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Was tun wenn der Hund zahnt? Wichtige Infos zum Zahnwechsel!

    Hund kaut auf Spielzeug im Hundebett

    Dein Hund ist im Zahnwechsel? Wenn der Welpe zahnt, dann fängt er meist an auf allem herumzukauen und kaputt zu machen. Was kann man also tun um seinem Hund zu helfen?

    Das solltest du tun wenn dein Welpe zahnt

    #1 Das Kauen nicht bestrafen

    Du bist ein kleiner Welpe und deine Zähne fangen an, zu jucken und zu schmerzen. Das ist genau das, was Welpen während ihres Zahnwechsels durchmachen.

    Sie wissen nicht, wie sie mit diesem unangenehmen Gefühl umgehen sollen und fangen an, auf allem Möglichen herumzukauen. Das ist ganz natürlich und nicht, weil sie unartig sein wollen oder dich ärgern möchten.

    Du zeigst deinem Welpen einen angeknabberten Schuh und schimpfst mit ihm. Dein kleiner Freund versteht gar nicht, warum du auf einmal so unglücklich bist.

    Hunde sind klug, aber sie können nicht verstehen, dass das, was sie vor ein paar Stunden gemacht haben, der Grund für deine Unzufriedenheit ist. Das führt nur dazu, dass sie ängstlich oder verwirrt sind und hilft niemandem.

    Stattdessen ist es viel besser, wenn du deinem Welpen zeigst, was er kauen darf. Zum Beispiel gibt es tolle Kauspielzeuge und leckere Kausnacks. Wenn du siehst, dass dein Welpe auf diesen Dingen kaut, dann lobe ihn!

    So lernt er: „Ah, das ist gut, darauf darf ich kauen!“ Und wenn er mal auf etwas kaut, das er nicht soll, dann zeige ihm sanft, was er stattdessen kauen darf, und sei glücklich und lob ihn, wenn er es tut. So lernt er schnell, was ok ist und was nicht.

    #2 Kauspielzeug besorgen

    Hundebesitzerin spielt mit Hund

    Während des Zahnwechsels kann dein Welpe wie ein kleiner Piranha wirken, der alles annagt, was ihm in die Quere kommt.

    Bevor du ihn aber mit Kauspielzeug von deinen Schuhen und Socken fern halten kannst musst du herausfinden, was dein Welpe am liebsten mag. Es ist wie bei uns Menschen, jeder hat seinen eigenen Geschmack.

    Achte darauf, dass das Spielzeug leicht zu kauen ist. Ein Ball rollt zum Beispiel zu schnell weg und macht für den Hund zu viel „Arbeit“. Wenn er spielen will ist ein Ball super, aber zum reinen Kauen wollen Hunde lieber etwas anderes.

    Manche Welpen lieben Kauspielzeuge, die ein wenig weicher sind, wie Stofftiere, auf denen sie herumkauen können. Andere bevorzugen etwas Festes, wie ein Stück Kaffeeholz. Das ist besser als das herkömmliche Stöckchen, da Kafeeholz besonders robust ist und nicht splittert.

    Bei unserem Hund war das klassische Zerrseil am beliebtesten, wahrscheinlich weil es sich nicht bewegt hat und unterschiedlich dick war. So konnte der Hund frei entscheiden, wie und wo er kaut und was ihm gerade am meisten bringt.

    Zusätzlich kannst du aber auch einfach mit den Sachen spielen. Indem er nicht nur alleine kaut, sondern dich als Spielpartner hat, lenkt ihn das von seinen Zahnschmerzen ab. So ähnlich wie wenn du ein gutes Videospiel spielst oder Buch liest. Man vergisst einfach die Welt um sich herum und ist völlig abgelenkt von seinen Problemen.

    Es ist wichtig, deinem Welpen schon früh beizubringen, was seine Kausachen sind. So lernt er, dass es in Ordnung ist, auf seinem Kauspielzeug zu kauen, aber nicht auf deinem Lieblingsschuh.

    Denk daran, immer dabei zu sein, wenn dein Welpe mit seinem neuen Spielzeug spielt. So kannst du sicherstellen, dass er sich nicht verletzt und kaputtes Spielzeug entfernen, bevor dein Hund Kleinteile verschluckt.

    Hier findest du ein paar der beliebtesten Kauspielzeuge aktuell:

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    #3 Kommandos wie „Aus“ oder „Nein“ üben

    Um deinem Welpen beim Zahnwechsel beizubringen, auf was er kauen darf und auf was nicht ist aber gar nicht so einfach. Dafür hast du aber eine super Gelegenheit neue Kommandos mit deinem Hund zu üben!

    Was machst du, wenn dein Welpe wieder mal auf etwas rumkaut, das er nicht soll? Du könntest ihm zum Beispiel ein cooles neues Spielzeug anbieten, vielleicht ein Quietschspielzeug, das er total spannend findet.

    Wichtig ist, dass du dabei das Kommando „Aus!“ oder „Gib!“ benutzt. So lernt dein Hund, dass er das, was er gerade hat, loslassen soll, um das neue, coolere Spielzeug zu bekommen.

    Aber pass auf, versuch nicht, ihm das Ding einfach aus dem Maul zu ziehen. Das mag er gar nicht. Stattdessen biete ihm was an, was er lieber haben will. Wenn er dann merkt, „Hey, das neue Spielzeug ist ja viel besser!“, sagst du dein Kommando und belohnst ihn dafür, dass er getauscht hat.

    Das ist echt wichtig, besonders in den ersten Monaten. Dein Hund muss lernen, dass es okay ist, Sachen loszulassen, weil er dafür was Tolles zurückbekommt. Sonst denkt er später vielleicht, er muss alles verteidigen was er hat. Und das führt dazu, dass dein Hund eine Menge Probleme machen wird.

    Denk dran, nimm ihm nie etwas weg, ohne ihm eine Alternative zu bieten. So lernt er, dass es sich lohnt, Dinge loszulassen. Jag ihm auch nicht hinterher, das findet dein Welpe eher lustig und denkt, es ist ein Spiel.

    Benutz immer die Kommandos „Aus!“ oder „Gib!“, wenn er im Tausch für was Besseres sein altes Spielzeug loslässt. So wird er ein richtig gut erzogener Hund!

    #4 Kälte hilft den Schmerz zu lindern

    Wenn dein Welpe mal einen besonders harten Tag mit seinem Zahnwechsel hat, dann probier mal was Kaltes. Das hilft super gegen die Schmerzen im Zahnfleisch!

    Du kannst ihm zum Beispiel Eis geben oder einen gekühlten Kauring. Der kühlende Effekt funktioniert wie ein Eisbeutel bei Menschen. Es betäubt die Stelle und lindert den Schmerz für einige Zeit.

    Aber pass auf, dass du ihm nichts gibst, wo kleine Teile abgehen könnten, die er verschluckt. Bei Spielzeug, das du einfrierst, musst du auch ein bisschen vorsichtig sein. Manche Sachen, besonders wenn sie aus billigem Gummi sind, können im gefrorenen Zustand leicht kaputtgehen. Das willst du ja nicht.

    Weißt du, was fast immer funktioniert? Ganz normale Eiswürfel! Und wenn du deinem Hund etwas ganz Besonderes gönnen willst, dann mach ihm doch einen eigenen Hundesmoothie.

    Ich hab dir ja schon mal ein paar Rezepte dafür gezeigt. Einen solchen Smoothie kannst du ganz leicht im Eisfach frieren lassen und dann zu einem Eiswürfel machen.

    Das Tolle daran ist, dass dein Hund so einen gefrorenen Smoothie wahrscheinlich viel interessanter findet als normale Eiswürfel. Ich hab noch keinen Hund gesehen, der nicht begeistert an so einem gefrorenen Leckerli herumgeknabbert und geleckt hat. Probier’s mal aus, dein Welpe wird’s dir danken!

    Und wenn du keine Lust hast einen Smoothie selbst zu machen kann man sich so etwas inzwischen auch ganz einfach online kaufen:

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    Wie lange dauert der Zahnwechsel beim Hund?

    Stell dir vor, dein kleiner Hundewelpe ist jetzt schon im dritten Lebensmonat. Plötzlich beginnt er, alles Mögliche zu knabbern – von deinen Lieblingsschuhen bis hin zu den Sofakissen. Das kann am Zahnwechsel liegen! Denn Hunde wechseln ihre Zähne, genau wie wir Menschen!

    Der Zahnwechsel beginnt normalerweise, wenn der Welpe etwa drei Monate alt ist und dauert bis zum Alter von sechs oder sieben Monaten.

    Hier findest du noch einmal die einzelnen Phasen in einer Tabelle:

    PhaseAlter des HundesBeschreibung
    Durchbruch der Milchzähne3-6 WochenDie Anfangsphase, in der die Milchzähne des Welpen, auch als Milchgebiss bezeichnet, zu wachsen beginnen. Welpen haben typischerweise insgesamt 28 Milchzähne.
    Beginn des Zahnwechsels12-16 WochenIn dieser Phase beginnen Welpen, ihre Milchzähne zu verlieren und die permanenten Erwachsenenzähne brechen durch. Es ist üblich, kleine Zähne im Haus zu finden.
    Durchbruch der Erwachsenenzähne4-6 MonateAlle permanenten Zähne, einschließlich Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren, kommen allmählich zum Vorschein. Am Ende dieser Phase haben die meisten Welpen ihr vollständiges Set von 42 Erwachsenenzähnen.
    Abschluss des Zahnwechsels6-7 MonateGenerell ist in diesem Alter der Zahnwechsel abgeschlossen, obwohl einige größere Rassen den Zahnwechsel erst im 8. Lebensmonat beenden.
    Phasen des Zahnwechsels beim Hund

    Wie erkennt man den Zahnwechsel bei Hunden?

    Wenn du deinem Welpen beim Spielen zuschaust und er plötzlich anfängt, häufiger als sonst auf Spielzeug oder anderen Dingen herumzukauen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass der Zahnwechsel im Gange ist.

    Das Zahnfleisch juckt nämlich ziemlich, wenn die neuen Zähne durchkommen. Stell dir vor, wie es wäre, wenn dein Zahnfleisch juckt und du nicht kratzen kannst – ziemlich unangenehm, oder?

    Eine weitere Sache, die du vielleicht bemerken wirst, ist, dass dein Welpe mehr sabbert als sonst. Das liegt daran, dass das Zahnfleisch gereizt sein kann, wenn die neuen Zähne durchbrechen.

    Auch kleine Veränderungen im Verhalten können vorkommen. Manche Welpen sind während des Zahnwechsels etwas quengeliger oder unruhiger. Sie könnten sogar weniger Appetit haben oder weichere Nahrung bevorzugen.

    Es ist auch möglich, dass du mal einen kleinen Milchzahn findest, vielleicht auf dem Boden oder in seinem Schlafplatz. Das ist ganz normal und kann sogar ein kleines Andenken für dich sein! Auf jeden Fall musst du deshalb nicht in Panik ausbrechen und keinen Termin beim Tierarzt machen.

    Jack Russel Terrier kaut auf Kauknochen Spielzeug

    Beißhemmung auch beim Zahnwechsel trainieren!

    Wie gesagt ist Verständnis für deinen Hund in dieser Phase wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass du dir alles gefallen lassen musst. Besonders die Beißhemmung solltest du unbedingt auch in dieser Zeit weiter trainieren!

    Sobald du deinen Welpen nach Hause holst, solltest du mit dem Training beginnen. Welpen lernen nämlich schon von ihren Geschwistern, wie fest sie beim Spielen beißen dürfen.

    Dein Ziel ist es, deinem Welpen beizubringen, wie er die Kraft seines Bisses kontrollieren kann. So verhinderst du, dass er irgendwann zu fest zubeißt und jemanden verletzt.

    Wenn er zu fest zubeißt, solltest du ein klares Signal geben, dass es weh tut – zum Beispiel durch ein lautes „Autsch“ oder indem du so tust, als wärst du wirklich verletzt. Dann hörst du sofort auf zu spielen.

    Dein Welpe merkt dadurch: „Huch, wenn ich zu fest beiße, hört der Spaß auf.“

    Es ist wichtig, dass jeder in der Familie genauso reagiert, damit der kleine Racker keine verwirrenden Signale bekommt.

    Ein wichtiger Tipp: Benutze keine körperliche Bestrafung. Das kann nämlich Angst und Aggressionen auslösen. Stattdessen solltest du auf Vertrauen und positive Verstärkung setzen. Mit der Zeit wird dein Welpe lernen, dass er mit sanftem Verhalten mehr erreicht und dass Beißen nicht der richtige Weg ist, um Aufmerksamkeit oder Spielsachen zu bekommen.