Zum Inhalt springen
Home » Erziehung & Verhalten » Hund hat Angst vor Wind und Sturm: Was kannst du tun?

Hund hat Angst vor Wind und Sturm: Was kannst du tun?

    Hund sitzt traurig in einem Wohnzimmer

    Du willst nur kurz durchlüften, aber der Windzug sorgt dafür, dass dein Hund Panik bekommt? Auch bei uns war das ein Problem. Aber diese Tipps haben geholfen, dass sich unser Hund bei Wind und Sturm einigermaßen wohl fühlt.

    Was tun wenn der Hund Angst vor Wind hat?

    1. Rückzugsort bieten

    Kaum kommt Zugluft in die Wohnung, verwandelt sich der Hund in ein Häufchen Elend und sucht panisch nach einem Versteck. Dunkle Ecken unter dem Bett oder hinter der Couch sind dabei seine Favoriten. Genau die Orte, die für ihn eigentlich tabu sein sollten.

    Als Hundebesitzer weißt du, wie wichtig ein sicherer Rückzugsort für deinen vierbeinigen Freund ist, besonders in Momenten der Angst.

    Es ist wie bei uns Menschen: Wenn wir uns unwohl fühlen, suchen wir auch unsere Wohlfühloasen auf, sei es unser gemütliches Bett oder ein kuscheliger Sessel in einer ruhigen Ecke. Also, warum nicht auch für den Hund?

    Um das Problem anzugehen, haben wir angefangen, die „unerwünschten“ Ecken mit kleinen Brettern und Büchern abzuschirmen. So bleibt mein Hund fern von Stellen, wo er nicht hin soll.

    Aber sein Körbchen mitten im Raum? Zu offen, zu ungeschützt. Kein Ort, an dem er sich sicher fühlt, wenn der Wind pfeift.

    Die Lösung? Eine eigene Hundehöhle! In einer ruhigen Ecke des Raumes haben wir eine kleine Oase für ihn geschaffen. Kuschelig, warm, ein Ort, wo er von allen Seiten geschützt ist. Außerdem ist der Bereich auch etwas vor der Zugluft geschützt.

    Und weißt du was? Er liebt seine neue Höhle! Besonders, wenn es draußen windig ist. Sicher, seine Angst vor Wind ist immer noch da, aber jetzt hat er zumindest einen Ort, an dem er sich zurückziehen kann.

    Bestseller Nr. 1
    SUOXU Hunde-Beruhigungsbett, Donut-Kuschelnest, warmes, weiches Plüsch-Hundekissen mit kuscheligem Schwamm, Rutschfester Unterseite für kleine Hunde/große Katzen unter 10 kg Cat Bed
    • 【Größe】 Durchmesser 65 cm (für Haustiere bis 10 kg), bitte wählen Sie das am besten geeignete Haustierbett entsprechend dem tatsächlichen Gewicht des Haustieres. Bitte messen Sie Ihr Haustier, bevor Sie eine Bestellung aufgeben. Unser Haustierbett ist sehr gut geeignet für die meisten mittelgroßen Hunde, nicht für große Haustiere, Hunde mit langen Zähnen oder starkem Kauen

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    2. Den Hund zu beruhigen ist kein Fehler

    Ein hartnäckiger Mythos, dass man ängstliche Hunde nicht beruhigen sollte, hält sich wirklich wie Kaugummi am Schuh.

    Dabei ist es doch ganz einfach: Wenn dein Hund wegen eines lauten Geräusches, wie Wind, Angst hat und Schutz bei dir sucht, ist es absolut in Ordnung, ihn zu trösten.

    Denk mal dran, wie es dir geht, wenn du dich nicht gut fühlst. Meistens willst du doch auch einfach nur das Gefühl haben, dass jemand für dich da ist, oder?

    Unsere Hunde, die kleinen Gefühlsexperten, sind wahre Meister darin, unsere Emotionen zu lesen. Es geht also nicht darum, den Hund zu ignorieren, sondern vielmehr darum, selbst Ruhe und Sicherheit auszustrahlen.

    Wenn du in Panik verfällst oder genervt bist, versteht dein Hund nicht warum. Er nimmt einfach an, dass der Wind das Problem ist und seine Angst gerechtfertigt ist.

    Bleibst du jedoch gelassen und zeigst, dass der Wind keine große Sache ist, ist es auch kein Problem, deinen Hund zu beruhigen. Eine kleine Kuscheleinheit oder ein sanftes Streicheln sind also keine Fehler, wenn dein Hund vor der Zugluft Angst hat und bei dir Schutz sucht. Wichtig ist nur, dass du diese Interaktion nicht erzwingst.

    Es ist allerdings auch wichtig, dass dein Hund lernt, mit seiner Angst vor Geräuschen umzugehen, besonders wenn du mal nicht da bist. Stürme zum Beispiel treten oft nachts auf, wenn du schläfst.

    In solchen Momenten ist es hilfreich, wenn dein Hund einen Rückzugsort hat, an dem er sich auch ohne dich sicher und geborgen fühlt. Und genau hier kommt unsere geliebte Hundehöhle ins Spiel – ein sicherer Ort, in den sich der Hund bei Bedarf zurückziehen kann.

    Das Ziel ist es also nicht, die Angst zu verstärken, sondern deinem Hund beizubringen, dass er bei dir – und auch allein – sicher ist. Dadurch, dass du Ruhe und Sicherheit ausstrahlst und ihm einen eigenen, sicheren Ort gibst, hilfst du deinem Hund, besser mit seiner Angst umzugehen.

    Hund leckt Hand von Besitzerin beim Streicheln

    3. An Orte ohne Wind gehen

    Das Problem mit der Angst deines Hundes vor Wind kann natürlich auch auf die einfache Weise angegangen werden: Halte deinen Hund einfach vom Wind fern. Klingt logisch, oder? Ist aber viel einfacher gesagt als getan und daher keine gute Dauerlösung.

    Stell dir vor, du lüftest deine Wohnung und hast dabei einen Raum, in dem es nicht windig ist – ein perfekter Ort für deinen Hund in solchen Momenten. Aber: Manchmal zieht es trotzdem unter der Tür durch und macht Geräusche. Und schwups, hast du wieder einen panischen Hund.

    Eine andere Möglichkeit wäre, die Lüftungszeiten so zu planen, dass sie mit euren Gassi-Runden oder anderen Aktivitäten zusammenfallen. So ist dein Hund beschäftigt und bekommt vom Lüften gar nichts mit.

    Ist zwar eine praktische Lösung, aber auch das ist keine Langzeitstrategie. Es ist schließlich nicht realistisch, dein ganzes Leben danach auszurichten, wann du das Fenster öffnest.

    Diese Methoden können aber kurzfristig Abhilfe schaffen, während du parallel an anderen Strategien arbeitest, um deinem Hund beizubringen, besser mit dem Wind umzugehen.

    Es geht darum, deinen Hund nicht nur kurzfristig vor der Angst zu schützen, sondern ihm langfristig zu helfen, seine Angst zu bewältigen. Er soll lernen, dass Wind nichts Bedrohliches ist und er sich auch in windigen Situationen sicher fühlen kann.

    4. Ablenkung für den Hund schaffen

    Wenn dein Hund bei Wind eher nur ein bisschen unruhig wird und nicht in totale Panik verfällt, kann Ablenkung eine super Methode sein, um ihn zu beruhigen. Die Idee ist einfach: Lenk deinen Hund so ab, dass er gar keine Zeit hat, sich über den Wind Gedanken zu machen.

    Ein prima Trick ist es, sein Lieblingsspielzeug herauszuholen. Und weißt du, was besonders gut funktioniert? Ein Spielzeug, das Geräusche macht. So wird das Rauschen des Windes überdeckt.

    Übrigens, keine Sorge: Quietschende Spielzeuge sind absolut unbedenklich für Hunde, auch wenn manchmal das Gegenteil behauptet wird.

    Bei uns zu Hause ist zum Beispiel ein quietschendes Gummihuhn der absolute Renner. Damit lassen sich herrliche Zerr- und Apportierspiele veranstalten. Wirf es einfach im Flur hin und her – dein Hund wird begeistert hinterherjagen.

    Durch das Spiel ist er so abgelenkt, dass er den Wind kaum noch wahrnimmt und keine Zeit hat, Angst zu entwickeln.

    Aber Achtung: Diese Methode funktioniert wie gesagt nur bei Hunden, die nicht in kompletter Panik sind. Ein richtig verängstigter Hund ist viel zu sehr mit seiner eigenen Sicherheit beschäftigt, um auch nur im Entferntesten Interesse an einem Spiel zu haben. In solchen Fällen ist Ablenkung leider keine sinnvolle Option.

    TRIXIE, Hund , 35474 Ente, Tierstimme, Latex/Polyestervlies, Alle Größen , 18 cm
    • Spielzeug ist aus Latex gefertigt, damit Ihr Hund wird nicht in der Lage sein leicht es abreißen

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    5. Abhärtung durch Geräuschtraining

    Das Abhärten deines Hundes gegenüber Windgeräuschen durch Geräuschtraining ist eine kluge Strategie. Du gewöhnst deinen Hund so schrittweise an den Klang des Windes und lehrst ihn, dass dieser ganz normal und nicht bedrohlich ist.

    Das Prinzip ist ähnlich wie beim Training gegen die Angst vor Silvesterböllern, nur dass du dich hier auf Windgeräusche konzentrierst.

    Die Durchführung ist denkbar einfach: Wähle eine entspannte Situation, vielleicht wenn dein Hund gerade ruhig bei dir liegt oder nach einem ausgiebigen Spaziergang müde ist. Dann spielst du leise Windgeräusche über Lautsprecher oder dein Handy ab.

    Es gibt zahlreiche Apps, die solche Geräusche anbieten. Ursprünglich waren sie dafür gedacht, Hunde an laute Geräusche wie Silvesterkracher zu gewöhnen, aber sie enthalten oft auch eine Auswahl an anderen Klängen, einschließlich Wind.

    Falls du keine App verwenden möchtest, sind YouTube-Videos eine tolle Alternative. Dort findest du eine Vielzahl an Geräuschvideos, von sanften Brisen bis hin zu stürmischen Winden. Beginne mit leisen, sanften Windgeräuschen und steigere langsam die Lautstärke über mehrere Trainingseinheiten.

    Wichtig ist, dass du dabei die Reaktion deines Hundes genau beobachtest. Zeigt er Anzeichen von Stress oder Angst, reduziere die Lautstärke oder mach eine Pause.

    Das Ziel dieses Trainings ist es, deinem Hund schrittweise zu zeigen, dass Windgeräusche nichts sind, vor dem er Angst haben muss.

    Durch diese regelmäßige und geduldige Übung lernt dein Hund, dass Wind ein normaler Teil seiner Umgebung ist. Er wird sich allmählich an die Geräusche gewöhnen und mit der Zeit sollte seine Angst nachlassen.

    Fazit

    Keine dieser Methoden ist eine Wunderlösung. Aber in Kombination sollten sie helfen, dass dein Hund besser mit den Windgeräuschen umgeht.

    Nach und nach solltest du somit hoffentlich immer weniger Probleme mit einem ängstlichen Hund haben und wieder entspannt lüften können.