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Yorkshire Terrier oder Havaneser: Vergleich der Hunderassen

    Havaneser sitzt neben Yorkshire Terrier

    Vergleich auf einen Blick

    EigenschaftHavaneserYorkshire Terrier
    UrsprungKubaEngland
    Größe (Schulterhöhe Männchen)23–27 cm20–23 cm
    Größe (Schulterhöhe Weibchen)21–25 cm18–20 cm
    Gewicht (Männchen)4–7 kg2.5–3.5 kg
    Gewicht (Weibchen)3–6 kg2–3 kg
    FellfarbenWeiß, Schwarz, Havanna, TabakfarbenStahlblau und Tan
    FellbeschaffenheitLang, seidig, leicht welligMittellang, fein, glatt
    Lebenserwartung13–15 Jahre13–16 Jahre
    TemperamentFreundlich, anhänglich, geselligEnergiegeladen, mutig, anhänglich
    TrainierbarkeitHochMittel bis hoch
    AktivitätslevelMittelHoch
    Verträglichkeit mit KindernSehr gut, anpassungsfähigGut, besser mit älteren Kindern
    Eignung für FamilienHochHoch
    AnfängerfreundlichkeitHochMittel
    Tabelle mit einem Vergleich zwischen Havaneser und Yorkshire Terrier

    Charakter und Temperament der beiden Rassen

    Havaneser

    1. Freundlich und Anhänglich: Havaneser sind für ihre freundliche und anhängliche Natur bekannt. Sie lieben es, in der Nähe ihrer Menschen zu sein und bauen oft eine tiefe Bindung zu ihnen auf.
    2. Gesellig: Diese Rasse ist gesellig und kommt in der Regel gut mit anderen Hunden und Haustieren aus. Sie genießen die Gesellschaft und sind selten aggressiv.
    3. Intelligent: Havaneser sind klug und lernwillig, was sie zu großartigen Kandidaten für Training und Tricks macht.
    4. Verspielt: Sie behalten oft eine verspielte Art bis ins hohe Alter bei, was sie zu entzückenden Familienmitgliedern macht.
    5. Anpassungsfähig: Sie sind anpassungsfähig und kommen sowohl in Wohnungen als auch in Häusern mit Gärten gut zurecht.

    Negativ zu bemerken ist, dass Havaneser manchmal zu Trennungsangst neigen, da sie so anhänglich sind. Dies kann somit zu Verhaltensproblemen führen, wenn sie alleine gelassen werden.

    Yorkshire Terrier

    1. Energiegeladen und Mutig: Yorkies sind bekannt für ihre hohe Energie und ihren mutigen Charakter. Sie fürchten sich nicht davor, sich größeren Hunden zu stellen.
    2. Loyal und Schutzorientiert: Diese kleinen Hunde sind ihren Menschen gegenüber sehr loyal und können manchmal übermäßig beschützend sein.
    3. Intelligent, aber eigensinnig: Yorkshire Terrier sind intelligent, aber sie können auch eigensinnig sein, was das Training herausfordernd machen kann.
    4. Klein, aber laut: Sie neigen dazu, laut zu sein und viel zu bellen, was in manchen Wohnsituationen problematisch sein kann.
    5. Bedürfen regelmäßiger Pflege: Ihr Fell bedarf regelmäßiger Pflege, um Verfilzungen und Knoten zu vermeiden.

    Negativ anzumerken ist, dass Yorkshire Terrier manchmal zu territorialen Verhalten neigen und Schwierigkeiten haben können, sich an neue Menschen oder Tiere zu gewöhnen, wenn sie nicht von klein auf mit diesen aufwachsen

    Hauptunterschiede

    Während beide Rassen ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften haben, liegen die Hauptunterschiede in ihrer Energie und ihrer Beziehung zu anderen.

    Havaneser sind in der Regel anpassungsfähiger und geselliger, was sie zu idealen Begleitern für Familien oder Mehrhaustierhaushalte macht.

    Im Gegensatz dazu sind Yorkshire Terrier oft energiegeladener und territorialer, was sie zu wachsamen Begleitern, aber manchmal zu Herausforderungen in der sozialen Integration macht.

    Ein weiterer signifikanter Unterschied liegt in der Pflege: Während Havaneser einfacher zu pflegen sind, benötigen Yorkies mehr Fellpflege und müssen häufiger gebürstet und getrimmt werden.

    Havaneser und Yorkie sitzen nebeneinander

    Wer lässt sich besser trainieren?

    Wenn es um die Trainierbarkeit von Havanesern und Yorkshire Terriern geht, zeigt sich, dass beide Rassen ihre eigenen Stärken und Herausforderungen mitbringen.

    Die Havaneser zeichnen sich durch ihre Intelligenz und ihren Wunsch, zu gefallen, aus. Diese Kombination macht das Training mit ihnen im Allgemeinen ziemlich unkompliziert.

    Sie lernen schnell und sind oft begierig darauf, neue Befehle und Tricks zu meistern. Ihre verspielte Natur kann das Training zu einer unterhaltsamen Aktivität für beide Seiten machen.

    Ihre größte Herausforderung im Training liegt jedoch in ihrer Sensibilität; sie reagieren nicht gut auf harsche Trainingsmethoden und benötigen eine sanfte, aber konsequente Hand.

    Auf der anderen Seite steht der Yorkshire Terrier, der für seine Energie und Mut bekannt ist. Seine Intelligenz steht außer Frage, jedoch ist sein eigensinniger, zur Sturheit neigende Charakter oftmals eine kleine Herausforderung im Training.

    Yorkies neigen dazu, ihre eigene Meinung zu haben, was bedeutet, dass sie nicht immer genau das tun, was man gerade von ihnen verlangt und man einiges an Geduld und Konsequenz im Training haben sollte.

    Ihre Tendenz zum Bellen ist ebenfalls ein Problem, das frühzeitig mit der korrekte Erziehung korrigiert werden sollte um Probleme und Fehlverhalten zu vermeiden.

    Im direkten Vergleich lässt sich sagen, dass Havaneser im Allgemeinen leichter zu trainieren sind als Yorkshire Terrier, hauptsächlich wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres Wunsches, ihren Menschen zu gefallen.

    Yorkshire Terrier erfordern einen stärkeren Fokus und eine festere Hand im Training.

    Im Kontext aller Hunderassen stehen beide Rassen jedoch relativ gut da, wenn es um Trainierbarkeit geht.

    Sie sind sicherlich nicht so herausfordernd wie einige der eigenwilligeren und unabhängigeren Rassen, aber auch nicht ganz so unkompliziert wie einige der speziell für Gehorsamkeit und Arbeit gezüchteten Rassen.

    Schon gewusst?

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    Wer braucht mehr Beschäftigung?

    Havaneser, bekannt für ihre anpassungsfähige und ausgeglichene Natur, benötigen eine moderate Menge an täglicher Aktivität.

    Sie lieben kurze bis mittellange Spaziergänge und freuen sich über Spielzeiten, sei es Apportieren oder Intelligenzspiele.

    Etwa 30 bis 45 Minuten Bewegung pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei kleinere Einheiten, reichen normalerweise aus, um einen Havaneser körperlich und geistig zu fordern.

    Sie sind auch für ihre Fähigkeit bekannt, an Hundesportarten wie Agilität und Gehorsamkeitstraining teilzunehmen, was sowohl ihren Körper als auch ihren Geist stimuliert.

    Im Gegensatz dazu haben Yorkshire Terrier tendenziell ein höheres Energielevel und benötigen daher mehr oder intensivere Aktivität.

    Insgesamt wollen sie täglich etwa eine Stunde laufen und spazieren. Zudem sind sie große Fans von Intelligenzspielen, die sie auch geistig fordern.

    Im Vergleich zu den Havanesern brauchen Yorkshire Terrier also tendenziell etwas mehr Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig.

    Während Havaneser mit moderater Bewegung und gelegentlichen Denkaufgaben bereits zufrieden sind, brauchen Yorkies regelmäßigere und intensivere Herausforderungen, um wirklich ausgeglichen zu sein.

    Beide Rassen schätzen jedoch die Interaktion mit ihren Menschen und die Gelegenheit, neue Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden.

    Besonders beim Yorkshire Terrier kann es passieren, dass dieser bei mangelnder Auslastung anfängt, destruktives Verhalten zu zeigen und an deinen Möbeln oder Gegenständen zu kauen um sich selbst zu beschäftigen.

    Havaneser und Yorkshire Terrier laufen zusammen im Park

    Welcher Hund passt besser in Familien?

    Havaneser gelten allgemein als sehr familienfreundlich. Ihre freundliche und anhängliche Natur macht sie zu idealen Begleitern für Familienmitglieder aller Altersgruppen.

    Sie vertragen sich in der Regel gut mit Kindern und sind geduldig, was sie besonders für Familien mit jüngeren Kindern attraktiv macht.

    Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sich in verschiedenen häuslichen Umgebungen wohlzufühlen.

    Allerdings ist zu beachten, dass Havaneser nicht lange Zeit allein gelassen werden sollten. Sie entwickeln häufig Trennungsangst und weinen laut oder zerstören Gegenstände, wenn sie alleine sind.

    Daher sind sie am besten in einem Haushalt aufgehoben, in dem regelmäßig jemand zu Hause ist und sie nicht für einen ganzen Arbeitstag alleine bleiben müssen.

    Yorkshire Terrier sind ebenfalls gut für das Familienleben geeignet.

    Sie können mit Kindern umgehen, allerdings eignen sie sich besser für Familien mit älteren Kindern, die verstehen, wie man respektvoll und sanft mit einem kleineren Hund umgeht.

    Mit den grobmotrischen Bewegungen von Kleinkindern kann ein Yorkie nicht viel anfangen.

    Ihre Energie und ihr Mut machen sie zu lebhaften Familienmitgliedern, jedoch sollte ihr gelegentliches territoriales Verhalten im Zaum gehalten werden.

    Wie Havaneser, sollten auch Yorkshire Terrier nicht für lange Zeit alleine gelassen werden, kommen jedoch etwas besser mit dem Alleinesein klar.

    Ihre Bedürfnisse nach Interaktion und Beschäftigung bedeuten jedoch, dass sie nach Feierabend ausreichend ausgelastet und beschäftigt werden müssen.

    Im großen Ganzen aller Hunderassen betrachtet, sind sowohl Havaneser als auch Yorkshire Terrier familientauglich, wobei Havaneser etwas besser für Familien mit kleinen Kindern geeignet sind.

    Welcher Hund passt besser in die Stadt: Havaneser oder Yorkshire Terrier?

    Havaneser sind aufgrund ihrer Größe, ihres Temperaments und ihrer Anpassungsfähigkeit gut für das Leben in der Stadt geeignet.

    Ihre geringe Größe macht sie ideal für kleinere Wohnungen, und ihre ruhige Art hilft ihnen, besser mit den Einschränkungen des städtischen Wohnens zurechtzukommen. Z

    udem sind sie weniger bellfreudig als einige andere kleine Rassen, was in dicht besiedelten Wohngebieten ein großer Vorteil ist.

    Ihre freundliche und ausgeglichene Natur macht es ihnen leichter, mit den verschiedenen Geräuschen und Ablenkungen einer Stadt umzugehen. Somit gibt es wenig Nachteile, einen Havaneser in der Stadt zu halten.

    Yorkshire Terrier sind aufgrund ihrer geringen Größe ebenfalls gut für das Leben in der Stadt geeignet.

    Sie benötigen nicht viel Platz und sind in der Lage, sich an kleinere Wohnungen anzupassen. Aufgrund ihrer Energie ist es jedoch vorteilhaft, wenn sie auch innerhalb der Wohnung ein wenig Platz zum toben und spielen haben.

    Allerdings neigen Yorkies manchmal dazu, etwas lauter zu sein und zu bellen. Ihr Territorialverhalten und ihre Tendenz, auf Geräusche und Bewegungen zu reagieren, sind gerade in dicht besiedelten Gebieten manchmal ein Problem.

    Daher sollte man hier bereits frühzeitig mit der korrekten und konsequenten Erziehung dagegen arbeiten, um dem Hund das richtige Verhalten beizubringen.

    Insgesamt kommen jedoch beide Rassen gut mit dem Leben in der Stadt zurecht.

    Allerdings ist der Havaneser der ruhigerer Hund, der sich optimal an das Leben in einer kleinen Wohnung anpasst und wenig Nachteile für das Stadtleben bietet.

    Yorkshire Terrier können ebenfalls glückliche Stadtbewohner werden, benötigen jedoch mehr Training und Aufmerksamkeit, um mit den Herausforderungen des städtischen Lebens zurechtzukommen.

    Yorkshire Terrier Zeichnung

    Welche Rasse ist anfängerfreundlicher?

    Anfängerfreundlichkeit bei Hunden bezieht sich auf Faktoren wie Trainierbarkeit, Temperament, Pflegebedarf und allgemeine Anpassungsfähigkeit.

    Havaneser gelten allgemein als besonders anfängerfreundlich. Ihre ruhige und ausgeglichene Natur macht sie zu unkomplizierten Begleitern.

    Sie sind bekannt für ihre Intelligenz und Lernwilligkeit, was das Training für Erstbesitzer erleichtert.

    Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umgebungen und ihre Toleranz gegenüber neuen Situationen sind ebenfalls vorteilhaft für Menschen ohne frühere Hundeerfahrung.

    Zudem ist ihre Pflege, obwohl regelmäßig erforderlich, vergleichsweise unkompliziert.

    Diese Kombination aus Temperament, Lernfähigkeit und Pflegebedarf macht den Havaneser zu einer hervorragenden Wahl für Erstbesitzer.

    Yorkshire Terrier, obwohl auch eine beliebte Wahl für Hundeanfänger, können aufgrund ihres lebhaften Temperaments und ihrer manchmal eigensinnigen Art eine etwas größere Herausforderung darstellen.

    Sie sind intelligent, was das Lernen von Befehlen und Tricks erleichtert, aber ihr ausgeprägter Charakter benötigt eine konsequentere Hand in der Erziehung, die ein Anfänger noch nicht ganz gelernt hat.

    Zudem benötigt ihr Fell mehr Pflege, was für Anfänger manchmal überraschend viel Arbeit bedeutet.

    Ihre Tendenz zum Bellen und Territorialverhalten erfordert ebenfalls eine frühzeitige und konsequente Erziehung und Korrektur.

    In der Gesamtbetrachtung aller Hunderassen sind sowohl Havaneser als auch Yorkshire Terrier für Anfänger geeignet, wobei der Havaneser einen leichten Vorteil bietet, insbesondere wenn es um Temperament und Pflegeleichtigkeit geht.

    Das sanftere Wesen des Havanesers ist für Erstbesitzer von Hunden eine attraktive Eigenschaft und machen sie in der Haltung sehr dankbar.

    Aber auch ein Yorkie kann als erster Hund angeschafft werden, wenn man sich den Zeitaufwand bewusst ist und mit Hilfe einer Hundeschule den Hund sinnvoll erzieht.