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Rottweiler oder Labrador: Hunderassen im Vergleich

    Rottweiler und Labrador sitzen nebeneinander

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumRottweilerLabrador
    UrsprungDeutschlandKanada
    Größe (Hündinnen/Rüden)56-68 cm / 61-69 cm54-56 cm / 56-57 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)35-48 kg / 50-60 kg25-32 kg / 29-36 kg
    FellfarbenSchwarz mit rostroten AbzeichenSchwarz, Gelb, Schokoladenbraun
    FellbeschaffenheitKurz, hart und dichtKurz, dicht, wasserabweisend
    Lebenserwartung8-10 Jahre10-12 Jahre
    TemperamentSelbstbewusst, Treu, AufmerksamFreundlich, Verspielt, Sanft
    TrainierbarkeitHochSehr Hoch
    AktivitätslevelHochHoch
    Verträglichkeit mit KindernGut, besser mit älteren KindernSehr gut
    Eignung für FamilienBedingt, braucht erfahrene HundebesitzerJa, ideal für Familien
    AnfängerfreundlichkeitNiedrigHoch
    Vergleich Rottweiler vs Labrador

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Rottweiler

    • Loyalität und Schutzinstinkt: Rottweiler sind für ihre tiefe Loyalität bekannt. Sie sind sehr anhänglich an ihre Familie und können sich zu ausgezeichneten Wachhunden entwickeln. Ihr starker Schutzinstinkt macht sie jedoch auch misstrauisch gegenüber Fremden, was eine gründliche Sozialisierung und Training erfordert.
    • Hohe Intelligenz: Diese Hunde sind sehr intelligent und lernen schnell. Sie reagieren gut auf konsequentes Training, was sie zu guten Kandidaten für Gehorsamkeitstraining und sogar für Arbeitsaufgaben macht.
    • Stärke und Dominanz: Ihre körperliche Kraft ist unbestreitbar, und sie können in manchen Situationen dominantes Verhalten zeigen. Das bedeutet, sie brauchen einen erfahrenen Besitzer, der klare Führung und Grenzen setzt und weiß, wie man mit so einem Hund richtig umgeht.
    • Potenzielle Aggressivität: Ohne richtige Sozialisierung und Training können Rottweiler aggressives Verhalten entwickeln, besonders gegenüber anderen Hunden. Dies liegt an ihrem Schutztrieb und starken territorialem Verhalten. Sie müssen lernen, wie man sich in verschiedenen sozialen Situationen verhält.

    Labrador Retriever

    • Freundlichkeit und Geselligkeit: Labradore sind bekannt für ihre freundliche und aufgeschlossene Art. Sie kommen in der Regel gut mit Menschen und anderen Tieren aus und sind daher hervorragende Familienhunde.
    • Energie und Verspieltheit: Sie sind sehr energiegeladen und lieben es zu spielen. Diese Rasse benötigt viel Bewegung und geistige Anregung, um glücklich zu sein.
    • Geduld und Sanftmut: Labradore sind geduldig und sanft, was sie zu idealen Begleitern für Kinder macht. Sie zeigen selten aggressives Verhalten und sind fast immer fröhlich gelaunt.
    • Sturheit und Übermut: Manchmal können Labradore stur sein, besonders wenn sie nicht richtig trainiert werden und man ihnen aufgrund der süßen Art zu viel durchgehen lässt. Ihr Übermut und ihre Energie können zudem manchmal überwältigend sein, besonders in jungen Jahren.

    Hauptunterschiede

    Während Rottweiler und Labradore beide intelligente und lernwillige Hunde sind, liegen ihre Hauptunterschiede in ihrem Temperament und ihrem Umgang mit Menschen.

    Rottweiler sind wachsam und beschützend, neigen aber ohne angemessene Führung und Sozialisierung zu dominanter oder sogar aggressiver Verhaltensweise.

    Im Gegensatz dazu sind Labradore von Natur aus freundlich und gesellig, was sie zu idealen Begleitern für Familien und verschiedene soziale Situationen macht.

    Ihre Energie und Verspieltheit stehen im Kontrast zu der ernsteren und wachsameren Natur der Rottweiler.

    In Bezug auf Training und Sozialisation bedürfen beide Rassen konsequenter Erziehung, wobei der Rottweiler definitiv einen Halter mit mehr Erfahrung braucht, um sein starkes Schutzverhalten richtig zu managen.

    Rottweiler und Labrador sitzen im Park

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Labradore sind die Kumpeltypen in der Hundewelt, immer bereit für ein Spiel und stets darauf bedacht, ihren Menschen zu gefallen. Diese Eigenschaft macht sie zu echten Musterschülern beim Training.

    Sie lieben es, Aufgaben zu lösen und dafür gelobt zu werden. Kommandos wie Sitz, Platz und Bleib klappen bei Labradoren meist wie ein Kinderspiel.

    Aber lass dich nicht von ihrer Liebenswürdigkeit täuschen. Ihre verspielte und manchmal stürmische Art kann das Training auch mal zur Geduldsprobe machen.

    Ein Labradorwelpe, der gerade entdeckt hat, wie spannend die Welt ist, kann schon mal vergessen, dass er gerade lernt und nicht auf Schmetterlingsjagd ist.

    Rottweiler sind Arbeitshunde durch und durch. Sie packen Aufgaben an, als gäbe es kein Morgen.

    Diese Ernsthaftigkeit ist ein Segen fürs Training. Sie saugen Kommandos auf wie ein Schwamm und haben eine beeindruckende Konzentrationsfähigkeit.

    Klingt nach dem perfekten Schüler, oder? Leider gibt es da einen Haken. Rottweiler sind nicht nur klug, sondern auch sehr selbstbewusst.

    Sie brauchen daher einen Trainer, der klar, konsequent und selbstsicher ist. Ein unsicheres „Sitz“ wird eher mit einem skeptischen Blick quittiert als mit Gehorsam.

    Im Vergleich zu anderen Rassen liegen sowohl Labradore als auch Rottweiler im oberen Bereich der Trainierbarkeit.

    Für einen durchschnittlichen Hundebesitzer, der einen treuen Familienhund sucht, ist der Labrador die bessere Wahl. Er verzeiht mal einen inkonsequenten Tag und beantwortet deine Versuche, ihm etwas beizubringen, meist mit freudiger Kooperation.

    Beim Rottweiler hingegen musst du von Anfang an die Führungsrolle übernehmen und konsequent bleiben. Das kann besonders für Ersthundebesitzer eine Herausforderung sein.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Der Rottweiler ist ein kraftvoller, intelligenter Hund, der sowohl körperlich als auch mental gefordert werden möchte.

    Ein Rottweiler ist nicht nur mit einem flotten Spaziergang zufrieden. Er braucht Aktivitäten, die ihn fordern und seine Intelligenz anregen.

    Denk an anspruchsvolle Spiele wie Verstecken oder Suchspiele, bei denen er seine Nase einsetzen kann. Übungen, die Gehorsam und Geschicklichkeit kombinieren, sind ideal.

    In Sachen Zeit solltest du mindestens eine Stunde pro Tag für intensives Training einplanen, zusätzlich zu den normalen Spaziergängen.

    Aber Achtung: Rottweiler neigen dazu, sich zu überarbeiten, wenn man sie lässt. Es ist also wichtig, dass auch Ruhephasen eingeplant werden.

    Labradore sind wahre Athleten und brauchen ebenfalls viel Bewegung. Lange Spaziergänge, Joggingrunden oder ausgelassene Spiele im Freien stehen hier auf dem Programm.

    Ein Labrador liebt aufgrund seiner Herkunft außerdem Wasser – Schwimmen ist also eine super Aktivität, um ihn auszulasten. Aber er springt auch im Winter und bei Minusgraden ins kalte Nass, also musst du aufpassen, dass die Liebe zum Wasser nicht überhand nimmt.

    Mental sind Labradore zwar auch anspruchsvoll, aber nicht ganz so intensiv wie Rottweiler. Sie lieben es, Aufgaben zu erfüllen und zu apportieren. Für sie eignen sich daher Spiele, die sie zum Laufen und Nachdenken bringen.

    Auch für Labradore solltest du mindestens eine Stunde aktive Beschäftigung pro Tag einplanen, zusätzlich zu den Gassirunden.

    Labrador Zeichnung

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Labradore sind fast wie geschaffen für das Familienleben. Ihre natürliche Freundlichkeit und Geduld machen sie zu idealen Gefährten für Kinder aller Altersstufen.

    Sie sind robust genug, um das wilde Spiel älterer Kinder mitzumachen, aber auch sanft genug, um vorsichtig mit den Kleinsten umzugehen.

    Labradore sind in der Hundewelt bekannt dafür, dass sie gutmütig und tolerant sind, was sie zu einer beliebten Wahl für Familien macht.

    Rottweiler, auf der anderen Seite, sind etwas komplexer, wenn es um Kinder geht. Sie sind loyal und beschützend gegenüber ihrer Familie, was sie zu guten Begleitern macht.

    Allerdings brauchen sie eine klare Führung und Grenzen. Bei jüngeren Kindern, die noch nicht gelernt haben, wie man respektvoll mit Tieren umgeht, kann ein Rottweiler schnell überfordert sein.

    Daher eignen sie sich besser für Familien mit älteren Kindern, die verstehen, wie man sich gegenüber einem großen, kräftigen Hund verhält.

    Doch man ist im Familienleben ja nicht immer nur daheim und auch mal auf Arbeit oder die Kinder in der Schule.

    Labradore sind sehr gesellige Tiere und lieben die Gesellschaft ihrer Menschen. Sie können es zwar aushalten, einige Stunden alleine zu sein, aber sie blühen wirklich auf, wenn sie Teil des Familienlebens sind.

    Zu lange alleine gelassen, könnten sie aus Langeweile oder Einsamkeit unerwünschtes Verhalten entwickeln und deine Wohnungseinrichtung zerlegen.

    Rottweiler sind in dieser Hinsicht etwas unabhängiger. Sie können besser alleine bleiben, vorausgesetzt, sie sind gut trainiert und haben genug geistige und körperliche Beschäftigung.

    Insgesamt ist der Labrador der unkomplizierte, verspielte Familienhund, während der Rottweiler etwas mehr Erfahrung und Führung benötigt, aber ein loyaler und beschützender Begleiter sein kann.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Rottweiler oder Labrador?

    Ein Labrador ist bekannt für sein Anpassungsfähigkeit und freundliches Wesen, was ihn zu einem guten Kandidaten für das Leben in der Stadt macht.

    Sie kommen in der Regel gut mit den vielen neuen Eindrücken und Geräuschen zurecht, die das Stadtleben mit sich bringt.

    Ihre soziale Natur hilft ihnen dabei, freundlich auf Menschen und andere Hunde zu reagieren, was in einer städtischen Umgebung mit engen Nachbarschaften und häufigen Begegnungen auf der Straße ein großer Vorteil ist.

    Allerdings darf man nicht vergessen, dass Labradore ziemlich energiegeladen sind. Sie brauchen ausreichend Bewegung und geistige Anregung.

    Daher sollte deine Wohnung nicht ganz klein sein und der Hund immer genügend Platz haben um ein bisschen toben und spielen zu können.

    Rottweiler sind für ihre Wachsamkeit und ihr Schutzverhalten bekannt. In einer städtischen Umgebung kann dies zu einem Problem werden, insbesondere wenn der Hund ständig auf Geräusche und Bewegungen außerhalb der Wohnung reagiert.

    Rottweiler können aber in einer Wohnung leben, vorausgesetzt, sie erhalten ausreichend Bewegung und Training.

    Sie sind jedoch in der Regel weniger anpassungsfähig als Labradore, was die städtische Umgebung betrifft. Ihr angeborenes Misstrauen gegenüber Fremden und anderen Hunden ist in diesem Fall ein zusätzliches Problem.

    Im direkten Vergleich eignet sich der Labrador daher besser für das Leben in einer Stadt und in einer Wohnung.

    Ihre Anpassungsfähigkeit, freundliche Art und die Fähigkeit, mit städtischen Reizen umzugehen, geben ihnen einen großen Vorteil. Rottweiler hingegen können zwar auch in der Stadt leben, sind aber von den vielen Reizen einer Stadt schneller überfordert.

    Rottweiler sitzt in der Stadt

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Der Labrador ist oft die erste Wahl für Hundeanfänger und eignen sich perfekt, wenn du noch keine oder nur wenig Erfahrung mit einem Hund hast. Warum? Nun, sie sind die Allrounder in der Hundewelt – freundlich, geduldig und ziemlich unkompliziert im Umgang.

    Ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Wunsch, zu gefallen, machen das Training oft zu einem angenehmen Erlebnis.

    Sie sind in der Regel gutmütig, was bedeutet, dass sie kleine Fehler im Training oder in der Erziehung eher verzeihen.

    Ein weiterer Pluspunkt ist ihre Sozialverträglichkeit – Labradore kommen oft gut mit anderen Hunden und Menschen aus, was das Leben für Hundeanfänger einfacher macht.

    Der Rottweiler auf der anderen Seite ist bei weitem nicht so anfängerfreundlich.

    Sie sind kraftvoll, intelligent und manchmal auch ziemlich eigensinnig. Rottweiler brauchen eine klare, konsequente Führung und regelmäßiges Training. Ohne diese Grundlagen können sie dominantes oder schützendes Verhalten entwickeln.

    Für einen Anfänger ist es nicht einfach, mit diesen Eigenarten umzugehen, besonders wenn man noch keine Erfahrung mit Hunden hat und weiß, wie man sich am besten in bestimmten Situationen verhält.

    In der Gesamtschau aller Hunderassen liegen Labradore ziemlich weit vorn in Sachen Anfängerfreundlichkeit. Sie sind tolerant, lernfreudig und umgänglich, was sie zu idealen ersten Hunden macht.

    Rottweiler hingegen, obwohl wundervolle und treue Gefährten, sind eher für erfahrene Hundebesitzer geeignet, die die nötige Zeit und Energie in Training und Sozialisation investieren können.

    Kurz gesagt, für einen Hundeanfänger wäre ein Labrador die bessere Wahl.

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    Wer ist der bessere Wachhund?

    Der Rottweiler ist in dieser Hinsicht ein Naturtalent. Ursprünglich als Hüte- und Schutzhunde eingesetzt, haben sie ein tief verwurzeltes Schutzinstinkt.

    Sie sind von Natur aus wachsam und haben eine beeindruckende Präsenz – ihr bloßes Aussehen kann schon abschreckend wirken.

    Rottweiler sind nicht nur stark und mutig, sondern auch sehr loyal gegenüber ihrer Familie. Sie können lernen, Gefahren zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

    Allerdings ist es wichtig, dass Rottweiler richtig trainiert und sozialisiert werden, damit ihr Schutzverhalten kontrolliert und angemessen eingesetzt wird.

    Der Labrador hingegen ist der freundliche Nachbar unter den Hunden. Sie sind bekannt für ihre aufgeschlossene Art, was sie eher zu einem Kuschelmonster als einem Wachhund macht.

    Labradore bellen zwar, wenn sie etwas Ungewöhnliches bemerken, aber sie neigen dazu, Fremde eher mit einem wedelnden Schwanz zu begrüßen als mit Misstrauen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Geselligkeit und Freundschaft, nicht auf Schutz und Verteidigung.

    In der direkten Gegenüberstellung ist der Rottweiler also der deutlich bessere Wachhund. Er hat die natürlichen Eigenschaften und das Temperament, um ein effektiver Beschützer zu sein.

    Der Labrador hingegen würde in einer Wachhund-Rolle wahrscheinlich eher mit einem freundlichen „Hallo“ als mit einem einschüchternden Knurren reagieren.