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Hund soll nicht in den Garten machen | Tipps was du tun kannst!

    Hund schnüffelt im Garten vor modernem Haus

    Hunde fühlen sich in einem Garten meist wie Zuhause. Gerade wenn du einen besonders hübschen und gepflegten Garten hast, oder dir ein Gartengrundstück mit anderen Leuten teilst, ist es natürlich ärgerlich, wenn dein Hund einen Haufen im Garten macht.

    Daher hat sich mir die Frage gestellt: „Wie kann ich meinen Hund dazu bringen, nicht im Garten zu machen?“. Hier sind meine besten Tipps dafür!

    So verhinderst du, dass dein Hund in den Garten macht

    #1 Separater Ort für das Hundegeschäft

    In meinem eigenen Garten habe ich eine kleine Ecke eingerichtet, die ausschließlich für unser Hündchen gedacht ist. So ein bisschen wie ein Katzenklo, aber im Freien.

    Hier kann sie ihr Geschäft erledigen, ohne dass der Rest des Gartens darunter leidet. Das ist ein echter Gamechanger!

    Die Einrichtung ist ziemlich simpel. Du brauchst einen kleinen, abgegrenzten Bereich. Das könnte ein Stück Rasen sein oder, noch besser, ein kleiner Sandkasten. Hunde lieben es nämlich, zu scharren und zu graben.

    Und genau das ermöglicht so ein Sandbereich. Unser Hund hat schnell gelernt, dass dies der Platz ist, wo sie ihr Geschäft machen kann und soll. Sie fühlt sich dort wohl und folgt ihrem natürlichen Instinkt.

    Natürlich bedeutet das für dich, dass du ab und zu mal auf Schatzsuche gehen musst. Aber sei ehrlich, ist es nicht viel angenehmer, nur eine kleine Ecke sauber halten zu müssen, anstatt den ganzen Garten zu durchforsten?

    Unser Hund gräbt ihre Hinterlassenschaften außerdem nur eher halbherzig ein, also ist das Aufspüren meistens kein großes Problem.

    Du fragst dich vielleicht, wie du deinen Hund dazu bringst, diesen speziellen Ort zu akzeptieren. Es ist wie bei allem im Hundetraining: Geduld und Konsequenz.

    Führe deinen Hund immer wieder zu diesem Bereich, besonders nach dem Fressen oder Schlafen. Und natürlich, wenn er anfängt, sich im Garten umzuschauen, als suche er den perfekten Ort.

    Ein kleines Leckerli als Belohnung, wenn er sein Geschäft an der richtigen Stelle erledigt, kann zusätzlich nicht schaden.

    Mit dieser Methode bleibt der Großteil deines Gartens schön und sauber, und dein Hund weiß genau, wo er sein Geschäft verrichten kann. Eine Win-win-Situation für alle!

    Westie liegt auf der Wiese

    #2 Achte auf die Körpersprache deines Hundes

    Du weißt ja, Hunde sind nicht gerade diskret, wenn es um ihre Geschäfte geht. Es gibt da so einige Zeichen, die verraten, dass dein vierbeiniger Freund gerade den perfekten Ort sucht, um sich zu erleichtern.

    Bei meinem Hund kann ich meist folgendes beobachten: Wenn es soweit ist, wird sie unruhig. Sie schnuppert intensiv am Boden, dreht sich im Kreis, sucht nach dem idealen Platz. Das ist wie ein kleines Ritual.

    Sie wählt nicht einfach irgendeine Stelle im Garten, nein, es muss die perfekte sein. Ich sage dir, manchmal ist es fast so, als würde sie den Boden nach dem besten Fleckchen für ihr Geschäft absuchen.

    Wenn du diese Anzeichen erkennst, hast du die Chance, einzugreifen, bevor dein Garten zum Hundeklo wird. Es ist wie ein kleines Warnsignal: „Achtung, gleich passiert’s!“

    In diesem Moment schnappst du dir die Leine und lenkst deinen Hund um. Entweder gehst du kurz mit ihm Gassi oder führst ihn zu seinem speziellen Platz im Garten, wenn du einen eingerichtet hast.

    Das Timing ist natürlich wichtig in dieser Situation. Du musst schnell reagieren, aber ruhig bleiben. Dein Hund sollte nicht denken, dass er etwas Falsches tut.

    Es geht nur darum, ihm zu zeigen, wo es okay ist, sein Geschäft zu verrichten. Mit der Zeit lernt dein Hund, diese Routine zu verstehen und zu akzeptieren.

    Diese Methode erfordert natürlich, dass du deinen Hund immer im Auge behältst, besonders in den ersten Wochen der Training. Aber glaub mir, es lohnt sich.

    Nicht nur bleibt dein Garten sauberer, sondern du verstehst deinen Hund auch besser und stärkst eure Bindung.

    #3 Auch im Garten regelmäßig Gassi gehen

    Auch im Garten kannst du regelmäßig Gassi gehen. Für mich ist es gerade angenehm, dass ich mich im Garten nicht regelmäßig an den Gassi Rhythmus halten muss.

    Aber wenn dir die Sauberkeit des Garten wichtig ist und du keinen extra Bereich für ein Hundeklo einrichten kannst oder willst, dann musst du natürlich auch im Garten regelmäßig Gassi gehen, damit sich dein Hund außerhalb erleichtern kann.

    Die Idee dahinter ist einfach, aber effektiv: Du bringst deinem Hund bei, dass auch der Garten kein Ort für sein Geschäft ist, sondern nur ein Ort zum Spielen und Entspannen.

    Dieses Training erfordert natürlich Konsequenz und Geduld. Es ist fast so, als würdest du deinen Hund ein zweites Mal stubenrein machen. Du musst ihm klar machen, dass der Garten nicht der richtige Ort für sein Geschäft ist.

    Stattdessen führst du ihn zu festen Zeiten an einen bestimmten Ort, vielleicht an den Rand des Gartens oder kurz vor die Gartentür, um ihm zu signalisieren: „Hier ist es okay.“

    Das Wichtigste ist, dass du deinen Hund während dieser Lernphase immer im Auge behältst. Lass ihn nicht unbeaufsichtigt im Garten, denn alte Gewohnheiten sind hartnäckig.

    Wenn du ihn dabei erwischst, wie er ansetzt, sein Geschäft im Garten zu verrichten, unterbrich ihn sanft und führe ihn zu seinem Gassi-Platz oder zieh ihm tatsächlich die Leine an und drehe eine Runde. Mit der Zeit lernt dein Hund, dass der Garten kein Toilettenbereich ist.

    Natürlich erfordert diese Methode ein bisschen mehr Aufwand und Disziplin, sowohl von dir als auch von deinem Hund.

    Aber denke an die Vorteile: Ein sauberer, schöner Garten, in dem du dich ohne Sorgen entspannen kannst. Und das Beste: Dein Hund lernt dabei, seine Bedürfnisse besser zu kontrollieren und wird noch besser auf dich und deine Signale achten.

    Hund wird an Brustgeschirr geführt

    #4 Pflanzen die für Hunde unangenehm riechen

    Du hast vielleicht schon gemerkt, dass Hunde einen unglaublich sensiblen Geruchssinn haben. Diesen kannst du dir zunutze machen, indem du bestimmte Pflanzen in deinem Garten anpflanzt, deren Geruch Hunde nicht mögen.

    Ich habe in meinem Garten einige dieser Pflanzen ausprobiert. Es ist erstaunlich, wie effektiv sie sind! Beifuß, Zimtbaum und die sogenannte Verpiss-dich-Pflanze sind nur einige Beispiele.

    Diese Pflanzen senden einen starken Duft aus, der für Hunde ziemlich unangenehm ist. Auch echter Lavendel und Italienische Strohblume gehören dazu.

    Der Vorteil ist, dass diese Pflanzen nicht nur gegen Hunde-Hinterlassenschaften helfen, sondern auch deinem Garten ein schönes Aussehen und einen angenehmen Duft für Menschen verleihen.

    Kräuter mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen, wie Pfefferminze, Lavendel und Basilikum, sind ebenfalls wirksam. Diese intensiven Düfte sind für die empfindlichen Nasen der meisten Hunde ziemlich abstoßend.

    Als Mensch magst du vielleicht den Geruch von frischem Basilikum oder Lavendel (ich persönlich LIEBE Basilikum!), aber für Hunde sind sie eher wie ein natürliches Abwehrmittel.

    Für diejenigen, die keine neuen Pflanzen in ihren Garten setzen möchten, gibt es auch andere Optionen. Du kannst zum Beispiel Essig oder Pfefferminze verwenden.

    Kleine Schälchen mit Essig in bestimmten Bereichen deines Gartens aufgestellt, können ebenso effektiv sein, um deinen Hund davon abzuhalten, sich dort zu erleichtern.

    Setze diese Pflanzen oder Gerüche in den Bereichen deines Gartens ein, in denen dein Hund am ehesten sein Geschäft verrichtet. Mit der Zeit wirst du (hoffentlich) feststellen, dass der Hund diese Bereiche meidet und sich lieber an anderen Stellen aufhält.

    Angst vor Giftpflanzen oder Gefahren, die durch neue Pflanzen im Garten entstehen können? Du kannst dich ganz einfach von Zuhause aus in einem Video Call mit einem Tierarzt beraten lassen!

    #5 Training mit dem Hund

    Das Training deines Hundes, um zu verhindern, dass er in den Garten macht, ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert.

    Ich hoffe ich muss nicht extra erwähnen, dass keine Lösung über Nacht funktioniert, auch bei uns zu Hause war das nicht anders. Es ist ein schrittweiser Lernprozess, der Konsequenz und positive Verstärkung erfordert.

    Nehmen wir das Beispiel des Einrichtens eines Hundeklos im Garten. Es ist wichtig, deinem Hund regelmäßig zu zeigen, dass dies der Ort ist, an dem er sein Geschäft verrichten darf. Wichtig dabei ist, dass du Konsequenz zeigst.

    Wenn er versucht, sich woanders zu erleichtern, leite ihn sanft, aber bestimmt zu seinem ausgewiesenen Bereich. Genauso wichtig ist es, deinen Hund nicht zu bestrafen, wenn er mal danebenliegt.

    Hunde lernen viel effektiver durch positive Verstärkung. Also, wenn er sein Geschäft am richtigen Ort macht, gib ihm ein Lob oder ein kleines Leckerli.

    Konsequenz ist der Schlüssel zum Erfolg. Bleibe bei den Regeln, die du aufgestellt hast, und wende sie konsequent an.

    Dein Hund wird mit der Zeit verstehen, was erlaubt ist und was nicht. Du wirst feststellen, dass er immer seltener in die tabu gesetzten Bereiche deines Gartens macht.

    Hunde lernen dabei je nach Rasse und Charakter in unterschiedlichem Tempo. Manche schnappen neue Regeln schnell auf, während andere mehr Zeit und Übung benötigen.

    Lass dich nicht entmutigen, wenn die Fortschritte langsam erscheinen. Jedes Mal, wenn dein Hund es richtig macht, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Warum macht ein Hund überhaupt in den Garten?

    Verstehen, warum Hunde im Garten ihr Geschäft verrichten, ist der erste Schritt, um dieses Verhalten zu ändern.

    Aus der Perspektive deines Hundes ist der Garten ein Teil seines Territoriums, vergleichbar mit einem Park oder einem Feldweg, voller spannender Gerüche, Pflanzen und vielleicht sogar anderen Tieren oder Insekten zum Entdecken.

    Für ihn ist es nicht offensichtlich, dass der Garten für dich einen anderen Stellenwert hat als beispielsweise die Straße vor dem Haus.

    Es ist faszinierend, wie sich Hunde an Gerüche gewöhnen, ähnlich wie Menschen. Wenn wir von einer Reise zurückkehren, bemerken wir den typischen Geruch unseres Zuhauses.

    Für Hunde, mit ihrem viel feineren Geruchssinn, ist der vertraute Geruch des eigenen Gartens eine ständige Erinnerung daran, dass sie zu Hause sind.

    Und genauso wie wir Menschen gerne die Toilette in unseren eigenen 4 Wänden benutzen und eher ungern auf öffentlichen Klos sind, geht auch dein Hund gerne in einem vertrauten Bereich sein Geschäft verrichten.

    Außerdem kann es sein, dass dein Hund bei seiner Gassi Runde stark von den ganzen Reizen und Eindrücken beeinflusst ist. Hunde sind bei diesen Aktivitäten oft so abgelenkt und aufgeregt, dass sie vergessen, ihr Geschäft zu verrichten, selbst wenn sie müssen. Gerede Welpen oder Junghunde sind hiervon betroffen.

    In einem neuen und spannenden Umfeld wie einem Park kann ein Hund so in das Entdecken eines neuen Geruchs vertieft sein, dass der Drang, sich zu erleichtern, in den Hintergrund rückt.

    Im Gegensatz dazu bietet der vertraute, oft weniger ablenkende Garten eine bequeme Gelegenheit, sich zu erleichtern.

    Besonders wenn die Spaziergänge sehr abwechslungsreich und aufregend gestaltet sind, kann der Garten im Vergleich dazu als ein ruhigerer, sicherer Ort erscheinen, wo sich der Hund entspannen und sein Geschäft verrichten kann.

    Die Tatsache, dass Hunde sich sicher fühlen müssen, um sich zu erleichtern, spielt auch eine Rolle. Sie verknüpfen dieses Gefühl der Sicherheit und Entspannung mit einem Ort und kehren gerne dorthin zurück.

    Daher wählen Hunde oft dieselben Stellen im Garten oder auf ihren üblichen Spazierwegen, um ihr Geschäft zu verrichten.

    FAQ

    Warum macht mein Hund in den Garten?

    Dein Hund macht in den Garten, weil er draußen sein Geschäft erledigen muss und den Garten als bequemen Ort dafür sieht. Es ist ein natürliches Bedürfnis. Du musst ihm daher beibringen, wo er sein Geschäft machen darf und wo nicht.

    Wie kann ich meinem Hund beibringen, nicht in den Garten zu machen?

    Zeige deinem Hund einen speziellen Bereich außerhalb des Gartens für seine Bedürfnisse. Führe ihn regelmäßig dorthin und belohne ihn, wenn er dort sein Geschäft macht. Das Training wird allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen, ehe dein Hund das richtige Verhalten lernt.

    Was tun, wenn mein Hund immer an der gleichen Stelle im Garten macht?

    Dein Hund hat wahrscheinlich diese Stelle als sein „Toilettengebiet“ auserkoren. Du kannst deinem Hund aber beibringen, dass er nicht an dieser Stelle machen soll, oder auch für deinen Hund unangenehm riechende Pflanzen wie z.B. Lavendel in der Nähe der Stelle anpflanzen.

    Wie reagiere ich, wenn ich meinen Hund dabei erwische, wie er in den Garten macht?

    Wenn du deinen Hund auf frischer Tat ertappst, reagiere ruhig. Unterbrich ihn mit einem klaren, aber nicht zu harten „Nein“ oder „Stopp“ und führe ihn sofort zu dem Platz, wo er sein Geschäft erledigen soll. Belohne ihn, wenn er es dort macht.

    Kann ich meinen Hund bestrafen, wenn er in den Garten macht?

    Bestrafen ist keine gute Idee. Es kann Angst und Verwirrung beim Hund auslösen und das Problem verschlimmern. Besser ist es, positives Verhalten zu belohnen und Geduld zu zeigen, während dein Hund lernt.

    Wie lange dauert es, bis mein Hund lernt, nicht in den Garten zu machen?

    Die Zeitdauer variiert je nach Hund. Einige lernen schnell, bei anderen kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Bleib konsequent bei der Erziehung und sei geduldig. Mit der Zeit wird dein Hund verstehen, was du von ihm erwartest.