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Schwarze Kruste auf Hundezitze | Ursache & Bedeutung erklärt

    Hund wird beim Tierarzt untersucht

    Dein Hund hat eine schwarze Kruste oder Schorf auf der Zitze? Wir schauen uns die Ursachen an, was das für dich und deinen Hund bedeutet und was du am besten als nächstes tun solltest.

    Gründe für schwarze Kruste oder Schorf auf Hundezitze

    1. Mastitis (Entzündung)

    Mastitis ist eine Entzündung einer oder mehrerer Milchdrüsen. Oft wird sie durch eine bakterielle Infektion verursacht. Kleine Bakterien schleichen sich durch Verletzungen in der Zitze ein und verursachen dort eine Entzündung.

    Das kann ebenfalls passieren, wenn eine Hündin in sehr schmutzigen Verhältnissen lebt, z.B. wenn sie von der Straße kommt.

    Manchmal kommt es auch ohne eine Infektion zu Mastitis. Das passiert, wenn die Milch zu lange in der Drüse bleibt, ohne dass die Welpen trinken.

    Du kennst das vielleicht: Wenn Milch zu lange steht, wird sie schlecht. Genauso ist das in der Milchdrüse.

    Die ersten Anzeichen von Mastitis sind oft schwer zu erkennen. Vielleicht merkst du, dass die Welpen nicht so schnell wachsen, wie sie sollten. Oder eine der Zitzen deiner Hündin scheint leicht geschwollen zu sein. Im Anfangsstadium merkt die Hündin oft noch nicht viel davon.

    Aber dann wird es ernst: Die betroffene Milchdrüse kann anschwellen, sich verfärben undfängt an deinem Hund weh zu tun. In schlimmen Fällen sieht die Zitze sogar lila oder schwarz aus und es bildet sich eine Kruste – genau das, was du vielleicht entdeckt hast.

    Die Diagnose von Mastitis ist meistens einfach. Ein Tierarzt kann das durch eine körperliche Untersuchung feststellen. Manchmal sind auch Tests wie eine Blutuntersuchung oder eine Untersuchung der Milch nötig.

    Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab. Leichte Fälle werden oft mit Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt. Manchmal empfiehlt der Tierarzt auch, die Milchdrüse auszumelken, um die Entzündung zu lindern. In schweren Fällen muss die Hündin vielleicht sogar ins Krankenhaus.

    Das Wichtigste ist, schnell zu handeln. Wenn du die Anzeichen von Mastitis bei deinem Hund siehst, geh sofort zum Tierarzt. Die meisten Hunde erholen sich gut, wenn sie rechtzeitig behandelt werden. Aber ohne Behandlung kann es gefährlich werden, sogar lebensbedrohlich.

    Eine erste Untersuchung kannst du inzwischen auch ohne Termin sofort von einem Online-Tierarzt vornehmen lassen. Hier bekommt dein Hund bereits innerhalb weniger Minuten eine Diagnose und du kannst mit der Behandlung beginnen!

    2. Parasitenbefall

    Parasitäre Hautkrankheiten, wie Floh- oder Zeckenbefall, sind bei Hunden keine Seltenheit und können verschiedene Symptome hervorrufen, darunter auch eine schwarze Kruste an der Hundezitze.

    Winzige ungebetene Gäste machen es sich auf der Haut deines Hundes gemütlich. Diese Ekto-Parasiten, also Parasiten, die auf der Haut leben, können Flöhe, Milben oder Zecken sein.

    Sie verursachen in der Regel einen starken Juckreiz, aber das ist nicht immer der Fall. Aber wenn dein Hund sich ständig kratzt, sich schüttelt oder du kleine sich bewegende Punkte auf seiner Haut siehst, ist das ein starkes Anzeichen dafür, dass sich Parasiten auf seiner Haut befinden.

    Flöhe sind besonders bekannt dafür, schwarze Punkte – ihren Kot – auf der Haut zu hinterlassen. Dieser Kot sieht aus wie Kaffeesatz und klebt oft fest an den Zitzen. Es ist eine Mischung aus Blut und Ausscheidungen der Flöhe.

    Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich um Flohkot handelt, gibt es einen einfachen Trick: Wisch den Kot mit einem feuchten Küchenpapier auf. Da Flohkot aus verdautem Blut besteht, verfärben sich die schwarzen Krümel rostrot.

    Wenn dein Hund von Flöhen befallen ist, solltest du zuerst überprüfen, ob diese noch aktiv sind, und dann die Flecken mit warmem Wasser abwaschen. In hartnäckigen Fällen kann Hundeseife helfen, aber bitte nichts zu Aggressives verwenden, um die bereits gereizte Haut nicht weiter zu irritieren.

    Flohmittel können sowohl sofortige als auch vorbeugende Wirkungen haben. Solltest du vermuten, dass dein Hund Flöhe hat, könnten spezielle Flohsprays helfen. Diese bekämpfen nicht nur die Parasiten, sondern können auch verhindern, dass sie zurückkehren.

    Flohbefall ist nicht die einzige mögliche Ursache für schwarze Krusten. Auch Zecken können, bevor sie sich vollgesogen haben, wie kleine schwarze Krusten aussehen. Sie bevorzugen Bereiche mit weniger Fell, wie eben die Zitzen deines Hundes.

    Hund wird gebürstet

    3. Erhöhte Talgproduktion

    Es gibt aber auch harmlose Ursachen. Dazu gehört zum Beispiel eine erhöhte Talgproduktion deines Hundes.

    Stell dir Talg wie eine natürliche Hautcreme vor, die dein Hund selbst produziert. Diese Creme hält die Haut geschmeidig und schützt sie.

    Aber manchmal gerät diese Produktion ein wenig außer Kontrolle, besonders in der Pubertät. Ähnlich wie Teenager, die mit Pickeln kämpfen, können auch Hunde mehr Talg produzieren, als sie eigentlich brauchen. Hormone wie Testosteron oder Progesteron sind oft die Übeltäter.

    Was passiert dann? Der überschüssige Talg mischt sich mit Dreck, Bakterien und abgestorbenen Hautzellen und verstopft die Poren.

    An den Zitzen sind die Poren größer und deshalb anfälliger für Verstopfungen. Diese Verstopfungen werden Mitesser genannt. Manchmal entzünden sie sich und können wie kleine Eiterpickel aussehen.

    Aber keine Sorge, diese Mitesser sind normalerweise harmlos. Sie sehen aus wie viele kleine schwarze Punkte und verursachen in der Regel keine Schmerzen.

    Durch regelmäßiges Baden und sanftes Reinigen können diese Flecken oft reduziert oder ganz entfernt werden.

    Ein erhöhter Testosteron- oder Progesteronspiegel kann also zu einer verstärkten Talgproduktion führen, die sich als schwarze Punkte oder Kruste an den Zitzen deines Hundes zeigt. Es ist wie eine Art Hundepubertät – unangenehm, aber meistens nicht gefährlich.

    Also, falls du das nächste Mal diese schwarzen Punkte an deinem Hund bemerkst, keine Panik! Ein warmes Bad und ein sanftes Abwischen helfen in der Regel bereits.

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    4. Pilzerkrankung der Haut rund um die Zitze

    Wenn dein treuer Vierbeiner plötzlich eine schwarze Kruste an der Zitze entwickelt, könnte eine Pilzerkrankung der Haut dahinterstecken.

    Dieses Problem ist in der Hundewelt nicht ganz unbekannt und tritt oft im Zusammenhang mit einer Infektion durch Malassezia pachydermatis auf.

    Malassezia pachydermatis, auch als Hefepilz bekannt, ist ein kleiner, aber wichtiger Teil der normalen Hautflora deines Hundes. Normalerweise harmlos, kann dieser Pilz bei manchen Hunden jedoch zum Problem werden, wenn ein Ungleichgewicht herrscht.

    Stell dir das so vor, als ob in deinem Garten plötzlich Unkraut wuchert, weil die Bedingungen dafür perfekt sind. Ähnlich ist es mit Malassezia – wenn die Haut deines Hundes gereizt ist oder ein Ungleichgewicht besteht, nimmt dieser Pilz überhand.

    Eine häufige Ursache für dieses Ungleichgewicht sind Allergien. Ja, Hunde können auch allergisch sein, sei es gegen Flohbisse, Pollen oder bestimmte Lebensmittel.

    Diese Allergien reizen die Haut – der perfekte Nährboden für unseren kleinen Pilzfreund. Bakterielle Hautinfektionen, ein verändertes pH-Niveau der Haut, besonders feuchte Bedingungen (zum Beispiel wenn dein Hund gerne im Wasser spielt) oder sogar bestimmte Medikamente wie Antibiotika und Kortikosteroide können auch dazu beitragen.

    Was passiert dann mit deinem Hund? Er könnte starken Juckreiz erleben, an den betroffenen Stellen könnten Haare ausfallen, und es könnte sich eine unangenehme Kruste bilden – eben diese schwarze Kruste an der Zitze, die uns Sorgen macht.

    In manchen Fällen ändert sich auch der Geruch der Haut deines Hundes und fällt unangenehm auf. Es ist also nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch für deinen Vierbeiner unangenehm

    Bestimmte Hunderassen, wie West Highland White Terrier, Basset Hounds und Cocker Spaniel, sind anfälliger für diese Art von Hautproblemen. Aber das bedeutet nicht, dass andere Rassen immun sind.

    Jeder Hund, jung oder alt, kann unter den richtigen (oder eher falschen) Bedingungen anfällig für eine solche Pilzinfektion sein.

    Daher ist es am besten, mit einem Tierarzt über diese Probleme zu sprechen und eine passende Behandlung für den Hund festzulegen.

    Hund wird von einer Tierärztin untersucht

    5. Tumor an der Zitze

    Mammatumoren, also Tumore an der Brustdrüse, sind bei Hunden gar nicht so selten, besonders bei älteren Damen, die nicht kastriert wurden.

    Es gibt eine Statistik, die zeigt, dass das Risiko für so einen Tumor bei Hunden ziemlich stark mit dem Kastrierungsstatus verbunden ist:

    • Nur 0,5 % Risiko, wenn der Hund vor dem ersten Lebensjahr kastriert wird.
    • 8 % Risiko nach der ersten Läufigkeit.
    • 26 % Risiko nach der zweiten Läufigkeit.

    Etwa die Hälfte dieser Tumore sind gutartig, die andere Hälfte leider bösartig. Aber auch ein bösartiger Tumor muss nicht das Ende bedeuten.

    Jetzt fragst du dich vielleicht, wie du erkennen kannst, ob dein Hund so einen Tumor hat. Es gibt ein paar Anzeichen, auf die du achten kannst:

    • Der Hund frisst schlecht.
    • Da ist diese schwarze Kruste an der Zitze.
    • Dein Hund ist übel und muss sich übergeben.
    • Du spürst einen Knubbel oder eine Schwellung an der Zitze.
    • Dein Vierbeiner wirkt schwach und lustlos.
    • Unerklärlicher Gewichtsverlust.

    Wichtig ist, dass du bei diesen Anzeichen schnell zum Tierarzt gehst. Der kann dann genau schauen, was los ist.

    Meistens wird so ein Tumor operativ entfernt. Und je früher er entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

    Da so eine Behandlung jedoch teuer und kostspielig ist, solltest du bereits im Vorfeld eine gute Krankenversicherung für deinen Hund abgeschlossen haben, damit du nicht in finanzielle Probleme kommst.

    6. Pigmentflecken

    Eine andere, harmlose Möglichkeit sind Pigmentflecken in der Nähe der Zitze, die aussehen wie eine schwarze Kruste.

    Erstmal gibt es verschiedene Arten von Pigmentflecken. Einige sind von Geburt an da, andere kommen mit der Zeit. Zu den häufigsten zählen Leberflecke und Altersflecken.

    Leberflecke sind diese kleinen, meist bräunlichen Punkte, die du bestimmt schon mal gesehen hast. Manchmal sind sie aber auch richtig schwarz. Die entstehen durch eine Wucherung in der Haut und sind ganz harmlos.

    Aber Achtung! Wenn du deinen Hund bürstest und dabei zu fest vorgehst, oder wenn er sich zu heftig kratzt, kann so ein Leberfleck sich verkrusten. Das sieht dann aus wie eine schwarze Kruste.

    Altersflecken und Sommersprossen sind auch Pigmentflecken. Altersflecken, wie der Name schon sagt, kommen mit der Zeit und werden oft durch Sonne ausgelöst. Dein Hund kann sie überall am Körper bekommen. Sommersprossen dagegen sind meistens schon da, wenn der Hund noch ganz klein ist. Im Sommer sind sie stärker zu sehen und im Winter verblassen sie wieder.

    Zudem kann es auch sein, dass die schwarzen Flecken an der Zitze eine Art Hyperpigmentierung sind. Das klingt erstmal gruselig, ist aber meistens total harmlos. Besonders Leberflecken sind bekannt dafür, dass sie sich verkrusten können, wenn zu viel Reibung da ist. So etwas kann zum Beispiel durch ein Hundegeschirr ausgelöst werden.

    FAQ

    Was ist die schwarze Kruste auf der Hundezitze?

    Die schwarze Kruste, die du manchmal an der Hundezitze siehst, ist meist eine Ansammlung von Schmutz, Hautzellen und Talg. Talg ist ein natürliches Öl, das die Haut deines Hundes schützt. Manchmal können sich dort auch Bakterien oder Pilze sammeln. Das sieht nicht nur komisch aus, sondern kann auch jucken oder wehtun. Manchmal deutet diese Kruste jedoch auch auf ernsthafte Erkrankungen wie einen Tumor hin.

    Warum bildet sich schwarze Kruste an Hundezitzen?

    Die schwarze Kruste entsteht, wenn Talg, Schmutz und Hautzellen sich an der Zitze ansammeln und verhärten. Das kann passieren, wenn dein Hund sich nicht so oft putzt oder wenn die Zitzen besonders viel Talg produzieren. Manchmal ist es auch ein Zeichen für eine Infektion, Allergie oder sogar einen Tumor.

    Kann die schwarze Kruste auf Hundezitzen schädlich sein?

    Ja, es kann schädlich sein. Wenn die Kruste durch eine Infektion entsteht, kann sie unangenehm für deinen Hund sein. Sie kann jucken, schmerzen und manchmal zu weiteren Hautproblemen führen. Auch ein Krebstumor muss schnell erkannt und behandelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass du mit deinem Hund zum Tierarzt gehst, wenn du solche Krusten entdeckst.

    Wie kann man die schwarze Kruste auf Hundezitzen behandeln?

    Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Manchmal reicht es, die Zitze sanft zu reinigen und die Pflege zu verbessern. Wenn eine Infektion dahintersteckt, kann der Tierarzt spezielle Medikamente verschreiben. Wichtig ist, dass du nicht versuchst, die Kruste selbst zu entfernen, da du das Problem dadurch verschlimmern kannst.

    Wie kann ich schwarze Kruste an Hundezitzen vorbeugen?

    Um schwarze Krusten zu vermeiden, ist gute Hygiene wichtig. Regelmäßiges Baden und sanftes Reinigen der Zitzenbereiche helfen dabei. Achte auch auf eine gesunde Ernährung, denn das stärkt die Haut deines Hundes. Und wenn du Veränderungen bemerkst, geh lieber gleich zum Tierarzt.

    Warum blutet die Zitze meines Hundes?

    Wenn die Zitze deines Hundes blutet, kann das verschiedene Gründe haben. Eine Möglichkeit ist eine Entzündung der Milchdrüse. Auch eine Verletzung oder sogar ein Tumor könnte dahinterstecken. Wichtig ist, dass du so ein Symptom nicht ignorierst.

    Warum läuft braune Flüssigkeit aus der Zitze meines Hundes?

    Braune Flüssigkeit, die aus der Zitze deines Hundes austritt, kann ein Hinweis auf eine Entzündung, eine Infektion oder sogar einen Tumor im Bereich der Milchdrüsen sein. Es könnte auch mit hormonellen Problemen zusammenhängen, wie einer Scheinträchtigkeit.

    Mein Hund hat seine Zitze aufgekratzt – was soll ich tun?

    Wenn dein Hund sich eine Zitze aufgekratzt hat, ist es wichtig, die Wunde sauber zu halten, um eine Infektion zu verhindern. Manchmal kann ein Schutzverband oder ein Kragen helfen, damit dein Hund nicht weiter daran kratzt. Wenn du unsicher bist oder es schlimm aussieht, solltest du zum Tierarzt gehen.