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Spielen mit Hund ohne Spielzeug: 5 Ideen für Beschäftigung

    Zeichnung: Hund liegt mit überkreuzten Pfoten Zuhause

    Du willst mit deinem Hund spielen, aber hast gerade kein Spielzeug zur Hand? Hier sind meine Top 5 Spiele ohne Spielzeug, die bei mir und meinen Hunden immer funktioniert haben und keine oder kaum Hilfsmittel benötigen!

    Diese 5 Spiele kannst du mit deinem Hund auch ohne Spielzeug machen

    1. Mit dem Hund raufen und kitzeln

    Du fängst an, deinen Hund ein bisschen zu kitzeln. Nicht zu viel, nur so ein kleiner, sanfter Kitzler, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

    Wichtig ist, dass es für deinen Hund angenehm bleibt und er nicht das Gefühl hat, geärgert zu werden. Nachdem du ihn gekitzelt hast, ziehst du schnell deine Hand weg.

    Das Interessante dabei ist, wie dein Hund reagiert. Oft schauen sie dich dann an, so nach dem Motto: „Hä, was war das denn jetzt?“ Und das ist der Moment, wo der Spaß beginnt.

    Wenn du das ein paar Mal wiederholst, wird dein Hund wahrscheinlich beginnen, sanft mit seinen Pfoten nach dir zu tatschen. Es entwickelt sich eine spielerische kleine Rauferei, die total harmlos und lustig ist.

    Das Schöne an diesem Spiel ist, wie es sich weiterentwickeln kann. Nachdem ihr ein bisschen herumgetollt habt, kannst du die Stimmung wechseln und in ein intensives Streicheln übergehen.

    Das bringt nicht nur Entspannung, sondern verstärkt auch die Bindung zwischen dir und deinem Hund. Es ist eine schöne Mischung aus Spiel, Spaß und Zuneigung.

    2. Fangen spielen

    kennst du das Spiel „Fang mich, wenn du kannst“? Das ist ein super Spiel für dich und deinen Hund, ganz ohne Spielzeug, und es macht einen Riesenspaß.

    Stell dir vor, du bist in deinem Garten oder in deinem Haus und fängst einfach an zu rennen. Nicht zu schnell, dein Hund soll ja mitkommen.

    Dann hältst du an, rufst deinen Hund zu dir, und wenn er dann bei dir ist, lobst du ihn überschwänglich. Und zack, geht’s wieder los, du rennst und dein Hund ist direkt hinter dir her.

    Das Tolle an diesem Spiel ist, dass es nicht nur Spaß macht, sondern auch super für das Training des Rückrufs ist. Du weißt schon, das Kommando „Hier“ oder „Komm“.

    Jedes Mal, wenn dein Hund zu dir kommt, nachdem du ihn gerufen hast, bekommt er eine Belohnung in Form von Lob oder vielleicht einem kleinen Leckerli.

    Das verstärkt bei ihm das Gefühl, dass es sich immer lohnt, zu dir zurückzukehren.

    Aber pass auf: Du solltest nicht deinen Hund jagen, denn das könnte ihm beibringen, dass Weglaufen ein tolles Spiel ist.

    Nein, in diesem Spiel ist dein Hund der Jäger und du bist der Gejagte. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern lehrt deinen Hund die richtigen Verhaltensweisen.

    3. Suchspiele mit Leckerli

    Dieses Spiel nutzt den natürlichen Jagd- und Spürinstinkt deines Hundes, macht ihm eine Riesenfreude und kommt ganz ohne Spielzeug aus.

    Also, wie geht das? Wenn du einen Garten hast, ist das perfekt. Du lässt deinen Hund an einem Ort sitzen und versteckst dann die Leckerlis an verschiedenen Stellen im Garten.

    Am Anfang ist es gut, wenn dein Hund zuschauen kann, wo du die Leckerlis versteckst. So versteht er das Spiel und bekommt schneller Erfolgserlebnisse.

    Dein Hund darf dann losziehen und die Leckerlis suchen. Es ist so spannend zu sehen, wie er seinen Geruchssinn einsetzt und die Leckerlis aufspürt.

    Manchmal findet er auch nicht alle Leckerli. An diesem Punkt helfe ich dann irgendwann und zeige meinem Hund grob die Richtung oder Orte und lasse ihn dort noch ein bisschen weiter suchen.

    Im Garten ist es durch die vielen verschiedenen Gerüche eine kleine Herausforderung für ihn, was das Ganze noch spannender macht.

    Keinen Garten? Kein Problem! Das Spiel funktioniert auch super in der Wohnung. Du kannst die Leckerlis hinter Kissen, unter Möbeln oder an anderen versteckten Ecken platzieren.

    Wenn dein Hund das Spiel verstanden hat und schon ein bisschen geübter ist, kannst du den Schwierigkeitsgrad steigern. Lass ihn dann nicht mehr zusehen, wo du die Leckerlis versteckst. Das fordert seine Spürnase noch mehr und macht das Spiel spannender.

    Wichtig ist, dass du das Spiel positiv und stressfrei gestaltest. Jedes gefundene Leckerli ist ein Erfolgserlebnis und sollte entsprechend gefeiert werden.

    So stärkst du nicht nur die geistigen Fähigkeiten deines Hundes, sondern auch sein Selbstvertrauen.

    Zeichnung: Hund hat Schnauze am Boden, in Wohnung

    4. Verstecken vor dem Hund

    Hunde lieben Versteckspiele und sie sind ganz einfach ohne Spielzeug zu spielen. Ganz nebenbei kannst du damit auch noch Kommandos wie „Bleib“ und „Komm“ üben, was gerade bei Welpen super hilfreich ist.

    Also, wie funktioniert’s? Zuerst bringst du deinen Hund in einen Raum und sagst ihm, er soll „bleib“ machen.

    Dann suchst du dir schnell ein gutes Versteck in einem anderen Raum. Das kann hinter einem Möbelstück sein, unter einer Decke, oder wo auch immer du dich gut verstecken kannst. Es muss kein perfektes Versteck sein, aber du solltest halt nicht einfach nur ganz offensichtlich in der Mitte des Raumes stehen.

    Sobald du versteckt bist, rufst du deinen Hund. Jetzt wird’s spannend! Du wirst wahrscheinlich hören und vielleicht auch sehen, wie er anfängt, nach dir zu suchen.

    Hunde haben einen fantastischen Geruchssinn, aber sie nutzen auch ihre Augen und Ohren, um dich zu finden. Es ist so spannend und lustig zu sehen, wie sie das Rätsel lösen.

    Wenn dein Hund dich dann findet, ist die Freude riesig. Du kannst ihm sagen: „Du hast mich gefunden!“ und ihn mit ganz viel Lob überschütten.

    Wenn du magst, kannst du ihm auch ein Leckerli als Belohnung geben. Das verstärkt das positive Erlebnis und er wird super gerne mit dir spielen.

    Das Spiel ist nicht nur unterhaltsam, sondern es stärkt auch das Vertrauen und die Bindung zwischen dir und deinem Hund, denn er fühlt sich so, als hätte er ein kleines Rätsel gelöst. Es lehrt ihn, auf dich zu hören und dir zu folgen. Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit, seinen Geist und seine Sinne zu fördern.

    5. Improvisiertes Agility Training

    Agility Training zu Hause oder unterwegs, ganz ohne spezielles Equipment? Das ist absolut möglich und kann super spaßig für dich und deinen Hund sein.

    Und weißt du was? Du kannst dabei richtig kreativ werden solange du darauf achtest, dass alles ungefährlich für deinen Vierbeiner bleibt.

    Zuhause kannst du zum Beispiel mit Stühlen einen kleinen Parcours bauen. Wenn dein Hund groß genug ist, kann er darauf springen und entlang balancieren. Achte dabei nur darauf, dass die Stühle stabil stehen und keine gefährlichen Lücken entstehen.

    So ein improvisierter Agility-Parcours fördert die Geschicklichkeit und das Gleichgewicht deines Hundes.

    Wenn du draußen, zum Beispiel im Wald, unterwegs bist, findest du vielleicht einen umgefallenen Baumstamm. Perfekt!

    Der kann als natürliche Hürde zum Drüberspringen oder Balancieren genutzt werden. Das bringt nicht nur Abwechslung ins Training, sondern trainiert auch die Muskulatur und Koordination deines Hundes.

    Auch einen gefundenen Stock kannst du kreativ einsetzen. Zwar ist er zum Apportieren wegen möglicher Splitter nicht ideal, aber als kleine Hürde zum Drüberspringen eignet er sich super.

    Und zurück zuhause? Wie wäre es mit einer kleinen Röhre aus gestapelten Kissen und Decken? Das erfordert Mut von deinem Hund und macht zudem eine Menge Spaß.

    Wichtig bei all diesen Aktivitäten ist, dass du immer auf die Sicherheit deines Hundes achtest. Die selbstgebauten Geräte sollten stabil und ohne scharfe Kanten oder spitzen Stellen sein, damit sich dein Hund nicht verletzt.

    Was mache ich, wenn mich mein Hund beim Spielen beißt oder nach mir schnappt?

    Eine Sorge die ich beim Raufen immer hatte, war, dass das Spiel eskaliert und mein Hund nach mir schnappt und zubeißt. Aber auch hier gibt es Lösungen, wie du mit diesem Problem ganz einfach umgehen kannst!

    1. Spiel unterbrechen: Wenn dein Hund nach dir schnappt oder beißt, unterbrich das Spiel sofort. Steh auf, wende dich ab und ignoriere ihn für eine kurze Zeit. Das zeigt ihm, dass sein Verhalten nicht akzeptabel ist und dass es zum Ende des Spiels führt.
    2. Ruhiges Verhalten belohnen: Wenn dein Hund ruhig ist und nicht schnappt, lob ihn dafür. So lernt er, dass er für gutes Verhalten Aufmerksamkeit und Belohnungen bekommt.
    3. Beißhemmung trainieren: Beißhemmung ist wichtig und sollte schon früh bei Welpen trainiert werden. Aber auch bei älteren Hunden kann man daran arbeiten. Wenn dein Hund zu fest zubeißt, sag deutlich „Aua“ und beende das Spiel. So versteht er, dass sein Verhalten unangenehm für dich ist.

    Wie gehe ich mit dominantem Verhalten meines Hundes um?

    Beim Spielen mit Hunden taucht manchmal die Frage auf, ob es ein Problem ist, wenn der Hund während des Spiels über einem steht. Viele denken, das könnte eine Dominanzgeste sein. Aber eigentlich ist es nicht so kompliziert.

    Stell dir vor, du kugelst beim Spielen mit deinem Hund auf dem Boden herum. Er steht über dir – ist das ein Zeichen von Dominanz? Nicht unbedingt. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Spiel einfach Spiel ist.

    Wenn du dir eine Hundemutter mit ihren Welpen anschaust, wirst du sehen, dass sie auch oft im Spiel unter ihren Welpen liegt.

    Sie zeigt ihre Grenzen auf, indem sie das Spiel unterbricht, wenn es ihr zu viel wird, und das kannst du auch tun.

    Dominanz wird oft überbewertet und manchmal im falschen Kontext verwendet. Es ist viel eher wichtig, dass das Spiel ein Spiel bleibt und sich nicht zu etwas Aggressiverem entwickelt.

    Wenn du beim Spielen merkst, dass dein Hund zu aufgeregt oder zu dominant wird, ist es absolut in Ordnung, aufzustehen und das Spiel zu beenden.

    Das setzt klare Grenzen, ohne dass du dich „zur Wehr setzen“ musst, und hilft deinem Hund, zu verstehen, wann genug ist.

    Frau streichelt Hund Zuhause im Wohnzimmer, Zeichnung

    Warum ist das Spielen ohne Spielzeug gut für den Hund?

    Manchmal denken wir ja, dass Spielen mit unseren Hunden immer irgendwie mit einem Spielzeug verbunden sein muss. Ein Ball hier, ein Frisbee da, und schon sind wir mitten im Spiel.

    Aber weißt du was? Das ist gar nicht unbedingt nötig. Spiel ohne Spielzeug kann so bereichernd sein, und dabei lernt unser Vierbeiner eine Menge.

    Nehmen wir mal ein Beispiel: Du spielst mit deinem Hund, ganz ohne Spielzeug. Ein bisschen Herumtollen, Raufen, oder auch Verstecken spielen. Das ist nicht nur super lustig, sondern hat auch einen richtig tollen Effekt.

    Dein Hund trainiert dabei seine körperlichen Fertigkeiten, er wird geschickter, schneller, und ja, auch ein bisschen schlauer.

    Denn beim Spiel ohne Spielzeug lernt dein Hund nämlich auch, nur eben spielerisch. Er probiert neue Strategien aus, passt sich an verschiedene Situationen an und steigert so auch seine Intelligenz.

    Und das Beste daran? Es fühlt sich für ihn nicht wie Training an, sondern wie reiner Spaß.

    Und dann ist da noch die soziale Komponente. Hunde, die in Sozialverbänden leben – und dazu gehören unsere Haushunde ja definitiv – profitieren enorm von solchen Spielen.

    Auch für den Abbau von Aggressionen ist das Spiel ohne Spielzeug super. Es hilft, Rivalitäten spielerisch auszutragen und fördert die gegenseitige Toleranz.

    Kurz gesagt, es stärkt die Bindungen und sorgt für ein harmonischeres Miteinander.

    Und vergiss nicht: Du als Herrchen oder Frauchen gibst den Ton an. Du entscheidest, wann das Spiel beginnt und endet. Wenn dein Hund dich zum spielen auffordert, kannst du natürlich gerne darauf eingehen, wenn du auch gerade Lust darauf hast.

    Wenn dein Hund aber unbedingt spielen will und du bist gerade mit anderen Dingen beschäftigt, dann ignoriere deinen Vierbeiner einfach. Das wird ihm vielleicht nicht gefallen, aber so lernt er, dass er nicht selbst entscheiden kann, wann es Zeit zum Spielen ist und du verdeutlichst die Rangordnung im Familien-Rudel.