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Rottweiler oder Pitbull | Vergleich der beiden Hunderassen

    Rottweiler sitzt neben Pitbull

    Vergleich auf einen Blick

    KriteriumRottweilerPitbull
    UrsprungDeutschlandUrsprünglich in Großbritannien gezüchtet
    Größe (Hündinnen/Rüden)56-68 cm / 61-69 cm43-53 cm / 45-56 cm
    Gewicht (Hündinnen/Rüden)35-48 kg / 50-60 kg14-27 kg / 16-30 kg
    FellfarbenSchwarz mit rostroten AbzeichenSehr vielfältig, von einfarbig bis gestromt und gescheckt
    FellbeschaffenheitKurz, hart und dichtKurz, glatt und fest
    Lebenserwartung8-10 Jahre12-16 Jahre
    TemperamentSelbstbewusst, Treu, AufmerksamFreundlich, Zuverlässig, Mutig
    TrainierbarkeitHochHoch
    AktivitätslevelHochSehr Hoch
    Verträglichkeit mit KindernGut, besser mit älteren KindernSehr gut, wenn richtig sozialisiert
    Eignung für FamilienJa, braucht aber erfahrene HundebesitzerJa, braucht aber erfahrene Hundebesitzer
    AnfängerfreundlichkeitNiedrigNiedrig
    Rottweiler vs. Pitbull Vergleichstabelle

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Rottweiler

    • Treue und Schutzinstinkt: Der Rottweiler ist bekannt für seine tiefe Treue und seinen starken Schutzinstinkt. Diese Hunde binden sich eng an ihre Familie und sind oft besonders wachsam, wenn es um die Sicherheit ihrer Liebsten geht. Das bedeutet aber auch, dass dieser Schutztrieb eine verantwortungsvolle Erziehung erfordert, um sicherzustellen, dass er angemessen kanalisiert wird und nicht in Aggression umschlägt.
    • Intelligenz und Trainierbarkeit: Diese Rasse ist ziemlich intelligent und lernt schnell. Aber Achtung: Ohne die richtige Führung und Beschäftigung können sie recht eigensinnig oder sogar destruktiv werden.
    • Kraft und Energie: Rottweiler besitzen eine beeindruckende körperliche Stärke. Sie benötigen ausreichend Bewegung und geistige Stimulation. Mangel an Bewegung und Aufgaben kann zu Verhaltensproblemen führen.
    • Reserviertheit gegenüber Fremden: Während Rottweiler in der Regel ihrer Familie gegenüber sehr liebevoll sind, sind sie Fremden gegenüber eher reserviert oder misstrauisch eingestellt. Frühe Sozialisierung ist daher sehr wichtig, um sicherzustellen, dass sie lernen, freundlich und ruhig auf neue Menschen und Situationen zu reagieren.

    Pitbull

    • Freundlichkeit und Sozialität: Pitbulls sind oft sehr freundlich und lieben es, in der Nähe von Menschen zu sein. Sie sind in der Regel eher verspielt und sind auch gerne in Gesellschaft von Kindern, wenn sie richtig sozialisiert sind.
    • Energie und Spieltrieb: Diese Hunde haben viel Energie und benötigen viel Bewegung. Langeweile und mangelnde Aktivität können bei ihnen schnell zu destruktivem Verhalten führen.
    • Starkes Bedürfnis nach menschlicher Interaktion: Pitbulls sind sehr menschenorientiert und lieben es, Teil der Familie zu sein. Daher entwickeln sie schnell Probleme, wenn sie für längere Zeit allein gelassen werden.
    • Sturheit: Pitbulls können manchmal recht stur sein, weshalb du auch für diese Hunde Geduld, Kosequenz und ein gutes Stück Hundeerfahrung mitbringen solltest.

    Hauptunterschiede

    Rottweiler sind im Allgemeinen reservierter und wachsamer gegenüber Fremden, was sie zu ausgezeichneten Wachhunden macht. Ihr Schutzinstinkt ist stark, und sie neigen dazu, eine enge Bindung zu ihrer Familie zu entwickeln.

    Pitbulls hingegen sind oft extrovertierter und freundlicher gegenüber Fremden und anderen Tieren, wenn sie richtig sozialisiert sind. Sie haben ein starkes Bedürfnis nach menschlicher Interaktion und neigen dazu, weniger zurückhaltend zu sein.

    Energie haben beide Rassen in etwa gleich viel, aber Pitbulls zeigen oft eine größere Verspieltheit und Ausdauer.

    Beide Rassen erfordern eine verantwortungsvolle Erziehung, Erfahrung im Umgang mit Hunden und eine gute Sozialisierung, um ihre besten Eigenschaften hervorzuheben und potenzielle Probleme mit Aggression zu verhindern.

    Rottweiler und Pitbull vor Einfamilienhaus

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Rottweiler sind wie ein Schwamm, wenn es ums Lernen geht – sie saugen alles auf! Ihre Intelligenz ist echt beeindruckend. Aber sie haben auch ihren eigenen Kopf.

    Manchmal denkst du, du hast einen vierbeinigen Einstein zu Hause, und dann – zack! – zeigt er dir, dass er auch ganz schön stur sein kann.

    Das bedeutet, du brauchst ein gutes Händchen, um einen Rottweiler zu trainieren. Sie brauchen klare Anweisungen und eine gewisse Konsequenz. Aber keine Sorge, sie wollen gefallen und sind eifrig dabei, wenn sie merken, dass du der Boss bist.

    Pitbulls sind wahre Energiebündel und haben eine Menge Liebe zu geben. Sie sind super verspielt und manchmal fast ein bisschen zu enthusiastisch.

    Das kann beim Training manchmal ein Problem werden. Stell dir vor, du versuchst, einem kleinen, überdrehten Kind beizubringen, still zu sitzen – so ähnlich ist es manchmal mit einem Pitbull.

    Sie sind jedoch auch ziemlich clever und lernen schnell, besonders wenn das Training spaßig und abwechslungsreich gestaltet ist.

    Ihre größte Stärke? Sie wollen immer gefallen! Das heißt, wenn sie merken, dass du happy bist, wenn sie etwas richtig machen, dann geben sie richtig Gas.

    Wenn du diese beiden Rassen mit anderen Hunden vergleichst, liegen sie irgendwo im mittleren bis hohen Bereich, was die Trainierbarkeit angeht.

    Weder der Rottweiler noch der Pitbull sind Anfängerhunde, aber mit etwas Erfahrung und dem richtigen Ansatz, kannst du mit beiden großartige Erfolge erzielen.

    Wichtig ist, dass du ihre Persönlichkeit verstehst und dich darauf einstellst. Ein Rottweiler braucht eine feste, aber faire Hand, während ein Pitbull am besten auf eine spielerische und positive Herangehensweise anspringt.

    Die größte Herausforderung? Bei beiden Rassen ist es die Energie und die manchmal aufkommende Sturheit. Aber lass dich davon nicht abschrecken, beide Hunde kann man dennoch ziemlich gut trainieren.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Welche Rasse braucht mehr Beschäftigung?

    Rottweiler sind nicht nur körperlich stark, sondern auch mental ziemlich fit. Sie brauchen eine gute Mischung aus körperlicher Betätigung und geistiger Förderung.

    Ein täglicher Spaziergang? Klar, aber das reicht bei Weitem nicht aus. Rottweiler lieben Herausforderungen wie Gehorsamkeitstraining, Ziehen von Gewichten oder Agility. Außerdem sind sie super in Spielen, die ihre Intelligenz fordern, wie Suchspiele oder interaktive Rätsel.

    Etwa 1 bis 2 Stunden am Tag solltest du für ihre körperliche und geistige Auslastung einplanen.

    Pitbulls strotzen nur so vor Energie und brauchen daher recht viel Bewegung. Lange Spaziergänge, Laufen oder energiegeladene Spiele wie Frisbee oder Ballspiele sind genau ihr Ding.

    Aber vergiss nicht, dass auch Pitbulls geistig gefordert werden wollen. Trainingseinheiten, bei denen sie Tricks oder Kommandos lernen, sind ideal. Rechne auch hier mit etwa 1 bis 2 Stunden täglicher Beschäftigung.

    Beide Rassen sind also ziemlich anspruchsvoll, wenn es um ihre tägliche Dosis Aktivität geht. Während Rottweiler aber oft mehr Spaß an strukturierten Aktivitäten und Aufgaben haben, die ihre Intelligenz und Kraft fordern, sind Pitbulls die geborenen Athleten, die in dynamischen, actionreichen Spielen aufblühen.

    Insgesamt brauchen beide Rassen also eine ordentliche Portion Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig.

    Pitbull mit Stöckchen im Wald

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Rottweiler haben ein Herz aus Gold, besonders wenn sie Teil einer Familie sind. Sie sind bekannt für ihre Loyalität und ihren Schutzinstinkt.

    Aber Rottweiler sind am besten in Familien mit etwas älteren Kindern aufgehoben. Warum? Nun, sie sind ziemlich groß und stark, und manchmal wissen sie nicht ganz, wie kräftig sie sind.

    Für Familien mit kleinen Kindern kann das manchmal zu viel sein. Außerdem sind Rottweiler manchmal ein wenig reserviert und brauchen eine klare Führung. Das ist im hektischen Familienalltag mit Kleinkindern schnell sehr belastend.

    In puncto Alleinsein: Ein gut erzogener, ausgelasteter Rottweiler kann schon mal ein paar Stunden alleine zu Hause bleiben und kommt damit klar, wenn du auf Arbeit oder beim Einkaufen bist.

    Pitbulls sind – entgegen dem öffentlichen Bild des „Kampfhunds“ – oft sehr freundlich und liebevoll. Ihre Verspieltheit und ihr Drang nach menschlicher Nähe machen sie zu tollen Familienhunden.

    Sie kommen in der Regel gut mit Kindern aller Altersgruppen aus, vorausgesetzt, sie sind richtig sozialisiert und erzogen.

    Aber Achtung: Kein Hund wird gerne geärgert und daher kommen auch viele der Geschichten vom „bissigen“ Pitbull. Wer kleine Kinder hat sollte also sicherstellen, dass sich diese korrekt gegenüber dem Hund verhalten.

    Pitbulls lieben es generell, im Mittelpunkt zu stehen und Teil des Familienlebens zu sein. Sie alleine zu lassen, funktioniert für ein paar Stunden, aber sie sind definitiv glücklicher, wenn sie viel Gesellschaft und Aufmerksamkeit bekommen.

    Im großen Ganzen aller Hunderassen sind sowohl Rottweiler als auch Pitbulls durchaus familientauglich.

    Beide Rassen brauchen aber eine konsequente Erziehung, viel Liebe und Aufmerksamkeit. Rottweiler sind jedoch besser für Familien mit älteren Kindern und Erfahrung im Umgang mit großen Hunden geeignet, während Pitbulls mit ihrer freundlichen und verspielten Art oft gut in aktive Familien mit Kindern jeglichen Alters passen.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Rottweiler oder Pitbull?

    Ein Rottweiler braucht zwar Platz, aber er ist auch überraschend anpassungsfähig. Rottweiler können daher ziemlich gut in einer Stadtwohnung leben, vorausgesetzt, sie bekommen genügend Bewegung und geistige Anregung.

    Aber denk daran: Ihre Wachsamkeit und ihr Schutzinstinkt könnten in einer städtischen Umgebung mit viel Trubel und vielen Menschen etwas problematisch werden.

    Sie reagieren schnell mit Bellen auf Lärm und unbekannte Personen, was in einem dicht besiedelten Gebiet meist nicht so gut ankommt.

    Pitbulls sind ebenfalls sehr anpassungsfähig und können sich gut an das Leben in der Stadt gewöhnen.

    Ihre Größe ist in der Regel etwas handlicher als die eines Rottweilers, was in einer kleineren Wohnung von Vorteil ist.

    Pitbulls lieben die Gesellschaft von Menschen und können mit der städtischen Hektik meist gut umgehen, solange sie ausreichend Bewegung und Aufmerksamkeit bekommen.

    Ihre freundliche und aufgeschlossene Art ist zudem ein Pluspunkt in einer lebhaften Stadtumgebung mit vielen unbekannten und teilweise überraschenden Situationen.

    Beide Rassen kommen also grundsätzlich mit dem Stadtleben klar, wenn einige Bedingungen erfüllt sind: genügend Bewegung, Training und Sozialisation.

    Rottweiler brauchen aber ein bisschen mehr Platz und fühlen sich in den Randgebieten tendenziell wohler als im Kern der Innenstadt. Pitbulls hingegen sind flexibler, wenn es um die Wohnungsgröße geht, und tendenziell unkomplizierter im Umgang mit dem städtischen Trubel.

    Rottweiler sitzt in der Stadt

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Rottweiler sind keine Hunde, die man als Anfänger halten sollte.

    Sie sind bekannt für ihre Loyalität und ihren Schutzinstinkt. Sie sind intelligent und können gut trainiert werden, aber sie brauchen eine klare, konsequente Führung.

    Das erfordert jemanden, der bereits ein gutes Stück Erfahrung im Umgang mit Hunden hat, denn Rottweiler respektieren nur einen Besitzer, der sich durchsetzen kann.

    Sie brauchen viel Beschäftigung und geistige Anregung, sonst können sie sich schnell langweilen und unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln. Ihre Größe und Stärke sind ebenfalls Faktoren, die man nicht unterschätzen sollte.

    Pitbulls sind da etwas aufgeschlossener und haben ein freundlicheres Wesen, sowie den Wunsch ihrem Menschen zu gefallen. Sie sind in der Regel anpassungsfähig und können in verschiedenen Umgebungen gut zurechtkommen.

    Allerdings haben auch sie eine Menge Energie und brauchen viel Bewegung sowie geistige Anregung. Zudem sind auch Pitbulls gerne etwas stur und setzen deine Befehle nicht auf anhieb um.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen sind sowohl Rottweiler als auch Pitbulls nicht unbedingt die typischen Anfängerhunde und als solche nicht unbedingt gut geeignet.

    Sie benötigen eine Person, die bereit ist, Zeit und Mühe in ihre Erziehung und Sozialisierung zu investieren.

    Wenn du ein absoluter Anfänger bist, ist eine etwas ruhigere, weniger anspruchsvolle Rasse eine bessere Wahl, da sowohl ein Pitull als auch ein Rottweiler nur wenige Fehler in der Erziehung verzeihen.

    Wenn es unbedingt einer der beiden Hunde sein muss, dann ist der Pitbull zwar die bessere Wahl, wer jedoch keinerlei Erfahrung im Umgang mit Hunden hat, sollte sich keine der beiden Rassen zulegen.

    Wer ist der bessere Wachhund?

    Rottweiler haben einen natürlichen Schutzinstinkt, der tief in ihrer DNA verankert ist. Sie sind groß, stark und haben eine beeindruckende Präsenz, was allein schon abschreckend wirken kann.

    Rottweiler sind von Natur aus misstrauisch gegenüber Fremden und werden nicht zögern, ihr Zuhause oder ihre Familie zu verteidigen, wenn sie eine Bedrohung wahrnehmen.

    Ihre Wachsamkeit und Loyalität machen sie daher zu hervorragenden Wachhunden.

    Pitbulls sind eher freundlich und liebenswürdig, auch gegenüber Fremden. Sie haben zwar viel Energie und können im Falle einer Bedrohung mutig und entschlossen sein, aber sie sind nicht unbedingt als Wachhunde bekannt.

    Ihre Stärke liegt mehr in ihrer Loyalität und Liebe zu ihrer Familie. Ein Pitbull könnte bellen, um dich vor Fremden zu warnen, aber sie sind in der Regel nicht so misstrauisch oder wachsam wie Rottweiler.

    Wenn du nach einem Hund suchst, der speziell für Wach- und Schutzaufgaben geeignet ist, dann ist der Rottweiler definitiv die bessere Wahl. Ihre natürliche Wachsamkeit, Stärke und ihr Schutzinstinkt machen sie zu idealen Wachhunden.

    Pitbulls hingegen sind fantastische Familienhunde, die zwar mutig und stark sind, aber nicht unbedingt die erste Wahl für spezifische Wachaufgaben.