.

    Bullmastiffs sind im Vergleich zum Rottweiler etwas weniger anspruchsvoll. Sie sind zwar groß, aber in der Regel ruhig und umgänglich.

    Ihre gelassene Natur macht sie zu einer besseren Wahl für Erstbesitzer. Allerdings solltest du nicht vergessen, dass ihre Größe und Stärke ebenfalls Erfahrung im Umgang mit Hunden erfordert, besonders wenn es um soziale Interaktionen geht und du den Hund an der Leine kontrollieren musst.

    Beide Hunde sind daher keine guten Anfängerhunde. Im direkten Vergleich ist der Bullmastiff jedoch im Umgang und charakterlich die bessere Wahl und einfacher zu handhaben als ein Rottweiler.

    Auch bei einem Bullmastiff solltest du jedoch eine Hundeschule besuchen um den richtigen Umgang mit deinem Vierbeiner zu erlernen.

    Wer ist der bessere Wachhund: Rottweiler oder Bullmastiff?

    Rottweiler sind nicht nur körperlich beeindruckend, sondern auch extrem intelligent und aufmerksam. Sie haben ein natürliches Bedürfnis, ihr Territorium und ihre Familie zu beschützen.

    Ein Rottweiler ist sehr wachsam und erkennt potenzielle Bedrohungen sehr schnell. Sein Auftreten allein kann schon abschreckend wirken.

    Aber es ist nicht nur die Statur, die ihn zu einem guten Wachhund macht. Rottweiler sind auch sehr lernfähig und können für spezifische Schutzaufgaben trainiert werden. Sie sind aktiv und reagieren schnell, was ihn zu einem nahezu perfekten Wachhund macht.

    Der Bullmastiff wurde ursprünglich gezüchtet, um Wilderer auf englischem Adelsbesitz zu stellen, ohne sie zu verletzen. Das sagt schon einiges über ihre Fähigkeiten als Wachhunde aus.

    Der Bullmastiff ist weniger aktiv und reaktionsfreudig als der Rottweiler, aber er ist unglaublich imposant und hat eine starke Präsenz.

    Seine Strategie ist aber eher abschreckend zu wirken, als aktiv zu konfrontieren. Bullmastiffs sind sehr loyal und schützen ihr Zuhause und ihre Familie, neigen aber dazu, Situationen zuerst zu beobachten, bevor sie handeln.

    Beide Rassen sind also sehr gute Wachhunde. Der Rottweiler hat jedoch einen aktiveren Verteidigungsansatz, während der Bullmastiff sich in stärkerer Zurückhaltung übt.