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3 Tipps damit sich dein Hund beim Gassi mehr an dir orientiert

    Junges Paar mit Hund in deutscher Stadt

    Wenn du Gassi gehst interessiert sich dein Hund für alles, nur nicht für dich? Ich habe mich gefragt, wie man es schafft, dass sich der Hund mehr an einem orientiert. Diese 3 Tipps haben mir am meisten geholfen!

    Warum Kommandos für die Orientierung nicht viel bringen

    Stell dir vor, du bist in einer Beziehung, in der du ständig gesagt bekommst, was du tun und lassen sollst. Könntest du dabei wirklich selbständig mitdenken? Wohl kaum. Genau das passiert aber, wenn du deinem Hund jeden Tag per Kommando sagst, wie er sich zu verhalten hat.

    Was ich gelernt habe: Es geht darum, seine Prioritäten anders zu setzen. Anstatt immer nur Befehle zu geben, ist es wichtiger, auf eine entspannte Grundhaltung deines Hundes zu achten.

    Denn wenn dein Hund lernt, selbständig mitzudenken, wird er innerlich ruhiger. Und dann ist es auch egal, ob er sitzt oder steht, wenn ihr das Haus verlässt. Das ist doch das Ziel, oder?

    Klar, Kommandos sind wichtig. Jeder Hund sollte sie beherrschen. Aber sie sollten dazu führen, dass sich dein Hund wirklich an dir orientiert und ansprechbar wird.

    Und das Wichtigste: Nach dem Auflösen des Kommandos muss dein Hund noch wissen, wie er sich zu benehmen hat. Wenn er zum Beispiel vor dem Verlassen des Hauses ein Kommando ausführt, danach aber trotzdem aufgeregt ist, dann hat er eigentlich nichts gelernt.

    Ein Fehler, den du vermeiden solltest: Kommandos nicht mit Erziehung verwechseln. Es gibt viele Hunde, die Kommandos super ausführen, aber im Umgang unerzogen sind. Solche Hunde sind gute Befehlsempfänger, haben aber nicht gelernt, selbst mitzudenken.

    Ein harmonischer und kooperativer Umgang entsteht, wenn dein Hund auch mal einen Fehler machen darf. Und in genau dieser Situation, in der dein Hund aus deiner Sicht einen Fehler macht, kannst du ihm eine unerwünschte Alternative zeigen. Nur so lernt er, in Zukunft selbstständig mitzudenken – quasi aus seinen Fehlern zu lernen.

    Nehmen wir das Beispiel mit der Haustür. Viele benutzen das Sitz-Kommando, um zu verhindern, dass der Hund selbstständig rausläuft. Aber was, wenn die Haustür mal offen steht?

    Dein fleißiges Training mit dem Sitz-Kommando wird wahrscheinlich nicht dazu führen, dass er sich hinsetzt und wartet. Wahrscheinlich wird er denken: „Oh, die Tür ist offen, mal gucken, was draußen los ist.“

    Die Haustür kann erst dann offenstehen, wenn ein Hund gelernt hat, dass sie eine Grenze darstellt, die nicht ohne Einverständnis des Besitzers übertreten wird.

    Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum es wichtig ist, nicht nur auf Kommandos zu setzen, sondern deinen Hund zu lehren, selbstständig die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Erziehen heißt, dem Hund beizubringen, selbst zu denken, nicht nur Befehlen zu folgen. Das ist der Weg zu einem entspannten und harmonischen Miteinander.

    Hund wird an Halsband geführt

    So orientiert sich dein Hund beim Gassi an dir – auch ohne Kommandos

    1. Setze Grenzen für deinen Hund

    Ein Thema, das viele von uns Hundebesitzern oft meiden: das Setzen von Grenzen. Klingt erstmal nicht so spannend, oder? Aber lass mich dir was verraten: Es ist der Schlüssel, damit sich dein Hund beim Gassi viel mehr an dir orientiert.

    Stell dir vor, du bist mit deinem Hund unterwegs. Er schnuppert hier, er bellt dort – klingt normal, nicht wahr?

    Ich habe aber auch gelernt, dass wenn ich klare Grenzen setze, mein Hund sich an diesen orientieren und mir so immer wieder seine Aufmerksamkeit schenken kann. Er weiß dann, dass ich derjenige bin, der führt. Und genau das macht den Unterschied!

    Nehmen wir zum Beispiel die Situation an einer Straße. Hier ist es super wichtig, dass dein Hund lernt, nicht einfach über den Bordstein auf die Fahrbahn zu laufen. Also stoppe ich ihn und erst wenn er von mir den Befehl bekommt darf er gehen. Wie genau du so etwas trainieren kannst, siehst du auch hier.

    Ein weiteres Beispiel ist die Leinenführigkeit. Du willst ja nicht ständig hinterher gezogen werden. Also mach das deinem Hund auch so klar und akzeptiere nicht einfach, dass er an der Leine zieht. Wie du das ziehen abtrainieren kannst, erfährst du hier.

    Oder auch, dass dein Hund gut bei dir im Radius bleibt. All das hängt mit dem Setzen von Grenzen zusammen.

    Jetzt denkst du vielleicht: „Heißt das, mein Hund darf nicht mehr frei laufen?“ Keine Sorge, es geht nicht darum, ihm den Spaß zu nehmen. Es geht darum, dass er lernt, sich auf dich zu konzentrieren und deine Anweisungen zu befolgen.

    Wenn du konsequent Grenzen setzt, wirst du merken, wie dein Hund viel mehr bei der Sache ist. Er checkt die Umgebung, ja, aber er schaut auch immer wieder zu dir, als würde er sagen: „Okay, was machen wir als Nächstes?“

    Ich sage dir, es ist ein tolles Gefühl, wenn dein Hund sich so an dir orientiert. Es zeigt, dass er dir vertraut und sich auf dich verlässt. Das stärkt eure Bindung und macht jeden Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer.

    2. Ändere deine Gewohnheiten

    Kennst du das? Du gehst denselben Weg wie immer, bist vielleicht am Handy und plötzlich merkst du, dass dein Hund wieder mal seine eigene Welt erkundet und du quasi Luft für ihn bist. Unsere Hunde sind schlau und kennen unsere Routinen und Ablenkungen genau. Also, was tun?

    Mein Tipp: Durchbrich die Routine! Stell dir vor, dein Hund ist gerade unaufmerksam. Was passiert, wenn du plötzlich die Richtung wechselst oder sogar wegrennst?

    Dein Hund wird überrascht sein und denken: „Hoppla, was macht mein Mensch da?“ Und genau das ist der Punkt. Er wird aufmerksamer und schaut öfter nach dir.

    Das funktioniert aber natürlich nur, wenn deine Bindung zum Hund stark genug ist. Hast du einen Vierbeiner, der sich überhaupt nicht um dich kümmert, dann gibt es wahrscheinlich ein Problem mit eurer Bindung zueinander.

    Noch ein Trick, der super funktioniert: Versteck dich mal! Klingt nach Kinderspiel, ist aber echt effektiv. Dein Hund ist ohne Leine unterwegs und schnüffelt gerade intensiv irgendwo?

    Nutze diesen Moment und biege ganz leise um die Ecke, sodass er dich nicht sieht. Aber Achtung: Behalte deinen Hund immer im Blick! Schau, dass keine Gefahr wie ein Fahrradfahrer in der Nähe ist, damit du im Notfall schnell reagieren kannst.

    Wenn du dich versteckst, beobachte deinen Hund. Wie reagiert er? Ist er besorgt? Wie lange dauert es, bis er merkt, dass du weg bist?

    Wenn du das regelmäßig übst, wird dein Hund schnell lernen, auf dich zu achten. Er wird anfangen, dich zu suchen und vielleicht sogar seine Nase einsetzen, um dich zu finden. Hunde sind ja Meister in der Nasenarbeit!

    Indem du diese kleinen Veränderungen in eure Spaziergänge einbaust, wirst du merken, dass dein Hund aufmerksamer und reaktionsfreudiger wird. Er lernt, dass es spannend ist, bei dir zu bleiben und auf dich zu achten, weil du immer wieder für kleine Überraschungen sorgst.

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    3. Bringe Spaß in die Gassi Runde

    Viele Gassi Runden sind eher eine Pflichtveranstaltung als richtiger Spaß. Dein Hund macht sein Ding und du bist einfach nur dabei oder vielleicht sogar am Handy.

    Stell dir dagegen jetzt einfach mal vor: Du und dein Hund, ihr seid draußen, die Sonne scheint, und ihr habt einfach nur Spaß zusammen. Das klingt nicht nur toll, es ist auch mega wichtig für eure Beziehung. Es bringt nämlich nicht viel, wenn jeder sein eigenes Ding macht, das ist für beide recht langweilig.

    Eine gute Beziehung baut sich auch darüber auf, dass man schöne Momente miteinander erlebt. Und da gibt es so viele Möglichkeiten! Hast du schon mal versucht, mit deinem Hund über eine Wiese zu rennen und euch dann ins Gras fallen zu lassen?

    Oder wie wäre es mit kleinen Suchspielchen? Du kannst etwas in Baumstämmen verstecken oder eine kleine Fährte legen. Oder schnapp dir ein Spielzeug und nutzt das für einen Moment – das lieben viele Hunde!

    Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt keine Tabus, solange es für deinen Hund und natürlich auch für dich in Ordnung ist. Der Schlüssel ist, Spaß miteinander zu haben.

    Ein weiterer Punkt ist: Aufmerksamkeitstraining klappt immer besser mit einem entspannten Hund. Wenn dein Hund also sehr aufgeregt ist und schlecht zur Ruhe kommt, wäre es vielleicht eine gute Idee, ihm dabei zu helfen, ein bisschen runterzufahren. Denn ein entspannter Hund kann dir auch mehr Aufmerksamkeit schenken.

    Und denk daran, es geht nicht darum, deinen Hund dauernd zu bespaßen oder ihn ständig zu maßregeln. Es ist wichtig, alles mit einem gesunden Menschenverstand und in einem guten Maß zu machen. Ein Gassi-Spaziergang sollte für euch beide eine schöne Zeit sein, in der ihr euch verbindet, Spaß habt und zusammen wächst.

    Australian Cattle Dog läuft über eine Wiese

    So verhinderst du, zu viele Kommandos einzusetzen

    Die Beispiele oben sind alles Dinge, die eher auf einem Verhalten miteinander, als auf den Einsatz von Kommandos abzielen. Gerade wenn du aber noch sehr viele Kommandos im Einsatz hast, musst du auch einen Übergang schaffen, wie sich der Hund ohne Kommandos beim Gassi an dir orientiert

    Am Anfang solltest du erst einmal herausfinden, welchen Stellenwert Kommandos im Umgang zwischen dir und deinem Hund haben.

    Schnapp dir einen Zettel oder öffne ein Dokument am Computer und schreibe alle Kommandos auf, die du im Umgang mit deinem Hund nutzt – wirklich alles, von „Sitz“ über „Platz“ bis „Fuß“. Hinter jedes Kommando schreibst du die Situation, in der du es einsetzt, und welches Ziel du damit verbindest.

    Nehmen wir das Sitz-Kommando als Beispiel: Du nutzt es vielleicht beim Anleihen im Flur oder beim Verlassen des Hauses. Dein Ziel ist, dass sich dein Hund in Ruhe anleihen lässt und du das Haus entspannt verlassen kannst.

    Aber was ist der derzeitige Effekt? Kannst du deinen Hund im Flur anleihen, aber er bleibt aufgeregt? Funktioniert das entspannte Verlassen des Hauses wirklich? Ist dein Ziel erreicht oder ist da noch Luft nach oben?

    Gehen wir mal zu einem anderen Kommando über: „Fuß“. Du nutzt es für die Leinenführigkeit. Dein Ziel ist eine lockere Leine, aber wie lange bleibt sie wirklich locker? Wenn du ständig das Kommando erneuern musst, ist das ein Zeichen, dass der Lerneffekt noch nicht eingetreten ist.

    Und wie sieht es mit dem „Nein“-Kommando aus? Du nutzt es vielleicht, wenn ein anderer Hund in der Nähe ist.

    Dein Ziel ist, dass dein Hund sich von dem anderen Hund abwendet und dir seine Aufmerksamkeit schenkt. Aber klappt das wirklich? Wenn dein Hund das Kommando ignoriert und du ihn an einer straffen Leine halten musst, ist auch hier kein Lerneffekt erkennbar.

    Nachdem du deine Liste fertiggestellt hast, schau dir jedes Kommando und jede Situation einzeln an. Frag dich: Führt das Kommando wirklich dazu, dass sich dein Hund besser an dich orientiert und ansprechbarer wird? Oder sorgt es vielleicht sogar dafür, dass er aufgeregter oder frustrierter wird?

    Wenn du Kommandos nutzen willst, achte darauf, dass du sie wirklich ausgiebig trainierst – und das geht nicht von heute auf morgen. Starte ohne Ablenkung und arbeite dich langsam zu stärkeren Ablenkungen vor.

    Kurz gesagt: Es geht darum, bewusst zu sein, welche Kommandos du wie und wann einsetzt, und zu beobachten, ob sie wirklich das gewünschte Ergebnis bringen.

    Ein gut trainiertes Kommando, das zur richtigen Zeit eingesetzt wird, kann Wunder bewirken. Aber zu viele Kommandos, vor allem wenn sie nicht richtig funktionieren, können mehr Probleme schaffen als lösen. Denn dann lernt dein Hund weder das richtige Verhalten, noch dass er sich an dir orientieren sollte.

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    Gassi gehen mit weniger Kommandos üben

    Um möglichst wenige Kommandos nutzen zu müssen und deinem Hund eher ein richtiges Grundverhalten beizubringen, musst du ihm natürlich zeigen, was du von ihm willst.

    Zuerst ist es wichtig, die Aufregung deines Hundes zu minimieren. Dabei solltest du immer das Alter, den Trainingsstand und das Temperament deines Hundes im Hinterkopf behalten. Ein junger, aufgeregter Hund wird nicht von heute auf morgen völlig ruhig und entspannt.

    Stell dir vor, du bist im Flur und möchtest deinen Hund anleinen. Anstatt sofort das „Sitz“-Kommando zu verwenden, versuchst du die Aufregung deines Hundes zu unterbrechen.

    Wenn er im Flur aufgeregt auf und ab tappert, halte ihn sanft am Brustbereich, um ihn zu beruhigen. Wenn das nicht reicht, kannst du kurz das Halsband festhalten, bis er sich entspannt.

    Jetzt zum Verlassen des Hauses: Anstatt ein „Sitz“-Kommando zu verwenden, achte darauf, wie dein Hund reagiert, wenn du dich der Tür näherst. Wenn er vorprescht, schaffe körpersprachlich Abstand, ohne ihn dabei zu verfolgen.

    Wenn du dann zur Tür greifst und er einen Schritt nach vorne macht, fordere erneut Abstand. Das Ziel ist, dass dein Hund lernt, an der Tür auf deinen Kontakt zu warten, bevor ihr gemeinsam rausgeht.

    Beim Spaziergang selbst geht es darum, eine lockere Leine zu haben, ohne ständig „Fuß“ zu sagen. Hier ist es wichtig, zu erkennen, in welchen Situationen dein Hund dir wirklich zuhören kann.

    Nutze zwei verschiedene Leinenpunkte: Am Halsband übst du die Leinenführigkeit an Orten, wo dein Hund aufmerksam ist. An einem Geschirr kannst du ihn in schwierigeren Situationen führen.

    Ein wichtiger Tipp: Wenn du spazieren gehst und weißt, dass es aufregend wird, nutze den vorderen Punkt des Geschirrs. Damit hast du mehr Einfluss auf deinen Hund, als wenn du die Leine am Rücken befestigst. So bist du näher bei deinem Hund und kannst besser auf seine Reaktionen eingehen.

    Zusammengefasst: Indem du auf eine entspannte Grundhaltung deines Hundes achtest und die Aufregung minimierst, kannst du ihm helfen, sich besser an dir zu orientieren – ganz ohne ständige Kommandos.

    Es geht darum, deinen Hund zu verstehen und die richtige Technik in den passenden Situationen anzuwenden. Mit Geduld und Übung wirst du merken, wie eure Spaziergänge harmonischer und entspannter werden.

    Und das Beste daran? Dein Hund lernt dabei, selbstständig mitzudenken! So wird er irgendwann auch in Situationen die ihr nicht geübt habt eine Reaktion zeigen, die du dir von ihm wünschen würdest!