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Wie ich meinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnt habe!

    Sketch: Hund zieht an Leine

    Dein Hund zieht als gäbe es kein Morgen mehr wenn du mit ihm unterwegs bist? Ich hatte ein ähnliches Problem.

    Hier ist mein Vorgehen erklärt, wie ich meinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnt habe und endlich entspannt Gassi gehen kann!

    So habe ich meinem Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnt

    1. Such dir eine Strategie und bleib bei dieser

    Wie viele andere Hundebesitzer auch, stand ich vor dem Problem, dass mein Hund an der Leine zog, als gäbe es kein Morgen. Ich habe im Internet gesucht, Freunde gefragt und sogar ein paar Bücher gewälzt.

    Jeder schien eine andere Methode zu haben, und ich wollte sie alle gleichzeitig ausprobieren. Aber weißt du was? Das hat nur für Verwirrung gesorgt – sowohl bei mir als auch bei meinem Hund.

    Also habe ich einen Schritt zurückgemacht und mich auf eine Strategie konzentriert: das Belohnungssystem. Statt meinen Hund zu korrigieren, wenn er zog, habe ich beschlossen, ihn dafür zu belohnen, wenn er es nicht tat.

    Jedes Mal, wenn er an meiner Seite ging, ohne an der Leine zu ziehen, gab es ein Lob oder ein Leckerli. Anfangs dachte ich, es würde ewig dauern, aber nach einer Weile wurde es dann doch merklich besser.

    Die ersten Tage waren aber anstrengend. Mein Hund verstand nicht sofort, was ich von ihm wollte. Aber ich blieb konsequent. Jedes Mal, wenn er an der Leine zog, blieb ich stehen.

    Wir bewegten uns nicht weiter, bis die Leine locker war. Dann lobte ich ihn und wir setzten unseren Weg fort. Es war ein langsamer Prozess, aber die kleinen Erfolge waren es wert.

    Nach ein paar Wochen bemerkte ich eine deutliche Verbesserung. Mein Hund begann zu verstehen, dass ein entspanntes Gehen an meiner Seite zu etwas Gutem führte.

    Es war nicht nur eine Belohnung für ihn – es war eine Belohnung für uns beide. Unsere Spaziergänge wurden entspannter und angenehmer.

    Sketch: Hund mit Frau zieht an der Leine

    2. Stehenbleiben wenn der Hund zieht

    Jedes Mal, wenn der Hund an der Leine zieht, bleibe ich stehen. Kein Schritt vorwärts, bis die Leine locker ist.

    Ich fordere ja nicht, dass mein Hund perfekt Fuß läuft – das zu trainieren erfordert noch mehr Geduld. Ich wollte einfach nicht dauerhaft mit ausgestrecktem Arm hinterher gezogen werden.

    Okay, ich gebe zu, am Anfang fühlt sich das an, als ob du nur einen Meter vorankommst, bevor du wieder wie eine Statue stehenbleibst.

    Und dein Hund? Der schaut dich vermutlich an, als hättest du den Verstand verloren. „Warum halten wir schon wieder an?“, scheinen seine Augen zu fragen. Aber genau darin liegt der Trick.

    Das Schöne an diesem Stehenbleiben ist, dass es dem Hund genau das verweigert, was er will – nämlich schneller vorankommen. Und hier setzt der Aha-Moment für den Vierbeiner ein: „Huch, wenn ich ziehe, kommen wir ja gar nicht weiter!“

    Natürlich braucht das seine Zeit und Geduld. Die ersten Spaziergänge fühlen sich an wie ein Stop-and-Go-Verkehr in der Rush Hour. Mit der Zeit versteht der Hund das Prinzip: „Wenn ich nicht ziehe, gehen wir weiter.“

    Und plötzlich merkst du, wie die Leine locker bleibt und ihr entspannter lauft. Kein ständiges Anhalten mehr, und nach und nach werden die Gassi Runden immer entspannter.

    3. Leckerlis als zusätzliche Belohnung für gutes Verhalten

    Wie wäre es mit Leckerlis als zusätzliche Belohnung? Klingt erstmal super, oder?

    Aber da war diese kleine Sorge in meinem Kopf: Belohne ich damit nicht vielleicht das falsche Verhalten?

    Stell dir vor, der Hund zieht, ich bleibe stehen, er hört auf zu ziehen, bekommt ein Leckerli – lernt er dann nicht vielleicht, dass Ziehen plus Zurückkommen gleich Leckerli bedeutet?

    Um dieses Dilemma zu lösen, hab ich mir einen kleinen Trick überlegt. Die Leckerlis kamen nur ins Spiel, wenn wir eine längere Strecke gegangen sind, ohne dass mein Hund gezogen hat.

    So konnte ich sicher sein, dass ich das richtige Verhalten belohne: entspanntes Laufen an der Leine, ohne Zug.

    Und weißt du was? Es hat super funktioniert! Ich hatte oft mehr als ein Leckerli dabei und mein Hund? Der war so auf das nächste Leckerli konzentriert, dass er fast automatisch brav neben mir lief. Das Ziehen geriet dabei völlig in Vergessenheit.

    In Kombination mit dem Stehenbleiben, wenn er zog, haben diese Leckerlis als Belohnung für das Nicht-Ziehen wahre Wunder bewirkt. Schritt für Schritt lernte mein Hund, was er tun sollte, und das Ziehen wurde immer weniger.

    Es war fast so, als hätte er verstanden: „Hey, wenn ich einfach neben meinem Menschen herlaufe, ohne zu ziehen, passiert ja etwas Tolles!“ Und ich konnte sehen, wie er jedes Mal, wenn er ein Leckerli bekam, so aussah, als würde er sagen: „Hab’s kapiert!“

    4. Trainiere zu Beginn an ruhigen Orten

    Sketch: Hund mit Frauchen im Schnee

    Beim Leinentraining mit meinem Hund habe ich eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Je weniger Ablenkung, desto besser die Konzentration des Hundes.

    Klingt logisch, oder? Wenn wir uns inmitten von Menschenmengen, anderen Hunden und einer Vielzahl von Gerüchen befinden, wird mein Hund ganz schnell zum kleinen Entdecker.

    Da ist es kaum verwunderlich, dass er alles um sich herum erkunden möchte und das Leinentraining zur Nebensache wird.

    Also dachte ich mir: Warum nicht das Training an einem ruhigeren Ort starten? Der ruhige Stadtpark wurde zu unserem Übungsplatz.

    Hier gab es weniger Ablenkungen, weniger Hunde, die vorbeiliefen, weniger Menschen, weniger Geräusche und Gerüche. Und was soll ich sagen – es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

    In dieser ruhigeren Umgebung war mein Hund viel aufmerksamer und konzentrierter. Er schien meine Kommandos nicht nur besser zu hören, sondern auch zu verstehen. Das Training wurde dadurch um ein Vielfaches effektiver.

    Anstatt sich von jedem vorbeifliegenden Blatt ablenken zu lassen, fokussierte er sich mehr auf mich und darauf, was ich von ihm wollte.

    Natürlich ist es wichtig, dass der Hund auch lernt, in belebteren Umgebungen ruhig an der Leine zu gehen. Aber indem wir an einem ruhigeren Ort begonnen haben, konnte mein Hund die Grundlagen erst richtig verinnerlichen.

    Später, als wir dann zu belebteren Orten übergingen, war er schon viel besser darauf vorbereitet und konnte sich trotz der Ablenkungen besser beherrschen.

    Ausbruchssicheres Brustgeschirr hilft gegen die „cleveren“ Hunde

    Dann gab es noch die Momente, wenn du denkst, du hast alles im Griff, und dann stellt dein Hund dich auf die Probe. Mein Hund war ein kleiner Houdini.

    Er hatte es irgendwie rausgefunden, wie er aus seinem Halsband oder sogar dem normalen Brustgeschirr schlüpfen konnte.

    Gerade wenn etwas Spannendes in der Ferne lockte und ich, als verantwortungsbewusster Hundebesitzer, beim Ziehen an der Leine stehenblieb, dachte sich mein Hund: „Nö, das ist mir zu langweilig.“

    Und schwups, mit einer geschickten Bewegung, rutschte das Halsband über den Kopf oder er wuselte sich aus dem Brustgeschirr.

    Da stand ich dann, Leine in der Hand, aber ohne Hund am anderen Ende. Ein Albtraum für jeden Hundebesitzer, oder? In solchen Fällen können eine ganze Reihe unangenehmer Sachen passieren, deshalb macht es vor allem Sinn eine gute Haftpflichtversicherung für den Hund zu haben, denn sonst wird das ganz schön teuer für dich!

    Aber dann habe ich etwas entdeckt, das eine echte Gamechanger war, damit solche Momente gar nicht mehr vorkommen konnten: das ausbruchsichere Brustgeschirr.

    Diese Geschirre sind speziell so konzipiert, dass es nahezu unmöglich ist, für den Hund, sich daraus zu befreien.

    Sie sitzen sicher und komfortabel, ohne den Hund einzuengen, und bieten gleichzeitig keinen Spielraum für kleine Ausbrecher.

    Seitdem ich auf das ausbruchsichere Brustgeschirr umgestiegen bin, sind unsere Spaziergänge viel entspannter geworden. Mein Hund kann nicht mehr ausbrechen, und war jetzt gezwungen das zu tun was ich eigentlich von ihm wollte – neben mir zu laufen.

    Und weißt du was? Ich glaube, er hat verstanden, dass es keinen Sinn mehr macht, zu versuchen, sich zu befreien.

    Als das Ausbrechen vom Tisch war, konnte ich mich wieder voll und ganz darauf konzentrieren, ihm das Ziehen an der Leine abzugewöhnen.

    Spezielles Hundegeschirr für ziehende Hunde

    Wie Anfangs angesprochen sollte man immer nur eine Technik nutzen und diese für einen längeren Zeitraum ausprobieren. Ich habe mich auf das klassische Training konzentriert und muss sagen, es hat seine Zeit gebraucht, aber es hat funktioniert.

    Allerdings bin ich dabei auf eine interessante Alternative gestoßen, die ich zwar nicht selbst ausprobiert habe, aber sie klingt ziemlich clever: spezielle Hundegeschirre gegen das Ziehen.

    Das Prinzip hinter diesen Geschirren ist simpel, aber effektiv. Normalerweise wird die Leine am Rücken des Hundes befestigt, was es ihm erlaubt, mit aller Kraft nach vorne zu ziehen.

    Bei diesen speziellen Geschirren ist das anders. Die Leine wird vorne, an der Brust des Hundes befestigt.

    Das klingt vielleicht unscheinbar, aber die Physik dahinter ist genial: Wenn dein Hund versucht zu ziehen, wird er durch die Leinenbefestigung an der Brust automatisch zu dir hin gedreht. Er lernt also recht schnell, dass Ziehen ihn nicht dorthin bringt, wo er hin möchte.

    Ich muss zugeben, es klingt ein bisschen nach einem „Cheat Code“ im Training. Ich frage mich, ob man dem Hund damit wirklich beibringt, nicht zu ziehen, oder ob es eher ein Hilfsmittel ist, um das Symptom zu behandeln, ohne die Ursache anzugehen.

    Aber ich habe Freunde, die auf solche Geschirre schwören. Sie erzählen mir, dass ihre Spaziergänge jetzt viel entspannter sind und das Ziehen ein Problem der Vergangenheit ist.

    Also, falls du das Gefühl hast, dass die klassische Trainingsmethode, so wie ich sie angewendet habe, nichts für dich und deinen Hund ist, könnte so ein spezielles Geschirr vielleicht die Lösung sein.

    Wer weiß, vielleicht wirst du überrascht sein, wie schnell sich dein Hund anpasst und ihr beide endlich wieder stressfreie Spaziergänge genießen könnt!

    FAQ

    Warum zieht mein Hund an der Leine?

    Dein Hund zieht an der Leine, weil er aufgeregt ist oder etwas Interessantes sieht oder riecht. Es ist ein natürliches Verhalten, das zeigt, dass er neugierig und energiegeladen ist. Manche Hunde ziehen auch, weil sie nie gelernt haben, entspannt an der Leine zu gehen.

    Wie kann ich meinem Hund beibringen, nicht an der Leine zu ziehen?

    Um deinem Hund beizubringen, nicht an der Leine zu ziehen, brauchst du Geduld und Übung. Beginne mit kurzen Spaziergängen in einer ruhigen Umgebung. Belohne deinen Hund, wenn er locker an der Leine geht. Wenn dein Hund zieht, bleib stehen, bis er wieder entspannt ist.

    Welche Hilfsmittel gibt es, um das Ziehen an der Leine zu reduzieren?

    Es gibt verschiedene Hilfsmittel, wie spezielle Geschirre oder Halti-Leinen. Diese helfen dir, das Ziehen deines Hundes sanft zu korrigieren und ihm so das richtige Verhalten beizubringen.

    Wie lange dauert es, bis mein Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnt ist?

    Die Dauer, bis ein Hund das Ziehen an der Leine abgewöhnt, ist unterschiedlich. Es hängt von der Konsequenz des Trainings, dem Temperament des Hundes und seiner bisherigen Leinenerfahrung ab. Mit regelmäßigem Training und Geduld kannst du schon nach einigen Wochen Fortschritte sehen.

    Kann jedes Hundetraining das Problem des Ziehens an der Leine lösen?

    Nicht jedes Hundetraining ist gleich effektiv, um das Ziehen an der Leine zu lösen. Es kommt darauf an, eine Methode zu finden die zu dir und deinem Hund passt. Es gibt aber mehr als eine Trainingsmethode, die dich zum gewünschten Ziel bringt.

    Wie oft sollte ich mit meinem Hund das Laufen an der Leine üben?

    Es ist gut, täglich mit deinem Hund das Laufen an der Leine zu üben. Kurze, regelmäßige Trainingseinheiten sind besser als lange, unregelmäßige. Selbst 10-15 Minuten pro Tag können einen großen Unterschied machen. Denk daran, das Training positiv und entspannt zu gestalten.

    Sollte ich meinen Hund bestrafen, wenn er an der Leine zieht?

    Bestrafen ist keine gute Idee, wenn dein Hund an der Leine zieht. Strafen kann Angst oder Aggression verursachen und das Vertrauen zwischen dir und deinem Hund schädigen. Stattdessen setze auf positive Verstärkung, wie Lob und Leckerlis, wenn er richtig läuft.

    Warum ist Leinentraining wichtig für meinen Hund?

    Leinentraining ist wichtig, weil es Sicherheit und Kontrolle während des Spaziergangs bietet. Es hilft, gefährliche Situationen, wie Straßenverkehr oder Begegnungen mit anderen Hunden, zu vermeiden.

    Wie reagiere ich, wenn mein Hund plötzlich an der Leine zieht?

    Wenn dein Hund plötzlich zieht, bleibe stehen und bewege dich nicht weiter. Warte, bis dein Hund sich beruhigt und die Leine locker ist, bevor du weitergehst. Du kannst auch in die entgegengesetzte Richtung gehen, um ihm zu zeigen, dass Ziehen nicht zum Ziel führt. Belohne ihn, wenn er entspannt neben dir läuft.

    Hilft regelmäßige körperliche Bewegung, das Ziehen an der Leine zu reduzieren?

    Ja, regelmäßige Bewegung kann helfen, das Ziehen an der Leine zu reduzieren. Wenn dein Hund genug körperlich ausgelastet ist, ist er weniger energiegeladen und aufgeregt während des Spaziergangs. Das macht das Training leichter und angenehmer für euch beide.