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Wie viele Hunde gibt es in Bayern? Aktuelle Statistik [2024]

    Zeichnung: Hund vor bayrischer Flagge

    So viele Hunde gibt es in Bayern

    Wo leben die ganzen Hunde in Bayern?

    Hunde gelten als treue Begleiter des Menschen und sind in vielen Haushalten fest integriert. In Bayern spiegelt sich diese Tendenz deutlich wider: Fast 1,8 Millionen Haushalte beherbergen einen oder mehrere Hunde.

    Mit 1,51 Millionen Haushalten, die einen einzelnen Hund besitzen, und weiteren 0,28 Millionen, die zwei oder mehr Hunde halten, zählt der Freistaat somit über 2 Millionen Hunde zu seinen Bewohnern.

    Die bayerische Landeshauptstadt München zeigt dabei eine relativ geringere Dichte an Hundehaltung im Vergleich zum ländlichen Raum: Hier sind lediglich 44.363 Hunde offiziell registriert.

    Diese Zahl mag im ersten Moment überraschen, insbesondere wenn man sie ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung der Stadt setzt.

    Doch bei genauerer Betrachtung der Lebensumstände, insbesondere in urbanen Gebieten, wird der Grund für diese Diskrepanz ersichtlich.

    In den Städten Bayerns sind die Bedingungen für die Hundehaltung oft nicht ideal. Viele Stadtbewohner verfügen nicht über die räumlichen Möglichkeiten, die ein Hund für sein Wohlbefinden benötigt.

    Zudem stellt der zeitliche Aufwand, der für die Pflege und Betreuung eines Hundes erforderlich ist, für berufstätige Städter eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.

    Während in ländlichen Gebieten der Raum für die Hunde ausreichend ist und die Tiere auch in die täglichen Abläufe integriert werden können, etwa bei der Arbeit auf einem Hof oder als Wach- und Schutzhunde, müssen Stadtbewohner oft Kompromisse eingehen.

    Daraus ergibt sich ein deutlicher Unterschied in der Hundehaltung zwischen Stadt und Land. In ländlichen Regionen Bayerns sind Hunde nicht nur als Haustiere, sondern auch als Arbeits- und Nutztiere fest etabliert.

    Ihre Aufgaben reichen von der Bewachung des Eigentums bis hin zur Unterstützung bei der Viehzucht. Diese Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten sowie die engere Verbindung mit dem täglichen Leben und Arbeiten im ländlichen Raum trägt zu einer höheren Dichte an Hundehaltung bei.

    Der urbane Raum hingegen erfordert von den Hundebesitzern ein höheres Maß an Organisation und oft auch finanziellen Einsatz, etwa für Hundesitter oder spezielle Trainingsangebote, um den Bedürfnissen ihrer Vierbeiner gerecht zu werden.

    Mischling und Labrador die beliebtesten Hunderassen in Bayern

    In Bayern steht der Mischling an der Spitze der Beliebtheitsskala der Hunderassen im Jahr 2022. Dies lässt sich vor allem durch die zahlenmäßige Überlegenheit erklären, da nahezu jede Kreuzung, die nicht als reinrassig gilt, in diese Kategorie fällt.

    So ergibt sich eine verzerrte Statistik zugunsten der Mischlinge, die eine Vielfalt an genetischen Kombinationen und somit auch an Erscheinungsbildern und Charaktereigenschaften repräsentieren.

    Auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala in Bayern rangiert der Labrador Retriever, der auch deutschlandweit zu den gefragtesten Hunden zählt.

    Seine Popularität verdankt er insbesondere seiner freundlichen und anpassungsfähigen Natur. Als aktiver Begleiter in verschiedenen Lebenssituationen gilt er als idealer Partner für viele Menschen.

    Seine Beliebtheit ist also nicht nur auf seine physischen Attribute zurückzuführen, sondern auch auf sein ausgewogenes Wesen, das ihn zu einem geeigneten Familienhund macht.

    Der Deutsche Schäferhund belegt den dritten Platz in Bayern. Er ist besonders in ländlichen Gebieten Bayerns verbreitet und wird oft als Wachhund eingesetzt.

    Diese Rasse ist bekannt für ihre Intelligenz, Lernfähigkeit und ihren Schutzinstinkt, was sie zu einem wertvollen Mitglied in landwirtschaftlichen Betrieben und bei der Arbeit mit Tieren macht.

    An vierter Stelle der Liste steht der Chihuahua, ein kleiner Hund, der sich auch in den Städten Bayerns großer Beliebtheit erfreut.

    Sein Status als Modehund und seine Anpassungsfähigkeit an Wohnungen mit begrenztem Platzangebot machen ihn besonders für Stadtbewohner attraktiv.

    Der Chihuahua repräsentiert die Tendenz zu kleineren Hunderassen im urbanen Umfeld, wo Raum ein wertvolles Gut ist.

    Haustiere bei Singles und Familien besonders beliebt

    Die Heimtierhaltung in Deutschland zeigt eine steigende Tendenz, die sich besonders bei Familien mit Kindern bemerkbar macht.

    Hier leben in beeindruckenden 66 % aller Haushalte mindestens ein Haustier, was einen Anstieg von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr markiert.6

    Für Familien ist es nicht nur theoretisch schön, einen Hund zu haben: Studien haben bewiesen, dass Kinder, die mit einem Hund aufwachsen, messbare Gesundheitsvorteile gegenüber Kinder ohne Hund haben.

    Auch Singles finden zunehmend Gefallen an der Gesellschaft von Haustieren. Ein Drittel (32 %) der Alleinlebenden hält mindestens ein Haustier.

    In Großstädten, also Städte mit über 100.000 Einwohnern, ist ebenso ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Der Anteil an TierhalterInnen stieg hier im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 26 %.

    Trotz der oft beengten Wohnverhältnisse und einem dynamischen Lebensstil finden Stadtbewohner somit immer häufiger Wege, die Tierhaltung in ihren Alltag zu integrieren.

    Die Vorteile hierbei sind sogar durch Studien bewiesen: Hundehalter leben gesünder und dadurch auch länger. Von daher ist auch in Zukunft davon auszugehen, dass Hunde einen festen Platz in bayrischen Haushalten haben.

    Auch die Städte und Gemeinden profitieren von der Hundehaltung

    Im Jahr 2022 verzeichnen die bayerischen Städte und Gemeinden einen beachtlichen Anstieg der Einnahmen aus der Hundesteuer. Laut den vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichten Daten erreicht das Aufkommen mit 38,25 Millionen Euro einen neuen Rekordwert.

    Diese Summe übertrifft die Hundesteuereinnahmen des Vorjahres, die bei 36,07 Millionen Euro lagen, um 6,1 Prozent und markiert den höchsten Anstieg innerhalb eines Jahrzehnts mit einer Gesamtsteigerung von 50,7 Prozent seit 2013.

    Die Analyse der vierteljährlichen kommunalen Kassenstatistik offenbart, dass das Steueraufkommen pro Kopf in Bayern nun bei 2,87 Euro liegt.

    Ein kontinuierliches Wachstum der Hundesteuereinnahmen ist seit 2013 feststellbar, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 4,7 Prozent.

    Der auffallendste Anstieg fand im Jahr 2021 statt, als die Einnahmen um 9,3 Prozent zulegten, was auf die Pandemie und die damit verbundene hohe Anzahl neuer Haustiere zurückzuführen ist.

    Ein Blick auf die regionale Verteilung zeigt erhebliche Unterschiede innerhalb des Freistaates: So verzeichnet der Landkreis Fürth mit 5,05 Euro das höchste Pro-Kopf-Aufkommen, während die kreisfreie Stadt Passau mit 1,08 Euro das niedrigste Aufkommen aufweist.

    Die Hundesteuer in Bayern ist eine örtliche Aufwandsteuer, die von den Gemeinden eigenständig erhoben wird. Diese haben die Freiheit zu entscheiden, ob und in welcher Höhe sie für das Halten von Hunden Steuern erheben.

    Dabei besteht auch die Möglichkeit, für bestimmte Hundearten, wie sogenannte Kampfhunde, oder für Mehrhundehaltung höhere Steuern zu verlangen.

    Einige Gemeinden bieten zudem Steuererleichterungen, etwa zeitweise Befreiungen für die Adoption von Hunden aus örtlichen Tierheimen.

    Die genauen Regelungen sind in den Hundesteuersatzungen der einzelnen Kommunen festgelegt.

    Die Einnahmen werden dabei nicht nur für die Verwaltungs- & Reinigungskosten der Stadt verwendet, sondern dienen der Finanzierung aller städtischen Projekte.


    Quellenangaben

    1. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/793339/umfrage/haustier-anzahl-hunde-im-haushalt-nach-bundeslaendern/ ↩︎
    2. https://stadt.muenchen.de/dam/jcr:0a3d674f-b5ce-4197-bb7f-eddfd9417fcd/jt230813.pdf ↩︎
    3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181167/umfrage/haustier-anzahl-hunde-im-haushalt/ ↩︎
    4. https://www.tasso.net/Service/Wissensportal/TASSO-Fakten/Die-beliebtesten-Hunderassen/Nach-Bundeslaender#Bayern ↩︎
    5. https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2023/pm098/index.html ↩︎
    6. https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierschutz/tierhaltung_heimtiere/index.html ↩︎