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Wie viele Hunde gibt es in München? Aktuelle Statistik [2024]

    Zeichnung: Hund sitzt in München Marienplatz

    So viele Hunde gibt es in München

    • In München gibt es aktuell 44.363 Hunde, die von der Stadt steuerlich erfasst sind.1
    • München hat eine Einwohnerzahl von 1.581.740 gemeldeten Menschen, Stand September 2023.2
    • Somit gibt es jeweils einen Hund pro 35,65 Einwohner in München.
    • In den Jahren der Pandemie sind jeweils über 3.000 Hunde neu in München angemeldet worden. In den sonstigen Zeiträumen stieg die Zahl der Hunde pro Jahr nur um ca. 1.000.
    • Insgesamt verdient die Stadt jährlich über 4.4 Millionen Euro an der abgeführten Hundesteuer.
    • In Bayern gibt es ingesamt ungefähr 1.8 Millionen Haushalte, in denen ein Hund lebt.3

    Anzahl der Hunde wächst schneller als Zahl der Einwohner in München

    Die Stadt München, bekannt für ihre kulturelle Vielfalt und ihre hohe Lebensqualität, ist auch die Heimat einer beachtlichen Anzahl von Hunden.

    Aktuelle Zahlen zeigen, dass in München 44.363 Hunde steuerlich registriert sind. Diese Zahl mag im ersten Moment überraschen, jedoch setzt sie sich in Relation zur Einwohnerzahl der Stadt in ein kontextbezogenes Verhältnis.

    Mit einer gemeldeten Einwohnerzahl von 1.581.740 Menschen per Juni 2023 ergibt sich eine Verhältniszahl, die besagt, dass auf etwa 35,65 Einwohner ein Hund kommt.

    Dieser Durchschnitt zeigt, dass die Hundepopulation ein fester und nicht zu unterschätzender Teil des Münchner Stadtbildes ist.

    Interessanterweise spiegelt die Entwicklung der Hundeanzahl in München ein Wachstumsmuster wider, das in den letzten Jahren zu beobachten war.

    Während der Anstieg von 2018 zu 2019 eher moderat mit 0,81% war, erlebte die Stadt von 2019 zu 2020 einen bemerkenswerten Anstieg von 8,11%.

    Das Jahr darauf, von 2020 zu 2021, zeigte mit einem Wachstum von 7,56% ebenfalls eine hohe Zunahme. Im Gegensatz dazu fiel das Wachstum von 2021 zu 2022 mit 1,41% deutlich geringer aus.

    Über den gesamten Zeitraum von 2018 bis 2022 betrachtet, verzeichnet München ein Gesamtwachstum der registrierten Hundeanzahl von 18,87%.

    Der Anstieg der Hundezahlen kann auch positive Effekte auf die städtische Wirtschaft haben, da er zu einer Zunahme von Dienstleistungen und Produkten führt, die auf die Bedürfnisse von Hunden und ihren Haltern abgestimmt sind.

    Die prozentualen Wachstumsraten der Anzahl der gemeldeten Hunde in München von Jahr zu Jahr sind wie folgt:

    • Von 2018 zu 2019: 0.81%
    • Von 2019 zu 2020: 8.11%
    • Von 2020 zu 2021: 7.56%
    • Von 2021 zu 2022: 1.41%

    Das Gesamtwachstum über den Zeitraum von 2018 bis 2022 beträgt 18.87%.​

    Besonders während der Pandemie waren Hunde beliebt

    In den Zeiten der Pandemie haben die Zahlen der neu angemeldeten Hunde in München eine signifikante Zunahme erfahren. Während in den Jahren vor der Pandemie der jährliche Zuwachs an registrierten Hunden bei etwa 1.000 lag, stieg dieser in den Pandemiejahren auf über 3.000 an.

    Dieses Phänomen steht im Einklang mit den Beobachtungen deutscher Tierheime. Die Maßnahmen rund um Lockdown und Home Office führten dazu, dass viele Menschen sich für die Anschaffung eines Hundes entschieden.

    Die Gründe hierfür waren vielfältig: die Suche nach einem Begleiter in sozial isolierten Zeiten, die vermehrte Zeit, die zu Hause verbracht wurde und die dadurch entstandene Möglichkeit, sich intensiver um ein Haustier zu kümmern.

    Diese Entwicklung hatte zunächst positive Aspekte für die Hunde selbst, die in ein Zuhause aufgenommen wurden, und für ihre Halter, die durch die Tiergesellschaft emotionale Unterstützung in einer herausfordernden Zeit erfahren haben.

    Auch die Tierheime, die häufig mit Überbelegung zu kämpfen haben, erlebten vorübergehend eine Entlastung durch die hohe Vermittlungsrate.

    Jedoch zeichnet sich aktuell ein gegensätzlicher Trend ab. Mit der Rückkehr zur Normalität und dem Wiedereinstieg in das gewohnte Berufsleben stehen einige Hundebesitzer vor Herausforderungen, die mit der Zeitintensität und den Kosten der Hundehaltung verbunden sind.

    Dies führt vermehrt dazu, dass Hunde wieder in Tierheimen abgegeben werden. Dieses Phänomen zeigt die oft unterschätzten langfristigen Verpflichtungen, die mit der Anschaffung eines Haustieres einhergehen.

    Die Tierheime sehen sich somit mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: Einerseits müssen sie die neu ankommenden Tiere unterbringen und versorgen, andererseits müssen sie auch die Rückkehr zu einer höheren Belegung managen.

    Dies kann zu einer Belastung der Ressourcen führen und erfordert zusätzliche Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer und finanzielle Mittel.

    Hundesteuer in München

    Hundebesitzer sind dazu verpflichtet, für ihre Vierbeiner eine jährliche Steuer zu entrichten. Die Regelung sieht vor, dass für jeden Hund ein Betrag von 100 Euro pro Jahr an die Stadt zu zahlen ist.

    Eine Ausnahme bilden die als Kampfhunde klassifizierten Rassen, für die die Hundesteuer auf 800 Euro jährlich festgesetzt ist.4

    Es gibt allerdings die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen eine Befreiung von der Hundesteuer zu beantragen.

    Diese Regelung ermöglicht es Menschen in speziellen Lebenssituationen, von der Steuerlast befreit zu werden, was dazu beiträgt, dass das Halten eines Hundes nicht zu einer unüberwindbaren finanziellen Hürde wird.

    Mit Blick auf die Gesamtanzahl der steuerlich erfassten Hunde in München entsteht durch diese Steuer ein erheblicher finanzieller Zufluss für die Stadt.

    Geht man von den aktuell registrierten 44.363 Hunden aus, ergibt sich bei einem Steuersatz von 100 Euro pro Hund eine Summe von mehr als 4,4 Millionen Euro pro Jahr.

    Diese Einnahmen können für verschiedene städtische Dienstleistungen verwendet werden, was die Hundehaltung zu einer nicht zu vernachlässigenden Einnahmequelle für die Kommune macht.

    Dennoch muss die Stadt auch Ausgaben in Betracht ziehen, die durch die Hundehaltung entstehen. Zu den Kostenpunkten zählen unter anderem die Reinigung öffentlicher Flächen.

    In Fällen, in denen Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen, müssen Reinigungsteams eingesetzt werden, um die Sauberkeit und Hygiene im städtischen Raum zu gewährleisten. Diese Kosten schmälern die Nettoeinnahmen aus der Hundesteuer.

    Die Verwaltung und Durchsetzung der Hundesteuer erfordert ebenfalls Ressourcen. Die Stadt muss sicherstellen, dass alle Hundehalter erfasst werden und die Steuer ordnungsgemäß entrichten.

    Dies beinhaltet Verwaltungsaufwand, der von der Erfassung neuer Hunde über die Bearbeitung von Steuerbefreiungsanträgen bis hin zur Überwachung der Zahlungen reicht.

    Wer seinen Hund der Hundesteuer melden muss, kann dies ganz einfach über das Portal der Stadt München tun: Hund in München anmelden