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Was passiert wenn mein Hund Alkohol getrunken hat?

    Sketch: Hund sitzt vor Bierfässern

    Alkohol und Hunde – das klingt nach einer gefährlichen Mischung, nicht wahr? Wir schauen uns genauer an, wie dein Vierbeiner auf Alkohol reagiert und ab welchen Mengen Alkohol für ihn gefährlich wird.

    Das passiert, wenn dein Hund Alkohol getrunken hat

    Alkohol ist für Hunde wirklich nicht gut. Das liegt daran, dass ihr Stoffwechsel anders funktioniert als der von Menschen. Während wir Enzyme haben, die Alkohol abbauen können, fehlt Hunden ein Großteil davon. Das bedeutet, selbst kleine Mengen Alkohol können für sie richtig gefährlich werden.

    Stell dir das so vor: Dein Hund trinkt etwas Alkoholisches, und sein Körper schlägt Alarm. Der Alkohol gelangt schnell ins Blut und beeinträchtigt das Nervensystem.

    Dein Hund könnte anfangen, wackelig auf den Beinen zu sein, wie ein Seemann auf hoher See. Er könnte desorientiert wirken, als hätte er die Weltkarte verloren.

    In schlimmeren Fällen kann es zu Erbrechen, Durchfall, oder sogar zu Atemproblemen und Bewusstlosigkeit kommen. Ganz zu schweigen von einem fiesen Kater danach.

    Wie wirkt Alkohol auf den Hundekörper?

    • Wie schon gesagt, können Hunde Alkohol nicht so gut abbauen wie wir Menschen. Ihre Leber ist nicht darauf eingestellt, Alkohol effizient zu verarbeiten. Das bedeutet, schon eine kleine Menge kann große Auswirkungen haben. Der Alkohol bleibt länger im Blutkreislauf und beeinflusst so den Körper intensiver.
    • Alkohol wirkt auf das zentrale Nervensystem deines Hundes und ist in seiner Wirkung dabei sehr ähnlich wie Alkohol bei Menschen:
      • Er kann zuerst zu einer Art Rausch führen – dein Hund wirkt vielleicht fröhlich und überdreht. Aber das ist trügerisch, denn es kann schnell kippen.
      • Bald darauf kann dein Hund anfangen, unsicher zu laufen, als ob er auf einem schaukelnden Schiff wäre. Seine Reaktionen verlangsamen sich, er wird schläfrig, und seine Körpertemperatur kann sinken.
      • In schweren Fällen kann es richtig gefährlich werden: Es kann zu Atemproblemen, Krämpfen und sogar zum Koma führen.

    Und denk dran, Alkohol ist nicht nur in Getränken. Auch in manchen Lebensmitteln oder Medikamenten kann Alkohol stecken. Deshalb ist es wichtig, immer aufzupassen, was dein Hund so erwischt.

    Ab welchen Mengen ist Alkohol für Hunde gefährlich?

    Alkohol ist immer gefährlich für Hunde und dein Vierbeiner sollte unter keinen Umständen Alkohol trinken.

    Wenn er aber versehentlich etwas vom Alkohol abbekommen hat, kannst du diese Tabellen als Richtwert nehmen, ab wann eine Alkoholvergiftung bei deinem Hund vorliegen kann und es sehr gefährlich wird:

    Bei Spirituosen (Schnapps)

    Gewicht des HundesGefährliche Menge (ca. 40% Alkohol)
    5 kg5 ml oder weniger
    10 kg10 ml oder weniger
    20 kg20 ml oder weniger
    30 kg30 ml oder weniger
    40 kg und mehr40 ml oder weniger
    Tabelle zeigt, ab welchen Mengen Alkohol eine Alkoholvergiftung beim Hund vorliegt, basierend auf Spirituosen

    Bei Bier

    Gewicht des Hundes (kg)Gefährliche Menge in ml (ca. 4 – 6% Alkohol)
    550
    10100
    20200
    30300
    40400
    Tabelle zeigt, ab welchen Mengen Alkohol eine Alkoholvergiftung beim Hund vorliegt, basierend auf Bier

    Bei Wein

    Gewicht des Hundes (kg)Gefährliche Menge in ml (ca. 9 – 14% Alkohol)
    530
    1060
    20120
    30180
    40240
    Tabelle zeigt, ab welchen Mengen Alkohol eine Alkoholvergiftung beim Hund vorliegt, basierend auf Wein

    Welche Symptome gibt es bei einer Alkoholvergiftung für Hunde

    Eine Alkoholvergiftung von Hunden ist sehr gefährlich, daher solltest du unbedingt ihre Symptome kennen:

    • Magen-Darm-Probleme: Durchfall und Erbrechen können auftreten, weil der Magen-Darm-Trakt deines Hundes stark auf den Alkohol reagiert.
    • Verhaltensänderungen: Von übermäßiger Aufregung kann es zu Depressionen kommen. Dein Hund könnte zunächst ungewöhnlich aufgeregt sein und dann in eine niedergeschlagene Stimmung verfallen.
    • Bewegungsstörungen: Dein Hund zeigt vielleicht einen wankenden Gang und verliert die Kontrolle über seine Körperbewegungen (Ataxie).
    • Atemprobleme: Schwierigkeiten beim Atmen (Dyspnoe) und übermäßiges Hecheln sind Anzeichen einer ernsthaften Vergiftung.
    • Neurologische Symptome: Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen, bis hin zur Bewusstlosigkeit, weisen auf eine Beeinträchtigung des Nervensystems hin.
    • Kreislaufprobleme: Ein langsamer Herzschlag (Bradykardie) und Herzrhythmusstörungen können durch die Wirkung des Alkohols auf das Herz auftreten.
    • Übermäßiger Speichelfluss (Hypersalivation): Dein Hund könnte anfangen, mehr als üblich zu sabbern.
    • Dehydration: Durch den Verlust von Flüssigkeit, besonders durch Erbrechen und Durchfall, kann es zu Austrocknung kommen.

    Was tun, wenn der Hund Alkohol getrunken hat?

    Zuerst einmal: Ruhe bewahren. Auch wenn es schwerfällt, ist es wichtig, einen klaren Kopf zu bewahren. Die Größe des Hundes, der Alkoholgehalt und die Menge, die er getrunken hat, spielen eine große Rolle dabei, wie ernst die Lage ist. Aus diesem Grund solltest du diese Punkte versuchen herauszufinden.

    Dein nächster Schritt sollte sein, sofort den Tierarzt anzurufen. Es ist immer besser, auf Nummer sicher zu gehen.

    Beschreibe genau, was passiert ist: Welche Art von Alkohol war es, wie viel könnte dein Hund getrunken haben, und wie verhält er sich gerade? Dein Tierarzt kann dann einschätzen, ob es nötig ist, den Hund sofort zu sehen.

    Wenn dein Hund mehr als einen kleinen Schluck getrunken hat oder du nicht sicher bist, wie viel es war, solltest du lieber direkt zum Tierarzt oder zur Tierklinik fahren.

    Außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es auch Notfall-Tierkliniken. Das ist besonders wichtig, da Alkoholvergiftung bei Hunden schnell behandelt werden muss.

    Auf dem Weg zum Tierarzt oder zur Klinik ruf am besten an und informiere sie, dass dein Hund versehentlich Alkohol getrunken hat. So können sie sich vorbereiten und sind bereit, sobald du ankommst.

    Sketch Hund beim Arzt

    Darf man seinem Hund einen Schluck Alkohol geben?

    Manchmal sitzt man da, mit einem kühlen Getränk in der Hand, und der treue Vierbeiner schaut einen mit diesen großen Augen an. Da könnte man doch schwach werden und denken, „Ach, ein klitzekleiner Schluck wird schon nicht schaden, oder?“ Aber hier muss ich ganz klar sagen: Nein, nein und nochmals nein!

    Alkohol und Hunde, das passt zusammen wie Öl und Wasser. Es mag ja vielleicht im ersten Moment witzig erscheinen, deinem Hund einen Schluck von deinem Bier oder Wein zu geben, aber das ist wirklich keine gute Idee.

    Warum? Nun, Alkohol ist für Hunde richtig gefährlich. Ihr kleiner Körper kann damit überhaupt nicht umgehen. Selbst kleinste Mengen können schon Probleme verursachen.

    Stell dir das mal vor: Dein Hund hat nicht die gleiche Verträglichkeit für Alkohol wie du. Ihr Stoffwechsel ist anders. Das bedeutet, dass schon ein winziger Schluck Alkohol für deinen Hund viel gefährlicher ist als für dich.

    Und wir reden hier nicht nur über ein bisschen Unwohlsein. Nein, es kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen kommen.

    Das reicht von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu schweren Koordinationsstörungen und sogar Atemproblemen. Im schlimmsten Fall kann Alkohol für deinen Hund tödlich sein.

    Warum Kohletabletten bei Alkoholvergiftungen nicht gut wirken

    Aktivkohle, bekannt für ihre Bindungseigenschaften, ist ein wahrer Meister darin, Giftstoffe im Körper deines Hundes zu binden und zu isolieren, bevor sie im Blutkreislauf des Hundes Schaden anrichten können.

    Sie funktioniert, indem sie eine große Oberfläche bietet, an der sich die unerwünschten Substanzen anheften können. Stell dir das wie einen Schwamm vor, der all die schlechten Sachen aufsaugt.

    Aber jetzt kommt der wichtige Teil: Bei Alkoholvergiftung ist es ein bisschen komplizierter. Während Aktivkohle bei vielen giftigen Substanzen wie Medikamenten oder Schokolade effektiv ist, ist sie bei Alkohol nicht ganz so wirkungsvoll.

    Warum? Alkohol wird sehr schnell vom Körper aufgenommen, oft schneller, als die Aktivkohle wirken kann.

    Das bedeutet aber nicht, dass Aktivkohle nutzlos ist, wenn dein Hund Alkohol getrunken hat. In einigen Fällen, besonders wenn es unklar ist, was der Hund genau zu sich genommen hat oder wenn er neben Alkohol noch andere potenziell schädliche Substanzen gefressen hat, kann sie immer noch hilfreich sein.

    Im Zweifel ist sie aber bei Alkohol nicht derselbe Lebensretter wie in manch anderen Situationen

    Wie verhindert man, dass der Hund Alkohol trinkt?

    Wie bei so vielen Dingen im Leben, ist Vorsorge besser als Nachsorge. Hier sind also ein paar Tipps, wie du verhindern kannst, dass dein Hund in die Verlegenheit kommt, Alkohol zu trinken:

    1. Sicherer Ort für Getränke: Der erste und offensichtlichste Tipp ist, deine Getränke sicher aufzubewahren. Stell dein Bier oder dein Glas Wein nicht auf den Boden oder an den Rand eines niedrigen Tisches, wo dein Hund leicht drankommt. Höhere Tische oder Theken sind die bessere Wahl.
    2. Gäste informieren: Wenn du Besuch hast, informiere deine Gäste über die No-Go-Zone für alkoholische Getränke. Manchmal denken Freunde nicht daran, dass das harmlose Abstellen ihres Glases für deinen Hund gefährlich werden kann.
    3. Training und Erziehung: Ein gut erzogener Hund, der das Kommando „Nein“ oder „Lass das“ versteht, ist Gold wert. Trainiere deinen Hund, dass er nichts frisst oder trinkt, ohne dass es ihm erlaubt wurde. Dies ist nicht nur für Alkohol wichtig, sondern auch für andere gefährliche Substanzen.
    4. Vorsicht bei Parties: Bei Feiern kann es schnell chaotisch werden. Gläser werden vergessen oder umgestoßen. Vielleicht ist es eine gute Idee, deinen Hund während solcher Anlässe in einen anderen Raum zu bringen, wo er sicher ist und sich auch nicht gestresst fühlt.
    5. Abfallentsorgung beachten: Alkoholische Getränke und deren Verpackungen gehören in einen Mülleimer, der für deinen Hund unzugänglich ist. Vor allem nach Feiern kann es vorkommen, dass Flaschen oder Dosen herumliegen, die noch Reste von Alkohol enthalten.
    6. Aufsicht: Wie bei kleinen Kindern, so gilt auch bei Hunden: Ein Auge darauf haben. Wenn du deinen Hund im Blick hast, kannst du schnell eingreifen, bevor er etwas Unangebrachtes tut oder trinkt.

    Für alle Fälle abgesichert sein

    Stell dir vor, dein Hund hat versehentlich Alkohol getrunken – eine Situation, die schnelles und professionelles Handeln erfordert. Die Kosten für die notwendige Behandlung können allerdings schnell in die Höhe schnellen. Hier kommt die Krankenversicherung ins Spiel.

    1. Kostendeckung bei Notfällen: Eine Alkoholvergiftung ist ein medizinischer Notfall. Die Behandlung kann von einer einfachen Beobachtung bis hin zu intensiveren Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr, Medikamenten oder sogar Krankenhausaufenthalten reichen. Eine Versicherung kann helfen, diese unerwarteten Kosten abzudecken.
    2. Schnelle Hilfe ohne finanzielle Sorgen: Wenn du weißt, dass dein Hund versichert ist, zögerst du vielleicht weniger, ihn sofort zum Tierarzt zu bringen. Das kann im Falle einer Alkoholvergiftung, wo jede Minute zählt, entscheidend sein.
    3. Rundum-Schutz: Neben akuten Notfällen deckt eine Hundekrankenversicherung oft auch Routineuntersuchungen, Impfungen und manchmal sogar Zahnbehandlungen ab. Das sorgt für eine umfassende medizinische Versorgung deines Hundes.
    4. Mentale Beruhigung: Zu wissen, dass dein Hund im Falle eines medizinischen Notfalls abgesichert ist, gibt dir als Besitzer ein Stück Sicherheit und Ruhe. Du kannst dich auf die Genesung deines Hundes konzentrieren, ohne dich übermäßig um die Finanzen sorgen zu müssen.

    Kurz gesagt, eine Krankenversicherung für deinen Hund ist eine Investition in seine Gesundheit und dein Seelenfrieden. Gerade bei unvorhersehbaren Ereignissen wie einer Alkoholvergiftung kann sie eine entscheidende Rolle spielen.

    Sie ermöglicht es dir, die bestmögliche Behandlung für deinen vierbeinigen Freund zu gewährleisten, ohne dabei in finanzielle Nöte zu geraten.

    FAQ

    Was sind die ersten Anzeichen, wenn ein Hund Alkohol getrunken hat?

    Wenn dein Hund Alkohol getrunken hat, zeigt er vielleicht Unruhe, Zittern oder Schwäche. Er könnte auch Probleme beim Gehen haben und desorientiert wirken. Manche Hunde erbrechen auch. Diese Symptome treten oft schnell auf, deshalb ist es wichtig, sofort zu handeln.

    Ist Alkohol gefährlich für Hunde?

    Ja, Alkohol ist sehr gefährlich für Hunde. Schon kleine Mengen können zu schweren Gesundheitsproblemen führen. Alkohol beeinträchtigt das Nervensystem des Hundes und kann zu Atemproblemen, niedrigem Blutzucker und sogar zum Tod führen.

    Was soll ich tun, wenn mein Hund Alkohol getrunken hat?

    Wenn du vermutest, dass dein Hund Alkohol getrunken hat, bring ihn sofort zum Tierarzt. Versuche nicht, ihn zum Erbrechen zu bringen oder ihm etwas zu essen zu geben. Der Tierarzt kann deinem Hund die richtige Behandlung geben und sicherstellen, dass er sich erholt.

    Kann mein Hund von einer kleinen Menge Alkohol krank werden?

    Ja, selbst kleine Mengen Alkohol können für Hunde gefährlich sein. Hunde sind viel empfindlicher auf Alkohol als Menschen. Schon ein kleiner Schluck kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen.

    Wie lange dauert es, bis Alkohol aus dem System meines Hundes verschwindet?

    Die Dauer, bis Alkohol aus dem System deines Hundes verschwindet, hängt von der Menge des getrunkenen Alkohols und der Größe deines Hundes ab. Es kann mehrere Stunden bis zu einem Tag dauern. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass dein Hund unter ärztlicher Aufsicht steht.