Zum Inhalt springen
Home » Ernährung » Durchfall nach Futterumstellung beim Hund – Alle wichtigen Infos

Durchfall nach Futterumstellung beim Hund – Alle wichtigen Infos

    Hund wird an Halsband geführt

    Du hast das Futter von deinem Hund umgestellt und direkt hat dein Vierbeiner Durchfall? Das kann auch passieren wenn du es besonders vorsichtig hast angehen lassen. Ich gebe dir meine besten Tipps, wie du mit dieser Situation umgehen kannst.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Bei einer Futterumstellung kann es häufig passieren, dass dein Hund Durchfall oder Verdauungsprobleme bekommt, besonders wenn du das Futter zu schnell wechselst oder gar keine Umgewöhnungsphase für deinen Hund einplanst.
    • Auch wenn du das Futter langsam umstellst kann dein Hund Durchfall oder Verdauungsprobleme bekommen.
    • Ein Hund kannst du oft innerhalb einer Woche an sein neues Futter gewöhnen. Es kann aber mehrere Wochen dauern, bis sich der Magen und die Verdauung deines Vierbeiners vollständig an das neue Futter gewöhnt hat.
    • Über 60% der Hunde haben sich nach 2 Wochen an das neue Futter gewöhnt und keine Beschwerden mehr. In manchen Fällen kann es trotzdem länger dauern.
    • Wechselst du von Nass- auf Trockenfutter (oder umgekehrt) kann es zu stärkeren Nebenwirkungen kommen, wie bei einem Wechsel von einem Trockenfutter (oder Nassfutter) auf ein anderes. Neben der Verdauung ändert sich auch der Wasserhaushalt des Hundes, was schneller zu Durchfall oder Verstopfung führen kann.
    • Hund mit Allergien oder Unverträglichkeiten sind besonders anfällig für die Umstellung des Futters. Hier hilft jedoch oft hypoallergenes Futter, den Übergang so sanft wie möglich zu machen.

    Ist Durchfall bei der Futterumstellung des Hundes normal?

    Ein häufiges Problem bei der Futterumstellung ist, dass sie die Verdauung deines Vierbeiners ganz schön belasten kann. Bei unserem Hund war das auch ein häufiges Thema. Aber ist es normal, dass dein Hund bei einer Futterumstellung immer Durchfall bekommt?

    Generell gilt: Ja, es ist ziemlich normal, dass ein Hund während oder nach einer Futterumstellung Durchfall bekommt. Es gibt jedoch einige Tricks wie du diese Nebenwirkungen so gering wie möglich halten kannst. Außerdem muss Durchfall auch nicht zwingend vorkommen, aber er ist die häufigste Nebenwirkung.

    Du weißt ja, wie es ist: Jeder Hund ist anders und das gilt auch für Geschmack und Verdauungssystem. Manche sind wie Gourmet-Esser, die jede kleine Veränderung auf dem Silbertablett erkennen, während andere eher an den sprichwörtlichen Müllschlucker erinnern und alles vertragen.

    Wenn es um Futterumstellung geht, spielt diese individuelle Verträglichkeit jedoch eine große Rolle.

    Stell dir vor, dein Hund bekommt plötzlich ein komplett anderes Menü serviert. Selbst wenn es für ihn wie ein Fünf-Sterne-Essen aussieht, kann sein Magen-Darm-Trakt erstmal rebellieren. Da ist es wie bei uns Menschen: Eine plötzliche Ernährungsumstellung bringt unseren Bauch auch manchmal zum Grummeln.

    Bei unserem Hund haben wir das so gehandhabt: Wir haben das neue Futter langsam eingeführt. Zuerst gab’s ein paar Happen als Leckerli, um zu testen, wie sie darauf reagiert. Dann haben wir es schrittweise in ihre normale Mahlzeit integriert. Das Ziel ist, den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten.

    Klar, manchmal gab es trotzdem leichte Verdauungsprobleme wie Durchfall. Aber keine Panik, das ist in der Anfangsphase nicht ungewöhnlich. Dein Hund braucht einfach Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen.

    Denk daran, erst nach einigen Wochen kannst du wirklich sagen, ob das neue Futter gut für ihn ist.

    In den meisten Fällen klappt die Umstellung aber gut. Nach einer Weile hat sich der Magen-Darm-Trakt eingependelt und dein Vierbeiner kann sein neues Futter genießen, als wäre es schon immer sein Lieblingsmenü gewesen.

    Sketch: Hund mit überkreuzten Pfoten

    Wie lange dauert es bis sich der Hund an das neue Futter gewöhnt hat?

    Die Dauer, bis sich dein Hund an das neue Futter gewöhnt, hängt stark von seiner individuellen Reaktion ab. Aber keine Sorge, in den meisten Fällen ist diese Phase ziemlich unkompliziert.

    Nehmen wir mal an, du startest die Futterumstellung. In der Regel reicht ein Zeitraum von etwa sieben Tagen, um die Umstellung sanft zu vollziehen.

    In dieser Zeit bekommt dein Hund die Chance, sich langsam an den neuen Geschmack und die neuen Inhaltsstoffe zu gewöhnen. Das gibt seinem Magen und der Verdauung die Zeit, sich auf das neue Futter einzustellen.

    Aber auch bei einer langsamen Umstellung gilt: Verdauungsprobleme wie Durchfall können auftreten und sind keine Seltenheit!

    Hier ist es wichtig, dass dein Hund ausreichend trinkt, denn Durchfall kann dehydrieren. Stell sicher, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht.

    Es gibt jedoch auch Studien und Umfragen zu diesem Thema: Bei ca. 60 % der Hunde die anfänglichen Verdauungsbeschwerden haben, verschwinden diese innerhalb von 14 Tagen.

    Bei einigen Hunden dauerte es allerdings mehr als 21 Tage, bis sich alles normalisiert hatte. Das zeigt, wie unterschiedlich Hunde reagieren können und unterstreicht, dass es keinen pauschalen Richtwert gibt, der für jeden Hund gleich gilt.

    Wenn dein Hund allerdings schwerwiegendere Symptome zeigt, wie starken Gewichtsverlust oder anhaltendes Erbrechen, solltest du die Umstellung überdenken und eventuell abbrechen.

    In den meisten Fällen aber, mit etwas Geduld und Aufmerksamkeit, gewöhnen sich die Hunde gut an das neue Futter und genießen bald ihre Mahlzeiten wieder in vollen Zügen.

    Wie erkenne ich ob mein Hund das neue Futter nicht verträgt?

    Stell dir vor, du hast die Futterumstellung bei deinem Hund sorgfältig und schrittweise durchgeführt, und trotzdem gibt es Probleme.

    Manchmal reagieren Hunde empfindlich auf neue Futtersorten und vertragen dieses im schlimmsten Fall überhaupt nicht

    Aber auch hier gilt wieder: Die Symptome unterschieden sich von Vierbeiner zu Vierbeiner und lassen sich schlecht pauschal beschreiben.

    Bei unserem Hund haben wir immer zuerst mitbekommen, dass sie häufiger Blähungen hatte, gefolgt von Durchfall.

    Wenn solche Symptome mehr als nur ein paar Tage anhalten und die Probleme über Wochen anhalten, könnte das ein Zeichen sein, dass der Hund das neue Futter nicht gut verträgt.

    Besonders wenn dazu heftiges Erbrechen kommt, solltest du vorsichtig sein und den Versuch einer Futterumstellung vielleicht abbrechen.

    Eines darf man nicht vergessen: Gerade bei Welpen, älteren Hunden oder solchen mit Vorerkrankungen können Durchfall und Erbrechen schnell ernst werden.

    Sie verlieren dabei viel Wasser, was zu Kreislaufproblemen führen kann. In solchen Fällen sollte man keinen Moment zögern und zum Tierarzt gehen.

    Inzwischen lässt sich ein Gespräch mit einem Tierarzt aber auch einfach und unkompliziert online durchführen – du brauchst noch nicht einmal ein Termin.

    Manchmal zeigt sich eine Futtermittelunverträglichkeit aber auch subtiler. Einige Wochen nach der Futterumstellung könnten beispielsweise Haut- oder Zahnprobleme auftreten. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass das Futter vielleicht nicht das richtige ist.

    Die Symptome einer Futtermittelunverträglichkeit können vielfältig sein und unterschiedlich stark ausgeprägt.

    Wichtig zu wissen ist, dass solche Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können und nicht zwingend auf eine Futterunverträglichkeit hinweisen. Hier eine Liste möglicher Anzeichen:

    • Erbrechen bei bestimmten Futtersorten
    • Durchfall, der sich nach Futterumstellung bessert
    • Blähungen bei bestimmten Futtersorten
    • Bauchschmerzen
    • Heftiges Kauen und Beißen der Pfoten
    • Haarausfall, entzündete oder gerötete Haut
    • Schlechter Appetit bis hin zur Abmagerung

    Eine Futtermittelunverträglichkeit kann sich zusaätzlich auf das Wohlbefinden des Hundes und seinen Hormonhaushalt auswirken, was sich in Verhaltensänderungen äußern kann. Dein Vierbeiner ist einfach nicht „er selbst“.

    In jedem Fall ist es ratsam, solche Symptome von einem Tierarzt abklären zu lassen. Denn nur ein Profi kann wirklich sicherstellen, dass es sich um eine Unverträglichkeit handelt und nicht um eine andere Erkrankung.

    Was passiert wenn ich das Futter zu schnell umstelle?

    Stell dir vor, du entscheidest dich dazu, das Futter deines Hundes zu wechseln – und zwar zackig, ohne lange Übergangsphase. Klingt einfach und unkompliziert, oder? So einfach ist es aber leider nicht. Zu schnelle Futterumstellungen können für deinen Hund nämlich ziemlich belastend sein.

    Warum ist das so? Nun, denk mal an uns Menschen: Wenn wir plötzlich unsere Ernährung komplett umkrempeln, kann unser Magen-Darm-Trakt auch rebellieren.

    Bei Hunden ist das nicht anders. Ihr Verdauungssystem ist sensibel und reagiert auf abrupte Veränderungen.

    Bei unserem Hund habe ich gesehen, was passieren kann, wenn man das Futter zu schnell umstellt. Durchfall, weicher Kot, manchmal sogar Verstopfung oder Appetitverlust sind keine Seltenheit.

    Diese Symptome können besonders bei sensiblen Hunden auftreten. Sie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr Verdauungssystem mit der plötzlichen Veränderung überfordert ist.

    Daher ist es ratsam, auf eine radikale Umstellung zu verzichten. Selbst robuste Hunde, die scheinbar alles vertragen, könnten mit Problemen reagieren.

    Die bessere Alternative? Eine stufenweise und schonende Umstellung. Auch hier können anfangs Nebenwirkungen wie Blähungen oder breiiger Kot auftreten. Aber keine Sorge, das ist normal und sollte sich in der Regel nach ein paar Tagen legen.

    Hat dein Hund anhaltende Probleme, solltest du zum Tierarzt gehen. Um gegen diese Kosten finanziell abgesichert zu sein macht es Sinn, frühzeitig eine Hunde Krankenversicherung abzuschließen!

    Wechsel von Trocken- auf Nassfutter (oder andersrum)

    Bei einer Futterumstellung reden wir oft von unterschiedlichen Futtersorten, aber meist wechselt man von Trockenfutter zu einem neuen Trockenfutter. Wie ist das aber, wenn man aus Trockenfutter Nassfutter machen will (oder umgekehrt)?

    Das ist eine ziemlich große Veränderung, nicht nur geschmacklich, sondern auch in der Art und Weise, wie dein Hund seine Feuchtigkeit aufnimmt.

    Das liegt vor allem daran, dass Nass- und Trockenfutter sich hauptsächlich im Feuchtigkeitsgehalt unterscheiden.

    Nassfutter enthält viel Wasser, während Trockenfutter eher wasserarm ist. Bei einer Umstellung von Nass- auf Trockenfutter musst du also bedenken, dass dein Hund seinen Wasserhaushalt anpassen muss.

    Das heißt, er wird wahrscheinlich mehr trinken, um den Feuchtigkeitsmangel auszugleichen. Gleichzeitig kann dies auch seinen Verdauungstrakt beeinflussen und zu Durchfall oder Verstopfung führen.

    Bei unserem Hund habe ich das selbst erlebt. Als wir von Nass- auf Trockenfutter umgestellt haben, war ich anfangs überrascht, wie viel mehr sie trank. Aber das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Wichtig ist nur, dass immer genügend frisches Wasser zur Verfügung steht.

    Wenn du von Nass- auf Trockenfutter wechselst solltest du auch hier wieder schrittweise vorgehen. Du kannst zum Beispiel anfangen, ein paar Trockenfutterkroketten unter das Nassfutter zu mischen. Umgekehrt fügst du dem Trockenfutter nach und nach etwas Nassfutter hinzu.

    Diese langsame und behutsame Methode erleichtert deinem Hund die Anpassung an die neue Futterart. Dabei kann es sein, dass er anfangs etwas wählerisch ist und nicht alles auffrisst. Aber keine Sorge, mit der Zeit wird er sich daran gewöhnen und wieder seine gewohnten Portionen fressen.

    illustration hund frisst aus napf in küche

    Futterumstellung bei Hunden mit Allergien oder Unverträglichkeiten

    Wenn dein Hund zu den Vierbeinern gehört, die mit Allergien oder Unverträglichkeiten zu kämpfen haben, dann weißt du, dass eine Futterumstellung oft eine heikle Angelegenheit ist.

    Dies gilt zum einen wenn der Hund sein aktuelles Futter nicht verträgt, aber auch wenn es Probleme mit der neuen Futtersorte gibt.

    Stell dir vor, dein Hund hat akute Beschwerden wegen einer Unverträglichkeit. In so einem Fall kann eine sofortige Futterumstellung notwendig sein, um den Kontakt mit dem Allergieauslöser zu vermeiden.

    Das kann manchmal wie ein kleines Wunder wirken, und plötzlich frisst dein Hund seine Mahlzeiten wieder ohne Probleme.

    Aber auch hier hilft es, die Umstellung langsam angehen zu lassen um die Nebenwirkungen der Futterumstellung zu reduzieren.

    Mein Tipp: Erhöhe die Menge des neuen Futters alle drei bis vier Tage ein wenig und beobachte, wie dein Hund darauf reagiert.

    Das Aufteilen des Futters in zwei bis drei kleinere Mahlzeiten pro Tag kann zusätzlich helfen, den Magen deines Hundes zu entlasten.

    Für Hunde mit Stoffwechselerkrankungen oder ältere Hunde, die spezielle Ernährungsbedürfnisse haben, ist es ebenfalls ratsam, die Umstellung langsam anzugehen.

    Und dann gibt es noch die mäkeligen Esser. Wenn dein Hund das neue Futter zunächst skeptisch betrachtet, versuche, das Futter löffelweise „einzuschleichen“.

    Nassfutter kannst du auch leicht erwärmen, um es schmackhafter zu machen. Manchmal hilft es auch, einfach dabei zu sein, wenn dein Hund frisst. So fühlt er sich sicher und unterstützt.

    Bei akutem Durchfall kann eine kurze Nahrungspause von etwa 24 Stunden sinnvoll sein, gefolgt von einer leichten Schonkost. Gekochtes Hühnchen und Reis sind hier eine gute Wahl. Hier findest du mehr Hausmittel gegen Durchfall beim Hund.

    Hypoallergenes Futter ist auch eine Überlegung wert, da es besonders leicht verdaulich ist und das Risiko von Nebenwirkungen wie Durchfall minimiert. Unten findest du die beliebtesten allergieverträglichen Futtersorten: