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Rottweiler oder Cane Corso | Hunderassen Vergleich

    Cane Corso und Rottweiler Vergleich

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumRottweilerCane Corso
    UrsprungDeutschlandItalien
    Größe (Hündinnen/Rüden)56-68 cm / 61-69 cm58-66 cm / 62-70 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)35-48 kg / 50-60 kg40-45 kg / 45-50 kg
    FellfarbenSchwarz mit rostroten AbzeichenSchwarz, Bleigrau, Schiefergrau, Hellgrau, Rot
    FellbeschaffenheitKurz, hart und dichtKurz, glänzend und grob
    Lebenserwartung8-10 Jahre10-12 Jahre
    TemperamentSelbstbewusst, Treu, AufmerksamMutig, Ruhig, Selbstbewusst
    TrainierbarkeitHochMittel bis Hoch
    AktivitätslevelHochMittel
    Verträglichkeit mit KindernGut, besser mit älteren KindernGut, besser mit älteren Kindern und angemessener Führung
    Eignung für FamilienJa, braucht aber erfahrene HundebesitzerJa, ideal für Besitzer mit Hundeerfahrung
    AnfängerfreundlichkeitNiedrigNiedrig
    Vergleich Rottweiler vs. Cane Corso

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Rottweiler

    • Treue Gefährten: Rottweiler sind bekannt für ihre tiefe Verbundenheit und Treue zu ihrer Familie. Wenn du einmal ihr Herz gewonnen hast, hast du einen Freund fürs Leben.
    • Schutzinstinkt: Diese Rasse hat einen starken Schutztrieb. Das macht sie zu hervorragenden Wachhunden, bedeutet aber auch, dass sie eine konsequente und erfahrene Hand bei der Erziehung brauchen.
    • Kraft und Energie: Rottweiler sind kraftvolle Hunde, die viel Bewegung und mentale Stimulation benötigen. Ohne diese werden sie schnell unruhig oder sogar destruktiv.
    • Intelligenz: Sie sind ziemlich intelligent und lernwillig, was das Training erleichtert, aber auch bedeutet, dass sie sich schnell langweilen, wenn sie nicht gefordert werden.
    • Vorsicht bei Fremden: Rottweiler können Fremden gegenüber reserviert und misstrauisch sein. Es ist wichtig, sie schon früh zu sozialisieren, um sicherzustellen, dass sie an unbekannte Situationen gewöhnt sind und aggressives Verhalten verhindert werden kann.
    • Potenzielle Sturheit: Manchmal können sie auch eine sture Seite zeigen und versuchen, selbst die Oberhand zu gewinnen.

    Cane Corso

    • Schutztrieb: Ähnlich wie der Rottweiler, haben Cane Corsos einen starken Schutzinstinkt. Sie sind sehr wachsam und geben ausgezeichnete Wachhunde ab.
    • Anhänglichkeit: Sie bauen eine starke Bindung zu ihrer Familie auf und sind oft besonders eng mit einer bestimmten Person verbunden. Das macht sie hervorragend, wenn du dir einen Hund als Single halten willst.
    • Bedächtige Ruhe: Im Gegensatz zu manch anderen Rassen neigen Cane Corsos dazu, eher ruhig und bedächtig zu sein. Sie sind nicht übermäßig hyperaktiv.
    • Intelligenz und Trainierbarkeit: Sie sind intelligent und in der Regel gut trainierbar, benötigen aber eine klare und konsequente Führung.
    • Misstrauisch gegenüber Fremden: Sie können Fremden gegenüber misstrauisch sein, was eine frühzeitige und umfassende Sozialisierung erfordert um aggressives Verhalten zu verhindern.
    • Potenziell dominant: Ihre Größe und Stärke erfordern einen Besitzer, der Erfahrung mit großen Hunden hat und in der Lage ist, eine klare Hierarchie zu etablieren, da der Cane Corso andernfalls versucht, selbst die Situation zu kontrollieren.

    Hauptunterschiede

    Rottweiler und Cane Corso zeigen viele Gemeinsamkeiten in Aussehen und Wesen, besonders wenn es um ihren Schutztrieb und die tiefe Verbundenheit zu ihrer Familie geht.

    Der Rottweiler ist jedoch etwas energiegeladener und benötigt mehr physische und geistige Stimulation. Somit verursacht er den höheren Aufwand im täglichen Umgang und Alltag.

    Der Cane Corso hingegen tendiert zu einer ruhigeren, bedächtigeren Natur, was ihn zu einem entspannteren Begleiter macht.

    Allerdings ist seine Skepsis gegenüber Fremden oft stärker ausgeprägt als beim Rottweiler, was eine sorgfältige Sozialisierung noch wichtiger macht.

    Beide Rassen benötigen eine konsequente Erziehung und einen erfahrenen Halter, um ihr volles Potenzial zu entfalten und ihre Tendenz zu Aggression bei fremden Personen oder unbekannten Situationen zu steuern.

    Rottweiler und Cane Corso im Stadtpark

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Rottweiler sind wie Schwämme, wenn es ums Lernen geht. Sie haben einen hohen Intelligenzgrad und sind eifrig dabei, neue Kommandos zu lernen.

    Aber Vorsicht, ihre Intelligenz bedeutet auch, dass sie sich schnell langweilen, wenn das Training eintönig wird.

    Rottweiler lieben außerdem Herausforderungen und Aufgaben, bei denen sie ihre Köpfe einsetzen können. Sie sind wie Schachspieler unter den Hunden – immer bereit für den nächsten klugen Zug.

    Allerdings kann ihre Sturheit manchmal ein Hindernis sein. Du musst also einen Weg finden, das Training interessant und abwechslungsreich zu gestalten, um ihre Aufmerksamkeit zu halten.

    Der Cane Corso ist bekannt für seine Loyalität und das Bedürfnis, dem Besitzer zu gefallen. Das macht sie zu Schülern, die durchaus bereit sind, Anweisungen zu folgen.

    Dabei lernen sie neue Befehle aber deutlich langsamer als Rottweiler, aber was sie einmal gelernt haben, das sitzt!

    Beim Cane Corso kann es jedoch eine Herausforderung sein, ihre Aufmerksamkeit zu Beginn des Trainings zu gewinnen, besonders wenn sie noch junge Hunde sind.

    Ihre ruhigere und manchmal unabhängige Natur bedeutet, dass sie nicht immer sofort auf Kommandos reagieren und sich auch gerne mal denken: „Und warum genau sollte ich das jetzt machen?“

    Im Kontext aller Hunderassen betrachtet, sind sowohl Rottweiler als auch Cane Corsos im oberen Mittelfeld einzuordnen.

    Sie sind definitiv gelehriger als viele andere Rassen, erfordern aber auch mehr Geduld und Konsequenz im Training.

    Für einen durchschnittlichen Hundebesitzer, der einen vierbeinigen Freund für die Familie sucht, ist der Rottweiler wahrscheinlich ein bisschen leichter zu trainieren, einfach weil er schneller lernt und sehr motiviert ist, neue Dinge zu tun.

    Der Cane Corso, mit seiner ruhigeren Art, ist jedoch für einen entspannteren Lebensstil besser geeignet, sobald die grundlegenden Kommandos sitzen.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Rottweiler sind nicht umsonst so muskulös. Sie brauchen täglich eine ordentliche Portion Bewegung und geistige Herausforderungen. Eine Stunde intensives Gassi gehen oder Spielen ist da Minimum.

    Aber denk dran, Rottweiler sind nicht nur muskulös, sondern auch schlau. Sie lieben Aktivitäten, bei denen sie denken müssen. Agility-Training, Gehorsamsübungen oder auch Apportierspiele sind super, um sie körperlich und mental auszulasten.

    Diese Hunde blühen auf, wenn sie Aufgaben haben, bei denen sie sich so richtig ins Zeug legen können.

    Cane Corso sind zwar ebenfalls stark und muskulös, aber tendenziell etwas ruhiger als Rottweiler.

    Ihr Drang nach Bewegung ist nicht ganz so intensiv. Eine halbe Stunde bis 45 Minuten am Tag an körperlicher Aktivität kann schon ausreichen.

    Aber auch hier gilt: Unterschätze nicht ihren Bedarf an geistiger Stimulation. Auch der Cane Corso liebt es, wenn er gefordert wird, sei es durch Nasenarbeit oder andere Aufgaben.

    Wegen ihrer ruhigen Art sind sie zusätzlich oft gut in Disziplinen, die Geduld erfordern, wie etwa Fährtenarbeit.

    Wenn du also überlegst, welche Rasse mehr Beschäftigung braucht, würde ich sagen, der Rottweiler ist derjenige, der mehr Energie zu verbrennen hat. Er ist derjenige, der nach einem langen Spaziergang noch Lust auf eine Runde Tauziehen hat.

    Der Cane Corso hingegen ist nach einem gemütlichen, aber fordernden Spaziergang zufrieden und bereit für ein entspanntes Nickerchen.

    Besitzer mit Cane Corso im Training

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Zunächst zur Verträglichkeit mit Kindern: Beide Rassen können grundsätzlich in einem Haushalt mit Kindern passen.

    Rottweiler sind oft sehr liebevoll und beschützerisch gegenüber den Kindern in ihrer Familie. Sie können allerdings aufgrund ihrer Größe und Kraft ungestüm sein, deshalb passt dieser Hund eher zu Familien mit bereits etwas älteren Kindern.

    Ein gut sozialisierter und erzogener Rottweiler kann ein wunderbarer Spielgefährte für ältere Kinder sein.

    Cane Corsos hingegen sind von Natur aus etwas reservierter, aber dennoch können sie eine tiefe Bindung zu den Familienmitgliedern aufbauen. Auch hier ist die Größe und Kraft des Hundes zu beachten.

    Cane Corsos sind vielleicht nicht ganz so überschwänglich wie Rottweiler, aber ihre ruhige und manchmal eigenständige Art macht sie ebenfalls zu guten Gefährten für Familien mit etwas älteren Kindern, die verstehen, wie man sich einem großen Hund gegenüber verhält.

    Mit Kleinkindern kann aber auch der Cane Corso nicht viel anfangen.

    Rottweiler sind zusätzlich sehr menschenorientiert und können Trennungsangst entwickeln, wenn sie für längere Zeit alleine gelassen werden. Sie lieben es, Teil des täglichen Familienlebens zu sein und sollten nicht für lange Zeiträume allein zu Hause bleiben.

    Cane Corsos sind etwas unabhängiger als Rottweiler, daher vertragen sie es einfacher, wenn du regelmäßig für die Arbeit außer Haus bist.

    Insgesamt, wenn man alle Hunderassen betrachtet, sind sowohl Rottweiler als auch Cane Corsos mäßig familientauglich. Sie können sich an eine Familie anpassen, sind jedoch nicht die ausgesprochenen Kuschelhunde, und daher keine „typischen“ Familienhunde.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Rottweiler oder Cane Corso?

    Rottweiler sind bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit, was ein Pluspunkt ist, wenn du in einer Wohnung lebst.

    Sie können in einer kleineren Wohnung leben, solange sie genügend Bewegung und mentale Stimulation bekommen.

    Allerdings sind Rottweiler sehr wachsam und können auf Stadtlärm, wie Hupen, Türklingeln oder laute Menschen, mit Bellen reagieren.

    Auch ihre Energie und Spielfreude müssen in Einklang mit den begrenzten Platzverhältnissen gebracht werden. Es ist also wichtig, dass sie regelmäßig rauskommen und sich austoben können.

    Cane Corso sind wie bereits erwähnt sehr ruhig und gelassen. Sie sind weniger leicht durch Lärm oder Bewegung in der Umgebung abgelenkt.

    Aufgrund ihrer Größe nehmen sie in einer kleinen Wohnung recht viel Platz ein, was aber eher für dich als Mensch und nicht unbedingt für den Hund eine große Anpassung bedeutet.

    Der Cane Corso hat aber auf jeden Fall kein Problem damit auch mal entspannt in der Ecke zu liegen und ein Nickerchen zu machen.

    Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass beide Rassen in einer städtischen Umgebung gehalten werden können. Im direkten Vergleich ist der Cane Corso jedoch etwas flexibler, wenn der Wohnraum eher begrenzt ist.

    Rottweiler sitzt in der Stadt

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Beide Rassen sind groß, kraftvoll und haben ihre eigenen, speziellen Bedürfnisse. Sie sind nicht unbedingt die ersten Hunderassen, die man empfehlen würde, wenn es um Anfängerfreundlichkeit geht.

    Der Rottweiler ist ein intelligenter, energiegeladener Hund, der eine konsequente Erziehung und viel Bewegung braucht.

    Sein Schutztrieb und seine Kraft erfordern einen Besitzer, der weiß, wie man Autorität ausstrahlt, ohne hart zu sein.

    Rottweiler können stur sein, aber ihre Intelligenz und Lernbereitschaft können auch Vorteile sein, wenn sie richtig genutzt werden.

    Insgesamt sind Rottweiler für Hundeanfänger eine ziemliche Herausforderung, vor allem, wenn es an Erfahrung in der Hundeerziehung fehlt.

    Der Cane Corso, auf der anderen Seite, ist zwar auch ein großer und kraftvoller Hund, aber er neigt dazu, ein bisschen ruhiger und gelassener als der Rottweiler zu sein.

    Diese Rasse braucht aber ebenfalls eine feste Hand in der Erziehung und ausreichend Bewegung.

    Ihre zurückhaltende Art kann jedoch Anfängern das Gefühl geben, ein wenig mehr Kontrolle zu haben.

    Trotzdem sollte nicht unterschätzt werden, dass auch Cane Corsos eine starke Führung und klare Grenzen benötigen.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen würde ich sagen, dass sowohl Rottweiler als auch Cane Corsos eher nicht anfängerfreundlich sind.

    Sie sind großartige Hunde für erfahrene Hundebesitzer, die die Zeit und das Engagement für Training und Erziehung aufbringen können.

    Für Anfänger gibt es andere Rassen, die etwas einfacher zu handhaben sind, vor allem in Bezug auf Größe, Trainingsanforderungen und Temperament.

    Wenn du jedoch dein Herz an einen Rottweiler oder Cane Corso verloren hast und ein Anfänger bist, wäre es ratsam, professionelle Hilfe bei der Erziehung zu suchen und dich regelmäßig in einer Hundeschule beraten zu lassen, wie du korrekt mit deinem Hund umgehst.

    Dort hast du dann auch einen Ansprechpartner für spezifische Fragen, die dir während der Haltung auffallen.

    Wer ist der bessere Wachhund?

    Rottweiler haben einen natürlichen Schutztrieb und sind sehr territorial. Sie sind bekannt dafür, dass sie ihr Zuhause und ihre Familie mit Entschlossenheit und Mut verteidigen.

    Rottweiler sind aufmerksam und wachsam, was bedeutet, dass sie schnell auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Sie sind auch lautstarke Hunde, die nicht zögern, zu bellen, wenn sie etwas Verdächtiges bemerken.

    Ihre imposante Erscheinung allein kann zudem schon abschreckend wirken. Das macht sie zu hervorragenden Wachhunden, besonders wenn sie richtig trainiert und sozialisiert werden.

    Aber auch der Cane Corso ist von Natur aus Wächter und haben eine tiefe Bindung zu ihrer Familie.

    Sie sind etwas ruhiger und zurückhaltender als Rottweiler, aber das bedeutet nicht, dass sie weniger effektiv sind. Cane Corsos sind sehr intuitiv und können potenzielle Bedrohungen gut einschätzen.

    Sie sind weniger geneigt, ohne Grund zu bellen, was bedeutet, dass, wenn ein Cane Corso bellt, es oft einen triftigen Grund gibt. Ihre Größe und ihr kraftvolles Aussehen sind ebenfalls sehr abschreckend.

    Daher sind beide Rassen hervorragende Wachhunde, die ein Grundstück angemessen beschützen können. Der Cane Corso ist lediglich etwas weniger bellfreudig als der Rottweiler.


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