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Wie viele Kalorien braucht ein Hund pro Tag?

    Hund frisst aus Futternapf

    Du willst deinen Hund nicht fett füttern, weißt aber nicht genau, wie viel Kalorien dein Hund pro Tag überhaupt bekommen darf?

    Wir schauen uns hier an, wie sich der Kalorienbedarf berechnet und wie du sicherstellen kannst, dass dein Hund dir richtige Menge Futter bekommt.

    Wie berechnet sich der Kalorienbedarf eines Hundes?

    Den Kalorienbedarf deines Hundes kann man relativ gut ausrechnen, solang man ein paar Formeln kennt:

    Zuerst müssen wir herausfinden, was der Grundbedarf an Kalorien für deinen Hund ist.

    Dieser Grundbedarf heißt „RER“ – das steht für „Resting Energy Requirement“. Das ist die Energiemenge, die dein Hund braucht, wenn er den ganzen Tag nur entspannen würde.

    Die Berechnung des RER ist ganz leicht: Du nimmst das Körpergewicht deines Hundes in Kilogramm, multiplizierst es mit 30 und addierst dann 70 dazu. Das Ergebnis sind dann die benötigten Kalorien pro Tag.

    Die Formel sieht also so aus: [Körpergewicht des Hundes (in KG) x 30] + 70 = RER.

    Dein Hund liegt ja aber nicht nur den ganzen Tag rum. Je nachdem, wie aktiv dein Hund ist, ob er noch jung oder schon älter ist, ob er ein Welpe ist oder vielleicht gerade Babys bekommt, ändert sich sein Kalorienbedarf.

    Dafür gibt es eine Liste mit verschiedenen Multiplikatoren, die wir auf den RER anwenden, um den tatsächlichen Kalorienbedarf zu berechnen.

    Zum Beispiel, wenn dein Hund ein erwachsener, kastrierter Hund ist und normal aktiv, dann multiplizierst du den RER mit 1,6. Wenn dein Hund ein Welpe ist, der jünger als 4 Monate ist, dann multiplizierst du den RER mit 3.

    Lass uns das an einem Beispiel durchrechnen: Nehmen wir an, dein Hund wiegt 25 Kilogramm und ist ein normal aktiver, erwachsener, kastrierter Hund. Die Berechnung wäre dann [(25 Kg x 30) + 70] x 1,6. Das ergibt 1.312 Kalorien pro Tag.

    Keine Lust auf komplizierte Formeln?

    Diese ganze Berechnung klingt vielleicht erstmal kompliziert, aber keine Sorge!

    Ich habe dir einen kostenlosen Kalorienrechner für Hunde erstellt, der genau diese Formel und verschiedenen Faktoren benutzt, um dir automatisch auszurechnen, wie viele Kalorien dein Hund braucht.

    So kannst du ganz einfach sicherstellen, dass dein Hund genau die richtige Menge an Energie bekommt, um gesund und munter zu bleiben.

    Welche Faktoren beeinflussen den Kalorienbedarf deines Hundes?

    Der Grundbedarf deines Hundes wird zusätzlich noch von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Hier sind ein paar der wichtigsten aufgeführt:

    1. Aktivitätslevel: Aktive, sportliche Hunde haben einen höheren Energiebedarf. Wenn dein Hund viel herumtollt, rennt oder spielt, verbrennt er mehr Kalorien und braucht daher mehr Energie in Form von Futter.
    2. Alter und Temperament: Junge, temperamentvolle Hunde benötigen in der Regel mehr Futter als ältere, ruhigere Hunde. Ein junger, energiegeladener Hund ist ständig in Bewegung und verbraucht dadurch logischerweise mehr Kalorien.
    3. Größe und Gewicht: Diese beiden Faktoren spielen natürlich die größte Rolle. Größere Hunde mit mehr Körpermasse benötigen mehr Kalorien als kleinere Hunde. Oder einfacher gesagt: Ein Chihuahua frisst deutlich weniger als ein Deutscher Schäferhund.
    4. Wachstumsphase: Hunde, die sich noch im Wachstum befinden, brauchen zusätzliche Energie. Während des Wachstums verändert sich der Körper des Hundes schnell, was einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat. Bekommt er in dieser Zeit zu wenig Futter, kann es sein, dass sein Wachstum gestört wird und der Hund im erwachsenen Alter Probleme bekommt.
    5. Fellbeschaffenheit: Kurzhaarige Hunde brauchen mehr Kalorien und Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten als langhaarige Hunde mit viel Unterwolle. Die Felllänge hat also einen direkten Einfluss auf den Energieverbrauch deines Vierbeiners.
    6. Hundesport oder Arbeit: Hunde, die an Hundesport teilnehmen oder anderweitig arbeiten, benötigen zusätzliche Energie. Diese Hunde verbrauchen viel Energie durch ihre intensive körperliche Aktivität und müssen daher mehr gefüttert werden, als ruhigere Hunde.
    7. Kastration: Eine Kastration kann oft zu einem geringeren Energiebedarf führen, da kastrierte Hunde tendenziell einen langsameren Stoffwechsel haben.
    8. Trächtigkeit und Haltungsformen: Trächtige Hunde oder solche, die in bestimmten Haltungsformen leben (z.B. Gruppen- oder Outdoor-Haltung), benötigen mehr Energie – denk hier zum Beispiel als Huskys, die als Schlittenhunde arbeiten.
    Sketch: Hund spielt mit Kong Hundespielzeug

    Was ist dein Fütterungsziel?

    Die Frage nach dem Fütterungsziel klingt erst einmal dämlich. „Natürlich dass der Hund satt wird!“ denkst du dir vielleicht.

    Es geht jedoch viel eher darum, ob dein Hund sein Gewicht halten, zunehmen oder abnehmen soll.

    Leider haben heutzutage viele Hunde ein kleines „Wohlstandsbäuchlein“. Das klingt vielleicht süß, ist aber gar nicht gesund. Zu viel Gewicht belastet nämlich den Stoffwechsel, den Kreislauf und vor allem die Gelenke deines Hundes.

    Daher ist es wichtig, dass du dir über das Fütterungsziel für deinen Hund Gedanken machst. Denn genauso wie bei uns Menschen gilt: Wer abnehmen will muss sich mehr Bewegen und sollte weniger Kalorien zu sich nehmen.

    Wie erkennst du nun, ob dein Hund das Idealgewicht hat? Eine einfache Methode ist, die Rippen und Rückenwirbel deines Hundes zu überprüfen.

    Bei einem Hund mit Idealgewicht kannst du diese leicht fühlen, ohne zu fest drücken zu müssen, und sie sind nicht einzeln sichtbar. Von oben betrachtet, sollte die Taille deines Hundes gut erkennbar sein, wobei es hier natürlich rassespezifische Unterschiede gibt.

    Wenn dein Hund zu dünn ist, sind seine Rippen und Rückenwirbel deutlich sichtbar. Bei Übergewicht hingegen ist die Taille schwer zu erkennen, und es ist schwierig, die Rippen und das Rückgrat zu fühlen, wenn du ihn streichelst.

    Noch einfach kannst du das Gewicht deines Hundes im Auge behalten, indem du ihn einfach regelmäßig wiegst. Das kannst du in vielen Tierarztpraxen machen, oder bei kleinen Hunden zuhause mit deiner eigenen Körperwaage.

    Wiege dich dafür einfach einmal ohne Hund und nimm deinen Vierbeiner anschließend auf den Arm und wiege dich noch einmal. Die Differenz zwischen den beiden Ergebnissen ist das Gewicht deines Hundes.

    Und denk daran: Auch Leckerlis haben Kalorien! Wenn du deinem Hund viele Snacks gibst oder ihn sogar an deinen Mahlzeiten teilhaben lässt, musst du das bei der Berechnung seiner täglichen Futtermenge berücksichtigen.

    Es ist wie bei uns Menschen: Wer zwischendurch nascht, sollte dann bei den Hauptmahlzeiten etwas kürzer treten.

    Wie viel Kalorien hat mein Hundefutter?

    Leider ist es nicht verpflichtend, das Hersteller von Hundefutter Angaben zu den Nährwerten oder Kalorien machen müssen. Daher kannst du nicht an jeder Hundefutterverpackung einfach ablesen, wie viele Kalorien das Hundefutter hat.

    Hier sind jedoch ein paar Faustregeln, an denen du dich orientieren kannst:

    1. Trockenfutter

    Wenn du deinen Hund mit Trockenfutter fütterst, hast du dich für eine sehr praktische und beliebte Fütterungsmethode entschieden.

    Trockenfutter ist nicht nur einfach zu lagern und hat eine lange Haltbarkeit, sondern es ist auch super bequem in der Anwendung.

    Generell gilt: Trockenfutter generell einen hohen Energiegehalt hat. Das bedeutet, es hat viele Kalorien in einer relativ kleinen Menge.

    Genauer gesagt, enthalten die meisten Trockenfuttersorten etwa 350 bis 380 Kalorien pro 100 Gramm.

    Das klingt vielleicht nach viel, aber denk daran, dass Hunde, je nach Größe und Aktivitätslevel, eine ziemlich große Menge an Kalorien pro Tag brauchen.

    Auf jeder Packung Trockenfutter findest du in der Regel wenigstens eine Tabelle, die dir hilft zu bestimmen, wie viel Futter dein Hund basierend auf seinem Gewicht benötigt. Meist sind diese Angaben jedoch anhand eines Messbechers beschrieben und nicht auf das Gewicht des Futters.

    Außerdem gilt: Jede Trockenfuttersorte ist anders! Wenn du also die Marke oder die Sorte wechselst, solltest du unbedingt nochmal einen Blick auf die Tabelle werfen, da sich der Kaloriengehalt von Sorte zu Sorte unterscheiden kann.

    Stell dir vor, dein Hund wiegt 20 Kilogramm. Laut Tabelle soll er vielleicht 250 Gramm Futter am Tag bekommen.

    Wenn das Futter 360 Kalorien pro 100 Gramm hat, dann bekommt er insgesamt 900 Kalorien pro Tag (denn 250 Gramm x 360 Kalorien/100 Gramm = 900 Kalorien).

    2. Nassfutter

    Nassfutter unterscheidet sich deutlich zu Trockenfutter, vor allem weil es viel Wasser enthält. Und dieser hohe Wasseranteil hat einen großen Einfluss auf den Energiegehalt des Futters.

    Um es genauer zu sagen: 100 Gramm Nassfutter enthalten im Durchschnitt nur etwa 100 bis 120 Kalorien.

    Das klingt erstmal nicht nach viel, vor allem wenn man es mit Trockenfutter vergleicht, das oft bis zu 380 Kalorien pro 100 Gramm hat.

    Aber denk daran, dass der hohe Wasseranteil im Nassfutter auch gut für deinen Hund sein kann, besonders wenn er nicht so gerne viel trinkt. Dein Hund nimmt hier einen großen Teil seines Flüssigkeitsbedarfs bereits über sein Futter auf.

    Wie viel Nassfutter sollte dein Hund dann eigentlich fressen? Angenommen, du hast wieder einen Hund, der etwa 20 Kilogramm wiegt.

    Basierend auf seinem Gewicht und je nachdem, wie aktiv er ist, könnte er zwischen 600 und 900 Gramm Nassfutter pro Tag benötigen.

    Das klingt nach einer ziemlich großen Menge, aber denk daran, dass wegen des hohen Wassergehalts in Nassfutter weniger Kalorien pro Gramm enthalten sind.

    Auch hier gilt natürlich wieder: Ein Hund, der viel herumtobt und spielt, braucht mehr Energie – also mehr Kalorien – als ein Hund, der die meiste Zeit des Tages ruht.

    Außerdem variiert der Kaloriengehalt auch zwischen verschiedenen Nassfuttermarken und -sorten.

    FAQ

    Wie viele Kalorien braucht ein Hund pro Tag?

    Hunde brauchen unterschiedlich viele Kalorien pro Tag, je nach ihrer Größe, ihrem Alter, ihrer Aktivität und Gesundheit. Ein kleiner, weniger aktiver Hund benötigt etwa 185 bis 370 Kalorien täglich, während ein großer, aktiver Hund bis zu 1.100 Kalorien oder mehr braucht.

    Was beeinflusst den Kalorienbedarf eines Hundes?

    Mehrere Faktoren beeinflussen den Kalorienbedarf deines Hundes. Dazu gehören seine Rasse, Größe, Alter, Aktivitätsniveau und Gesundheitszustand. Junge und aktive Hunde brauchen meistens mehr Kalorien, während ältere oder weniger aktive Hunde weniger benötigen.

    Wie berechne ich den Kalorienbedarf meines Hundes?

    Um den Kalorienbedarf deines Hundes zu berechnen, kannst du diese einfache Faustformel verwenden: [Körpergewicht des Hundes (in KG) x 30] + 70 = RER. RER ist der Kalorienbedarf eines ruhenden Hundes, der nicht aktiv ist. Um den Kalorienbedarf einfach ausrechnen zu können, kannst du meinen kostenlosen Kalorienrechner verwenden!

    Kann sich der Kalorienbedarf meines Hundes ändern?

    Ja, der Kalorienbedarf deines Hundes kann sich ändern. Wachstum, Alter, Schwangerschaft, Laktation und Krankheiten können den Bedarf erhöhen oder verringern. Auch Änderungen im Aktivitätsniveau beeinflussen, wie viele Kalorien dein Hund braucht. Schaue also regelmäßig, ob die Futtermenge noch angemessen ist.

    Was passiert, wenn mein Hund zu viele oder zu wenige Kalorien bekommt?

    Wenn dein Hund zu viele Kalorien bekommt, nimmt er zu und wird übergewichtig, was zu Gesundheitsproblemen wie Diabetes, Herzkrankheiten oder Gelenkproblemen führen kann. Zu wenige Kalorien können zu Unterernährung, Abmagerung und einem geschwächten Immunsystem führen. Achte also darauf, deinem Hund die richtige Menge Futter zu geben.