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5 Gründe warum dein Hund heiser bellt & was du tun solltest!

    Hund bellt in Wohnung

    Die Stimme deines Hundes klingt auf einmal anders als du es gewohnt bist? Das ist mir auch einmal passiert. Ich habe mich sofort gefragt, ob mein Hund heiser geworden ist.

    Aber ist das überhaupt möglich, können Hunde heiser werden und wenn ja, woran liegt das? Wir schauen uns das hier genauer an!

    Können Hunde heiser werden?

    Zuerst müssen wir verstehen, wie die Stimme eines Hundes funktioniert. Es ist wie bei uns Menschen – Hunde besitzen Stimmbänder, auch Stimmfalten genannt, die sich in ihrem Kehlkopf befinden.

    Diese Stimmbänder schwingen und erzeugen Geräusche, wenn Luft aus der Lunge durch den Kehlkopf strömt.

    Dieser Prozess ist es, der es Kima, meiner Mischlingshündin, erlaubt, eine ganze Palette an Lauten von sich zu geben, vom leisen Winseln bis hin zum kräftigen Bellen.

    Jetzt aber zur eigentlichen Frage: Können Hunde heiser werden?

    Die Antwort ist ein deutliches: Ja, Hunde können heiser werden. Genau wie bei Menschen können auch Hunde ihre Stimme überanstrengen. Heiserkeit kann jedoch auch gesundheitliche Gründe haben, die genauer untersucht werden sollten!

    Stell dir vor, Kima bellt ausdauernd, vielleicht weil sie ein Eichhörnchen im Garten jagt oder weil sie zu lange und zu enthusiastisch mit ihren Hundefreunden spielt.

    Solche intensiven Bell-Sessions können dazu führen, dass ihre Stimme rauer wird oder sie vorübergehend ihre Fähigkeit zu bellen verliert.

    Interessanterweise ist die Heiserkeit bei Hunden nicht immer leicht zu erkennen. Sie kann sich durch eine Veränderung im Klang des Bellens äußern – es klingt vielleicht weniger kräftig oder etwas rauer.

    In manchen Fällen bellt der Hund vielleicht leiser oder zeigt sogar eine gewisse Zurückhaltung beim Bellen.

    5 Gründe warum dein Hund heiser ist

    1. Zu viel gebellt

    Wenn dein Hund zu viel bellt, kann das seine Stimmbänder und Stimmlippen überlasten.

    Stell dir vor, wie es ist, wenn wir Menschen zu lange laut in einer Bar reden oder auf einem Konzert mitsingen. Unsere Stimme wird heiser, weil sie überlastet ist. B

    ei Hunden passiert Ähnliches, wenn sie zu intensiv oder zu lange bellen. Ihre Stimmbänder und Stimmlippen werden überanstrengt, und als Folge kann der Hund heiser werden. Seine Stimme klingt dann leiser und rauer.

    Heiserkeit durch übermäßiges Bellen ist nicht ungewöhnlich und tritt häufiger auf, als man denkt.

    Hunde kommunizieren und drücken ihre Emotionen durch Bellen aus. Ob sie aufgeregt, ängstlich, wachsam oder einfach nur spielerisch sind – Bellen ist eine ihrer Möglichkeiten, sich auszudrücken.

    Manchmal können sie jedoch zu enthusiastisch werden, vor allem wenn sie auf andere Hunde oder auf äußere Reize reagieren, die ihre Aufmerksamkeit erregen und ihre Stimme dann überanstrengen.

    Die gute Nachricht ist, dass diese Art von Heiserkeit bei Hunden normalerweise keine ernsthafte Angelegenheit ist.

    Sie ist eher vergleichbar mit Muskelkater bei uns Menschen – ein Zeichen von Überanstrengung, aber nichts, was langfristige Schäden verursacht.

    Wenn dein Hund also nach einem Tag, an dem er besonders viel gebellt hat, heiser klingt, ist das meist kein Grund zur Sorge.

    Achte aber darauf, dass die Heiserkeit keine weiteren Symptome mit sich bringt. Der Hund ist ansonsten also gesund, munter und verhält sich normal. Es gibt keine Anzeichen von Krankheit, wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Lethargie. Dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich um eine vorübergehende Überlastung der Stimmbänder.

    Natürlich sollte man darauf achten, dass der Hund nicht regelmäßig zu viel bellt, um eine ständige Heiserkeit zu vermeiden.

    Aber gelegentliche Heiserkeit nach einem aufregenden Tag voller Bellen ist nichts Ungewöhnliches und in der Regel kein Grund zur Besorgnis.

    2. Kehlkopflähmung oder Kehlkopfentzündung

    Wenn dein Hund plötzlich heiser ist oder Schwierigkeiten beim Atmen hat, könnte dies auf zwei wesentliche Gesundheitsprobleme hinweisen: eine Kehlkopfentzündung oder eine Kehlkopflähmung.

    Beide Zustände sind besorgniserregend und sollten nicht ignoriert werden.

    Kehlkopfentzündung – Laryngitis

    Eine Kehlkopfentzündung ist eine Entzündung des Weichteilgewebes und des Knorpels am obersten Teil der Luftröhre, bekannt als Kehlkopf oder „Stimmkasten“.

    Diese Entzündung kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden, darunter bakterielle, virale oder Pilzinfektionen. Ebenso können eingeatmete Allergene eine Rolle spielen.

    Aber wie erkennst du, ob dein Hund an einer Kehlkopfentzündung leidet? Halte Ausschau nach Symptomen wie:

    • Husten oder keuchender Atmung,
    • bläulich verfärbten Zahnfleisch,
    • erhöhter Herzfrequenz und
    • Fieber

    Diese Anzeichen sollten dich aufmerksam machen. Eine unbehandelte Kehlkopfentzündung kann chronisch werden und im schlimmsten Fall zu Atemnot führen, was für deinen Hund lebensbedrohlich sein kann.

    Kehlkopflähmung

    Kehlkopflähmung betrifft eher ältere Hunde, kann aber auch bei jüngeren Tieren auftreten. Rassen wie Hovawarts und generell Rüden sind laut einer Studie häufiger betroffen.

    Bei dieser Erkrankung liegt ein Problem mit dem Nerv vor, der den Kehlkopf steuert. Wenn dieser Nerv seine Impulse nicht richtig übermitteln kann, erschlaffen die Stimmbänder.

    Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, darunter Schilddrüsenunterfunktion oder ungünstig liegende Tumore.

    Symptome einer Kehlkopflähmung umfassen:

    • heiseres, tonloses Bellen,
    • Atemgeräusche,
    • erschwerte Atmung bis hin zur Atemnot (erkennbar an einer Blaufärbung der Schleimhäute),
    • verminderte Leistungsfähigkeit und
    • ständiges Husten.
    • Ein wichtiger Hinweis ist auch, wenn sich der Zustand deines Hundes bei Wärme verschlechtert

    Beide Zustände – Kehlkopfentzündung und Kehlkopflähmung – sind ernst zu nehmen. Bei Anzeichen einer solchen Erkrankung solltest du auf jeden Fall zum Tierarzt gehen!

    Sketch: Hund wird von Tierarzt untersucht

    3. Sodbrennen

    Sodbrennen beim Hund ist ein bisschen tückisch. Es ist nicht nur der unangenehme Geschmack im Maul, der deinem Hund zu schaffen macht.

    Die Magensäure, die in die Speiseröhre zurückfließt, kann dort ziemlichen Schaden anrichten. Die empfindlichen Schleimhäute in der Speiseröhre sind für solche Säureattacken einfach nicht gemacht.

    Wenn dein Hund also über längere Zeit Sodbrennen hat, kann das seine Schleimhäute so reizen und schädigen, dass seine Stimme darunter leidet und heiser wird.

    Aber wie erkennst du, dass dein Hund wirklich unter Reflux leidet? Es gibt ein paar Symptome, auf die du achten kannst. Häufiges Aufstoßen und Leerschlucken zum Beispiel. Oder Schluckauf, der einfach nicht aufhören will.

    Ein trockener Husten, der nicht durch eine Erkältung zu erklären ist, kann auch ein Anzeichen sein.

    Und dann sind da noch ein paar kleinen Dinge, die du vielleicht nicht sofort mit Sodbrennen in Verbindung bringst.

    Schmatzt dein Hund mehr als sonst? Hat er unerklärlich mehr Durst? Riecht sein Atem plötzlich sauer? Oder würgt und erbricht er öfter, ohne dass Futter dabei ist, sondern nur Schaum?

    Das sind alles kleine Warnsignale, die dir zeigen sollten, dass es Zeit ist, einen Termin beim Tierarzt zu machen.

    4. Verletzungen am Hals

    Wenn dein treuer Begleiter plötzlich heiser klingt, könnte das auf eine Verletzung am Hals hinweisen. Du fragst dich vielleicht, wie das passieren kann.

    Eine häufige Ursache für eine solche Verletzung kann das Halsband sein, besonders wenn es sich um ein Würgehalsband handelt oder wenn starke Ruckbewegungen an der Leine vorkommen.

    Diese Art von Halsband oder eine zu heftige Bewegung kann die empfindlichen Strukturen im Hals deines Hundes beeinträchtigen, insbesondere den Kehlkopf.

    Die Folge kann eine heisere oder angestrengt klingende Stimme sein.

    Aber es gibt noch andere, potenziell gefährlichere Ursachen für eine Verletzung am Hals. Denk zum Beispiel an einen Tierbiss.

    Ein Kampf mit einem anderen Hund oder ein unglückliches Aufeinandertreffen mit einem Wildtier kann zu Bisswunden am Hals führen.

    Diese Verletzungen können tief sein und die Kehlkopfstrukturen deines Hundes schädigen.

    Auch spitze Fremdkörper sind eine Gefahr. Ein kleiner Stock oder ein scharfkantiger Knochen, den dein Hund beim Spielen oder Stöbern aufnimmt, kann den Halsbereich durchbohren oder verletzen.

    Solche Verletzungen sind nicht immer sofort sichtbar, aber sie können ernsthafte Probleme verursachen, einschließlich einer heiseren Stimme.

    Wenn du vermutest, dass dein Hund eine Verletzung am Hals erlitten hat, ist es wichtig, schnell zu handeln.

    Eine Verletzung am Hals kann schnell ernst werden, vor allem, wenn sie die Atmung beeinträchtigt oder eine Infektion verursacht.

    Junge Frau geht mit Welpe im Park Gassi, Zeichnung

    5. Atemweginfektion

    Wenn dein Hund plötzlich heiser bellt, kann das ein Anzeichen für eine Atemwegsinfektion sein. So wie wir Menschen eine heisere Stimme bekommen, wenn wir erkältet sind, kann auch dein Vierbeiner eine Veränderung seiner Stimme erfahren. Bei Hunden ist das genauso ein Warnsignal wie bei uns.

    Atemwegsinfektionen bei Hunden können vielfältige Ursachen haben, von einer einfachen Erkältung bis hin zu ernsteren Krankheiten wie einer Grippe oder Halsentzündung.

    Diese Infektionen verursachen oft eine Schwellung im Halsbereich, was zu einer Veränderung des Bellens führt. Anstatt des klaren, kräftigen Bellen, das du gewohnt bist, klingt dein Hund vielleicht heiser oder mühsam.

    Es gibt einige Symptome, an denen du erkennen kannst, ob dein Hund möglicherweise eine Atemwegsinfektion hat.

    Eines der offensichtlichsten Anzeichen ist Husten. Ein trockener, anhaltender Husten oder ein würgender Husten sind typische Symptome einer Atemwegsinfektion.

    Nasenausfluss ist ein weiteres häufiges Symptom. Dieser kann klar sein, aber auch gelblich oder grünlich, je nach Art und Schwere der Infektion. Auch Schluckbeschwerden können auftreten, da die Schwellung im Hals das Schlucken von Futter und Wasser erschwert.

    Appetitlosigkeit und Müdigkeit sind weitere Anzeichen, auf die du achten solltest. Wenn dein Hund weniger Interesse an Essen zeigt oder ungewöhnlich viel schläft, könnte das ein Hinweis auf eine Infektion sein.

    In manchen Fällen kann auch Fieber auftreten, was ein klares Zeichen dafür ist, dass etwas nicht stimmt.

    Was tun wenn der Hund heiser ist?

    Wenn dein Hund plötzlich heiser klingt, ist das erste, was du tun solltest, Ruhe zu bewahren und zu beobachten. Nicht jede Heiserkeit ist gleich ein Grund zur Panik.

    In vielen Fällen kann es etwas Harmloses sein, das von alleine wieder verschwindet.

    Gib deinem Hund ein bis zwei Tage Zeit, um zu sehen, ob sich die Heiserkeit von selbst bessert. Achte während dieser Zeit besonders auf sein Verhalten und auf andere mögliche Symptome.

    Sollte sich der Zustand deines Hundes jedoch verschlechtern oder die Heiserkeit länger als ein paar Tage anhalten, ist es Zeit für einen Tierarztbesuch.

    Der Tierarzt wird einige Fragen stellen, wie lange die Heiserkeit schon besteht und ob andere Symptome wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall vorliegen. Auch vorangegangene Traumata oder Verletzungen sind relevante Informationen.

    Bei der Untersuchung wird der Tierarzt den Hals deines Hundes abtasten und in sein Maul schauen. In manchen Fällen kann ein Beruhigungsmittel nötig sein, um deinen Hund während der Untersuchung ruhig zu halten.

    Eine gründliche Untersuchung kann auch eine Endoskopie des Kehlkopfes beinhalten.

    In extremen Fällen, insbesondere wenn Atemwegsblockaden vorliegen, könnte eine Tracheotomie – eine spezielle Behandlungsmethode – erforderlich sein, um die Atmung zu stabilisieren.

    Wenn eine medizinische Ursache festgestellt wird, kann der Tierarzt entzündungshemmende Medikamente, Antibiotika oder Bronchodilatatoren verschreiben.

    Bei einer Lähmung des Kehlkopfes kann in einigen Fällen eine Operation notwendig sein.

    Da die Kosten für eine solche Behandlung schnell mehrere tausend Euro betragen können, empfehle ich dir dringend, eine Krankenversicherung für deinen Hund abzuschließen, um im Ernstfall abgesichert zu sein!

    Wie man Heiserkeit vorbeugen kann

    Heiserkeit kann man nie ganz ausschließen, aber mit etwas Vorsicht lässt sich das Risiko durchaus minimieren!

    1. Sei vorsichtig mit Halsbändern und Leinenführung. Würgehalsbänder und ruckartige Bewegungen an der Leine können den Kehlkopf deines Hundes verletzen oder eine leichte Kehlkopflähmung verschlimmern, besonders bei kleineren Hunden. Statt zu ziehen oder zu rucken, empfiehlt es sich, ein gut sitzendes Geschirr zu verwenden und deinen Hund sanft zu führen.
      Hier erfährst du, wie ich es geschafft habe meinem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen!
    2. Übermäßige Hitze und anstrengende Übungen können ebenfalls Probleme verursachen. Insbesondere an heißen Tagen ist es wichtig, darauf zu achten, dass dein Hund nicht überhitzt und genügend Pausen während des Spielens oder Trainierens hat. Stelle sicher, dass dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser hat und vermeide intensive Aktivitäten während der heißesten Tageszeiten.
    3. Die Sozialisierung deines Hundes ist wichtig, aber sei vorsichtig im Umgang mit unbekannten, aggressiven oder wilden Hunden. Konfrontationen mit solchen Hunden können zu Kämpfen und damit zu Verletzungen im Halsbereich führen. Achte auf die Körpersprache deines Hundes und die der anderen Hunde, um mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.