Zum Inhalt springen
Home » Gesundheit » Pfotenschutz für Hunde selber machen | 3 Ideen & Anleitungen

Pfotenschutz für Hunde selber machen | 3 Ideen & Anleitungen

    Sketch: Hund mit Pfotenschutz

    Egal ob im Sommer oder Winter, ein Pfotenschutz für Hunde schützt deinen Vierbeiner, wenn ihr unterwegs seid.

    Hier findest du 3 Ideen & Anleitungen, um dir diesen Pfotenschutz DYI selbst zu basteln.

    Kann man Pfotenschutz für Hunde selber machen?

    Ja, man kann Pfotenschutz für Hunde selber machen. Dafür hast du sogar eine ganze Reihe an Möglichkeiten! Du kannst:

    • Hundeschuhe aus Socken basteln
    • Hundeschuhe aus robustem Material selbst schneidern
    • Pfotenbalsam selbst anrühren

    Hundeschuhe oder Pfotenbalsam sind super praktisch, um die Pfoten deines Hundes vor rauen Untergründen, heißem Asphalt im Sommer oder eisigen Wegen im Winter zu schützen.

    Außerdem sind sie ein Segen, wenn dein Liebling mal eine kleine Verletzung an der Pfote hat und diese heilen soll.

    Anleitungen um Pfotenschutz selbst zu machen

    Zeichnung: Hund trägt Socken als Pfotenschutz

    1. Hundeschuhe aus Socken

    Mit ein paar alten Socken und ein bisschen Kreativität kannst du schnell und einfach einen DIY-Pfotenschutz basteln. Hier eine kleine Anleitung, wie du Hundeschuhe aus Socken herstellen kannst – einfach, günstig und effektiv!

    Was du brauchst:

    • Alte Socken (Kindersocken oder Kinderkniestrümpfe sind ideal für kleinere Hunde)
    • Selbsthaftender Verband (optional)
    • Nitril-Handschuhe (für eine wasserfeste Version)

    Schritt für Schritt:

    1. Sockenwahl: Suche in deinem Sockenschubfach nach ein paar alten Socken. Wenn du einen kleineren Hund hast, könnten Kindersocken oder Kinderkniestrümpfe perfekt passen, da sie nicht so groß sind.
    2. Anprobe: Jetzt kommt der lustige Teil – zieh deinem Hund die Socken über die Pfoten. Achte dabei darauf, dass die Socken gut sitzen. Die Zehen sollten nicht verbogen werden, und die Socken sollten auch nicht zu eng sein, um die Durchblutung nicht zu beeinträchtigen.
    3. Fixierung: Wenn die Socken dazu neigen, zu rutschen, kein Problem! Du kannst sie mit selbsthaftendem Verband fixieren. Dieser hält die Socken an Ort und Stelle, ohne zu stramm zu sein.
    4. Wasserfest machen: Für nasse Tage ist es klug, eine wasserfeste Version zu basteln. Ziehe hierfür einfach einen Nitril-Handschuh (Einweg-Plastik Handschuhe) über die Socke. Das hält die Pfoten deines Hundes trocken und sauber.
    5. Gewöhnung: Nicht jeder Hund ist sofort begeistert von seinen neuen Schuhen. Gib ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen. Mit ein paar Leckerlis und viel Lob klappt das bestimmt!

    Und schon ist es geschafft! Mit diesen einfachen Schritten hast du einen schnellen und kostengünstigen Pfotenschutz für deinen Hund kreiert. Nicht nur praktisch, sondern auch eine witzige DIY-Aktivität.

    2. Robuste Hundeschuhe selbst schneidern

    Wer es robuster mag, kann sich die Schuhe auch aus einem robusten Material selbst schneidern. Dies ist jedoch etwas anspruchsvoller und setzt etwas mehr handwerkliches Geschick voraus!

    Was du brauchst:

    • Schere
    • Nähmaschine
    • Klettverschluss
    • Elastikband
    • Gewähltes Material
      • Polypropylen ist empfehlenswert, da es wasserabweisend und sanft zu den Pfoten ist.
      • Fleece ist leichter, aber saugt Wasser auf.
      • Corduroy ist strapazierfähiger, aber etwas rauer.
      • Für eine hochwertigere Variante könntest du Cordura für den unteren Teil und Polarfleece für den oberen Teil verwenden, der die Beine schützt, aber nicht den Boden berührt.
    • Vinylmaterial für eine rutschfeste Sohle (alternativ geht auch ein anderes rutschfestes Material)

    Schritt für Schritt Anleitung:

    1. Maße nehmen: Miss zuerst den Umfang der Pfote deines Hundes sowie die gewünschte Länge des Schuhs. Füge 2,5 cm Nahtzugabe hinzu.
    2. Zuschnitt: Schneide ein Rechteck aus, das halb so breit wie der Pfotenumfang und doppelt so lang wie die gewünschte Schuhhöhe ist. Zum Beispiel: Bei einem Pfotenumfang von 10 cm (mit Nahtzugabe) und einer Schuhhöhe von 15 cm benötigst du vier Rechtecke mit 5 cm Breite und 30 cm Länge.
    3. Nähen: Falte das Rechteck der Länge nach in der Mitte. Nähe die Seiten zusammen. Schlage 0,5 cm am oberen Rand um, falte erneut und nähe so nah wie möglich an der ersten Falte, um den oberen Rand zu säumen. Kehre den Schuh um, sodass die richtige Seite außen ist. Wenn du willst, kannst du ein Fleece-Stück an ein strapazierfähigeres Material nähen, für zusätzlichen Komfort.
    4. Klettverschluss anbringen: Befestige ein 2,5 cm langes Stück des weichen Klettverschluss an der Rückseite des Schuhs. Schneide ein Stück Elastikband, das 2,5 cm kürzer als der Schuhumfang ist. Befestige ein Ende des Bandes unter dem Klettverschluss und nähe es fest. Nähe das Gegenstück des Klettverschlusses an das andere Ende des Elastikbands.
    5. Trittfestigkeit hinzufügen: Schneide einen Kreis aus dem Vinylmaterial, das etwa ¾ der ursprünglichen Breite des Designs ist, und nähe es an den Schuh. Alternativ oder zusätzlich kannst du Küchenkautschuk oder Puffy Paint verwenden, da diese auch als rutschfestes Material dienen.

    Und da hast du sie – maßgefertigte, robuste Hundeschuhe, die perfekt auf die Bedürfnisse deines vierbeinigen Freundes zugeschnitten sind.

    3. Pfotenbalsam selbst anrühren

    Pfotenbalsam schützt nicht nur die Pfoten deines Hundes, sondern hilft auch bei rissigen und trockenen Pfoten.

    Mit diesem DIY-Rezept kannst du ganz einfach einen wirksamen und natürlichen Pfotenbalsam herstellen. Das Tolle daran? Du weißt genau, was drin ist, und es ist super einfach!

    Was du brauchst:

    • 150g BIO-Olivenöl
    • 30g Sheabutter
    • 30g Bienenwachs
    • 20g BIO-Kokosfett
    • 35g Tannen- oder Fichtenharz
    • 3 Esslöffel Ringelblumenblüten (ca. 15g) – optional, aber gut für den Hund
    • 2-3 Tropfen Vitamin E-Öl – optional, aber gut für den Hund
    • 1 alten Topf
    • Passiertuch oder Sieb
    • Cremetiegel oder anderes Gefäß für den Balsam

    So geht’s:

    1. Vorbereitung: Schnapp dir einen alten Topf (das Harz kann klebrig sein und der Topf lässt sich anschließend nicht ganz so einfach reinigen) und erwärme darin das Olivenöl zusammen mit den Ringelblumenblüten und dem Harz. Stelle den Herd auf niedrige Stufe und lass es etwa 30 Minuten sanft köcheln. Das langsame Erwärmen sorgt dafür, dass alle heilenden Eigenschaften der Zutaten erhalten bleiben und nichts „verkocht“.
    2. Sieben: Nachdem alles gut durchgezogen ist, musst du das Harz und die Blütenreste entfernen. Am besten gelingt das mit einem Passiertuch oder einem feinen Sieb. Was übrig bleibt, ist eine herrlich duftende, ölige Mischung.
    3. Zusammenfügen: Jetzt gib das BIO-Kokosfett, das Vitamin E-Öl und das Bienenwachs dazu. Weiterhin auf niedriger Stufe, damit alles gleichmäßig schmilzt. Sobald das Bienenwachs und das Kokosfett geschmolzen sind, nimm den Topf vom Herd.
    4. Finale Zutat: Jetzt kommt die Sheabutter ins Spiel. Gib sie in den warmen Mix. Sie schmilzt durch die Restwärme ganz von selbst. Rühre anschließend noch einmal um, sodass sich alles gut miteinander vermischt.
    5. Abfüllen: Fülle den fertigen Balsam in einen Cremetiegel oder ein anderes Gefäß und lass ihn erkalten. Und voilà, dein selbstgemachter Pfotenbalsam ist fertig!

    Dein Hund wird diesen Balsam lieben! Die Ringelblume wirkt beruhigend und heilend, während das Harz eine schützende Barriere bildet.

    Das Kokosfett spendet Feuchtigkeit, und das Bienenwachs sorgt für die perfekte Konsistenz. Sheabutter ist ein wahrer Feuchtigkeitsbooster, und das Vitamin E-Öl hält die Pfoten geschmeidig.

    Du solltest jedoch darauf achten, dass dein Hund den Balsam nicht ableckt, dann hat er logischerweise keine Wirkung.

    Warum sollte ich den Pfotenschutz für meinen Hund selbst basteln?

    Erstens kannst du dadurch eine Menge Geld sparen.

    Klar, im Handel gibt’s allerlei Pfotenschoner, aber die können ganz schön ins Geld gehen, vor allem wenn du einen Hund hast, der viel draußen ist und die Dinger schnell abnutzt.

    Zweitens geht’s um die Passform. Jeder Hund ist einzigartig, und was für den einen super ist, kann für den anderen total ungemütlich sein.

    Wenn du den Pfotenschutz selbst machst, kannst du ihn perfekt an die Pfoten deines Vierbeiners anpassen. So sitzt alles wie angegossen, und dein Hund fühlt sich pudelwohl.

    Drittens, und das finde ich fast am wichtigsten: Selbstgemachtes ist einfach mit Liebe gemacht. Du kennst deinen Hund am besten und weißt, was er mag und was nicht.

    Vielleicht braucht er einen extra weichen Stoff, weil er empfindliche Pfoten hat, oder vielleicht muss der Schutz super robust sein, weil er gerne durchs Unterholz stromert.

    Beim Selbermachen kannst du all diese Dinge berücksichtigen.

    Und weißt du was? Das Basteln von Pfotenschutz kann auch ein richtig nettes Projekt sein. Vielleicht machst du das ja an einem regnerischen Sonntagnachmittag, mit einer Tasse Tee neben dir und deinem Hund, der gespannt zuschaut.

    Also, wenn du deinem Hund etwas Gutes tun willst und dabei noch kreativ sein möchtest, ist das Herstellen von Pfotenschutz eine super Idee.

    Warum Pfotenschutz kaufen trotzdem keine schlechte Idee ist

    Zeit ist Geld, wie man so schön sagt. Nicht jeder hat die Zeit oder die Muße, sich hinzusetzen und Pfotenschutz zu basteln. Vielleicht bist du beruflich mega eingespannt oder hast einfach nicht die handwerkliche Ader.

    Da ist es doch super, wenn man einfach in den Laden gehen oder online bestellen kann.

    Die im Handel erhältlichen Pfotenschoner sind oft von Profis entwickelt und aus Materialien gefertigt, die super strapazierfähig und gleichzeitig bequem für deinen Hund sind.

    Die wissen genau, worauf es ankommt, damit die Pfoten deines Vierbeiners optimal geschützt sind.

    Außerdem gibt’s da draußen so eine riesige Auswahl. Egal, ob du was für die heißen Sommertage, den schlammigen Herbst oder den frostigen Winter brauchst – für jede Jahreszeit und jeden Hundetyp gibt’s was Passendes.

    Und das Beste? Du kannst aus einer Vielzahl von Designs wählen. So kann dein Hund nicht nur geschützt, sondern auch noch stylisch unterwegs sein!

    Auch nicht zu vergessen ist der Komfortaspekt. Viele gekaufte Pfotenschoner sind extra so designed, dass sie leicht anzuziehen sind und nicht stören.

    Das ist besonders wichtig, wenn dein Hund vielleicht nicht so begeistert davon ist, etwas an den Pfoten zu tragen. Ein schnell anzuziehender und bequemer Schutz kann da Wunder wirken.

    Und last but not least: Beratung. Im Fachhandel oder beim Tierarzt kannst du dich super beraten lassen, welcher Pfotenschutz der richtige für deinen Hund ist.

    Die haben Erfahrung und können dir genau sagen, was bei deinem Vierbeiner Sinn macht.