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Können Hunde Allergien haben? [Studien & Statistik]

    Flat Coated Retriever im Herbstwald

    Statistiken & Studien zu Allergien von Hunden

    • Hunde können genauso wie Menschen verschiedene Allergien bekommen. Tierärzte schätzen, dass ca. 10% – 20% aller Hunde unter mindestens einer Allergie leiden.12
    • Innerhalb der letzten 10 Jahre wurden 30% mehr Allergien bei Hunden festgestellt.3
    • Die Wahrscheinlichkeit eine Allergie zu entwickeln ist sowohl bei Hunden als auch bei Menschen in einem urbanen, städtischen Umfeld höher als auf dem Land.4
    • Bei Hunden sind Nahrungsmittelallergien weniger verbreitet als Allergien gegen Dinge, die in der Luft sind. Da es jedoch nur Allergietests für Hunde bei Nahrungsmittel und nicht gegen Pollen gibt, werden keine genauen Statistiken darüber geführt.5
    • Nahrungsmittelallergien sind für mindestens 6% aller Hautkrankheiten bei Hunden verantwortlich.6
    • Bei Hunden treten Allergien am häufigsten gegen Nahrungsmittel wie Rindfleisch, Milchprodukte und Hühnchen auf. Diese Häufung ergibt sich daraus, dass diese Proteine am häufigsten in Futtermitteln enthalten sind. Da Haustiere diese Nahrungsmittel regelmäßig zu sich nehmen, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie gegen diese Proteine eine Allergie entwickeln.7

    Wie entstehen Allergien bei Hunden?

    Allergien bei Hunden sind so ähnlich wie bei uns Menschen. Man könnte sagen, der Körper des Hundes verwechselt harmlose Dinge – wie Pollen, bestimmtes Futter oder Flohspeichel – mit gefährlichen Eindringlingen. Das ist so, als ob dein Hund einen unsichtbaren Einbrecher jagt, der gar nicht wirklich da ist.

    Der Körper deines Hundes hat ein super schlau arbeitendes Abwehrsystem, das Immunsystem – genauso wie wir Menschen. Normalerweise bekämpft es Krankheitserreger.

    Aber bei Allergien gerät dieses System ein bisschen durcheinander. Es denkt fälschlicherweise, dass harmlose Substanzen eine Bedrohung sind. Und was passiert? Der Körper beginnt, gegen diese „Eindringlinge“ zu kämpfen.

    Das Seltsame an Allergien ist, dass sie nicht gleich beim ersten Kontakt auftreten. Nein, das Immunsystem muss diese Substanzen erst ein paar Mal treffen, bevor es überreagiert. Bei Hunden zeigen sich solche Allergien oft im zweiten oder dritten Lebensjahr, manchmal aber auch später.

    Auf welche Dinge kann dein Hund überhaupt allergisch reagieren? Da gibt’s eine ganze Menge: Milben, Pollen, bestimmte Lebensmittel und sogar Flohspeichel.

    Wenn dein Hund allergisch reagiert, kann er anfangen, sich ständig zu kratzen, oder er bekommt Probleme mit seiner Haut. Manchmal kann es auch zu Durchfall oder Atembeschwerden kommen.

    Das Problem ist, es ist gar nicht so einfach herauszufinden, auf was dein Hund allergisch reagiert, weil die Symptome sich so ähnlich sind. Aber leider gilt: Einmal allergisch, immer allergisch – also ein lebenslanger Kampf gegen unsichtbare Feinde.

    Nova Scotia Duck Tolling Retriever schwimmt im Bach

    Diese Hunderassen sind besonders anfällig für Allergien

    Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Hunde so anfällig für Allergien sind? Das liegt oft an ihren Genen, und einige Rassen sind da besonders betroffen.

    Zu den Hunderassen, die besonders häufig von Allergien betroffen sind gehören:

    • Deutsche Schäferhunde,
    • Labrador Retriever,
    • Französische Bulldoggen,
    • Englische Bulldoggen,
    • West Highland Terrier,
    • Shih Tzus,
    • Pitbulls,
    • Möpse und
    • Boxer

    Interessanterweise zeigen sich Allergien je nach Rasse unterschiedlich. Schäferhunde bekommen zum Beispiel oft Krusten um die Lippen, während Labradore manchmal Knötchen zwischen den Zehen entwickeln.

    Wusstest du außerdem, dass Umgebungsallergien meistens dann auftreten, wenn Hunde zwischen einem halben und drei Jahren alt sind? Allergien sind im Grunde eine Reaktion auf eine gestörte Hautbarriere.

    Früher dachte man, Hunde atmen Allergene ein, die dann eine Reaktion auslösen. Aber heute wissen wir, dass Allergene, wie Pollen, wahrscheinlich durch die Hundehaut aufgenommen werden.

    Das führt zu Symptomen wie starkem Juckreiz, sodass die Hunde ständig an ihren Pfoten lecken oder ihr Gesicht reiben. Bei manchen äußert sich die Allergie eher durch Haut- und Ohrenentzündungen als durch Juckreiz.

    Wenn du denkst, dass dein Hund eine Allergie hat, solltest du besser mit einem Tierarzt sprechen. Inzwischen gibt es aber auch Möglichkeiten, dies Online und ohne Termin zu tun!

    Warum steigt die Zahl der Hunde mit Allergien?

    Studien zeigen, dass die Zahl der Hunde mit Allergien in den vergangenen 10 Jahren um über 30% gestiegen ist. Aber warum bekommen immer mehr Hunde eine Allergie?

    Die Sache ist natürlich kompliziert und es gibt nicht den einen Grund, auf den man den Finger legen kann. Aber einige Hauptursachen konnte man schon feststellen.

    Zum einen: Der altbekannte Klimawandel. Du denkst vielleicht, das betrifft nur uns Menschen, aber weit gefehlt! Unsere Hunde leiden genauso darunter. Wegen der Erderwärmung verlängert sich die Allergiesaison.

    In Regionen, in denen es früher klare Jahreszeiten gab, gibt es jetzt plötzliche Temperaturschwankungen. Stell dir vor, es ist kurz kalt, und dann – Zack! – wird es wieder warm.

    Und was passiert? Pflanzen und Bäume fangen wieder an zu blühen, und nichts stirbt mehr richtig ab. Für unsere Hunde bedeutet das: ständiger Kontakt mit Allergieauslösern wie Pollen.

    Außerdem gibt es immer mehr Probleme mit Luftverschmutzung. Wärmere Temperaturen und mehr Kohlendioxid in der Luft lassen nicht nur Pflanzen länger wachsen, sondern auch Schimmelsporen gedeihen. Das ist wie ein All-you-can-eat-Buffet für Allergien!

    Aber nicht nur das Klima ist schuld. Wir Menschen haben auch unseren Teil dazu beigetragen, indem wir unsere Lebensweise geändert haben. Früher waren Hunde oft draußen, haben im Dreck gespielt und sind dadurch mit allerlei Mikroorganismen in Kontakt gekommen.

    Das klingt vielleicht nicht gerade appetitlich, aber es hat ihrem Immunsystem geholfen, stärker zu werden. Heute hingegen leben viele Hunde in Städten, verbringen mehr Zeit drinnen und haben weniger Kontakt mit natürlichen Elementen.

    Dieses „saubere“ Leben kann paradoxerweise dazu führen, dass sie anfälliger für Allergien werden.

    Es ist wie mit Kindern: Zu viel Sauberkeit kann das Immunsystem unterfordern, und dann weiß es nicht, wie es auf echte Bedrohungen reagieren soll. Und das kann zu Allergien führen.

    Auch die Tatsache, dass manche Hunde keine Kameraden zum Rumtoben haben, könnte eine Rolle spielen. Denn genau wie bei uns Menschen, kann der Kontakt mit anderen Hunden helfen, das Immunsystem zu stärken.

    Hund wird gebürstet

    Kann mein Hund Heuschnupfen haben?

    Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass dein vierbeiniger Freund genauso wie du an Heuschnupfen leiden könnte? Denn genau das ist möglich. Auch Hunde können Heuschnupfen bekommen!

    Es klingt erstmal etwas ungewöhnlich, aber es ist wahr: Immer mehr Hunde entwickeln eine Allergie gegen Gräser und Pollen. Ähnlich wie bei uns Menschen reagiert ihr Immunsystem übertrieben auf diese harmlosen Umweltstoffe.

    Stell dir vor, dein Hund schnüffelt glücklich auf einer blühenden Wiese herum, und plötzlich fängt er an, sich heftig zu kratzen. Vielleicht bemerkst du auch gerötete Augen oder entdeckst nach einiger Zeit kahle Stellen im Fell.

    Das können alles Anzeichen für eine Pollenallergie sein. Besonders häufig treten solche Reaktionen an Pfoten, Unterbauch und im Gesicht auf. Genau die Körperstellen also, die am meisten Kontakt mit Gräsern und Pollen haben.

    Aber anders als beim Menschen zeigt sich Heuschnupfen bei Hunden nicht so oft durch Niesen oder eine laufende Nase. Stattdessen haben Hunde eher Probleme mit dem Atmen. Wenn er beim Atmen pfeift oder sogar Atemnot hat, dann könnte das an den eingeatmeten Pollen liegen, die seine Atemwege reizen.

    Das Problem bei diesen Symptomen ist, dass sie nicht unbedingt spezifisch für Heuschnupfen sind. Juckreiz kann beispielsweise auch durch Parasiten wie Flöhe oder Milben ausgelöst werden.

    Leider lässt sich eine Allergie nicht einfach so wegpusten, aber es gibt gute Möglichkeiten, deinem Hund zu helfen.

    Zum Beispiel kann eine Hyposensibilisierung gestartet werden. Dabei wird der Hund in der Tierklinik über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder mit kleinen Mengen des Allergens konfrontiert, um das Immunsystem zu trainieren, weniger heftig darauf zu reagieren.

    Wie verhindert man Allergien bei seinem Hund?

    Gibt es eigentlich Wege, wie wir unseren Fellnasen helfen können, Allergien zu vermeiden? Ja und Nein. Es gibt keinen garantierten Weg, um Allergien bei Hunden zu vermeiden. Aber du hast Mittel und Wege, das Risiko einer Allergie zu reduzieren und deinem Vierbeiner bei Unverträglichkeiten zu helfen.

    Wenn dein Hund genetisch zu Allergien neigt, dann kann es sein, dass er irgendwann Probleme bekommt. Wenn dein Hund beispielsweise gegen Gräser allergisch ist, dann halte ihn von diesen fern. Oder wenn er Probleme mit Schimmel hat, dann lass ihn an feuchten Tagen lieber drinnen.

    Wenn du dir einen Welpen von einem Züchter holst, ist es schlau, nach Allergien in der Ahnentafel zu fragen. Ja, manchmal liegt es einfach in den Genen.

    Studien zeigen, dass wenn beide Elterntiere Allergien haben, die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch ist, dass auch die Kleinen betroffen sein werden. Aber keine Sorge, es gibt auch andere Wege, deinem Hund zu helfen.

    Stell dir deinen Hund wie einen flauschigen Staubwedel vor. Beim Spazierengehen sammelt er alles Mögliche auf – inklusive Allergene. Regelmäßige Badestunden sind daher besonders in der Allergiesaison superwichtig, um diese Allergene wieder loszuwerden.

    Manche Hundebesitzer nehmen auch unparfümierte Babytücher, um nach dem Gassigehen Pollen und Staub wegzuputzen.

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    Und wenn solche Vorsichtsmaßnahmen nicht ausreichen, dann gibt es immer noch medizinische Hilfe. Antihistaminika, spezielle Shampoos oder sogar immununterdrückende Medikamente können ein Segen sein.

    Und was, wenn dein Hund plötzlich wie wild zu kratzen beginnt? Dann nichts wie ab zum Tierarzt. Je früher du mit einer Behandlung beginnst, desto besser. Das kann von speziellen Shampoos bis zu Immuntherapien reichen.

    Hat dein Hund eher eine Futterallergie, dann gibt es auch hier viele Möglichkeiten. Je nachdem, gegen was dein Hund allergisch ist, findest du eine große Anzahl an hypoallergenen Futter für deinen Hund. Dieses ist zwar teurer, löst aber keine Allergien mehr aus.

    FAQ

    Können Hunde Allergien haben?

    Ja, Hunde können Allergien haben. Sie können gegen viele Dinge allergisch sein, wie Pollen, Schimmel, Staubmilben, Futtermittel oder Flöhe. Wenn ein Hund allergisch ist, reagiert sein Immunsystem überempfindlich auf diese Stoffe. Die Symptome können Juckreiz, Hautprobleme, Niesen oder Verdauungsprobleme sein.

    Wie erkenne ich Allergien bei meinem Hund?

    Allergiesymptome bei Hunden sind Juckreiz, rote oder entzündete Haut, häufiges Kratzen oder Lecken und manchmal Husten oder Niesen. Einige Hunde bekommen auch Magen-Darm-Probleme wie Durchfall oder Erbrechen.

    Was sind häufige Allergieauslöser bei Hunden?

    Häufige Allergieauslöser bei Hunden sind Umweltfaktoren wie Pollen, Schimmel und Staubmilben. Auch bestimmte Lebensmittel, Flohspeichel und manche Stoffe in Shampoos oder anderen Pflegeprodukten können Allergien auslösen.

    Wie behandelt man Allergien bei Hunden?

    Zur Behandlung von Hundeallergien findet der Tierarzt zuerst die Ursache. Danach kann er Medikamente wie Antihistaminika oder spezielle Cremes verschreiben. Manchmal muss auch die Ernährung angepasst oder Umweltfaktoren verändert werden.

    Können Allergien bei Hunden geheilt werden?

    Allergien bei Hunden können meist nicht vollständig geheilt werden, aber man kann sie gut behandeln und kontrollieren. Durch die richtige Behandlung und Anpassungen im Lebensstil des Hundes können die Symptome reduziert und die Lebensqualität des Hundes verbessert werden.


    Quellenangaben

    1. https://edition.cnn.com/2009/HEALTH/03/26/pet.allergies/ ↩︎
    2. https://www.richellusa.com/the-most-common-dog-allergens-and-how-to-avoid-them/ ↩︎
    3. https://time.com/6961113/dog-allergies-atopic-dematitis/ ↩︎
    4. https://www.nature.com/articles/s41598-020-79055-x ↩︎
    5. https://www.msdvetmanual.com/dog-owners/skin-disorders-of-dogs/allergies-in-dogs ↩︎
    6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6380261/ ↩︎
    7. https://www.purinainstitute.com/centresquare/therapeutic-nutrition/food-allergy-versus-food-intolerance ↩︎