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Yorkshire Terrier oder Chihuahua: Hunderassen im Vergleich

    Chihuahua und Yorkshire Terrier sitzen zusammen

    Vergleich auf einen Blick

    EigenschaftChihuahuaYorkshire Terrier
    UrsprungMexikoEngland
    Größe (Schulterhöhe Männchen)15–23 cm20–23 cm
    Größe (Schulterhöhe Weibchen)15–23 cm18–20 cm
    Gewicht (Männchen)1.5–3 kg2.5–3.5 kg
    Gewicht (Weibchen)1.5–3 kg2–3 kg
    FellfarbenVariiert, einschließlich Beige, Braun, Schwarz, WeißStahlblau und Tan
    FellbeschaffenheitKurz oder lang, glatt oder welligMittellang, fein, glatt
    Lebenserwartung14–18 Jahre13–16 Jahre
    TemperamentLebhaft, loyal, eigenwilligEnergiegeladen, mutig, anhänglich
    TrainierbarkeitMittelMittel bis hoch
    AktivitätslevelMittelHoch
    Verträglichkeit mit KindernBesser mit älteren KindernGut, besser mit älteren Kindern
    Eignung für FamilienMittelHoch
    AnfängerfreundlichkeitNiedrig bis mittelMittel
    Tabelle mit einem Vergleich zwischen Chihuahua und Yorkshire Terrier

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Chihuahua

    1. Lebhaft und Energiegeladen: Der Chihuahua ist bekannt für seine sprudelnde Energie. Diese kleinen Hunde haben einen großen Charakter, verpackt in einem winzigen Körper. Sie sind ständig in Bewegung und lieben es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.
    2. Loyal und Anhänglich: Ein Chihuahua bindet sich oft eng an eine bestimmte Person. Sie sind unglaublich treu und können sehr beschützend gegenüber ihrem Lieblingsmenschen sein. Das macht sie zu hervorragenden Begleitern, aber manchmal neigen sie dazu, überbeschützend zu sein.
    3. Selbstbewusst und Mutig: Trotz ihrer geringen Größe sind Chihuahuas nicht zimperlich. Sie zeigen oft ein großes Maß an Mut und können gegenüber größeren Hunden ziemlich furchtlos sein.
    4. Stur und Eigenwillig: Chihuahuas haben ihren eigenen Kopf. Sie können stur sein, was die Erziehung zu einer Herausforderung macht. Geduld und Konsistenz sind beim Training entscheidend.
    5. Bellfreudig: Chihuahuas neigen dazu, viel zu bellen. Dies kann für Menschen, die in einer Wohnung leben oder empfindlich auf Lärm reagieren, problematisch sein.

    Yorkshire Terrier

    1. Energievoll und Abenteuerlustig: Yorkshire Terrier sind lebhaft und immer bereit für ein Abenteuer. Sie lieben Spaziergänge und Spiele und haben eine unerschöpfliche Energiequelle.
    2. Zuneigungsvoll und Liebevoll: Yorkies sind dafür bekannt, dass sie sehr liebevolle Haustiere sind. Sie genießen die Gesellschaft ihrer Menschen und sind oft glücklich, wenn sie auf dem Schoß liegen können.
    3. Selbstbewusst und Mutig: Wie Chihuahuas, haben auch Yorkies ein großes Herz. Sie sind nicht scheu, sich größeren Hunden oder Herausforderungen zu stellen.
    4. Intelligent, aber Manchmal Eigensinnig: Yorkshire Terrier sind intelligent und lernfähig. Sie können jedoch auch eigensinnig sein, was das Training manchmal herausfordernd macht.
    5. Empfindlich und Stimmungsabhängig: Yorkies sind sensibel und reagieren stark auf die Stimmung ihrer Menschen. Sie können launisch sein und benötigen eine stabile, ruhige Umgebung.

    Hauptunterschiede

    Während beide Rassen eine Menge Energie und Mut gemeinsam haben, gibt es einige markante Unterschiede.

    Chihuahuas neigen dazu, eine stärkere Bindung zu einer einzelnen Person zu entwickeln, was sie zu großartigen Ein-Personen-Hunden macht.

    Im Gegensatz dazu sind Yorkshire Terrier oft geselliger und können sich leichter an verschiedene Menschen anpassen.

    Zudem neigen Chihuahua deutlich stärker dazu zu bellen, während Yorkies in dieser Hinsicht etwas zurückhaltender sind.

    Auch in der Stimmung zeigen sich Unterschiede: Während ein Chihuahua eher konstant in einem gewissen Gemütszustand ist, neigt der Yorkshire Terrier zu mehr Stimmungsschwankungen und reagiert stärker auf Veränderungen in seiner Umgebung.

    Chihuahua Zeichnung

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Chihuahuas sind für ihre eigenwillige Natur bekannt. Sie haben eine starke Persönlichkeit und tendieren dazu, sich selbst als die Anführer zu sehen, was das Training kompliziert macht.

    Chihuahuas sind intelligent, haben jedoch einen sehr sturen Kopf. Sie lernen Befehle und Tricks relativ schnell, vorausgesetzt, sie sehen einen Grund, diese zu befolgen. Ihre Motivation ist daber der Schlüssel zum Erfolg.

    Wenn ein Chihuahua das Gefühl hat, dass ihm das Training Vorteile bringt oder es ihm Spaß macht, zeigt er beeindruckende Fortschritte. Sieht er jedoch keinen Sinn in seiner Aufgabe, dann weigert er sich auch gerne diese auszuführen.

    Im Vergleich zu anderen Rassen erfordert das Training eines Chihuahuas daher mehr Zeit und Geduld, da sie nicht immer sofort auf Anweisungen reagieren und man eine konsequente Hand braucht um sie zu führen.

    Yorkshire Terrier hingegen sind etwas leichter zu trainieren. Sie sind zwar auch eigenwillig, aber ihre Neugier und ihr Wunsch, zu gefallen, überwiegen oft.

    Yorkies sind aufmerksam und lernen schnell, besonders wenn das Training spielerisch und abwechslungsreich gestaltet wird. Sie reagieren gut auf Lob und Belohnungen, was sie zu einem Vergnügen beim Training macht.

    Im Vergleich zum Chihuahua sind sie im Training kooperativer und eher bereit deinen Anweisungen zu folgen.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Yorkshire Terrier im direkten Vergleich tendenziell leichter zu trainieren sind als Chihuahuas.

    Ihr Wunsch zu gefallen und ihre aufmerksame Natur machen sie zu besseren Schülern. Chihuahuas, obwohl intelligent und fähig, erfordern einen stärkeren Fokus auf Motivation und Geduld, um sie erfolgreich zu trainieren.

    Schon gewusst?

    Egal für welchen Hund du dich entscheidest und wie gut er trainiert ist, in vielen deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht!
    Aber auch in anderen Bundesländern kann eine Pflicht zum abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung existieren, abhängig von der Regelung des Bundeslandes und deiner gewählten Hunderasse.

    Und selbst ohne Pflicht macht der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn, da du ansonsten die Schäden deines Hundes selbst bezahlen musst!

    Wer braucht mehr Beschäftigung?

    Chihuahuas benötigen aufgrund ihrer Größe und ihres Energielevels nicht so viel körperliche Aktivität wie größere Hunde. Dennoch ist es wichtig, sie täglich zu beschäftigen, um ihre Energie in gesunde Bahnen zu lenken.

    Etwa 30 Minuten Spaziergang pro Tag, kombiniert mit kurzen Spiel- und Trainingseinheiten, reichen in der Regel aus, um einen Chihuahua körperlich auszulasten.

    Mental benötigen sie jedoch mehr Stimulation. Intelligenzspiele, Suchspiele und kleine Herausforderungen helfen dabei, ihren Geist zu beschäftigen und zu fördern.

    Chihuahuas lieben es, wenn sie kleine Aufgaben lösen oder Tricks lernen dürfen, was auch ihre Bindung zu ihrem Menschen stärkt.

    Yorkshire Terrier hingegen benötigen etwas mehr körperliche Aktivität. Sie sind energiegeladene Hunde, die gerne laufen, spielen und erforschen.

    Ein Yorkshire Terrier sollte idealerweise etwa 40 bis 60 Minuten pro Tag in Form von Spaziergängen und aktiven Spielen beschäftigt werden.

    Mental sind Yorkies ähnlich wie Chihuahuas: sie lieben es, gefordert zu werden. Trainingseinheiten, die Geschicklichkeit und Intelligenz erfordern, sind für sie besonders geeignet.

    Aufgaben wie Agility-Training oder fortgeschrittene Gehorsamkeitsübungen sind ideal, um ihren Geist zu fordern und ihre Fähigkeiten zu fördern.

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Die Verträglichkeit mit Kindern variiert bei beiden Rassen.

    Chihuahuas sind kleine, manchmal zarte Tiere, die gut auf eine ruhige Umgebung reagieren. Sie kommen oft besser mit älteren, verständnisvolleren Kindern zurecht, die wissen, wie man vorsichtig mit kleinen Hunden umgeht.

    Chihuahuas können bei ruppigem Spiel oder lauten Geräuschen ängstlich oder sogar gereizt reagieren. Daher ist es wichtig, dass Kinder lernen, wie sie sich in Gegenwart eines Chihuahuas verhalten sollten.

    Yorkshire Terrier sind tendenziell robuster und können sich oft besser in das Familienleben einfügen, auch wenn kleinere Kinder beteiligt sind.

    Sie haben viel Energie und halten sich gerne in einem lebhaften Umfeld auf, was besonders in einem Haushalt mit Kindern ein toller Vorteil ist.

    Beide Rassen wollen jedoch ungern über längere Zeit alleine sein. Chihuahuas neigen dazu, sich stark an ihre Bezugsperson zu binden und können Trennungsangst entwickeln, wenn sie zu lange alleine gelassen werden.

    Yorkshire Terrier sind etwas unabhängiger, brauchen aber auch regelmäßige Interaktion und Beschäftigung.

    Keine der beiden Rassen eignet sich gut dafür, über längere Zeiträume allein zu Hause zu bleiben, insbesondere wenn sie nicht daran gewöhnt sind. Im Zweifel kommt ein Yorkshire Terrier mit dem alleine sein jedoch besser zurecht als der Chihuahua.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass Yorkshire Terrier im Allgemeinen besser für Familien mit Kindern geeignet sind, besonders wenn die Kinder noch jünger sind.

    Beide Rassen benötigen jedoch eine angemessene Einführung und Eltern sollten immer ein Auge auf Hund und Kinder haben, um sicherzustellen, dass die Interaktionen zwischen Hund und Kindern positiv und ungefährlich bleibt.

    Für berufstätige Familien, die den Hund längere Zeit alleine lassen müssen, ist keine der beiden Rassen wirklich gut geeignet, mit leichtem Vorteil für den Yorkshire Terrier.

    Yorkshire Terrier Zeichnung

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Chihuahua oder Yorkshire Terrier?

    Chihuahuas sind aufgrund ihrer geringen Größe ideal für das Leben in einer Wohnung geeignet.

    Sie benötigen nicht viel Platz zum Herumtollen und können sich in kleineren Bereichen wohl fühlen. Ihre Anpassungsfähigkeit an das Leben in einer Wohnung ist ein großer Vorteil.

    Allerdings kann der Lärm und die Hektik einer Stadt für Chihuahuas oft eine Herausforderung sein. Sie sind eher empfindlich gegenüber lauten Geräuschen und können auf städtische Reize wie Verkehrslärm oder fremde Menschen mit Stress oder Angst reagieren.

    Das wiederum führt dann oft dazu, dass der Chihuahua bellt und zum bekannten „Kläffer“ wird oder er zerstörerische Eigenarten entwickelt.

    Daher ist es wichtig, dass Chihuahuas frühzeitig an die Geräuschkulisse und die Umgebung einer Stadt gewöhnt werden, um zu lernen, wie sie sich richtig zu verhalten haben.

    Yorkshire Terrier sind ebenfalls gut für das Leben in einer Wohnung geeignet, vor allem wegen ihrer Größe und ihres Energielevels.

    Sie sind im Allgemeinen etwas robuster und anpassungsfähiger an städtische Umgebungen als Chihuahuas.

    Yorkies können die städtische Umgebung und Geräuschkulisse oft besser ertragen und zeigen weniger Angst oder Stress in Bezug auf Lärm und Gedränge.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Rassen für das Leben in einer Wohnung geeignet sind, wobei Yorkshire Terrier möglicherweise besser für das hektische Stadtleben geeignet sind.

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Chihuahuas sind aufgrund ihrer geringen Größe und ihres relativ geringen Bewegungsbedarfs oft eine beliebte Wahl für Ersthundebesitzer.

    Ihre Größe macht die Handhabung und Pflege einfacher, was insbesondere für Menschen, die in Wohnungen leben, vorteilhaft sein kann.

    Allerdings hat der Chihuahua eine sehr eigenwillige Art, die eine klare und konsequente Hand in der Erziehung erfordern. Um mit ihrer Sturheit klar zu kommen, sollte man bereits etwas Erfahrung haben.

    Leider neigen Erstbesitzer dazu, diese Punkte aufgrund der Größe des Hundes zu unterschätzen. Im Ergebnis erhält man oft den Klischee Chihuahua, der nicht hört und alles anbellt.

    Daher ist der Chihuahua nicht für Anfänger zu empfehlen. Die Rasse täuscht aufgrund ihrer Größe und benötigt eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Hunden, um richtig erzogen zu werden.

    Yorkshire Terrier sind ebenfalls klein und handlich, was sie auf den ersten Blick attraktiv für Anfänger macht. Sie sind zudem energiegeladener und anpassungsfähiger als Chihuahuas, wodurch sie einfacher in verschiedenen Situationen gehalten werden können.

    Zudem lassen sie sich einfacher trainieren und haben einen angeborenen Wunsch zu gefallen, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei manchen anderen Rassen.

    Allerdings benötigen auch Yorkies konsequente Erziehung und klare Regeln, da sie sonst zu schlechten Angewohnheiten neigen und versuchen ihren eigenen Kopf durchzusetzen.

    Während ihre geringe Größe und ihre niedlichen Erscheinungsbilder ansprechend sind, erfordern daher beide Rassen eine gewisse Erfahrung in Sachen Erziehung und Verhaltensmanagement.

    Anfängerfreundliche kleine Hunde sind zum Beispiel der Havaneser oder Malteser.

    Bei der Wahl zwischen Chihuahua und Yorkshire Terrier ist auf jeden Fall der Yorkshire Terrier besser geeignet für einen Anfänger.

    Dennoch ist auch hier die benötigte Zeit und Konsequenz in der Erziehung nicht zu unterschätzen. Willst du als Erstbesitzer einen Yorkie halten, ist es dringend zu empfehlen, eine Hundeschule zu besuchen, damit du die richtigen Tipps & Hinweise in Bezug auf Haltung und Erziehung deines Hundes bekommst.