Zum Inhalt springen
Home » Anschaffung & Welpen » Warum sind manche Hunderassen so unbeliebt?

Warum sind manche Hunderassen so unbeliebt?

    Mann Hund Frau sitzen mit Hund auf der Couch, Zeichnung

    Hast du dich jemals gefragt, warum einige Hunderassen eher auf dem Abstellgleis landen, während andere ständig im Rampenlicht stehen?

    Lass uns gemeinsam in die Welt der Hunderassen eintauchen und herausfinden, was hinter ihrer Beliebtheit – oder eben Unbeliebtheit – steckt.

    Das sind die unbeliebtesten Hunderassen

    Es gibt eine riesige Anzahl an Hunderassen und einige sind beliebter als andere. Hier sind die unbeliebtesten Hunderassen der Welt:

    1. Bergamasker Hirtenhund: Dieser italienische Hund ist bekannt für seine Dreadlocks. Er ist geduldig und lernt schnell, aber trotzdem ist er nicht besonders beliebt​​.
    2. Norwegischer Lundehund: Ein energiegeladener, wachsamer Hund mit einem geringen Jagdtrieb. Leider ist er ziemlich bellfreudig und weltweit gibt es nur etwa 1400 Exemplare​​.
    3. Sloughi: Ein sensibler und treuer Hund aus Nordafrika, der sehr schnell laufen kann, aber trotzdem zu den unbeliebtesten Rassen zählt​​.
    4. English Foxhound: Dieser umgängliche und aktive Hund braucht viel Auslauf und zeigt sich oft intolerant gegenüber anderen Hunden​​.
    5. Sussex Spaniel: Ein freundlicher Hund, der gut mit Kindern auskommt, aber im Training oft stur ist​​.
    6. Azawakh: Ein wachsamer und unabhängiger Hund aus Westafrika, der oft bellfreudig ist und manchmal Wolfs-ähnliche Hierarchien entwickelt​​.
    7. American Foxhound: Ein intelligenter Hund, der viel Auslastung braucht und sich in der Stadt nicht wohl fühlt​​.
    8. Cirneco dell’Etna: Ein Hund aus Sizilien, der früher hauptsächlich von ärmeren Menschen gehalten wurde und als „Hund der Armen“ gilt​​.
    9. Finnischer Spitz: Ein bellfreudiger Hund, der sensibel ist und viel Auslastung braucht​​.
    10. Skye Terrier: Ein intelligenter und mutiger Hund aus Schottland, der gut für Erstbesitzer geeignet ist, aber manchmal dickköpfig sein kann​​.

    Und dann gibt es noch ein paar andere Rassen, die nicht ganz so bekannt sind, aber trotzdem ihre Fans haben:

    • Chinook: Ein amerikanischer Schlittenhund, der selten ist und besonders gut mit Kindern auskommt​​.
    • Komondor: Bekannt für sein langes, verkordetes Fell, ist dieser ungarische Hund ein ruhiger und sanfter Familienhund, aber nicht sehr beliebt​​.
    • Glen of Imaal Terrier: Ein muskulöser und energiegeladener Hund aus Irland, der aber oft stur im Training ist

    Warum sind manche Hunderassen unbeliebter als andere?

    Erstmal, es ist wie bei einem Mode-Trend. Genauso, wie manche Kleidungsstücke in einem Jahr total in sind und im nächsten Jahr niemand mehr danach fragt, gibt es auch bei Hunden solche Wellen der Beliebtheit.

    Manchmal spielen Filme oder Promis eine große Rolle dabei. Denk mal an den Boom von Dalmatinern nach dem Film „101 Dalmatiner“!

    Aber, da steckt noch mehr dahinter. Manche Hunderassen sind einfach anspruchsvoller in der Haltung als andere.

    Da gibt es zum Beispiel Rassen, die sehr viel Bewegung brauchen oder besondere Pflege. Nicht jeder hat die Zeit oder die Energie, sich um einen Hund zu kümmern, der zweimal täglich quer durch den Park sprinten will.

    Oder nimm Hunde mit langem Fell – die sehen zwar super flauschig aus, aber das ständige Bürsten und Pflegen ist nicht jedermanns Sache.

    Dann ist da noch die Sache mit dem Image. Leider gibt es Vorurteile gegenüber bestimmten Rassen. Einige Rassen haben den Ruf, aggressiv oder schwer zu trainieren zu sein.

    Auch wenn das oft nicht stimmt, schreckt es manche Leute ab.

    Gesundheitliche Aspekte spielen auch eine Rolle. Rassen, die für bestimmte Krankheiten anfällig sind, können potenzielle Hundebesitzer abschrecken.

    Die Sorge um hohe Tierarztkosten oder das Leiden des Hundes kann schwer wiegen. Hier siehst du, wie teuer ein Hund pro Monat ist.

    Zu guter Letzt, die Größe des Hundes. In einer kleinen Stadtwohnung wird man wohl eher selten einen Bernhardiner antreffen. Größere Rassen brauchen eben mehr Platz und vielleicht auch einen Garten zum Austoben.

    Es ist also ein Mix aus:

    • Mode,
    • Praktikabilität,
    • Image,
    • Gesundheit und
    • Platz

    Dieser Mix bestimmt also, welche Hunderassen gerade angesagt sind und welche eher zu den Exoten zählen.

    Zeichnung: Labrador und Englischer Setter

    Wie beeinflussen aktuelle Trends die Beliebtheit einer Rasse?

    Erinnern wir uns mal an die Zeit, als Paris Hilton mit ihrem Chihuahua Tinkerbell über rote Teppiche flanierte. Plötzlich wollte jeder einen Chihuahua haben.

    Prominente haben eine enorme Wirkung auf Trends, nicht nur in der Mode, sondern auch bei Hunderassen.

    Wenn ein Star einen bestimmten Hund hat, kann das die Nachfrage nach dieser Rasse in die Höhe schnellen lassen.

    Aber es sind nicht nur Promis, die Trends setzen. Filme und Serien können ähnliche Effekte haben. Denk nur an die „Lassie“-Filme. Collies wurden durch diese Filme weltberühmt.

    Oder die „Harry Potter“-Reihe, die die Beliebtheit von Neufundländern erhöhte, weil Fang, Hagrids treuer Begleiter, ein Neufundländer war.

    Es gibt auch Trends, die durch gesellschaftliche Veränderungen entstehen. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen in Städten und in kleineren Wohnungen leben, werden kleinere Hunderassen beliebter.

    Sie passen besser in das urbane Leben – sie brauchen weniger Platz, sind oft einfacher zu handhaben und passen besser in das schnelle Stadtleben.

    Dann gibt es noch den Trend zur Nachhaltigkeit und Gesundheit. Hunderassen, die als robust und weniger anfällig für genetische Gesundheitsprobleme gelten, gewinnen an Beliebtheit.

    Das Bewusstsein für das Wohlbefinden der Tiere steigt, und das beeinflusst auch die Wahl der Rasse.

    Und natürlich, die sozialen Medien spielen eine riesige Rolle. Rassen, die „instagrammable“ sind, also besonders fotogen oder mit einer interessanten Geschichte oder tollpatschigen Verhalten, können viral gehen.

    Ein gut platziertes Foto oder Video kann eine Lawine auslösen und plötzlich will jeder einen Hund, der genauso aussieht.

    Das merkt man daran, dass einer Studie zufolge viele Hundehalter sogar mehr Bilder von ihrem Hund als von der eigenen Familie auf dem Handy haben!

    Warum sind manche Hunde „unpraktischer“ als andere?

    Zuerst sollten wir über die Größe sprechen. Große Hunde können in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung sein, besonders wenn du in einer kleinen Wohnung oder in der Stadt lebst.

    Sie brauchen mehr Platz, nicht nur zu Hause, sondern auch beim Spazierengehen und im Auto. Ein Bernhardiner oder eine Deutsche Dogge in einem Kleinwagen? Das ist schon fast eine Comedy-Sketch-Situation!

    Dann gibt es das Thema Fellpflege. Rassen mit langem oder speziellem Fell, wie beispielsweise der Afghanische Windhund oder der Pudel, benötigen regelmäßige und manchmal zeitaufwendige Pflege.

    Bürsten, Trimmen, manchmal sogar professionelles Styling – das kann schnell zu einer Vollzeitbeschäftigung werden. Und gleichzeitig ganz schön ins Geld gehen.

    Vergiss außerdem nicht das ganze Fell, das sich in deinem Zuhause verteilen kann. Ein Hund, der nicht viel haart, ist oft praktischer für diejenigen, die nicht so viel Zeit für die Reinigung aufbringen wollen oder können.

    Auch das Energielevel ist ein wichtiger Punkt. Einige Rassen, wie Border Collies oder Australian Shepherds, haben einen hohen Energiebedarf und brauchen viel Bewegung und geistige Stimulation.

    Wenn du einen ruhigeren Lebensstil bevorzugst oder nicht die Zeit hast, stundenlang mit deinem Hund zu joggen oder ihn zu trainieren, kann so ein „Energieriese“ schnell unpraktisch werden. Hier findest du übrigens eine Übersicht der 19 faulsten Hunderassen!

    Kostenlose Futterporben bei Hund und Haustier

    Wie beeinflusst das Image eines Hundes seine Beliebtheit?

    Stell dir vor, du spazierst durch den Park und siehst verschiedene Hunde: einen flauschigen Golden Retriever, der fröhlich wedelt, und einen bulligen Pitbull, der ruhig neben seinem Besitzer läuft.

    Obwohl beide Hunde friedlich sein können, reagieren die Leute oft unterschiedlich auf sie, und das hängt viel mit dem Image zusammen.

    Das Image eines Hundes wird stark durch Medien, Kultur und persönliche Erfahrungen geprägt.

    Nimm zum Beispiel den Golden Retriever. Er wird oft in Filmen und Werbungen als der perfekte Familienhund dargestellt – freundlich, treu und harmlos.

    Diese positiven Bilder beeinflussen die Wahrnehmung der Menschen, sodass sie diese Hunderasse oft als wünschenswerten Begleiter sehen.

    Auf der anderen Seite stehen Kampfhunde wie Pitbulls oder Rottweiler. Sie haben oft mit einem harten Image zu kämpfen.

    Viele Medienberichte über Hundeangriffe oder ihre Nutzung in illegalen Hundekämpfen haben zu einem negativen Bild beigetragen.

    Auch wenn nicht jeder Pitbull oder Rottweiler aggressiv ist, haben solche Geschichten einen starken Einfluss darauf, wie Menschen diese Rassen wahrnehmen.

    Viele Leute verbinden sie mit Gefahr und Aggressivität, selbst wenn sie persönlich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    Hier findest du die aktuelle Beißstatistik für Deutschland!

    Das ist schade, denn oft sind es nicht die Hunde, sondern die Umstände, in denen sie aufwachsen, die ihr Verhalten prägen.

    Ein Pitbull, der liebevoll und mit den richtigen Trainingsmethoden aufgezogen wird, kann genauso ein wunderbarer Begleiter sein wie ein Golden Retriever.

    Aber Vorurteile sind hartnäckig, und so bleibt das Image eines Hundes oft ein entscheidender Faktor für seine Beliebtheit.

    Manche Hunderassen sind nur für spezielle Aufgaben gezüchtet

    Du kennst bestimmt die üblichen Verdächtigen wie Labrador, Dackel oder Schäferhund, aber es gibt auch Hunderassen, die sind echte Exoten.

    Manche von diesen Rassen sind weniger bekannt und oft sogar unbeliebt, weil sie spezielle Aufgaben erfüllen, die im Alltag der meisten Menschen keine große Rolle spielen.

    Nehmen wir zum Beispiel den Lagotto Romagnolo. Dieser italienische Wasserhund ist ein Trüffelsuchhund. Ja, genau, Trüffel! Diese teuren, schwer zu findenden Pilze.

    Der Lagotto hat eine unglaubliche Nase dafür, aber wie oft brauchst du einen Hund, der Trüffel aufspürt? Nicht so oft, oder? Das macht ihn in der breiten Bevölkerung weniger bekannt und beliebt.

    Oder denk mal an den Norwegischen Lundehund. Dieser kleine Kerl wurde speziell für die Jagd auf Papageientaucher in Norwegen gezüchtet.

    Er hat einzigartige körperliche Merkmale, wie extra Zehen und extrem flexible Halsgelenke, die ihm bei dieser speziellen Aufgabe helfen.

    Aber außerhalb von Norwegen gibt es kaum eine Notwendigkeit für einen Papageientaucher-Jäger, was ihn ziemlich unbekannt macht.

    Diese Rassen sind wie versteckte Juwelen. Sie haben einzigartige Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, die sie perfekt für ihre speziellen Aufgaben machen, aber diese Fähigkeiten sind oft nicht das, was der durchschnittliche Hundebesitzer sucht.

    Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht auch tolle Haustiere sein können. Tatsächlich können sie in der richtigen Umgebung und mit der richtigen Betreuung unglaublich loyale und liebevolle Begleiter sein.

    Aber sie sind schwer zu finden, und viele Hundeliebhaber tendieren eher zu Rassen, die sie kennen und denen sie in ihrem Alltag begegnen.

    FAQ

    Warum sind manche Hunderassen unbeliebt?

    Manche Hunderassen sind wegen ihrer Darstellung in den Medien unbeliebt. Wenn sie als aggressiv oder gefährlich gezeigt werden, bekommen sie schnell einen schlechten Ruf. Auch die Größe kann eine Rolle spielen – große Hunde brauchen mehr Platz und sind oft stärker, was einige Leute einschüchtert.

    Spielt das Aussehen der Hunde eine Rolle bei ihrer Beliebtheit?

    Ja, das Aussehen spielt definitiv eine Rolle. Hunderassen, die ungewöhnlich aussehen oder als weniger „niedlich“ angesehen werden, finden oft weniger Anklang. Es gibt Trends in der Hundewelt, genau wie in der Mode, und manche Rassen sind einfach „in“ und andere „out“.

    Beeinflusst der Pflegeaufwand die Beliebtheit von Hunderassen?

    Absolut! Rassen, die viel Pflege brauchen, wie regelmäßiges Bürsten oder spezielle Ernährung, können weniger beliebt sein. Besonders beschäftigte Menschen oder solche, die eine pflegeleichte Begleitung suchen, entscheiden sich oft für Rassen, die weniger Aufwand erfordern.

    Haben Vorurteile gegenüber bestimmten Rassen einen Einfluss?

    Ja, leider gibt es Vorurteile gegenüber bestimmten Hunderassen. Einige Rassen werden fälschlicherweise als immer aggressiv oder schwierig zu trainieren angesehen. Diese Fehlinformationen können die Beliebtheit einer Rasse stark beeinflussen und oft ist es schwer, diese Vorurteile zu ändern.

    Wie wirkt sich die Verfügbarkeit auf die Beliebtheit von Hunderassen aus?

    Die Verfügbarkeit ist ein großer Faktor. Wenn eine Rasse in einer Region selten ist oder es wenige Züchter gibt, kann das ihre Beliebtheit verringern. Einfacher Zugang zu einer Hunderasse macht sie oft beliebter, da Menschen dazu neigen, das zu wählen, was leicht zu finden ist.