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Agility Training mit dem Hund einfach erklärt: Was genau ist das?

    Hund springt durch Agility Hindernis

    Was ist Agility?

    Das Grundprinzip von Hundeagility ist einfach: Dein Hund absolviert einen Hindernisparcours, und das so schnell und präzise wie möglich. Dabei sind nur deine Stimme und deine Körpersprache als Hilfsmittel erlaubt.

    Keine Leine, kein Halsband, einfach purer Teamgeist. Ursprünglich kommt diese Sportart aus Großbritannien und war anfangs nur ein Show-Element bei Hundeausstellungen. Mittlerweile ist Agility aber ein weltweiter Sport mit eigenen Meisterschaften und Turnieren.

    Trainingsmöglichkeiten gibt es viele: Manche bauen einen Mini-Parcours im eigenen Garten, andere gehen zu spezialisierten Hundeschulen oder schließen sich einem Agility-Verein an.

    Aber egal, wo du trainierst, eines bleibt immer gleich: Bei Agility geht es um Teamwork, Koordination und Vertrauen zwischen dir und deinem Hund. Ihr seid in diesem Moment ein Team, das gemeinsam eine Herausforderung meistert.

    Aber Agility ist nicht nur rasante Action. Es erfordert auch eine hohe Konzentration von dir und deinem Hund.

    Du lenkst ihn durch eine Vielzahl von Hindernissen, die von Hürden und Tunneln bis zu Wippen und Weitsprüngen reichen.

    Dabei kommst du nicht umhin, auch selbst aktiv zu werden. Ja, richtig gehört, Agility hält nicht nur deinen Hund fit, sondern auch dich, da du mit ihm zusammen durch den Parkour läufst.

    Berührungen während des Laufs sind ein No-Go. Das bedeutet, du kannst deinen Hund nicht schieben, ziehen oder sonst wie physisch beeinflussen.

    Alles läuft über die nonverbale Kommunikation und das bereits etablierte Vertrauensverhältnis zwischen euch. Diese klare Regel macht den Sport fair und aufregend.

    Voraussetzungen des Hundes für Agility

    Bevor du voller Elan einen Agility-Parcours mit deinem Hund angehst, solltest du einige wichtige Voraussetzungen beachten. Ja, Agility macht Spaß, aber nicht für jeden Hund ist dieser Sport geeignet. Auf diese Dinge solltest du achten:

    • Gesundheit geht vor: Dein Hund sollte kerngesund sein. Agility ist eine anstrengende sportliche Betätigung, die sowohl körperlich als auch geistig einiges vom Hund abverlangt. Ein Check-up beim Tierarzt ist also eine gute Idee, bevor es losgeht. In jedem Fall sollte ein Hund, der körperlich nicht zu 100 % fit ist, eher auf Agility verzichten
    • Das richtige Alter: Hunde sollten mindestens 15 Wochen alt sein, um mit Agility zu beginnen. Ab einem Alter von 18 Monaten ist die Teilnahme an offiziellen Turnieren möglich. Welpen und sehr alte Hunde sollten von diesem Sport Abstand nehmen, da ihre Gelenke und Knochen noch nicht oder nicht mehr für solche Belastungen ausgelegt sind. Aber auch Junghunde sollten langsam an den Sport herangeführt werden, da ihr Körper oft noch im Wachstum und nicht vollständig entwickelt ist.
    • Rassen und Körperbau: Während lauffreudige Rassen wie Siberian Huskys oft echte Agility-Fans sind, gilt das nicht für alle Hunde. Vor allem Rassen mit einem ungünstigen Körperbau, wie etwa Dackel mit ihren langen Rücken, sollten sehr vorsichtig sein.
    • Mentale Verfassung: Neben der körperlichen Gesundheit ist auch der mentale Zustand deines Hundes entscheidend. Hunde mit psychischen Problemen oder extremen Ängsten sind eher nicht die besten Kandidaten für einen Sport, der schnelle Reaktionen und Selbstsicherheit erfordert.
    • Bereitschaft und Spaßfaktor: Beide, Hund und Halter, sollten Lust auf diese sportliche Aktivität haben. Ein gelangweilter oder unmotivierter Hund wird keinen Spaß an den Übungen haben und es besteht die Gefahr, dass er sich verletzt oder Stresssymptome entwickelt.
    Hund läuft Agility Slalom Parkour

    Agility: Vorteile und Nachteile

    Agility bringt eine Menge Spaß und Energie in das Leben von Hund und Halter, hat jedoch auch seine Schattenseiten. Werfen wir einen Blick darauf, was diesen Hundesport so reizvoll macht und welche potenziellen Stolpersteine es gibt.

    Vorteile von Agility

    • Fitnesssteigerung für beide Parteien: Agility ist nicht nur ein Workout für deinen Hund, sondern auch für dich. Ihr werdet beide fitter, während ihr gemeinsam über Hürden springt und durch Tunnel rennt.
    • Verbesserte Koordination und Reaktionsfähigkeit: Die komplexen Parcours schulen die motorischen Fähigkeiten deines Hundes und verbessern auch deine eigenen koordinativen Fähigkeiten.
    • Geistige Förderung des Hundes: Dieser Sport fordert nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Dein Hund lernt neue Kommandos und muss schnelle Entscheidungen treffen.
    • Stärkung der Mensch-Hund-Beziehung: Durch das gemeinsame Training und die intensive Kommunikation festigt sich die Bindung zwischen dir und deinem Hund.
    • Soziale Kontakte: Bei Agility-Turnieren und -Kursen triffst du auf Gleichgesinnte. Diese Kontakte können sowohl für den Hund als auch für den Halter sehr bereichernd sein.

    Nachteile von Agility

    • Zeit- und Kostenfaktor: Ein ernsthaftes Agility-Training erfordert eine Menge Zeit und kann auch ins Geld gehen, besonders wenn du spezielle Kurse oder private Trainer in Anspruch nimmst.
    • Risiko der Überforderung: Nicht jeder Hund ist ein geborener Athlet. Übermäßiges oder unsachgemäßes Training kann Stress und sogar Verletzungen verursachen.
    • Eingeschränkte Eignung: Nicht alle Rassen und Altersgruppen sind für diesen Sport geeignet. Einige Hunde können aufgrund ihres Körperbaus oder ihres Alters Schwierigkeiten haben.
    • Bedarf an fachkundiger Anleitung: Unsachgemäßes Training kann bei deinem Hund zu Verletzungen führen oder Stresshormone freisetzen. Daher ist die Anleitung durch Fachpersonal, etwa in einer Hundeschule, empfehlenswert.

    Grundlagen und Regeln für Hunde Agilitytraining

    Im Zentrum von Agility stehen die Geschwindigkeit und die Präzision, mit der der Hund den vorgegebenen Parcours bewältigt.

    In einem typischen Agility-Wettkampf führt der Halter seinen Hund über eine Strecke von 100 bis 200 Metern und überwindet dabei bis zu 22 Hindernisse.

    Dabei ist der Einsatz von Leine, Leckerlis oder Spielzeugen nicht erlaubt. Stattdessen setzt der Halter auf Körpersprache, Stimme und Handzeichen, um den Hund durch den Parcours zu navigieren.

    Die Hunde werden in verschiedene Kategorien unterteilt, um einen fairen Wettkampf zu ermöglichen. Diese Kategorien richten sich nach der Größe des Hundes und sind als Mini, Midi und Maxi bekannt.

    Darüber hinaus gibt es Leistungsklassen wie A1, A2 und A3, die das Können des Hundes widerspiegeln. Je höher die Klasse, desto komplexer und anspruchsvoller sind die Hindernisse und die erforderlichen Fähigkeiten.

    Die Hindernisse selbst sind sehr vielfältig und reichen von Tischen, Hürden und Reifen über Weitsprünge und Wippen bis hin zu Slaloms, Tunneln, Schrägwänden und Laufstegen. Jedes dieser Elemente stellt unterschiedliche Anforderungen an Geschick, Schnelligkeit und Koordination von Hund und Halter.

    Eines der wichtigsten Regeln in Agility ist die fehlerfreie Ausführung. Wenn ein Hund ein Hindernis auslässt oder falsch nimmt, führt das entweder zur Disqualifikation oder zu Zeitstrafen, die das Endergebnis negativ beeinflussen. Daher ist eine gründliche Vorbereitung und ein regelmäßiges Training unerlässlich für den Erfolg.

    Die Siegkriterien im Agility sind klar: Es geht um die schnellste Zeit und die fehlerfreie Ausführung. Wer den Kurs am schnellsten und mit den wenigsten Fehlern abschließt gewinnt.

    Was braucht man alles für Agility?

    Am einfachsten kannst du mit Agility in einer Hundeschule starten, da dort bereits alle notwendigen Geräte vorhanden sind. Anosnten brauchst du nicht viel, außer ein paar Geräte im Garten und Leckerli als Belohnung und Anreiz für den Hund.

    Entweder kannst du dir diese kaufen oder ganz zu Beginn auch selbst zusammenbauen, dazu gleich mehr:

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    Einfache Agility-Übungen zum Ausprobieren

    Agility-Training muss nicht immer kompliziert sein oder spezielle Geräte erfordern. Für Anfänger gibt es eine Reihe von Übungen, die einfach umzusetzen sind und dem Hund dennoch eine spannende Herausforderung bieten.

    • Tunnel: Die Tunnelübung ist ein guter Einstieg. Anfangs wird der Tunnel kurz gehalten. Der Hund wird mit einem Leckerli oder einem Spielzeug durch den Tunnel gelockt. Mit dem Befehl „Durch“ lernt der Hund, dass er den Tunnel durchlaufen soll. Mit der Zeit kann der Tunnel dann in seiner Länge erweitert werden, so dass der Hund sich an die vollständige Durchquerung gewöhnt.
    • Hürdenlauf: Zwei Hürden werden mit ausreichend Abstand zueinander aufgestellt. Zu Beginn kann der Halter zusammen mit dem Hund über die Hürden springen, um die Grundidee zu vermitteln. Sobald der Hund die Übung versteht, positioniert sich der Halter neben der Hürde und gibt das Kommando zum Springen. Das Ziel ist, dass der Hund die Hürden selbständig und sicher überspringt.
    • Balancieren: Diese Übung lässt sich hervorragend in den Alltag integrieren. Bei einem Spaziergang kann der Hund beispielsweise über einen umgestürzten Baum balancieren. Zu Hause im Garten lässt sich ein einfacher Steg aus Holzbrettern bauen. Mit einem Leckerli in der Hand führt der Halter den Hund entlang des Steges. Das fördert die Balance und Koordination des Hundes.

    Das Wichtigste bei diesen Übungen ist die Abwechslung. Ein immer gleichbleibender Parcours führt dazu, dass der Hund sich nicht mehr konzentrieren muss und die Übung zur Routine wird.

    Daher ist es sinnvoll, die Anordnung der Geräte und die Art der Übungen regelmäßig zu variieren. So bleibt das Training für den Hund spannend und er lernt, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.

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    Agility-Übungen für Zuhause

    Agility ist nicht nur etwas für professionelle Kurse oder spezialisierte Hundeschulen. Auch zu Hause lässt sich ein effektives und spaßiges Agility-Training gestalten.

    Mit einfachen Hilfsmitteln und ein wenig Kreativität kann man seinen Hund sowohl physisch als auch mental fordern:

    • Balance-Brett: Eine einfache Konstruktion aus einem stabilen Brett und zwei Getränkekisten dient als Plattform, auf der der Hund das Balancieren übt. Ein Leckerli oder eine motivierende Handbewegung lockt den Hund auf das Brett. Sobald er sicher steht, kann man das Brett sanft wackeln lassen, um die Übung zu erschweren.
    • Hürden: Einfache Hürden lassen sich aus stabilen Stangen und zwei Auflageflächen, etwa Ziegelsteinen, bauen. Der Abstand und die Höhe der Hürden sollten an die Fähigkeiten des Hundes angepasst werden. Ein Kommando wie „Hopp“ hilft dem Hund, die Aufgabe zu verstehen.
    • Tunnel aus Stühlen: Einige Stühle in einer Reihe und eine darüber gelegte Decke bilden einen provisorischen Tunnel. Mit dem Kommando „Durch“ und einem Leckerli am anderen Ende wird der Hund durch den Tunnel gelotst.
    • Slalom mit Stöcken: Einige Stöcke in den Boden stecken und den Hund hindurchführen. Anfangs ist es hilfreich, direkt neben den Stöcken zu laufen und den Hund mit sanften Handbewegungen und Leckerlis durch den Parcours zu leiten.

    Achte in jedem Fall darauf, dass deine Konstruktionen stabil gebaut sind um Verletzungen oder negative Erlebnisse während des Trainings zu vermeiden.

    Arbeite außerdem mit Geduld und regelmäßigen Pausen. Nicht jeder Hund wird die geforderte Übung direkt verstehen und manchmal braucht es einige Anläufe und mehrere Versuche, bis ein Hindernis verstanden ist und korrekt bewältigt wird.

    Wenn du merkst, dass dein Hund gefallen an Agility Übungen zeigt kannst du anschließend überlegen, ob du das Training professioneller angehen lassen willst!

    FAQ

    Was versteht man unter Agility Training mit dem Hund?

    Agility Training ist eine Hundesportart, bei der dein Hund einen Hindernisparcours in einer bestimmten Zeit und in einer speziellen Reihenfolge bewältigt. Für Fehler gibt es Zeitstrafen. Im Wettkampf gewinnt, wer den Parkour am schnellsten abschließen kann.

    Warum ist Agility Training gut für den Hund?

    Agility Training bietet deinem Hund eine großartige Möglichkeit, Energie abzubauen und sich geistig auszulasten. Es stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und fördert die Konzentration deines Hundes. Zudem wird die Bindung zwischen euch beiden vertieft.

    Wie fange ich mit Agility Training an?

    Du startest am besten mit Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Hier“. Dann kannst du einfache Hindernisse wie Hürden oder Tunnel nutzen, um deinem Hund die Basics beizubringen. Nimm an einem Anfängerkurs in einer Hundeschule teil oder suche dir einen erfahrenen Trainer.

    Welche Ausrüstung brauche ich für Agility Training?

    Du brauchst verschiedene Hindernisse wie Tunnel, Hürden, Slalomstangen und Wippen. Diese kannst du dir mit etwas Kreativität zu Beginn aber auch aus Haushaltsgegenständen improvisiert zusammenbauen. Leckereien oder Spielzeuge dienen als Belohnung und Motivation für deinen Hund.

    Ist jeder Hund für Agility Training geeignet?

    Fast jeder gesunde Hund kann Agility Training machen, unabhängig von Rasse oder Größe. Wichtig ist, dass dein Hund grundlegende Kommandos beherrscht und körperlich fit ist. Hunde mit einer besonderen Körperform, z.B. Dackel bekommen jedoch schnell Rückenprobleme. Bist du dir nicht sicher, frage am besten Tierarzt oder Hundeschule, ob sich dein Hund für das Training eignet.

    Wie oft sollte ich Agility Training machen?

    Zwei bis dreimal pro Woche ist eine gute Häufigkeit, um sichtbare Fortschritte zu erzielen ohne deinen Hund zu überfordern. Je nach Alter, Fitness und Interesse des Hundes kannst du die Frequenz anpassen. Wenn du Agility nur als Hobby ausprobieren willst, reicht aber auch wöchentliches oder zweiwöchentliches Training.

    Gibt es Wettkämpfe im Agility Training?

    Ja, es gibt regionale, nationale und internationale Agility-Wettkämpfe. Diese können eine motivierende Herausforderung sein und bieten die Möglichkeit, die Fähigkeiten deines Hundes unter Beweis zu stellen, sofern du darauf Lust hast.

    Was sind die Risiken beim Agility Training?

    Wie bei jeder Sportart besteht ein Verletzungsrisiko, vor allem wenn dein Hund die Hindernisse nicht korrekt nimmt oder wenn die Ausrüstung mangelhaft ist. Daher ist es wichtig, mit einfachen Übungen zu starten und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.