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Übergewicht bei Hunden: 6 Tipps die beim Abnehmen helfen

    Englische Bulldogge liegt in Wiese

    Gerade wenn du wie ich einen kleinen vierbeinigen Vielfraß zu Hause hast, kann es schnell passieren, dass dein Hund übergewichtig wird. Mit diesen Tipps schaffst du es aber einfach und effektiv wieder, deinen Hund auf ein gesundes Normalgewicht zu bekommen und beim Abnehmen zu unterstützen.

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    #1 Kenne das Idealgewicht deines Hundes

    In der Welt der Hunde ist es wie bei uns Menschen: Jeder hat seine eigene Figur und sein Idealgewicht. Und genau wie wir haben auch unsere vierbeinigen Freunde manchmal ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen.

    Aber bevor man sich daran macht, den Hund auf Diät zu setzen, ist es wichtig, erst einmal zu wissen, was eigentlich das gesunde Gewicht für den eigenen Hund ist.

    Denn das variiert je nach Rasse, Alter und natürlich auch nach Geschlecht. Rüden sind häufig etwas schwerer als Hündinnen, was ganz natürlich ist.

    Um dir zu helfen, das Idealgewicht für deinen Hund zu finden, habe ich hier eine Tabelle mit den Durchschnittsgewichten für einige der beliebtesten Hunderassen, aufgeteilt nach Männchen und Weibchen:

    HunderasseDurchschnittsgewicht Männchen (kg)Durchschnittsgewicht Weibchen (kg)
    Beagle10 – 119 – 10
    Border Collie14 – 2012 – 19
    Boxer27 – 3225 – 29
    Chihuahua1.5 – 31.5 – 2.5
    Dackel7 – 157 – 15
    Deutscher Schäferhund30 – 4022 – 32
    Dobermann34 – 4527 – 41
    Englische Bulldogge23 – 2518 – 23
    Französische Bulldogge9 – 148 – 13
    Golden Retriever29 – 3427 – 32
    Labrador Retriever29 – 3625 – 32
    Pudel (Standard)20 – 3218 – 27
    Rottweiler50 – 6035 – 48
    Shih Tzu4 – 7.24 – 7.2
    Yorkshire Terrier2 – 32 – 3

    Dein Hund ist nicht dabei und du bist dir nicht ganz sicher, was eigentlich das richtige Gewicht für deinen Hund wäre? Du kannst inzwischen super einfach Online Beratungsgespräche mit Tierärzten vereinbaren und dir so ganz bequem von Zuhause aus die richtige Beratung sicher!

    Frau mit dreckigem Hund in der Stadt

    #2 Bewegung tut jedem Hund gut

    Bewegung ist für Hunde genauso wichtig wie für uns Menschen, besonders wenn es ums Abnehmen geht. Und das Tolle daran? Es macht ihnen riesigen Spaß!

    1. Starte sanft: Wenn dein Hund übergewichtig ist, beginne mit sanften Spaziergängen. Zu schnelle oder intensive Bewegung kann gerade zu Beginn die Gelenke belasten.
    2. Steigere langsam: Erhöhe nach und nach die Intensität und Dauer der Spaziergänge. Das hilft, die Ausdauer deines Hundes zu verbessern und mehr Kalorien zu verbrennen.
    3. Spaßige Aktivitäten: Lass deinen Hund Stöckchen oder Bälle jagen. Diese Art von Spiel ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch ein super Workout.
    4. Große Ausläufe nutzen: Ein Ausflug zur Wiese bietet deinem Hund viel Platz zum Herumtollen, ohne dass du selbst zum Marathonläufer werden musst.
    5. Abenteuerliche Wanderungen: Wenn du gerne wanderst, nimm deinen Hund mit. Die abwechslungsreiche Landschaft bietet nicht nur neue Gerüche und Eindrücke, sondern auch ein gutes Training.
    6. Indoor-Spiele: Auch zu Hause kannst du deinen Hund aktiv halten. Versteckspiele oder Intelligenzspiele halten den Geist und Körper deines Hundes fit.
    7. Rücksicht auf die Rasse: Jede Rasse hat ihre eigenen Bedürfnisse in Sachen Bewegung. Ein Chihuahua braucht beispielsweise weniger Bewegung als ein Border Collie.
    8. Ratschläge einholen: Sprich mit deinem Tierarzt oder Züchter über die speziellen Bedürfnisse deiner Hunderasse. Sie können dir helfen, das perfekte Bewegungsprogramm für deinen Hund zu erstellen.

    #3 Keine Leckerli wenn der Hund bettelt

    Stell dir vor, du sitzt gemütlich am Esstisch, und da ist sie wieder, die unwiderstehliche Versuchung: Dein Hund schaut dich mit diesen großen, bettelnden Augen an, und du bist versucht, ihm ein kleines Stückchen von deinem Teller oder ein Leckerli zu geben.

    Aber halt! Genau hier beginnt oft das Problem mit Übergewicht bei Hunden.

    Ich habe selbst oft beobachtet, wie Hundebesitzer ihrem vierbeinigen Freund aus reiner Liebe etwas zukommen lassen, ohne zu realisieren, dass dies langfristig mehr schadet als nutzt.

    Die zusätzlichen Kalorien aus Tischresten und Leckerlis können sich schnell summieren. Wusstest du, dass Leckerlis eigentlich nicht mehr als 10% der täglichen Kalorienaufnahme eines Hundes ausmachen sollten?

    Jetzt denkst du vielleicht: „Aber mein Hund bettelt doch, er muss hungrig sein!“ Hier ist es wichtig zu verstehen, dass Betteln oft weniger mit Hunger als mit der Suche nach Aufmerksamkeit zu tun hat.

    Wenn du darauf eingehst, verstärkst du dieses Verhalten nur. Es ist wie ein kleines Spiel: Hund bettelt, Mensch gibt nach, Hund lernt, dass Betteln funktioniert.

    Was also tun, wenn dein Hund zu den professionellen Bettlern gehört? Eine Ernährung, die reich an Proteinen und Ballaststoffen ist, kann dazu beitragen, dass dein Hund sich länger satt fühlt und so weniger bettelt. Hochwertiges Hundefutter ist oft reich an Fleisch und lässt sich in vielen Onlineshops bestellen.

    Aber Achtung, dies ist keine Einladung, nun mehr zu füttern. Es geht darum, die Zusammensetzung des Futters zu verändern, nicht die Menge.

    Und während du dabei bist, achte darauf, dass du auch das Betteln nicht unbeabsichtigt belohnst.

    Anstatt auf die bettelnden Augen mit Futter zu reagieren, versuche, deinem Hund Aufmerksamkeit auf andere Weise zu geben – vielleicht mit einem gemeinsamen Spiel oder einer zusätzlichen Kuscheleinheit.

    #4 Überprüfe regelmäßig das Gewicht deines Hundes

    Du kennst bestimmt den Spruch: „Was man misst, das verbessert man auch.“ Dies gilt besonders für die Gewichtskontrolle bei Hunden.

    Viele Hundebesitzer verlassen sich ausschließlich auf ihr Augenmaß, um festzustellen, ob ihr Hund Übergewicht hat oder nicht. Doch das kann trügerisch sein. Das regelmäßige Wiegen deines Hundes ist wesentlich effektiver.

    Wie oft solltest du das tun? Ich empfehle, deinen Hund mindestens einmal pro Woche zu wiegen. Das klingt vielleicht nach viel Aufwand, aber es ist einfacher, als du denkst.

    Wie wir das immer machen? Ganz einfach: Stell dich zuerst alleine auf die Waage und merk dir dein Gewicht. Dann nimm deinen Hund auf den Arm und wiege dich erneut.

    Die Differenz zwischen diesen beiden Messungen ist das Gewicht deines Hundes. Diese Methode ist besonders praktisch für kleinere bis mittelgroße Hunde.

    Sobald du das aktuelle Gewicht deines Hundes kennst, kannst du beginnen, seine Portionen entsprechend anzupassen.

    Denk daran: Ein erfolgreicher Gewichtsmanagementplan für deinen Hund erfordert eine klare Vorstellung davon, wie viel er bei jeder Mahlzeit fressen sollte.

    Bleib wachsam und vermeide es, nach Augenmaß zu füttern. Verwende stattdessen ein geeignetes Messgerät, um die Portionskontrolle zu gewährleisten.

    Hund frisst auf dem Teppich

    #5 Versuch die Anpassung schrittweise zu machen

    Wenn es darum geht, Übergewicht bei deinem Hund zu bekämpfen, spielt die Anpassung seiner Ernährung eine entscheidende Rolle. Aber Vorsicht: Eine plötzliche Umstellung der Fütterungsgewohnheiten kann mehr Probleme verursachen, als sie löst.

    Hunde haben empfindliche Mägen, und eine abrupte Änderung der Ernährung kann Verdauungsprobleme und Stress verursachen. Auch bei unserem Hund führt eine Ernährungsumstellung schnell zu Durchfall. Mit diesen 6 Hausmitteln kannst du das aber ziemlich gut in den Griff bekommen.

    Die schrittweise Anpassung der Ernährung deines Hundes ist der Schlüssel zum Erfolg. Du könntest die Art des Futters ändern oder die Menge anpassen, aber egal, was du tust – nimm dir Zeit dafür.

    Eine Faustregel ist, mindestens sieben Tage für die Umstellung auf eine neue Futtersorte zu planen. Hier ist ein einfacher Plan, den du befolgen kannst:

    • An den ersten beiden Tagen mische 75% des alten Futters mit 25% des neuen Futters. Dies hilft deinem Hund, sich an den Geschmack und die Textur des neuen Futters zu gewöhnen, ohne seinen Magen zu überfordern.
    • Am dritten und vierten Tag erhöhe den Anteil des neuen Futters auf 50%, während der Rest (50%) weiterhin das alte Futter sein sollte. Diese mittlere Phase ist entscheidend, da sie deinem Hund hilft, sich an die neue Diät zu gewöhnen.
    • An den Tagen fünf und sechs gehe zu einer Mischung von 75% des neuen Futters und 25% des alten Futters über. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass dein Hund die neue Nahrung gut verträgt.
    • Bis zum siebten Tag solltest du in der Lage sein, vollständig auf das neue Futter umzustellen.

    Aber warum ist dieser schrittweise Ansatz so wichtig? Ganz einfach: Er gibt dem Verdauungssystem deines Hundes die Zeit, sich anzupassen.

    Es kann sein, dass du während der Umstellung leichte Veränderungen im Verdauungsverhalten deines Hundes bemerkst, aber keine Sorge, das ist normal.

    #6 Halte dich an die neuen Routinen

    Wie beim Menschen neigen auch Hunde dazu, nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme wieder zuzunehmen.

    Studien haben gezeigt, dass etwa die Hälfte aller Hunde nach einer Diät ihr verlorenes Gewicht wieder aufbauen.

    Die gute Nachricht ist jedoch, dass das Risiko einer erneuten Gewichtszunahme deutlich verringert werden kann, wenn man den Hund weiterhin an der Gewichtsverlust-Diät hält, selbst nachdem das Zielgewicht erreicht wurde.

    Wenn du erst einmal ein neues Fütterungs- und Bewegungsprogramm eingeführt hast, das erfolgreich zur Gewichtsabnahme geführt hat, ist es wichtig, dabei zu bleiben. Änderungen im Lebensstil deines Hundes sollten langfristig und nicht nur vorübergehend sein.

    Das ist fast genauso, wie wenn wir Menschen eine Diät machen. An sich geht es eigentlich nicht um die Ernährung an sich, sondern die Routinen und Gewohnheiten die wir damit verbinden.

    Auch bei unserem Hund war das ähnlich. Nachdem wir ihr Futter umgestellt und ihre Aktivitäten erhöht hatten, wäre es deutlich einfacher gewesen, nach Erreichen ihres Zielgewichts zu den alten Gewohnheiten zurückzukehren.

    Aber wir haben gemerkt dass dies ein Fehler wäre und unser Hund früher oder später wieder zugenommen hätte. Stattdessen haben wir weiterhin auf ihre Ernährung und Bewegung geachtet und konnten so ihr gesundes Gewicht halten.

    Es ist also nicht nur die anfängliche Veränderung, die zählt, sondern auch das Durchhalten. Wenn dein Hund einmal sein Zielgewicht erreicht hat, sei nicht zu schnell dabei, zu den alten Gewohnheiten zurückzukehren.

    Halte stattdessen die neuen Routinen aufrecht und passe sie bei Bedarf an. Das bedeutet unter anderem, weiterhin auf die Kalorienzufuhr zu achten, regelmäßige Spaziergänge zu machen und keine ungesunden Leckerlis zu geben.

    FAQ

    Warum ist Übergewicht bei Hunden ein Problem?

    Übergewicht bei Hunden ist wie bei uns Menschen ein Gesundheitsrisiko. Es belastet die Gelenke, kann zu Diabetes führen und das Herz-Kreislauf-System schwächen. Ein dicker Hund hat oft weniger Energie und kann nicht so fröhlich herumtollen.

    Wie erkenne ich, ob mein Hund übergewichtig ist?

    Schau dir deinen Hund genau an. Fühlst du seine Rippen nicht leicht unter seiner Haut, könnte er zu dick sein. Auch wenn du von oben keine Taille siehst oder er beim Gehen schnell müde wird, sind das Zeichen für Übergewicht.

    Welche Rolle spielt die Ernährung beim Abnehmen?

    Die Ernährung ist superwichtig. Gib deinem Hund gesundes, ausgewogenes Futter und achte auf die richtige Menge. Vermeide zu viele Leckerlis und Tischreste. Es geht darum, weniger Kalorien zu füttern, damit er abnimmt.

    Wie kann ich meinen Hund mehr bewegen?

    Mehr Bewegung hilft beim Abnehmen. Fang langsam an, vielleicht mit einem extra Spaziergang pro Tag. Spiele mit deinem Hund, lass ihn rennen und toben. Das macht nicht nur Spaß, sondern verbrennt auch Kalorien.

    Sind spezielle Diätfutter sinnvoll?

    Diätfutter kann eine gute Idee sein, besonders wenn es vom Tierarzt empfohlen wird. Diese Futtersorten haben meist weniger Kalorien, aber alle wichtigen Nährstoffe. So kann dein Hund gesund abnehmen, ohne dass ihm was fehlt.

    Sollte ich den Tierarzt zur Gewichtsreduktion meines Hundes hinzuziehen?

    Ja, der Tierarzt ist dein bester Partner beim Abnehmen deines Hundes. Er kann checken, ob das Übergewicht gesundheitliche Gründe hat. Außerdem gibt er dir Tipps zur richtigen Ernährung und zum Trainingsplan.