Zum Inhalt springen
Home » Erziehung & Verhalten » Hunde ans Autofahren gewöhnen – Der ultimative Leitfaden!

Hunde ans Autofahren gewöhnen – Der ultimative Leitfaden!

    Warum ist es wichtig, den Hund ans Autofahren zu gewöhnen?

    Du weißt ja, wie es ist, etwas Neues zu lernen, oder? Es ist oft einfacher und weniger stressig, wenn wir langsam an die Sache herangeführt werden, anstatt alles auf einmal bewältigen zu müssen. Genau das gilt auch für Hunde im Auto.

    Warum schon im Welpenalter mit Autofahrtraining begonnen werden sollte

    Stell dir vor, du bist ein Welpe, und eines Tages wirst du in eine große Metallkiste gesetzt, die laut brummt und sich bewegt. Ganz schön beängstigend, oder?

    Wenn Hunde nicht frühzeitig und schonend an das Autofahren gewöhnt werden, kann diese Erfahrung durchaus beängstigend sein.

    Das hat mehrere Gründe: Erstens sind Hunde sehr geräuschempfindlich. Die Motorengeräusche, das Klappern von Teilen, der Fahrtwind – all das sind ungewohnte und oft laute Geräusche.

    Zweitens bewegt sich das Auto, was bei vielen Hunden anfangs Unsicherheit und Unwohlsein auslösen kann.

    Indem wir unseren Welpen schon früh an das Autofahren gewöhnen, können wir diese Ängste und Unsicherheiten vermeiden.

    Das Welpenalter ist eine entscheidende Phase, in der sie schnell lernen und sich an neue Umgebungen und Erfahrungen anpassen. Daher ist es optimal, bereits zu diesem Zeitpunkt mit dem Autofahrtraining zu beginnen.

    Mögliche Gründe für die Angst vor dem Autofahren bei Hunden

    Es gibt verschiedene Gründe, warum Hunde Angst vor dem Autofahren haben könnten. Einige davon sind:

    • Ungewohnte Geräusche und Bewegungen: Wie bereits erwähnt, sind die Geräusche und Bewegungen eines Autos für einen Hund, der nicht daran gewöhnt ist, sehr ungewohnt und können Angst auslösen.
    • Negative Assoziationen: Wenn die einzigen Autofahrten, die der Hund kennt, zum Tierarzt führen, kann er schnell negative Assoziationen mit dem Autofahren verbinden.
    • Reisekrankheit: Manche Hunde leiden unter Reisekrankheit, was das Autofahren zu einer unangenehmen Erfahrung macht.
    • Trennungsangst: Hunde, die unter Trennungsangst leiden, fühlen sich in einer Transportbox im Auto oft eingeengt und isoliert und wollen lieber in der direkten Nähe von Herrchen und Frauchen bleiben.

    Durch rechtzeitige Gewöhnung und Training kann man jedoch viele dieser Ängste vermeiden oder zumindest abmildern, und somit das Autofahren mit dem Hund zu einer stressfreien und angenehmen Erfahrung machen.

    Sicherheit beim Autofahren mit dem Hund: Was du beachten solltest

    Hund angeschnallt im Auto

    Wenn du deinen Hund mit ins Auto nimmst, sei es für eine kurze Fahrt zum Tierarzt oder eine lange Urlaubsfahrt, steht die Sicherheit immer an erster Stelle.

    Ein ungesicherter Hund im Auto kann nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen Insassen und Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen.

    Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass dein Hund nach § 23 der Straßenverkehrsordnung als Ladung angesehen wird. Daher muss er während der Autofahrt sicher untergebracht sein, um Verrutschen, Umfallen und Hin- und Herrollen zu verhindern.

    Sollte dies nicht der Fall sein, könnten dir Bußgelder auferlegt und sogar Punkte in Flensburg fällig werden. Der Schutz und die Sicherheit deines Hundes im Auto sind nicht nur für sein Wohlbefinden unerlässlich, sondern auch aus rechtlicher Sicht von großer Bedeutung.

    Daher ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Transportsystemen für Hunde vertraut zu machen und eine geeignete Lösung für deinen vierbeinigen Freund zu finden.

    Welche Transportoptionen gibt es für Hunde im Auto

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deinen Hund während der Fahrt zu sichern, abhängig von der Größe des Hundes, der Art des Autos und den persönlichen Vorlieben von dir und deinem Hund.

    Du wirst sehen, dass jede Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile hat, also überlege, welches für dich der sinnvollste Weg ist.

    Möglichkeit 1: Den Hund im Auto anschnallen

    Ein beliebter und effektiver Weg, um die Sicherheit deines Hundes während der Fahrt zu gewährleisten, ist der Einsatz eines Hundegurts. Dieser spezielle Gurt wird am Geschirr deines Hundes befestigt und dann, ähnlich wie ein menschlicher Sicherheitsgurt, in die Gurtschließe des Autos eingeklipst.

    Es ist hierbei besonders wichtig, dass der Gurt immer am Geschirr deines Hundes und niemals an einem Halsband befestigt wird.

    Ein Gurt am Halsband kann bei einem abrupten Stop oder einem Unfall zu ernsthaften Verletzungen oder sogar zum Ersticken führen.

    Der Hundegurt ist in verschiedenen Größen erhältlich, sodass er an fast alle Hundearten und -größen angepasst werden kann.

    Darüber hinaus sind die meisten Modelle verstellbar, um eine perfekte Passform zu gewährleisten.

    Vorteile des Hundegurts:

    • Sicherheit: Der Hundegurt hält deinen Hund sicher auf seinem Platz, reduziert Ablenkungen beim Fahren und minimiert das Risiko von Verletzungen bei einem Unfall.
    • Komfort: Viele Gurte sind gepolstert und bieten einen gewissen Komfort für deinen Hund während der Fahrt.
    • Flexibilität: Die meisten Hundegurte sind verstellbar und können an verschiedene Hundegrößen angepasst werden.

    Nachteile des Hundegurts:

    • Bewegungsfreiheit: Je nachdem wie du den Gurt einstellst, kann dein Hund sich mehr oder weniger bewegen. Ein zu kurzer Gurt wird dein Hund nicht mögen, ist er zu lang kann sich dein Hund aber zu einfach im Auto und von seinem angedachten Platz weg bewegen.
    • Falsche Anwendung: Bei unsachgemäßer Anwendung oder wenn der Gurt nicht richtig passt, kann er bei einem Unfall wirkungslos sein oder sogar Verletzungen verursachen.
    • Platz: Dein Hund sitzt auf einem Sitz, der sonst für einen Beifahrer gedacht ist. Hast du beispielsweise eine Familie mit 2 Kindern sind die meisten Plätze des Autos bereits belegt und je nach Größe des Hundes kann der mittlere Platz auf der Rückbank etwas zu klein sein.
    Sale
    Rudelkönig Hundegurt fürs Auto – Verstellbarer Anschnallgurt – Sicherheitsgurt mit Rückdämpfung für alle Hunderassen & Autotypen
    • SICHERHEIT GEHT VOR – Schütze deinen Vierbeiner und dich während der Fahrt und verhindere teure Bußgelder

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    Möglichkeit 2: Sicherer Transport mit der Transportbox

    Eine weitere Möglichkeit ist die Hundetransportbox. Diese bietet deinem Hund einen geschützten Raum, in dem er während der Fahrt sicher und bequem liegen kann.

    Transportboxen gibt es in verschiedensten Größen, Formen und Materialien, sodass du sicher die passende Box für deinen Hund und dein Auto finden wirst. Es gibt sogar Boxen, die speziell für den Einsatz im Auto konzipiert sind und sich nahtlos im Kofferraum anschließen lassen.

    Ein Vorteil der Transportbox ist, dass sie auch außerhalb des Autos verwendet werden kann, z.B. als sicherer Rückzugsort für deinen Hund in einer neuen Umgebung oder als Schlafplatz.

    Die meisten Hunde bevorzugen jedoch eine Möglichkeit, wo sie mehr Platz und Bewegungsfreiheit haben und mehr von ihrer Umgebung mitbekommen. Aus diesem Grund ist die Gewöhnung an eine Transportbox die herausforderndste Transportvariante.

    Vorteile der Transportbox:

    • Sicherheit: Die Transportbox hält deinen Hund sicher und geschützt während der Fahrt. Bei einem Unfall kann sie ihn vor Verletzungen schützen und verhindert, dass er im Auto herumgeworfen wird.
    • Multifunktional: Eine Transportbox kann auch als sicherer Rückzugsort oder Schlafplatz für deinen Hund dienen.
    • Einfache Reinigung: Bei etwaiger Reiseübelkeit oder Unfällen ist die Box leicht zu reinigen.

    Nachteile der Transportbox:

    • Bewegungseinschränkung: Je nach Größe der Box kann die Bewegungsfreiheit deines Hundes eingeschränkt sein, was zu Unruhe führen kann.
    • Sichtbarkeit: Viele Hunde bevorzugen es, während der Fahrt nach draußen sehen zu können, was in einer Box oft nicht möglich ist.
    • Platzbedarf: Je nach Größe der Box kann sie viel Platz im Auto einnehmen, was insbesondere bei kleineren Autos ein Problem darstellen kann.
    CADOCA® Hundebox Hundetransportbox faltbar robust M 60x42x44cm atmungsaktiv Transporttasche Haustiertransportbox Hundetragetasche Grau
    • VARIABEL – Die faltbare Tiertransportbox von CADOCA ist der ideale Begleiter auf Reisen oder zu Tierarztterminen, um Dein Haustier optimal unterbringen zu können. Ohne Werkzeug mit nur wenigen Handgriffen ist die Box schnell und platzsparend verstaut.

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    Möglichkeit 3: Trenngitter für Hunde

    Ein Trenngitter ist eine weitere Option, besonders für größere Hunde und Autos mit einem großen Kofferraum. Das Gitter wird zwischen dem Kofferraum und dem Rest des Autos montiert und verhindert, dass der Hund während der Fahrt in den Fahrgastraum gelangt.

    Auf diese Weise bleibt dein Hund sicher im Kofferraumbereich und kann dennoch frei herumlaufen und sich ausstrecken.

    Diese Option ist besonders geeignet für Hunde, die sich in einer Transportbox eingeengt fühlen, oder wenn eine geeignete Transportbox schwer zu finden ist.

    Allerdings musst du auch bedenken, dass dadurch der gesamte Kofferraum für deinen Hund reserviert wird, was den verfügbaren Stauraum für Gepäck und andere Gegenstände einschränkt.

    Vorteile des Trenngitters:

    • Freiheit: Dein Hund hat mehr Platz zum Bewegen und Ausstrecken während der Fahrt, was für größere Hunde oder Hunde, die nicht gerne in einer Box sind, von Vorteil sein kann.
    • Sichtbarkeit: Mit einem Trenngitter hat dein Hund die Möglichkeit, aus dem Fenster zu schauen und die Umgebung zu beobachten, was die Fahrt für ihn unterhaltsamer macht.
    • Einfache Installation: Die meisten Trenngitter sind leicht zu installieren und können bei Bedarf schnell entfernt werden.

    Nachteile des Trenngitters:

    • Begrenzter Stauraum: Die Verwendung eines Trenngitters bedeutet, dass der gesamte Kofferraum (oder zumindest der Großteil) für deinen Hund reserviert ist, was den verfügbaren Stauraum für Gepäck und andere Gegenstände einschränkt.
    • Sicherheit: Im Gegensatz zu einer Transportbox oder einem Gurt bietet ein Trenngitter bei einem Unfall weniger Schutz für deinen Hund.
    • Nicht für alle Autos geeignet: Nicht alle Autos können ein Trenngitter aufnehmen, und nicht alle Trenngitter passen in alle Autos. Du musst daher sicherstellen, dass das Trenngitter kompatibel mit deinem Auto und dein Kofferraum generell groß genug für deinen Hund ist.
    Sale
    HELDENWERK Universal Kofferraum Trenngitter für Hunde – Auto Hundegitter zum Transport für deinen Hund – Schutzgitter mit Kopfstützen-Befestigung – Stufenlos verstellbares Kofferraumschutz Gitter
    • Das Heldenwerk Hundegitter entspricht 23 StVO und sorgt für Ihre Sicherheit im Verkehr: Sie können nicht abgelenkt werden und auch Ihr Hund ist vor umherfliegenden Gegenständen geschützt.

    Affiliate links / Bilder von Amazon Product Advertising API

    Den Hund langsam an das Autofahren gewöhnen: Ein 5-Schritte-Plan

    Wie wir wissen, ist es wichtig, unseren vierbeinigen Freund langsam und sanft an das Autofahren zu gewöhnen.

    Hier ist ein einfacher 5-Schritte-Plan, um das Autofahrtraining zu einem positiven Erlebnis zu machen. Du solltest diese Schritte am besten nicht alle auf einmal durchführen, sondern in einzelne Trainingseinheiten unterteilen.

    Dadurch kann sich dein Hund langsam an das Auto gewöhnen und hat jedes mal nur eine kleine neue Umstellung zu dem, was zuvor passier ist.

    Schritt 1: Eine vertraute Umgebung im Auto schaffen

    Zuallererst ist es wichtig, dass dein Hund das Auto als einen sicheren und angenehmen Ort ansieht. Hierzu kannst du Dinge, die dein Hund liebt und kennt, ins Auto bringen.

    Das kann seine Lieblingsdecke sein, ein bestimmtes Spielzeug oder auch ein Kauknochen. Alles, was ihm ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit gibt, kann helfen.

    Du kannst auch das Auto an einem ruhigen Ort parken und deinen Hund darin füttern oder mit ihm spielen. So lernt er, das Auto mit positiven Erlebnissen zu verbinden.

    Schritt 2: Übe das Ein- und Aussteigen aus dem Auto

    Nachdem du eine positive Atmosphäre im Auto geschaffen hast, ist der nächste Schritt das Üben des Ein- und Aussteigens.

    Lass deinen Hund zunächst ohne Fahrt ins Auto steigen und gib ihm einen Leckerbissen oder ein Lob, wenn er es macht. Übe das mehrmals, bis er sich dabei wohl fühlt.

    Es ist wichtig, dass du diese Übung in deinem eigenen Tempo und im Tempo deines Hundes durchführst. Wenn er sich unwohl fühlt, nimm dir die Zeit, ihn zu beruhigen und zu belohnen, bevor du weitermachst.

    Schritt 3: Den Hund an Motorengeräusche und geschlossene Räume gewöhnen

    Nachdem dein Hund sich mit dem Ein- und Aussteigen aus dem Auto vertraut gemacht hat, ist es an der Zeit, die nächste Stufe in Angriff zu nehmen.

    Nun gilt es, deinen Hund an die Motorengeräusche und das Gefühl von geschlossenen Räumen zu gewöhnen. Starte dazu den Motor, während dein Hund im Auto ist, aber noch ohne zu fahren.

    Lasse den Motor laufen und verbringe etwas Zeit mit deinem Hund im Auto, um ihn zu beruhigen und zu loben. Wiederhole diese Übung, bis dein Hund sich mit den Geräuschen und der neuen Umgebung wohl fühlt.

    Achte dabei auch darauf, so langsam in das Gefühl des Autofahrens über zu gehen. Wenn du anfangs noch viel Kontakt mit deinem Hund hast, gehe Schrittweise dazu über, dich auf deinen normalen Fahrplatz zu setzen und den Hund auch einfach für einige Zeit zu ignorieren – so wie du es während einer Fahrt ja auch machen würdest.

    Schritt 4: Fahre zunächst kurze Strecken zu schönen Orten

    Sobald dein Hund sich mit den Geräuschen des Autos und der Umgebung vertraut gemacht hat, ist es Zeit für die erste kurze Fahrt.

    Wähle für die erste Fahrt eine kurze Strecke zu einem Ort, den dein Hund mag, wie einem Park oder einem Waldgebiet. Durch diese positiven Erlebnisse wird dein Hund das Autofahren schnell mit Spaß und Freude verbinden.

    Achte darauf, „negative“ Fahrten vor allem am Anfang auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn dein Hund immer nur Auto fährt, wenn er zum Tierarzt muss, wird er das Auto weniger positiv ansehen, wie wenn du mit ihm regelmäßig zu tollen Parks fährst.

    Schritt 5: Beruhige und Lobe den Hund und ignoriere unerwünschtes Verhalten

    Während des Trainings und auch später während der Autofahrten ist es wichtig, deinen Hund zu beruhigen und zu loben.

    Ignoriere unerwünschtes Verhalten wie Jammern oder Unruhe und belohne stattdessen gutes Verhalten mit Lob und Leckerbissen. Das gilt insbesondere für die ersten Fahrten und bei längeren Strecken.

    Es ist zwar nicht immer einfach einen fiependen Hund seiner selbst zu überlassen, aber Beachtung führt im Zweifel dadurch, dass dein Hund lernt durch fiepen und winseln deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Dadurch wird er dieses Verhalten eher verstärken als reduzieren.

    Hund im Kofferraum

    Tipps zur Bewältigung von Reiseübelkeit bei Hunden

    Selbst wenn dein Hund das Autofahren liebt und sich im Auto wohl fühlt, kann es vorkommen, dass er unter Reiseübelkeit leidet.

    Dies kann bei Hunden jeder Altersgruppe auftreten, ist aber besonders häufig bei Welpen und jungen Hunden zu beobachten.

    Übelkeit wegen Aufregung

    Nicht immer reagiert ein Hund immer gleich auf die Autofahrt. Unser früherer Familienhund wusste beispielsweise immer anhand der Koffer, wenn ein größerer Urlaubstrip anstand und war dann besonders aufgeregt. Da kam es dann gerne mal vor, dass das Frühstück im Auto wieder hochgewürgt wurde, obwohl ansonsten die Autofahrt immer problemlos war.

    Übe das Autofahren und lindere Symptome

    Eine der besten Möglichkeiten, Reiseübelkeit bei Hunden zu bekämpfen, ist die regelmäßige Übung. Das ständige Gewöhnen an das Autofahren kann dazu beitragen, dass dein Hund weniger Angst vor dem Auto hat und sich daher weniger leicht übel fühlt.

    Das liegt vor allem daran, dass das Gleichgewichtsorgan deines Hundes von Natur aus mit dem Konzept des Autofahrens nicht wirklich vertraut ist. Wer also regelmäßig Auto fährt, gibt seinem Hund die Chance, sich auf diese neue Situation einzustellen und anzupassen. Übung kann hier also tatsächlich hilfreich sein.

    Auch wenn es verlockend sein kann, die Autofahrten mit deinem Hund zu vermeiden, wenn er sich im Auto übergibt, ist es wichtig, das Autofahren weiterhin zu üben. Wenn dein Hund nur dann ins Auto steigt, wenn es unbedingt notwendig ist verstärkt das oft die Aufregung, was für Übelkeit eher kontraproduktiv ist.

    Um die Symptome der Reiseübelkeit zu lindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige Hundebesitzer haben Erfolg mit natürlichen Mitteln wie Ingwer oder Bachblüten. Andere verwenden Medikamente gegen Übelkeit, die vom Tierarzt verschrieben werden.

    Geeignete Unterlagen und Maßnahmen für den Fall von Reiseübelkeit

    Für den Fall, dass dein Hund sich im Auto übergeben sollte, ist es sinnvoll, geeignete Unterlagen im Auto zu haben. Diese können leicht gereinigt oder ausgetauscht werden und verhindern, dass das Auto dreckig wird. Auch spezielle Schutzdecken für die Autositze oder -böden können hilfreich sein. Hier sind einige Optionen die es auf dem Markt gibt:

    • Waschbare Sitzbezüge: Sie schützen die Autositze und können bei Bedarf einfach in der Waschmaschine gereinigt werden.
    • Einwegunterlagen: Diese absorbieren Feuchtigkeit und können nach Gebrauch einfach entsorgt werden. Sie sind besonders praktisch für längere Fahrten.
    • Wasserdichte Decken: Sie sind ideal für Hunde, die viel sabbern oder sich übergeben könnten. Sie sind in der Regel leicht zu reinigen und bieten einen guten Schutz für die Autositze.
    • Hundedecken mit rutschfester Unterseite: Diese Decken sind speziell dafür konzipiert, auf Autositzen zu liegen und nicht zu verrutschen. Sie bieten eine bequeme Unterlage für deinen Hund und schützen gleichzeitig die Sitze.
    • Kofferraumwanne: Wenn dein Hund im Kofferraum reist, kann eine Kofferraumwanne helfen, den Bereich sauber und geschützt zu halten.
    • Hundebetten fürs Auto: Einige Hersteller bieten spezielle Hundebetten an, die in das Auto passen und einen hohen Rand haben, um das Verschütten von Erbrochenem zu minimieren.

    Auch wenn sie eine gute Unterstützung sein können, erfahrungsgemäß haben Hunde ein Talent dafür, irgendwelche Bereiche im Auto zu treffen, z.B. den Fußraum, auf dem du keine Unterlagen angebracht hast.

    Ein weiterer Tipp ist, vor allem bei großen und langen Fahrten deinem Hund einige Stunden vor der Fahrt kein Futter mehr zu geben. Ein voller Magen kann die Übelkeit verstärken.

    Allerdings sollte dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser haben, besonders auf längeren Fahrten.

    Insgesamt solltest du mit diesen Tipps jetzt allerdings auf einem guten Weg sein, deinen Hund zu einem talentierten Begleiter im Auto zu machen!

    FAQ

    Warum sollte ich meinen Hund ans Autofahren gewöhnen?

    Es ist wichtig, deinen Hund ans Autofahren zu gewöhnen, um Stress und Unwohlsein bei Fahrten zu vermeiden. So wird auch die Fahrsicherheit erhöht, da du nicht abgelenkt bist.

    Wie kann ich mit der Gewöhnung an das Autofahren beginnen?

    Beginne mit kurzen Fahrten und erhöhe die Dauer schrittweise. Lobe deinen Hund und belohne ihn nach jeder Fahrt, um positive Assoziationen mit dem Auto zu fördern.

    Welche Ausrüstung ist notwendig, um meinen Hund sicher im Auto zu transportieren?

    Eine gesicherte Transportbox oder ein spezieller Hundesitz mit Sicherheitsgurt sind essenziell. Auch eine Decke oder ein Kuscheltier kann deinem Hund helfen, sich wohler zu fühlen.

    Was kann ich tun, wenn mein Hund während der Autofahrt Angst hat?

    Du kannst beruhigende Geräusche oder Musik spielen und Pausen einlegen, wenn dein Hund Anzeichen von Stress zeigt. Im Extremfall kann auch ein Tierarzt helfen, durch beruhigende Medikamente den Stress zu lindern.

    Ist es in Ordnung, wenn mein Hund während der Fahrt aus dem Fenster schaut?

    In der Regel ist es kein Problem, wenn dein Hund während der Fahrt aus dem Fenster schaut. Einige Hunde verfolgen sogar den Verlauf der Straße und lehnen sich in die Kurven. Das schauen aus dem Fenster macht die Fahrt für deinen Hund auf jeden Fall unterhaltsamer und abwechslungsreich.

    Soll ich meinen Hund vor der Fahrt füttern?

    Vermeide es, deinen Hund unmittelbar vor der Fahrt zu füttern, um Übelkeit zu verhindern. Gib ihm stattdessen etwa 2 bis 3 Stunden vorher eine Mahlzeit.

    Wie oft sollte ich während längerer Fahrten Pausen einlegen?

    Für längere Fahrten empfiehlt es sich, alle 2 bis 3 Stunden eine Pause einzulegen. Dies gibt deinem Hund die Möglichkeit, sich zu erleichtern und sich die Beine zu vertreten.

    Kann ich meinen Hund alleine im Auto lassen?

    Nein, du solltest deinen Hund nicht alleine im Auto lassen, insbesondere bei extremen Temperaturen. Auch wenn es draußen kühl erscheint, kann es im Auto schnell sehr heiß werden. Das kann im Extremfall zu lebensbedrohlichen Situationen für deinen Hund führen.