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Leckerli als Trainingsbelohnung: So verhindert du Übergewicht

    Junge Frau trainiert Welpe im Park, Zeichnung

    Du willst mit deinem Hund trainieren und Leckerli scheinen wie die perfekte Belohnung. Doch Leckerli haben sehr viele Kalorien und führen schnell dazu, dass dein Vierbeiner zunimmt. Deshalb schauen wir uns hier ein paar Tricks an, wie du Übergewicht beim Hund verhindern kannst.

    Leckerli im Hundetraining – Eine Kalorienbombe?

    Jedes Mal, wenn der Hund eine Übung meistert, bekommt er ein Leckerli. Das sieht nach einer perfekten Trainingssession aus, nicht wahr? Nun, lass uns mal genauer hinschauen, vor allem auf die Leckerli.

    Leckerli sind in der Tat fantastische Trainingshelfer. Sie sind wie der Jackpot für Hunde – ein unwiderstehlicher Anreiz, um das gewünschte Verhalten zu zeigen.

    Aber hier kommt das „Aber“: Viele Leckerli sind echte Kalorienbomben. Mit etwa 300 bis 450 Kalorien pro 100 Gramm haben Leckerli einen extrem hohen Energiegehalt, besonders wenn man häufig oder lange trainiert.

    Das schlägt bei deinem Hund dann schnell auf die Hüften und du musst schauen, dass er die zusätzlichen Kilos wieder los wird.

    Jetzt denkst du vielleicht: „Aber mein Hund liebt diese Leckerli, und sie helfen so gut beim Training!“ Absolut, das ist auch kein Grund, sie ganz wegzulassen. Du solltest nur auf die richtige Balance achten und dir ein paar Alternativen für Leckerli überlegen, auf die wir gleich noch genauer eingehen werden.

    Generell sollten Leckerli nur etwa 10% der täglichen Kalorienzufuhr eines Hundes ausmachen. Der Rest? Gutes, ausgewogenes Hunde-Trocken- oder Nassfutter.

    Jetzt bist du dir nicht sicher, wie viele Kalorien dein Hund pro Tag braucht? Keine Sorge, ich habe hier einen kostenlosen Kalorienrechner für Hunde erstellt, mit dem du den Kalorienbedarf deines Vierbeiners automatisch ausgerechnet bekommst!

    Rottweiler oder Deutscher Schäferhund Vergleich

    Verhindere Übergewicht mit diesen Tricks

    Wie verhindert man jetzt Übergewicht beim Hund, wenn man trotzdem mit Leckerli trainieren will?

    Generell gilt natürlich: Bewegung ist das A und O. Wie bei uns Menschen auch, verbrennen Hunde mehr Kalorien, wenn sie sich viel bewegen.

    Längere Spaziergänge, Toben im Park oder Apportierspiele kannst du gut in das Training einbinden, wenn du sowieso gerade mit deinem Vierbeiner unterwegs bist. Und sie eignen sich super, um Kalorien zu verbrennen.

    Wenn dein Hund aktiv ist, rennt und spielt, dann kann auch mal ein Leckerli mehr gegeben werden, ohne dass es gleich ein Problem ist.

    Ein aktiver Lebensstil hilft also nicht nur deinem Hund fit zu bleiben, sondern gibt dir auch etwas mehr Spielraum bei der Leckerli-Verteilung.

    Mein bester Trick wenn dein Hund bei den Leckerli nicht allzu wählerisch ist: Benutz doch einfach Trockenfutter als Leckerli-Ersatz.

    Die Stücke sind oft kleiner und haben weniger Kalorien. Unser Hund zum Beispiel ist ein richtiger Allesfresser und freut sich über alles, was aus meiner Hand kommt. Bei manchen Hunden kann das natürlich variieren, aber es ist definitiv einen Versuch wert.

    Wenn Trockenfutter nicht das Richtige ist, gibt es auch kalorienreduzierte Leckerlis. Diese sind oft aus hochwertigen, tierischen Produkten gemacht und haben weniger Kalorien.

    Sie sind vielleicht ein bisschen teurer, aber wenn du auf die Gesundheit deines Hundes achten möchtest, ist das eine gute Investition.

    Eine besondere Empfehlung sind Kauartikel aus Wild. Dieses magere und schmackhafte Fleisch ist nicht nur eine Delikatesse für uns Menschen, auch Hunde lieben es.

    Wildfleisch ist eiweißreich und fettarm, was es zur idealen Belohnung für Hunde macht, die auf ihr Gewicht achten müssen. Zudem sind viele Wild-Kausnacks weich und somit auch für ältere Hunde und Welpen geeignet.

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    Nutze auch Trainingsmethoden ohne Leckerli

    Training mit deinem Hund bedeutet nicht zwangsläufig, dass du immer Leckerli als Belohnung einsetzen musst. Klar, Leckerlis sind ein toller Anreiz, besonders wenn es darum geht, neue Kommandos zu erlernen.

    Sie können aber auch schnell zu viel werden und zu Übergewicht führen. Deshalb nutzen wir Leckerli eigentlich nur regelmäßig, um etwas Neues zu lernen. Wiederholen wir aber nur bekannte Kommandos oder generellen Gehorsam, dann gibt es eben nicht immer ein Leckerli.

    Denn du kannst deinen Hund auch ohne etwas fressbares belohnen. Und Belohnung ist wichtig und sollte nicht vergessen werden, denn dein Hund soll ja weiterhin den Anreiz haben, das zu tun, was du von ihm verlangst.

    Einer unserer Lieblingstricks ist, ein begeistertes „Fein!“ in hoher Stimmlage zu verwenden. Das hat sich als effektiver Weg erwiesen, unserem Hund zu zeigen, dass er etwas toll gemacht hat.

    Er guckt dann immer ganz aufgeregt, als ob er sich fragt: „Kriege ich jetzt ein Leckerli?“ Manchmal gibt es eines, manchmal aber auch nicht. Das hält ihn auf Trab und macht das Training spannender. Und die Chance auf ein Leckerli reicht oft schon aus, das der Vierbeiner wunderbar hört.

    Eine weitere großartige Methode ist das Clickertraining. Hier trainierst du deinen Hund darauf, das Klicken des Clickers als positive Bestätigung zu erkennen.

    Nach und nach lernt er, das Klicken selbst als Belohnung zu sehen. So kannst du das Loben von gutem Verhalten vom Geben von Leckerlis entkoppeln. Hier gibts mehr Infos zum Clickertraining.

    Auch Streicheleinheiten oder ein kurzes Spiel mit dem Lieblingsspielzeug können wunderbare Belohnungen sein.

    Jeder Hund ist anders, und du wirst schnell merken, was deinem Vierbeiner Freude bereitet. Das Schöne an diesen alternativen Belohnungen ist, dass sie alle keine Kalorien haben und der Hund nicht durch Leckerli fett gefüttert wird.

    Ein liebevolles Kraulen hinter den Ohren oder ein paar Minuten mit seinem Lieblingsspielzeug zu spielen, kann genauso wirkungsvoll sein wie ein Leckerli.

    Hundebesitzerin spielt mit Hund

    So setzt du die Leckerli im Training richtig ein

    Stell dir vor, du bist mit einem quirligen Welpen im Park. Du willst ihm beibringen, wie man sich benimmt, aber alles, was er will, ist herumtollen und alles erkunden. Mit Leckerli kannst du deinem Hund die passende Motivation geben sich auf das training zu fokusieren.

    Such dir also ein Leckerli aus, das dein Welpe liebt, aber was gleichzeitig nicht zu viele Kalorien hat. Oder du teilst ein großes Leckerli in mehrere kleine Stücke. Wir wollen ja nicht, dass unser vierbeiniger Freund am Ende des Tages mehr rollt als läuft, oder?

    Das Leckerli muss direkt nach dem guten Verhalten kommen. So kapieren die kleinen Racker sofort: „Hey, wenn ich das mache, gibt’s was Leckeres!“

    Je besser der Befehl sitzt, desto seltener gibt es dann aber auch noch ein Leckerli. Belohnst du bei einem neuen Befehl am Anfang noch überschwänglich und immer mit etwas fressbaren, „vergisst“ du das irgendwann immer mal wieder.

    So reduzierst du die Menge von Leckerli immer weiter, bis es vielleicht nur noch jedes zweite, dritte oder fünfte mal etwas gibt, wenn der Hund macht was von ihm verlangt wird.

    Wie weit du hier gehen kannst, hängt ein bisschen von deinem Hund und seinem Charakter ab. Manche Hunde sind leichter, manche schwerer zu motivieren.

    Finde das Gleichgewicht zwischen Leckerli und normalem Futter

    Aber nicht nur im Training werden Leckerli verwendet, viele Hundehalter füttern sie auch einfach zwischendurch.

    Es ist eine alltägliche Situation: Dein Hund schaut dich mit diesen großen, treuen Augen an, und ehe du dich versiehst, hast du ihm schon wieder ein Leckerli gegeben.

    Klingt harmlos, oder? Aber diese kleinen Snacks haben eine Menge zusätzlicher Kalorien. Und wenn sie nicht in die tägliche Futterration einbezogen werden, führen sie schnell zu Übergewicht. Jeder zusätzliche Snack ist zusätzliche Energie, die, wenn sie nicht verbrannt wird, als Fett gespeichert wird.

    Die Aussage „Mein Hudn frisst Leckerli aber so gerne“ zählt hier also nicht. Es geht nicht darum, Leckerlis komplett zu verbieten – sie sind ein nützliches Werkzeug im Training und eine schöne Art, deinem Hund Liebe zu zeigen.

    Aber es ist wichtig, sie in Maßen zu geben und sie in die Gesamtfuttermenge deines Hundes einzubeziehen.

    Das bedeutet, dass, wenn dein Hund Leckerlis bekommt, du entweder die Menge seines regulären Futters reduzieren oder sicherstellen musst, dass er genügend Bewegung bekommt, um die extra Kalorien zu verbrennen.

    Es ist ein wenig wie bei uns Menschen – ein extra Stück Kuchen bedeutet vielleicht eine extra Runde im Park.

    Natürlich gibt es auch Leckerlis auf dem Markt die kalorienarm sind. Das ist ein guter Anfang, besonders wenn dein Hund zu Übergewicht neigt. Außerdem kannst du auch natürliche Snacks wie Karottenstücke oder Äpfel in Betracht ziehen, die ebenfalls gesund und kalorienarm sind.

    Es ist also wichtig, die Leckerli nicht nur als Bonus zu sehen, sondern auch tatsächlich auf die tägliche Futterration anzurechnen. Im Zweifel bedeutet das, dass der Hund eben einen Tag auch einfach ein bisschen weniger bekommt.

    FAQ

    Warum sind Leckerlis wichtig für das Training von Hunden?

    Leckerlis sind eine effektive Methode, um Hunde zu motivieren und gute Verhaltensweisen zu belohnen. Sie dienen als sofortige Belohnung und zeigen deinem Haustier klar, dass es etwas richtig gemacht hat. Dies stärkt das Verhalten, das du fördern möchtest, und hilft, eine positive Verbindung zwischen dir und deinem Tier aufzubauen.

    Wie kann ich Übergewicht bei meinem Hund vermeiden, wenn ich Leckerlis als Belohnung benutze?

    Um Übergewicht zu vermeiden, wähle kleine, kalorienarme Leckerlis und berücksichtige sie in der täglichen Futterration deines Hundes. Es ist auch eine gute Idee, die Anzahl der Leckerlis zu begrenzen und stattdessen mit Lob und Streicheleinheiten zu belohnen. Halte dich an einen Fütterungsplan und vermeide es, extra Snacks außerhalb der Trainingseinheiten zu geben.

    Was sind gesunde Leckerli-Alternativen?

    Es gibt viele gesunde Alternativen zu herkömmlichen Leckerlis. Du kannst zum Beispiel kleine Stücke von rohem Gemüse wie Karotten oder Gurken verwenden. Auch Obst wie Äpfel oder Beeren in kleinen Mengen sind gut. Denke daran, Lebensmittel zu vermeiden, die für Hunde giftig sind, wie Schokolade, Zwiebeln oder Trauben.

    Wie oft sollte ich meinem Hund Leckerlis geben?

    Leckerlis sollten sparsam verwendet werden. Sie sind am effektivsten, wenn sie gezielt während des Trainings eingesetzt werden. Außerhalb des Trainings ist es besser, Leckerlis nur gelegentlich und in geringer Menge zu geben. Das hilft, die Gesundheit deines Hundes zu erhalten und verhindert, dass er die Leckerlis als selbstverständlich betrachtet.

    Kann ich das Training auch ohne Leckerlis durchführen?

    Ja, du kannst dein Haustier auch ohne Leckerlis trainieren. Alternativen wie verbales Lob, Streicheleinheiten oder Spielzeuge können ebenso effektiv sein. Wichtig ist, dass du eine positive Verstärkung findest, die dein Hund motiviert.